Wahl-O-Mat zur Landtagswahl: Welche Partei in Mecklenburg-Vorpommern zu Ihnen passt

Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern der Landtag gewählt. Der Wahl-O-Mat zeigt Ihnen, welche Partei am ehesten Ihre Interessen vertritt. Welche Wahl-Tools gibt es noch?

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Wahl-O-Mat zur Landtagswahl: Welche Partei in Mecklenburg-Vorpommern zu Ihnen passt

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl: Welche Partei in Mecklenburg-Vorpommern zu Ihnen passt

Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern der Landtag gewählt. Der Wahl-O-Mat zeigt Ihnen, welche Partei am ehesten Ihre Interessen vertritt. Welche Wahl-Tools gibt es noch?

Der Wahl-O-Mat kann bei der Wahlentscheidung helfen. Foto: bpb

Schwerin. Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Im Wahlkampf geht es um Schwerpunktthemen wie Wirtschaft, Bürokratieabbau, innere Sicherheit, Gesundheit und Bildung sowie Migration und Asyl.

Wer wissen möchte, welche Partei in Mecklenburg-Vorpommern am ehesten die eigene Position vertritt, dem hilft der Wahl-O-Mat. Mit dem Frage-und-Antwort-Tool können Sie Ihre Haltung mit den Positionen der Parteien vergleichen, die zur Wahl antreten.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, zum Wahl-O-Mat und zu weiteren digitalen Wahlhilfen.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026

Den Wahl-O-Mat für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier:

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Zunächst bewerten Sie Aussagen zu landespolitischen Themen, indem Sie jeweils auf „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ klicken. Aussagen, die Ihnen besonders wichtig sind, können Sie zusätzlich gewichten.

Anschließend berechnet der Wahl-O-Mat, welche Partei in Mecklenburg-Vorpommern Ihren Positionen am nächsten steht. Sie können Ihre Antworten auch im Detail mit denen der Parteien vergleichen. Der Wahl-O-Mat dient dabei lediglich als Hilfsmittel, aber nicht als Wahlempfehlung.

Wie entstehen die Thesen und Antworten?

Ein unabhängiges Team entwickelt die Thesen des Wahl-O-Maten und wählt sie aus. Es besteht aus jungen Wählerinnen und Wählern aus Mecklenburg-Vorpommern, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Das Team legt den zur Landtagswahl zugelassenen Parteien 80 Thesen mit der Bitte um Antwort vor. Danach wählt es 38 Thesen für den Wahl-O-Mat aus, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden.

Die Parteien werden an der Erstellung und Auswahl der Thesen nicht beteiligt. Sie formulieren lediglich ihre Antworten und Begründungen und geben diese frei. Es werden alle zur Landtagswahl zugelassenen Parteien zur Teilnahme eingeladen.

Wer steckt hinter dem Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten. Sie ist eine Behörde des Bundesinnenministeriums und verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, „das demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern und die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu motivieren und zu befähigen, mündig, kritisch und aktiv am politischen Leben teilzunehmen“.

Eine politisch ausgewogene Haltung in der Arbeit der bpb kontrolliert ein Kuratorium, das sich aus 22 Mitgliedern des Deutschen Bundestags zusammensetzt. Zudem unterstützt ein wissenschaftlicher Beirat aus bis zu zwölf Sachverständigen die bpb bei grundsätzlichen Angelegenheiten.

Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002. Das Onlinetool wird mit jeweils aktuellen Informationen vor Land- und Bundestagswahlen sowie vor den Wahlen des Europäischen Parlaments veröffentlicht.

Wann ist die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, und wann ist der Wahl-O-Mat verfügbar?

Gewählt wird in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag, den 20. September. Die Wahllokale sind dann zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Für alle, die nicht in einem Wahllokal wählen können, besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Der Wahl-O-Mat für die Wahl des Landtags ist am 24. August um 13.30 Uhr online gegangen.

Was sind Ergänzungen zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl?

Der Wahl-O-Mat ist nicht die einzige Orientierungshilfe für alle Unentschlossenen. Mit der Online-Wahlhilfe Party-Check, die zur Europawahl 2024 entwickelt und für die Bundestagswahl 2025 weiterentwickelt wurde, können Interessierte anhand von 15 bis 20 Fragen berechnen lassen, wie stark sie mit den Parteien inhaltlich übereinstimmen.

Der Party-Check versteht sich als wissenschaftlicher Parteitest, der den Wahl-O-Mat ergänzt – er basiert auf der neutralen Analyse unabhängiger Politikexpertinnen und -experten.

Beim WahlSwiper können Interessierte Fragen durch Wischen nach links („Nein“) oder rechts („Ja“) beantworten. Anschließend ermittelt das Tool, wie stark ihre Positionen mit denen der Parteien übereinstimmen. Nach Angaben der Betreiber haben 17 Parteien ihre Antworten für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern übermittelt.

Welche Parteien sind zur Landtagswahl zugelassen?

Bei der Landtagswahl am 20. September treten 19 Parteien an. Die Entscheidung darüber, welche Parteien auf den Stimmzetteln stehen, fiel am 30. Juli bei der Sitzung des Landeswahlausschusses von Mecklenburg-Vorpommern.

Neben den bereits vertretenen Fraktionen und der FDP-Gruppe wurden nach Angaben des Landeswahlleiters die Landeslisten folgender Parteien zugelassen: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Partei des Fortschritts (PdF), WIR LEBEN DEMOKRATIE (WLD), PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei), Piratenpartei, Handwerker Partei, Volt, Team Freiheit, Bündnis C – Christen für Deutschland, Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW), Freie Wähler, Die Partei und Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP).

