Leichtathletik mal ganz anders: Highland Games in Chemnitz

In Chemnitz sind am Samstag zum dritten Mal Highland Games ausgetragen worden. 15 Männerteams und fünf Frauenteams haben ihre Kräfte gemessen im klassischen Fünfkampf schottischen Ursprungs. Eingeladen hat die Sektion Highland Games des Chemnitzer Freizeit- und Wohngebietsvereins. Die Sportfreunde bilden den sogenannten Clan der Highland Warriors.

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Leichtathletik mal ganz anders: Highland Games in Chemnitz

Highland Games

40 Muskelmänner und -frauen im Kilt messen sich im Baumstammweitwurf

Stand: 30.08.2026 13:00 Uhr

In Chemnitz sind am Samstag zum dritten Mal Highland Games ausgetragen worden. 15 Männerteams und fünf Frauenteams haben ihre Kräfte gemessen im klassischen Fünfkampf schottischen Ursprungs. Eingeladen hat die Sektion Highland Games des Chemnitzer Freizeit- und Wohngebietsvereins. Die Sportfreunde bilden den sogenannten Clan der Highland Warriors.

von MDR SACHSEN

Es kennen sich alle in der Highland Games-Szene. Die Zweier-Mannschaften, die in Chemnitz antreten, stammen unter anderem aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Bayern. "Es ist wie ein Familientreffen, wenn wir uns wiedersehen", sagt Matthias Schuffenhauer vom gastgebenden Chemnitzer Clan der Highland Warriors.

Ein Mann mit Vollbart und Mütze steht auf einem Sportplatz und erklärt etwas mit Gestik in die Kamera.

Matthias Schuffenhauer leitet die Abteilung Highland Games im CWSV e.V.

Am Vormittag füllt sich der Sportplatz allmählich. Angehörige der Wettkämpfer und Zuschauer aus dem Wohngebiet flanieren zwischen den einzelnen Wettkampfstationen oder schauen an den Essen- und Getränkeständen vorbei. Es ist wie ein großes Familienfest. Die Muskelprotze messen zwar hier gemeinsam ihre Kräfte, aber am Ende geht es "nur" um Ruhm und Ehre: "Wir sind der Unterhaltungsfaktor hier, so dass die Zuschauer immer was zu sehen haben". Der Highlander Sport sei ein Zuschauersport, bei dem die Leute ganz nah dabei sein könnten, so Schuffenhauer.

Ähnlich wie Leichtathletik und doch anders

Eine Wimpelkette bildet eine Absperrung.

Netze oder Flatterbänder sorgen für ausreichend Sicherheitsabstand für die Besucher.

Ob Baumstämme, Steine, Pfeile oder Äxte: Hier wird mit großen Gewichten geworfen, gestoßen und geschossen. Es geht um Kraft und Ausdauer an verschiedenen Stationen. Die Highland Games beinhalten den klassischen schottischen Fünfkampf, wie Steinestoßen, die Königsdisziplin Baumstammwurf, Gewichte weit werfen oder auch hoch werfen.

Das sei viel abwechslungsreicher als Leichtathletik, meint Matthias Schuffenhauer: "Der Stein ist jedes Mal anders, der Baumstamm ist jedes Mal anders, die Leute sind anders, die Gewichte sind anders, es ist einfach das Anderssein."

Kilt ist Ehrensache

Männerbeine im Kilt stehen entlang einer Linie auf einem Sportplatz.

Bei den Highland Games wird eine spezielle Variante des Kilts getragen, ein Sport Kilt.

Und auch die Sportbekleidung ist anders. Wer von "Röcken" spricht, erntet hier allerdings ein verschnupftes Stirnrunzeln. "Also ein Rock ist schon fast eine Beleidigung", sagt Matthias Schuffenhauer. "Wir tragen einen Sport Kilt. Und wir haben unser eigenes Muster, was wir eigens für unseren Clan haben." Am karierten Muster seien die einzelnen Clans eindeutig zu erkennen.

Ein Mann spielt Dudelsack.

Die traditionelle Dudelsackmusik darf bei den Highland Games natürlich auch nicht fehlen.

Musik vom Dudelsack, schottischer Eintopf und Whisky-Stand runden den Ausflug in die Welt schottischer Traditionen ab. Die Highland Games gibt es seit 2024 nun das dritte Mal im Chemnitzer Wohngebiet Kappel.

Bis auf Speisen und Getränke ist hier alles kostenlos. So bräuchten sich Familien beim Eingang keine großen Gedanken über die Kosten machen, so Schuffenhauer: "Wir sind hier in einem Wohngebiet, wo ganz viele Nationalitäten überhaupt vertreten sind. Wir wollen dem Wohngebiet natürlich auch ein bisschen was zurückgeben mit diesen Festivitäten, dass die Leute hierherkommen können." Sport sei hierbei das Bindeglied und die Zusammenkunft. "Und das wollen wir feiern, das wollen wir leben."

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