Kredit-Zinsen aktuell: EZB erhöht Leitzins – die Folgen für Bauzinsen
Die Währungshüter haben sich für einen weiteren Zinsschritt entschieden. © dpa | A3399 Arne Dedert KI-Stimme. InfoWer eine Immobilie finanzieren möchte, sollte die Bauzinsen genau im Blick behalten. Schon kl...
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Die Währungshüter haben sich für einen weiteren Zinsschritt entschieden. © dpa | A3399 Arne Dedert
KI-Stimme. Info
Wer eine Immobilie finanzieren möchte, sollte die Bauzinsen genau im Blick behalten. Schon kleine Zinsunterschiede können die Kreditkosten deutlich erhöhen und die monatliche Rate verändern. Zuletzt haben mehrere Banken ihre Konditionen für Baufinanzierungen angepasst. Zudem hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum erneut angehoben. Doch was bedeutet das für Immobilienkredite? Ein Experte gibt eine Einschätzung.
Unsere Kredit-Zinsen-Übersicht informiert regelmäßig über die aktuellen Konditionen für Immobilienfinanzierungen. Zusätzlich zu den Bauzinsen vieler Anbieter geben wir Tipps für die Vorbereitung und den Antrag des Immobilienkredits. Welcher Zinssatz im Einzelfall gilt, hängt von mehreren Faktoren wie der Bonität des Antragstellers, dem Eigenkapital und dem Immobilienwert ab. In die Bewertung fließt unter anderem auch der Schufa-Score ein. Dieser lässt sich über eine kostenlose Schufa-Auskunft bei Bonify* prüfen und optimieren.
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10. September, 14:15 Uhr: EZB erhöht Leitzinsen – Auswirkungen auf Immobilienkredite

Wie entwickeln sich die Bauzinsen im Anschluss an die heutige EZB-Sitzung? Ein Profi ordnet die aktuelle Lage ein. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn | Hauke-Christian Dittrich
Die EZB hat, wie von mehreren Marktteilnehmern erwartet, die Leitzinsen in diesem Jahr erneut um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Damit liegt der für Verbraucher relevante Einlagenzins bei 2,50 Prozent. Für die Bauzinsen hat das zunächst wenig Auswirkungen. Denn die Zinsen für Immobilienkredite orientieren sich vor allem an den Renditen von Staatsanleihen. Diese sind in den vergangenen Wochen gestiegen – mit direkten Auswirkungen auf die Bauzinsen. Doch wie geht es nun weiter?
Florian Paffinger vom Kreditvermittler Dr. Klein sagt: „Wir werden zeitnah keine Berg- und Talfahrt der Bauzinsen sehen.“ Vielmehr geht der Kredit-Experte davon aus, dass am Zinsmarkt in den nächsten Wochen wieder mehr Ruhe einkehren wird. Er erwartet insgesamt eine Seitwärtsbewegung. „Bauzinsen um 3,8 Prozent für eine 10-jährige Baufinanzierung und 80 Prozent Beleihung halte ich aus heutiger Sicht in den kommenden Wochen für realistisch“, so der Experte.
Kurzfristig erwartet Paffinger damit eine Seitwärtsbewegung mit Schwankungen. Langfristig sieht er eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz.
Für Kreditnehmer zeigt sich somit zunächst keine Entspannung bei den Konditionen. Allerdings ist auch nicht mit einem weiteren rapiden Anstieg zu rechnen. Um die günstigsten Konditionen zu finden, ist ein Vergleich unverzichtbar. Mit unserem Rechner können Sie erste Finanzierungsangebote durchspielen:
10. September, 10 Uhr: Profi hat klare Erwartung zu Bauzinsen vor EZB-Sitzung

