Kinder- und Jugendschutz: Karin Prien will zeitnah Eckpunkte für Kinderschutz im Netz vorlegen

Die Bundesbildungsministerin will die Empfehlungen einer Expertenkommission zum besseren Schutz von Kindern im Netz rasch umsetzen. Im Oktober sollen Eckpunkte stehen. Quell...

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Kinder- und Jugendschutz: Karin Prien will zeitnah Eckpunkte für Kinderschutz im Netz vorlegen

Die Bundesbildungsministerin will die Empfehlungen einer Expertenkommission zum besseren Schutz von Kindern im Netz rasch umsetzen. Im Oktober sollen Eckpunkte stehen.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, KNA, AFP,

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Aktualisiert am 11. September 2026, 13:57 Uhr

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Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien will in den kommenden Wochen Pläne für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt vorlegen. Sie werde »ein Sofortprogramm auf den Weg bringen mit Maßnahmen, die jetzt schnell umsetzbar sind«, sagte die CDU-Politikerin bei der Vorstellung des Abschlussberichts einer Expertenkommission für »Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt«. Den Bericht werde sie in der kommenden Woche im Kabinett vorstellen. Bis Mitte Oktober sollen demnach die Eckpunkte vorliegen.

Die Empfehlungen der Kommission seien »eine wirkliche Grundlage, um etwas zu verändern in unserem Land«, sagte Prien. Es gehe nicht nur um gesetzliche Regelungen, sagte die Ministerin. Die allermeisten Empfehlungen seien anders gelagert.

Altersgrenze bei Social-Media-Nutzung

Prien bekräftigte ihre Forderung nach der Einführung einer Altersgrenze für die Nutzung von Social-Media-Diensten. Eine solche Altersgrenze müsse kombiniert werden mit Auflagen für die Anbieter. Innerhalb der Bundesregierung gebe es dazu bereits einen Diskussionsprozess.

Als einen weiteren konkreten Punkt, den sie umsetzen wolle, nannte Prien die Idee des »KI-Seepferdchens«. Es richtet sich an Kinder im Grundschulalter und soll ein Grundverständnis von künstlicher Intelligenz vermitteln. Man müsse sehr schnell mit den Bundesländern sprechen, um möglichst gemeinsam ein Angebot zu entwickeln, das in den Schulen auch ankomme.

Stärkung von Medienkompetenz und besserer Schutz vor Straftaten

Die Expertinnen und Experten hatten 56 Empfehlungen vorgelegt – darunter auch zwei Möglichkeiten zur Regulierung der Social-Media-Nutzung: Zum einen schlugen sie eine Mindestaltersgrenze von 13 Jahren (mit Ausnahmen ab sechs Jahren) oder aber Beschränkungen für einzelne Social-Media-Angebote vor. 

Weitere Schwerpunkte der Kommission lagen auf der Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, der Suchtprävention und dem Schutz vor Straftaten.