LVMH: Reiche US-Kunden lassen Umsatz steigen
Dank der steigenden Nachfrage wohlhabender US-Kunden hat der französische Luxuskonzern LVMH im zweiten Quartal mehr umgesetzt. In Europa haben sich die Erlöse laut CEO Bernard Arnault stabilisiert.
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Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat am Mittwochabend steigende Umsätze für das zweite Quartal gemeldet. Der Konzern, der Marken wie Louis Vuitton, Dior und Bulgari unter seinem Dach vereint und als Indikator für die Luxusbranche gilt, erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 19,52 Milliarden Euro (umgerechnet 22,20 Milliarden US-Dollar).
Dies entspricht einem Wachstum von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresjahresquartal und einem Anstieg von einem Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Das Ergebnis traf weitgehend die Analystenerwartungen von 19,45 Milliarden Euro.
Das Wachstum wurde laut LVMH hauptsächlich von den USA getragen, wo der Umsatz um 6 zulegte. LVMH begründete dies mit der starken Nachfrage, die durch neu entstandenes Vermögen, beispielsweise aus dem KI- und Technologieboom, befeuert wurde. Der Geschäftsbereich Uhren & Schmuck war mit einem Umsatzplus von 11 Prozent der am schnellsten wachsende Geschäftsbereich. Tiffany und Bulgari verzeichneten ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich, da vermögende Kunden weiterhin Schmuck gegenüber anderen Luxusgüterkategorien bevorzugten.
Europäische Luxusmarken haben ihren Fokus verstärkt auf die USA gerichtet, indem sie dort Geschäfte eröffneten und Modeveranstaltungen organisierten. Allerdings dürfte das Update von LVMH nicht ausreichen, um die Anleger davon zu überzeugen, dass sich der 400 Milliarden Dollar schwere Luxussektor von einem zweijährigen Abschwung erholt, schreibt Reuters.
Mode und Lederwaren wachsen deutlich langsamer
Der Geschäftsbereich Mode und Lederwaren, der den Großteil des Betriebsgewinns von LVMH erwirtschaftet, verzeichnete ein organisches Wachstum von einem Prozent. Dies war der erste Quartalsanstieg seit zwei Jahren, blieb jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese waren von einem Anstieg um 1,7 % ausgegangen.