Die Bauzinsen sind jüngst deutlich gestiegen. Ein Kredit-Profi erklärt, warum. © Getty Images | Andrii Yalanskyi
Heute steht eine weitere Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an, bei der die Leitzinsen im Euroraum auf der Tagesordnung stehen. Vor der Entscheidung gibt es bereits klare Erwartungen. „Ich gehe davon aus, dass die Notenbanker auf ihrer kommenden Sitzung die Anhebung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte bekannt geben werden“, sagt Florian Paffinger, Zinsexperte beim Kreditvermittler Dr. Klein.
Auch bei den Baufinanzierungszinsen ging es zuletzt weiter nach oben. Im September erreichte das Zinstableau einen neuen Jahreshöchstwert: Der repräsentative Zins von Dr. Klein für eine zehnjährige Baufinanzierung kletterte auf 3,87 Prozent. Grund dafür waren die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen zehnjähriger Bundesanleihen. „Die Aufwärtsbewegung im Anleihebereich geht vor allem auf den anhaltenden Nahostkonflikt und die daraus resultierenden Folgen zurück“, erklärt Paffinger. „Dieser Anstieg der Renditen für deutsche Staatsanleihen hat sich inzwischen adäquat und mit gewohntem Zeitversatz auf die Bauzinsen ausgewirkt.“
Die Renditen deutscher Staatsanleihen, an denen sich die Bauzinsen orientieren, spiegeln die Einschätzung der Finanzmärkte zur wirtschaftlichen Lage wider. Derzeit gibt es dabei laut Paffinger gemischte Signale: „Zum einen wächst die Unsicherheit aufgrund des anhaltenden Nahostkonflikts, und die Ölpreise sowie die Inflationserwartung steigen. Zeitgleich nimmt die Staatsverschuldung deutlich zu.“ All dies seien Treiber für die Anleiherenditen und folglich auch für die Bauzinsen. „Zum anderen hat sich die Konjunktur in den vergangenen Monaten etwas besser entwickelt, als es von Wirtschaftsexperten erwartet wurde. Dieses Signal wirkt wiederum leicht bremsend“, so der Profi.
Trotz des derzeitigen Anstiegs der Baufinanzierungszinsen erwartet Paffinger mittelfristig keine „Zinsexplosion“. Stattdessen rechnet er allenfalls mit kleineren Schwankungen nach oben oder unten. Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.
9. September: Aktuelle Bauzinsen im Vergleich

Wie entwickeln sich Bauzinsen? Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Entwicklungen bei den Banken. © Getty Images | miniseries
Banken passen ihre Konditionen für Immobilienkredite laufend an. Kreditvermittler versuchen, für ihre Kunden die besten Zinsen herauszuholen. Doch die Unterschiede zwischen den Angeboten können je nach Anbieter erheblich ausfallen. Das zeigt ein Fallbeispiel: Ein Paar möchte eine Bestandsimmobilie für 400.000 Euro kaufen und bringt 80.000 Euro Eigenkapital mit. Finanziert werden soll mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent.
| Vermittler | Effektiver Jahreszins | Monatliche Rate (gerundet) |
|---|---|---|
| Dr. Klein | 4,04 % (vor einer Woche 3,82 %) | 1742 Euro |
| Interhyp | 4,19 % (vor einer Woche 4,05 %) | 1802 Euro |
| Baufi24 | 4,31 % (vor einer Woche 4,13 %) | 1827 Euro |
Quelle: Eigene Recherche mit den Kreditrechnern der jeweiligen Anbieter. Es handelt sich um Beispiele, keine verbindlichen Angebote.
Das günstigste Angebot kommt wie in der vorherigen Woche von Dr. Klein*, mit einem effektiven Zinssatz von 4,04 Prozent und einer Rate von 1742 Euro monatlich. Danach folgt Interhyp* mit einem Zinssatz von 4,19 Prozent und einer monatlichen Rate von rund 1802 Euro. Eine größere Differenz gibt es im Vergleich zu Baufi24* mit einem effektiven Jahreszins von 4,31 Prozent und einer monatlichen Rate von 1827 Euro. Das Angebot liegt rund 85 Euro pro Monat über jenem von Dr. Klein. Aufs Jahr gesehen sind es 1020 Euro – unter der Voraussetzung, dass die monatliche Tilgung unverändert bleibt.
Einen weiterführenden Vergleich zeigt unser Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“. Spannend ist derzeit auch ein Blick auf das Angebot der Sparkassentochter 1822direkt, die ebenfalls als Vermittler auftritt.
8. September: Nächste Bank verändert Bauzinsen

