SDF-Kommandant Maslum Abdi: Kurdische Kräfte fusionieren mit syrischer Armee

Eineinhalb Jahre nach dem Sturz des Assad-Regime ist die Restrukturierung abgeschlossen. Laut dem SDF-Kommandanten hat Präsident al-Scharaa den Kurden im Land Sonderrechte in ausgewählten Bereichen versprochen.

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SDF-Kommandant Maslum Abdi: Kurdische Kräfte fusionieren mit syrischer Armee

Publiziert25. August 2026, 22:31

SyrienKurdische SDF lösen sich nach Eingliederung in Armee auf

Eineinhalb Jahre nach dem Sturz des Assad-Regime ist die Restrukturierung abgeschlossen. Laut dem SDF-Kommandanten hat Präsident al-Scharaa den Kurden im Land Sonderrechte in ausgewählten Bereichen versprochen.

Benedikt Hollenstein

Deutsche Presse-Agentur

Darum gehts

  • Die kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben ihre offizielle Auflösung bekanntgegeben.
  • SDF-Kommandeur Maslum Abdi erklärte, die Fusion mit der syrischen Armee sei vollzogen und die SDF stellten ihre Tätigkeit als eigenständige Streitkraft ein.
  • Interimspräsident al-Scharaa hat den Kurden Sonderrechte versprochen, darunter das Recht auf Bildung in kurdischer Sprache.

Die von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben ihre offizielle Auflösung bekannt gegeben. Der SDF-Kommandeur Maslum Abdi sagte auf einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast in Damaskus, die Gruppe habe die Fusion mit der syrischen Armee vollzogen und werde ihre Tätigkeit als eigenständige Streitkraft einstellen. Die SDF hatten im Januar infolge einer Regierungsoffensive den Grossteil ihres Gebiets im Nordosten Syriens verloren und daraufhin ein Abkommen zur Eingliederung in das Militär unterzeichnet.

Kommandant: Mission beendet

Die SDF hätten während einer der schwierigsten Phasen in der Geschichte Syriens eine grosse Verantwortung getragen, sagte Abdi. Inzwischen hätten sich die Umstände geändert, und das Land sei in eine neue Phase des Friedens und der Mitwirkung am Aufbau eines neuen Syriens eingetreten. Die Mission der SDF sei beendet.

Die SDF waren einst der wichtigste Partner der Vereinigten Staaten in Syrien im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat. Doch nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 knüpfte Washington enge Beziehungen zur neuen Regierung in Damaskus unter der Führung von Interimspräsident Ahmad al-Scharaa, dem ehemaligen Anführer einer islamistischen Rebellengruppe.

Kurden werden in eigener Sprache gebildet

Abdi sagte, Al-Scharaa habe zugesagt, dass die Kurden das Recht auf Bildung in ihrer eigenen Sprache erhalten würden – ein wichtiges Anliegen für die kurdische Bevölkerung des Landes.

Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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