Love Family Park: 30.000 Fans feiern Sven Väth im Rebstockpark

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Love Family Park: 30.000 Fans feiern Sven Väth im Rebstockpark

Stand: 27.07.2026, 13:12 Uhr

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FOTO TAGESSATZFrankfurt: Love Family Park, RebstockgeländeFoto aufgenommen am 25.07.2026Foto: Rolf Oeser

Blumen, Bier, wummernde Beats: Was will man mehr? Der Rebstockpark bebte am Wochenende. © ROLF OESER/Rolf Oeser

Zum 30. Geburtstag des Love Family Park tanzen 15.000 Besucher pro Tag im Rebstockpark. Der Samstag war ausverkauft – mehr Menschen dürfen aus Naturschutzgründen nicht auf das Gelände.

Frankfurt – Es wummert, von allen Seiten. Egal wo auf dem Festivalgelände, und rundherum – die Geräuschkulisse ist immens. Es hilft nur: reinstürzen. Am Floor 2, der kleinsten Bühne, legt Ricardo Villalobos auf: Die Fans tanzen, manche wippen nur, andere fächeln sich mit rosa Festival-Fächern Luft zu. Die Sonne brennt auf viel nackte Haut in knappen Netz-Outfits. Zum Glück gibt es Cowboyhüte, Baseball-Hats oder Tücher zum Um-den-Kopf-Wickeln. Und Bäume – so große, dass gut 100 Leute darunterpassen, die es sich im Schatten auf Decken gemütlich machen. Dazu eine frisch aufgeschlagene Kokosnuss oder eine Wassermelonen-Zuckerwatte – das Festival-Feeling ist perfekt.

FOTO TAGESSATZFrankfurt: Love Family Park, RebstockgeländeFoto aufgenommen am 25.07.2026Foto: Rolf Oeser

Die Stimmung war ausgelassen, das Wetter heiß. © ROLF OESER/Rolf Oeser

Und den ultimativen Erfrischungskick bringt die Regenbrücke, auf der Wasser von oben rieselt, für alle, die sich auf dem Weg zwischen Floor 1 und 3 bewegen. „Der Regen ist super, den gab es vergangenes Jahr nicht“, weiß Marie, die zum fünften Mal zum Love Family Park gekommen ist – die ersten beiden Male „schon länger her“, die vergangenen drei Jahre in Frankfurt. „Dieses Jahr wollte ich auf jeden Fall dabei sein, zur Geburtstagsausgabe.“ Sie selbst ist 53 – und dürfte damit nicht so weit weg vom Altersdurchschnitt liegen. Der Love Family Park ist, wie der Name schon sagt: Familie. Und die bleibt sich im Allgemeinen treu, trotz aller Widrigkeiten.

Und Widrigkeiten gab es für das Festival viele in den 30 Jahren, seit das erste Tageslicht-Techno-Festival überhaupt anno 1996 auf dem Hanauer Dunlop-Freizeitgelände die tanzende Szene aus dem nächtlichen Untergrund herausholte. Techno am helllichten Tag, das gab es bis dato nicht. 800 Besucher kamen. An diesem Wochenende waren es 15.000 an jedem der beiden Tage. Mehr Menschen dürfen aus Naturschutzgründen nicht aufs Gelände. Seit die Love Family hier feiern darf – 2023 ging es nach langen Diskussionen über Lärmschutz endlich los – ist das Techno-Fest der Renner, der Samstag war ausverkauft. Und das nicht ohne Grund: „Es gibt weltweit kein anderes Open-Air-Techno-Festival, das stadtnah und leicht zu erreichen ist und das eine so lange Tradition hat“, lobt Lukas von Zittwitz, der mit seiner Berliner Agentur den Love Family Park, veranstaltet von Cosmopop, vertritt. „Internationale Stars wie Charlotte de Witte treten neben den lokalen Größen an, die Mischung ist einfach gut“, ist er überzeugt. Die Gen Z steht auf Newcomer wie „Bunt“ und Azzel 447, die Älteren finden ihre langjährigen Lieblinge vor.

„Das Line-up ist genial. Wir sind wegen Solomun hier“, bestätigt ein Pärchen aus Bad Nauheim. Nach zwei Stunden mit dem Weltstar tanzen sie noch weiter. Denn an den Decks der Hauptbühne steht jetzt, am Abend, der größte aller DJ-Stars, zumindest aus Frankfurter Sicht, der seit 1996 bei jedem Love Family Park dabei war: Sven Väth. „Der darf sich gern noch steigern“, urteilen die beiden, „aber das wird schon: Er ist schließlich der Babba“, sagt er und macht eine Verbeugung Richtung Bühne.

„Ehrlich gesagt, Sven hat etwas nachgelassen“, findet Michael, der ein Omen-T-Shirt trägt und sich als „Begleiter von Sven von Anfang an“ ausgibt. Vom Love Family Park ist er angetan: „Frankfurt steht dieses Festival gut zu Gesicht, es ist wichtig, dass wir es haben. Die Stadt ist der Geburtsort des Techno, das dürfen wir nicht vergessen.“