Bei den Bauzinsen zeigt sich ein klarer Trend. Was das für Kreditnehmer bedeutet, zeigt der Kredit-Ticker. © dpa | Jan Woitas
Der Aufwärtstrend bei den Bauzinsen hält an. Auch bei der Comdirect geht es nun weiter nach oben. Der effektive Jahreszins steigt hier von 4,61 Prozent auf 4,65 Prozent p. a. Die Bank nennt ihren 2/3-Zins unter der Annahme, dass 140.000 Euro mit 15 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent finanziert werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in dieser Berechnung 80 Prozent. Die monatliche Rate steigt von 666,17 Euro auf 668,50. Damit ergeben sich überschaubare Mehrkosten von rund 2,33 Euro im Monat oder etwa 30 Euro im Jahr.
Der Zweidrittelzins gibt an, wie viel zwei Drittel der Kreditnehmer für einen Kredit höchstens zahlen. Ein Kreditinstitut muss zwei Drittel aller Kunden eine Finanzierung zu diesem oder einem niedrigeren Zins anbieten – und den Zins auch einsehbar angeben. Denn der Zweidrittelzins ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Im Marktvergleich zeigen sich derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,33 Prozent an. Die Comdirect liegt mit einem Sollzins von 4,55 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,65 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die Comdirect ebenfalls über dieser Spanne bewegt.
7. September: Bauzinsen steigen weiter
Die Bauzinsen sind im August weiter gestiegen. Das zeigen Daten des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24. Für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung zahlten Kunden im vergangenen Monat durchschnittlich 4,15 Prozent – nach 4,03 Prozent im Juli. Über alle Laufzeiten hinweg kletterte der durchschnittliche Zins von 4,04 auf 4,17 Prozent. „Der Zinsanstieg im August spiegelt die Entwicklung am Anleihemarkt wider“, sagt Oliver Kohnen von Baufi24. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei im Monatsverlauf gestiegen und habe zum Monatsende mit rund 3,31 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht.

Die Bauzinsen sind deutlich gestiegen, wie aktuelle Daten zeigen. © Baufi24 | Baufi24
Auch die Bestkonditionen verschlechterten sich: Der Bestzins für zehnjährige Darlehen stieg von 4,00 auf 4,20 Prozent. Gleichzeitig veränderte sich das Finanzierungsverhalten der Baufi24-Kunden. Das durchschnittliche Darlehensvolumen sank von 303.913 auf 297.470 Euro. Auch das eingebrachte Eigenkapital ging leicht zurück und lag im August bei durchschnittlich 112.243 Euro.
Trotz der gestiegenen Bauzinsen sank zudem die durchschnittliche monatliche Belastung. Sie lag im August bei 1388 Euro und damit rund 32 Euro niedriger als im Juli. Für Immobilienkäufer dürfte die Finanzierung dennoch anspruchsvoller werden, so Kohnen. Zudem entscheidet die EZB am 10. September über die Leitzinsen und der Markt erwartet eine Erhöhung. Wer eine Finanzierung plane, solle sich deshalb „Konditionen frühzeitig sichern und ausreichend finanziellen Spielraum einplanen“, rät der Baufi24-Experte.
4. September: Nach der ING – auch BBBank ändert Bauzinsen jetzt

Nach der ING ändert eine weitere Bank nun die Konditionen für Immobilienkredite. © Getty Images | Benito Juncal
Diese Woche haben gleich mehrere Banken ihre Konditionen erhöht. Nach der ING hebt auch die BBBank ihre Konditionen an. Das zeigt sich im repräsentativen Beispiel der Bank. Hier steigt der effektive Jahreszins von 3,79 Prozent auf 3,98 Prozent. Die BBBank gewährt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zinssatz unter der Annahme, dass 100.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 2,00 Prozent vereinbart werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in der Rechnung 60 Prozent. Mit der Zinserhöhung geht auch die monatliche Rate nach oben. Der Betrag steigt von 475,00 Euro auf 490,83 Euro pro Monat. Das entspricht Mehrkosten von rund 16 Euro im Monat oder etwa 190 Euro im Jahr.
Im Marktvergleich können die neuen Konditionen trotz der Erhöhung dennoch überzeugen. Der Vermittler Interhyp* gibt für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,10 Prozent an. Die BBBank liegt mit einem Sollzins von 3,89 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 3,98 Prozent darunter. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die BBBank innerhalb dieser Spanne bewegt. Allerdings sollten Kreditnehmer beachten, dass die Summe von 100.000 Euro im BBBank-Beispiel vergleichsweise gering für einen Immobilienkredit ist.
3. September: Neue Bauzinsen bei ING

