Bis zu 30 Grad: Hitze-Comeback statt Nieselregen: September startet zu warm – doch die Trockenheit bleibt das Problem

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Bis zu 30 Grad: Hitze-Comeback statt Nieselregen: September startet zu warm – doch die Trockenheit bleibt das Problem

Langfrist-Modelle zeigen Herbst-Wetter 2026 – erst 30 Grad, dann Dürre-Alarm

Stand: 29.08.2026, 17:54 Uhr

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Am Dienstag beginnt der meteorologische Herbst – und die Langfristmodelle liefern jetzt ein überraschendes Bild. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Wer den Herbst mit grauem Himmel, Nieselregen und Sturmböen verbindet, wird sich zumindest im September wundern. Die Berechnungen deuten auf ein kräftiges Comeback des Spätsommers hin. Nach einer kurzen Gewitterphase zum Monatswechsel schiebt sich wieder Hochdruck heran – und mit ihm steigen die Temperaturen an vielen Orten noch einmal Richtung 30 Grad.

Die Temperaturanomalie am Donnerstag (3. September).

Der Herbst könnte recht warm ausfallen. Schon die ersten Septembertage starten überdurchschnittlich warm. © METEORED/www.daswetter.com

Vor allem im Süden und Westen kann es richtig warm werden. Von Herbst also erst mal keine Spur. Die erste Monatshälfte verläuft überwiegend ruhig, sonnig und für die Jahreszeit deutlich zu mild. Währenddessen klopft der Sommer noch einmal an die Tür.

Herbst-Wetter 2026: Wärmer geht kaum – das zeigen die Modelle

Und dieser Trend zieht sich durch: Rechnet man September, Oktober und November zusammen, landet man bei einer Abweichung von rund ein bis zwei Grad über dem üblichen Mittel von 1991 bis 2020. Das klingt nach wenig, ist über drei Monate hinweg aber eine ganze Menge. Damit reiht sich 2026 nahtlos in die lange Serie zu warmer Herbste ein.

Kalte Ausreißer sind nicht ausgeschlossen, spielen in den aktuellen Karten aber keine tragende Rolle. Erst gegen Ende September deutet sich mit dem Altweibersommer noch einmal eine goldene Phase an, bevor die Tage spürbar kürzer und die Nächte kühler werden.

Wetter im Herbst 2026: Trockenheit als das eigentliche Problem

Der wärmere Trend hat eine unangenehme Kehrseite: den Regen. Ausgerechnet der September fällt nach den Berechnungen deutlich zu trocken aus – und das nach einem ohnehin schon niederschlagsarmen Sommer. Die Böden trocknen weiter aus, Bäche und Flüsse führen wenig Wasser.

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Der Oktober bringt dann meist normale Mengen, und erst im November könnte es wechselhafter und nasser werden, wenn die Tiefs vom Atlantik wieder häufiger durchkommen. Unterm Strich steht ein Herbst, der lange freundlich beginnt – und die Trockenheit als Sorgenkind mitschleppt.