Leihmutterschaft: Jens Spahn will Unionsfraktion über seine Zukunft entscheiden lassen
Die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter sei legal, sagt Unionsfraktionschef Jens Spahn. Der Debatte über sein Handeln und seine Zukunft wolle er sich stellen. Quelle:...
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Die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter sei legal, sagt Unionsfraktionschef Jens Spahn. Der Debatte über sein Handeln und seine Zukunft wolle er sich stellen.
Quelle: DIE ZEIT, AFP,
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Aktualisiert am 17. Juli 2026, 17:29 Uhr
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555 KommentareUnionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich in der Debatte um die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter in den USA erstmals selbst geäußert. Der Bild-Zeitung sagte er, dass er es seiner Fraktion überlasse, wie mit den Rücktrittsforderungen auch aus der eigenen Partei gegen ihn umzugehen sei. »Am Ende kann ja nur die Fraktion darüber entscheiden, wie es weitergeht«, sagte Spahn. Er wolle sich der Debatte stellen. »Ich werde die Frage, wie es weitergeht, mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen.«
Dass Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Daniel Peters seinen Rücktritt öffentlich gefordert habe, müsse er akzeptieren, sagte Spahn. Er hätte sich aber gewünscht, dass »er sich einfach mal bei mir gemeldet hätte und wir vielleicht erst einmal gesprochen hätten«.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Thema parteiintern aufarbeiten. Er sehe nicht, dass an der geltenden Rechtslage »Änderungen vorgenommen werden sollen«, sagte er. »Und alles Weitere werden wir in der nächsten Sitzung des Präsidiums der CDU Deutschlands besprechen.«
»Ich bin lange zerrissen gewesen«
Spahn sagte, dass er bedauere, einen Antrag gegen Leihmutterschaften seiner Partei angenommen zu haben, obwohl die Leihmutter in den USA zu diesem Zeitpunkt bereits mit seinem Kind schwanger gewesen sei. Er sei damals noch nicht bereit gewesen, die Debatte darüber zu führen.
»Ich bin lange zerrissen gewesen. Aber eben über dieses Ringen und Sich-mit-dem-Thema-Beschäftigen haben wir uns für diesen Weg entschieden«, sagte er. »Für mich gibt es, und das wird mir jede Stunde immer bewusster, nichts Wichtigeres als meine Familie.«
»Ich möchte meine Familie schützen«
Es sei ihm als Christ bewusst, dass »das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben. Und dass das manchmal kein Schwarz und Weiß hat und keine einfachen Entscheidungen«, sagte Spahn weiter. Zugleich hob er hervor, dass eine Leihmutterschaft in Deutschland zwar verboten, Eltern eines Kindes aus einer solchen zu werden aber legal sei. »Es ist und bleibt was sehr Privates. Ich möchte meine Familie schützen«, sagte er.
Vergangenen Donnerstag war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Eltern eines in den USA von einer Leihmutter zur Welt gebrachten Kindes geworden sind. Der Unionsfraktionschef sieht sich seither mit Rücktrittsforderungen und mit Vorwürfen konfrontiert, sein Handeln als Privatperson widerspreche seinen politischen Positionen.