Die Bauzinsen bei der ING gehen weiter nach oben. © Getty Images | BalkansCat
Die ING* erhöht die Zinsen für Immobilienkredite weiter. „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten erhöht die ING die Konditionen für die Baufinanzierung per Donnerstag um 0,20 Prozentpunkte über alle Zinsbindungen“, heißt es in einer Meldung der Bank. Die erneute Erhöhung zeigt sich im repräsentativen Beispiel allerdings nicht. Bei einem Darlehen von 300.000 Euro, einer Zinsbindung von 15 Jahren sowie einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent bleibt der Sollzins bei 4,38 Prozent p. a. Der effektive Jahreszins verharrt auf 4,50 Prozent p. a. (zuvor 4,38 Prozent). Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent. Das heißt, die Bank finanziert 85 Prozent des Immobilienwerts. Die monatlichen Kosten bleiben damit bei 1845 Euro.
Im Marktvergleich zeigen sich derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,28 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,38 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,50 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,27 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING auch einige Zinsrabatte.
Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.
2. September: Allianz ändert Bauzinsen in Kürze

Wie entwickeln sich die Bauzinsen? Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Entwicklungen bei den Banken. © Getty Images | miniseries
Nachdem sich in den vergangenen Tagen wenig bei den Bauzinsen der Banken getan hat, geht es jetzt wieder einen Satz nach oben. Die Allianz erhöht ab dem 03.09. die Konditionen erneut. Das zeigt sich bereits im repräsentativen Beispiel: Die Allianz vergibt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zins unter der Annahme, dass 150.000 Euro mit 25 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent finanziert werden. Die Beleihung beträgt 80 Prozent des Marktwerts der Immobilie.
Der effektive Jahreszins steigt damit von 4,89 auf 4,97 Prozent. Innerhalb der Laufzeit ergibt sich dadurch eine monatliche Rate von 855 Euro. Zuvor lag sie bei 845 Euro. Damit verteuert sich die monatliche Belastung um zehn Euro beziehungsweise um 120 Euro pro Jahr. Nicht berücksichtigt werden die Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler.
Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zwanzigjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,33 Prozent an. Die Allianz liegt mit einem Sollzins von 4,84 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,97 Prozent über diesem Wert. Allerdings ist hier die Zinsbindung auch nochmal fünf Jahre länger. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Allianz.
Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.
1. September: Bauzinsen zeigen einen klaren Aufwärtstrend
Die Bauzinsen sind im September deutlich gestiegen, nachdem sie im Vormonat noch fast durchgängig leicht nachgegeben hatten. Das zeigt das aktuelle Zinsbarometer von Immoscout24. Grund für den Anstieg ist laut der Immobilienplattform nicht die Europäische Zentralbank (EZB), sondern der Anleihemarkt: Die Renditen der Bundesanleihen kletterten im August auf ein Mehrjahreshoch. Da sich die Pfandbriefe der Banken an diesen Renditen orientieren, ziehen die Konditionen für Baufinanzierungen mit Verzögerung nach.