Nach der Wahl tritt der neu gewählte Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Es ist der neunte Landtag in Mecklenburg-Vorpommern. Ein neuer Landtag wird alle fünf Jahre gewählt; der Wahltermin für 2026 wurde Ende Juli 2025 von der Landesregierung beschlossen. Das Wahlgebiet des Landes ist nach Angaben des Landeswahlleiters zufolge in 36 Wahlkreise eingeteilt.

In der aktuell laufenden Wahlperiode sind im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin 79 Abgeordnete vertreten. 75 von ihnen gehören fünf Fraktionen oder einer Gruppe an, vier sind fraktionslos: der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) 34, der Alternative für Deutschland (AfD) 13, der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) zwölf, der Linken neun, Bündnis 90/Die Grünen vier und der Freien Demokratischen Partei (FDP) drei.

Die AfD gewann bei der Wahl 2021 zunächst 14 Mandate, eine Abgeordnete trat jedoch aus der Partei aus. Bei den Grünen verringerte sich die Zahl der Mandate durch den Austritt eines Abgeordneten von fünf auf vier. Aus der FDP traten zwei Abgeordnete aus. Die verbliebenen Abgeordneten der ehemaligen FDP-Fraktion erhielten den Status einer Gruppe.

Mit welchen Spitzenkandidaten treten die Parteien an?

Die SPD zieht mit der amtierenden Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns in den Wahlkampf. Manuela Schwesig führt das Land seit 2017 und ist Vorsitzende der Partei in Mecklenburg-Vorpommern. Sie hatte bereits mehrere Ämter auf Landes- und Bundesebene inne. Sie saß bereits von 2011 bis 2014 im Landtag und gehört ihm seit 2021 wieder an. Zwischen 2008 und 2013 war sie Ministerin für Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern und im Anschluss bis 2017 Bundesfamilienministerin.

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über einen möglichen Wechsel an die Spitze der Bundes-SPD betonte Schwesig Mitte August, in Schwerin bleiben zu wollen. Sie habe sich klar für Mecklenburg-Vorpommern entschieden und wolle die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin bleiben, sagte sie bei einem Bürgerdialog.

Die AfD setzt auf eine Doppelstrategie: Der Co-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm wurde als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert. Laut NDR setzt Holm auf den Gewinn eines Direktmandats im Wahlkreis Schwerin in Konkurrenz zu Manuela Schwesig. Fraktionschef und Co-Vorsitzender Enrico Schult ist als Spitzenkandidat auf dem ersten Listenplatz der Landesliste vorgesehen.

Die Christdemokraten treten mit Daniel Peters als Spitzenkandidaten an. Der Politikwissenschaftler und ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg wurde im Januar 2026 mit rund 97 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten gewählt. Seit 2024 ist er Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender der Landtagsfraktion.

Die Linke führt Simone Oldenburg auf Platz eins der Landesliste. Oldenburg ist stellvertretende Ministerpräsidentin und Landesministerin für Bildung und Kindertagesförderung. Von 2016 bis 2021 war sie Vorsitzende der Landtagsfraktion der Linken.

Die Grünen treten mit der Bundestagsabgeordneten Claudia Müller als Spitzenkandidatin an. Ursprünglich war die Fraktionsvorsitzende Constanze Oehlrich für die Spitzenkandidatur vorgesehen. Oehlrich trat im August als Fraktionsvorsitzende zurück, nachdem gegen sie Vorwürfe der Belästigung durch einen Mitarbeiter erhoben worden waren. Sie wies die Vorwürfe zurück. Müller war bereits im Januar auf einem Sonderparteitag zur Spitzenkandidatin gewählt worden.

Die FDP hat sich für den Juristen und Professor für Staats-, Europa- und Verwaltungsrecht, Jakob Schirmer, als Spitzenkandidaten entschieden. Für das BSW tritt der Heilpraktiker und Osteopath Peter Schabbel als Spitzenkandidat zur Landtagswahl an.

Wer darf bei der Landtagswahl 2026 wählen?

Wahlberechtigt sind nach Angaben des Landesamts für innere Verwaltung alle deutschen Staatsangehörigen, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens 37 Tagen in Mecklenburg-Vorpommern ihren Hauptwohnsitz haben oder sich, ohne eine Wohnung zu haben, sonst gewöhnlich dort aufhalten.

Doch es gibt auch die Möglichkeit, vom aktiven Wahlrecht ausgeschlossen zu werden: Die Entscheidung darüber treffen Richterinnen und Richter. Bei der Landtagswahl 2021 waren 1.312.471 Menschen wahlberechtigt.

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Wie läuft die Briefwahl ab?

Mit der Briefwahl können Sie schon vor dem Wahltermin abstimmen. Die Briefwahlunterlagen können Sie bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung abholen oder schriftlich beantragen. Auch eine Beantragung auf elektronischem Weg ist möglich, falls die Stadt oder Gemeinde ein solches Verfahren, etwa per Online-Antrag oder E-Mail, anbietet. Bei der schriftlichen Antragstellung soll laut dem Serviceportal Mecklenburg-Vorpommerns der Vordruck benutzt werden, der mit der Wahlbenachrichtigung verschickt wurde.

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Die Wahlbenachrichtigung erhalten Wählerinnen und Wähler spätestens drei Wochen vor dem Wahltag. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen spätestens am Wahltag, 20. September, um 18:00 Uhr bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde eingegangen sein.

Wann steht das Ergebnis der Landtagswahl 2026 fest?

Die Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern schließen am 20. September um 18 Uhr. Im Anschluss daran werden Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse veröffentlicht.

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