Die Bauzinsen zeigen von August bis September einen klaren Trend. © Immscout24 | Immscout24
Bei einer fünfjährigen Zinsbindung steigt der Zinssatz um 0,10 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent (Vormonat: 3,90 Prozent) und erreicht damit exakt die Vier-Prozent-Marke. Die zehnjährige Zinsbindung verteuert sich um 0,17 Prozentpunkte auf 3,92 Prozent (Vormonat: 3,75 Prozent). Sie bleibt die einzige Laufzeit unter vier Prozent und damit weiterhin günstiger als die kurze Bindung.
Bei der 15-jährigen Zinsbindung geht es um 0,18 Prozentpunkte auf 4,15 Prozent nach oben (Vormonat: 3,97 Prozent). Der Rückgang unter die psychologisch wichtige Vier-Prozent-Schwelle aus dem Vormonat hielt damit nur vier Wochen an. Wer sich für zwanzig Jahre absichern möchte, zahlt 4,28 Prozent (Vormonat: 4,10 Prozent) – ebenfalls ein Plus von 0,18 Prozentpunkten. Die lange Zinsbindung bleibt damit die teuerste Variante, bietet Kreditnehmern im Gegenzug aber die längste Planungssicherheit.
31. August: So stark haben sich die Bauzinsen über zehn Jahre verändert

Immobilienkredite haben sich deutlich verteuert, wie ein Beispiel zeigt. © Getty Images | Worawee Meepian
Wer aktuell eine Anschlussfinanzierung sucht, steht vor deutlich höheren Bauzinsen als noch vor zehn Jahren. Die Niedrigzinsphase ist seit geraumer Zeit vorbei, das spüren Kreditnehmer auch beim Immobilienkredit. Ein Beispiel des Kreditvermittlers Dr. Klein zeigt, wie stark sich die Bauzinsen seither verändert haben. Eine Person kauft eine Immobilie für 480.000 Euro. Der Eigenkapitalanteil liegt bei 130.000 Euro, die Sollzinsbindung bei zehn Jahren und die anfängliche Tilgung bei zwei Prozent.
| Finanzierungskosten | August 2016 | August 2026 |
|---|---|---|
| Effektivzins p.a. | 0,90 % | 3,77 % |
| Monatsrate | 845,83 € | 1849,79 € |
| Zinskosten nach Ende der Zinsbindung | 28.282,06 € | 127.952,83 € |
Quelle: Dr. Klein, (Stand: 10.07.2026)
Der langfristige Vergleich zeigt: Bei gleicher Sollzinsbindung zahlen Käufer im August 2026 rund 100.000 Euro mehr Zinsen an die Bank als noch 2016. Auch die monatliche Rate steigt um etwa 1000 Euro. Der Blick in die längere Vergangenheit relativiert das allerdings: Zwar sind die Bauzinsen seit 2022 kräftig gestiegen, doch in den Nullerjahren lagen sie meist über 4 Prozent. Gemessen daran sind die aktuellen Bauzinsen noch immer verhältnismäßig günstig – eine gute Nachricht für Bauherren und Immobilienkäufer. Denn die Höhe der Bauzinsen bestimmt maßgeblich, wie teuer eine Baufinanzierung am Ende wird.
27. August: ING-Rabattaktion endet in Kürze

Die ING bietet mehrere Zinsrabatte – eine Aktion endet zum Ende des Monats. © Getty Images | Pixelbizz
Die Bauzinsen sind zuletzt gestiegen. Dennoch locken einige Banken weiterhin mit Zins-Rabatten für bestimmte Darlehen. Dazu gehört auch die ING*. Eine der Aktionen des Instituts läuft allerdings bald aus: Noch bis zum 31. August 2026 gibt es 0,10 Prozentpunkte Zins-Rabatt bei der Verlängerung bestehender ING-Darlehen für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Zweifamilienhäuser und Doppelhaushälften. Der Rabatt gilt auch, wenn ein KfW-Darlehen durch ein ING-Darlehen abgelöst wird.
Andere Zinsrabatte der ING bleiben hingegen bestehen. So erhalten Kunden bei Baufinanzierungen ab einer Darlehenssumme von 450.000 Euro bis zu 0,05 Prozentpunkte Rabatt auf den Zins. Bei einer Anschlussfinanzierung bietet die ING zudem einen Zins-Rabatt von 0,10 Prozentpunkten. Der gleiche Rabatt gilt auch für die Baufinanzierung Green, wenn die Immobilie die Energieeffizienzklasse A oder A+ aufweist. Auch bei energetischen Modernisierungen können Kunden von einem Zinsnachlass profitieren. Hier finden Sie einen ausführlichen Check der ING-Baufinanzierung.
26. August: Bauzinsen zeigen deutlichen Trend

Ein gründlicher Vergleich von Konditionen ist wichtig, um das beste Angebot zu finden. Vermittler können dabei helfen. © dpa | Fabian Strauch
Banken passen ihre Konditionen für Immobilienkredite laufend an. Kreditvermittler sind bemüht, für ihre Kunden die besten Zinsen herauszuholen. Doch die Unterschiede zwischen den Angeboten können je nach Vermittler erheblich ausfallen. Das zeigt ein Fallbeispiel: Ein Paar möchte eine Bestandsimmobilie für 400.000 Euro kaufen und bringt 80.000 Euro Eigenkapital mit. Finanziert werden soll mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent.
| Vermittler | Effektiver Jahreszins | Monatliche Rate (gerundet) |
|---|---|---|
| Dr. Klein | 3,82 % (vor einer Woche 3,88%) | 1680 Euro |
| Interhyp | 4,05 % (vor einer Woche 3,97 %) | 1745 Euro |
| Baufi24 | 4,13 % (vor einer Woche 4,09 %) | 1824 Euro |
Quelle: Eigene Recherche mit den Kreditrechnern der jeweiligen Anbieter. Es handelt sich um Beispiele, keine verbindlichen Angebote.
Das günstigste Angebot kommt wie in der vorherigen Woche von Dr. Klein*, mit einem effektiven Zinssatz von 3,82 Prozent und einer Rate von 1680 Euro monatlich. Danach folgt Interhyp* mit einem Zinssatz von 4,05 Prozent und einer monatlichen Rate von rund 1745 Euro. Eine größere Differenz gibt es im Vergleich zu Baufi24* mit einem effektiven Jahreszins von 4,13 Prozent und einer monatlichen Rate von 1824 Euro. Das Angebot liegt rund 144 Euro pro Monat über jenem von Dr. Klein. Aufs Jahr gesehen sind es 1728 Euro – unter der Voraussetzung, dass die monatliche Tilgung unverändert bleibt.
Einen weiterführenden Vergleich zeigt unser Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“. Spannend ist derzeit auch ein Blick auf das Angebot der Sparkassentochter 1822direkt, die ebenfalls als Vermittler auftritt.
25. August: Allianz erhöht Bauzinsen in wenigen Tagen

Die Konditionen der Allianz steigen ab Freitag. © Getty Images | Andrii Yalanskyi
Nachdem mehrere Banken ihre Zinsen für Immobilienkredite erhöht haben, reiht sich nun auch die Allianz ein. Das Institut erhöht die Konditionen ab Freitag, den 28. August 2026. Das zeigt sich bereits im repräsentativen Beispiel: Die Allianz vergibt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zins unter der Annahme, dass 150.000 Euro mit 25 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent finanziert werden. Die Beleihung beträgt 80 Prozent des Marktwerts der Immobilie.
Der effektive Jahreszins steigt damit von 4,84 auf 4,89 Prozent. Innerhalb der Laufzeit ergibt sich dadurch eine monatliche Rate von 845 Euro. Zuvor lag sie bei 838,75 Euro. Damit verteuert sich die monatliche Belastung um 6,25 Euro beziehungsweise um 75 Euro pro Jahr. Nicht berücksichtigt werden die Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler.
Der Zweidrittelzins gibt an, wie viel zwei Drittel der Kreditnehmer für einen Kredit höchstens zahlen. Ein Kreditinstitut muss zwei Drittel aller Kunden eine Finanzierung zu diesem oder einem niedrigeren Zins anbieten – und den Zins auch einsehbar angeben. Denn der Zweidrittelzins ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zwanzigjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,33 Prozent an. Die Allianz liegt mit einem Sollzins von 4,76 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,89 Prozent über diesem Wert. Allerdings ist hier die Zinsbindung auch nochmal fünf Jahre länger. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Allianz.
24. August: Nächste Bank ändert Bauzinsen – Beispiel zeigt Folgen

Die Bauzinsen zeigen erneut einen Aufwärtstrend. © Getty Images | sommart
Bei den Konditionen für Baufinanzierungen zeigt sich ein Aufwärtstrend. Nach der ING und der Sparkassentochter 1822direkt zieht nun auch die Comdirect nach. Im repräsentativen Beispiel der Bank steigt der effektive Jahreszins von 4,50 Prozent auf 4,61 Prozent. Die Comdirect nennt den Zins unter der Annahme, dass 140.000 Euro mit 15 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent finanziert werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in dieser Berechnung 80 Prozent. Die monatliche Rate steigt von 654,50 Euro auf 666,17 Euro. Damit erhöht sich die monatliche Belastung um rund zwölf Euro. Auf das Jahr gerechnet entstehen rund 140 Euro Mehrkosten, wenn die anfängliche Tilgung gleich bleibt. Wichtig: Die Comdirect tritt auch als Vermittler auf und sucht nach eigenen Angaben das beste Angebot aus mehr als 400 Partnern.
Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,24 Prozent an. Die Comdirect liegt mit einem Sollzins von 4,53 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,61 Prozent über diesem Wert. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Comdirect.
21. August: Bauzinsen steigen auch bei Sparkassen-Tochter 1822direkt

Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Änderungen bei den Konditionen der Banken. © Soeren Stache/dpa | Soeren Stache/dpa
Bei den Bauzinsen macht sich ein klarer Aufwärtstrend bemerkbar. Diese Woche hat bereits die ING ihre Konditionen deutlich angehoben. Es folgt nun die Sparkassentochter 1822direkt, wie ein repräsentatives Beispiel zeigt. Wichtig: Das Institut vergibt Darlehen nicht nur selbst, sondern vermittelt nach eigenen Angaben auch Baufinanzierungen von über 400 Partnerbanken.
Der repräsentative Effektivzins der 1822direkt* kletterte von 3,85 Prozent Mitte August auf aktuell 3,93 Prozent p. a. Grundlage dieses Werts ist ein Darlehen über 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung und einem anfänglichen Tilgungssatz von 2 Prozent. Für Kreditnehmer bedeutet das eine monatliche Rate von 1460,00 Euro statt zuvor 1440,00 Euro. Das bedeutet Mehrkosten von rund 20 Euro im Monat oder 240 Euro im Jahr, wenn die Tilgung gleich bleibt.
Ein Marktvergleich zeigt, dass die Sparkassen-Tochter durchaus mit anderen Angeboten mithalten kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,01 Prozent an. Die 1822direkt liegt mit einem Sollzins von 3,84 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 3,93 Prozent unter diesem Wert. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die 1822direkt im Mittelfeld bewegt. Mehr zum Angebot der 1822direkt lesen Sie in unserem Ratgeber: „Baufinanzierung: Sparkassen-Tochter bietet Top-Zinsen – klare Bedingung“
FAQ zu Bau-, Auto- und Ratenkrediten
Was ist ein Baukredit?
Ein Baukredit ist ein Darlehen, das speziell für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Kauf von Immobilien vorgesehen ist. Die Zinssätze sind oft über einen längeren Zeitraum festgeschrieben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
Wie unterscheiden sich Auto- und Ratenkredite?
Autokredite sind speziell für die Finanzierung von Fahrzeugen gedacht. Sie bieten oft günstigere Zinssätze und spezifische Konditionen. Ratenkredite hingegen sind vielseitiger und können für verschiedene Konsumzwecke verwendet werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Zinssätze für Kredite?
Die Zinssätze für Kredite werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Leitzinsen der EZB, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die spezifischen Konditionen der Bank.
Kann ich mehrere Kredite gleichzeitig haben?
Ja, es ist möglich, mehrere Kredite gleichzeitig zu haben. Allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre finanzielle Belastbarkeit sorgfältig prüfen und Angebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten.
Wie sicher sind die Kredite bei verschiedenen Banken?
In Deutschland sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Kredite: Hier ist die Bonität des Kreditnehmers entscheidend.
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