Russland feiert Marine-Tag – ohne Schiffe, ohne Feuerwerk, ohne Parade. Zum zweiten Mal in Folge.

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Russland feiert Marine-Tag – ohne Schiffe, ohne Feuerwerk, ohne Parade. Zum zweiten Mal in Folge.

Kein Schiff, kein Feuerwerk – Putin feiert Marine-Tag mit U-Boot-Plakat

Stand: 27.07.2026, 18:10 Uhr

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Russland feiert den Marine-Tag – doch statt Kriegsschiffen und Feuerwerk bleibt die Newa leer. Schon zum zweiten Mal in Folge.

St. Petersburg – Russlands wichtigster Flottenfeiertag ist seit Jahren eine sorgfältig inszenierte Machtdemonstration – Kriegsschiffe auf der Newa, Kampfjets über den Dächern, Tausende Zuschauer am Ufer. Dieses Jahr war davon nichts zu sehen. Die Newa blieb leer, der Himmel über St. Petersburg ruhig, das Feuerwerk fiel aus. Kreml-Chef Wladimir Putin reiste zwar in seine Heimatstadt – traf Marineangehörige aber in der Admiralität,  die das Oberkommando der Russischen Marine beherbergt. Russische Staatsmedien verbreiteten Bilder des Präsidenten vor Soldaten und einer großformatigen Darstellung eines U-Bootes. Die reale Flotte blieb verborgen. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die Parade vollständig ausfällt – 2024 war zunächst nur der Teil vor Kronstadt, einer Festungsstadt auf der Ostsee-Insel Kotlin, gestrichen worden.

Drohnen über St. Petersburg – und das Internet fiel gleich mit aus

Die Sicherheitslage hatte sich unmittelbar vor dem Feiertag erneut zugespitzt: In der Nacht zum Freitag griffen ukrainische Drohnen St. Petersburg und die Region Leningrad an. Eine Drohne traf ein Lager und löste einen Großbrand aus, drei Menschen wurden verletzt. Der Flughafen Pulkowo stellte zeitweise den Betrieb ein. Während Putins Besuch in der Stadt fiel zudem in mehreren Stadtteilen das mobile Internet aus – ein Mittel, das russische Behörden bei Drohnenalarm regelmäßig einsetzen, um die Navigation angreifender Drohnen zu erschweren. Für St. Petersburgs Einwohner bedeutete das: keine Messenger, keine Kartendienste, kein mobiles Bezahlen. Ein Marineoffizier kommentierte die Absage der Parade gegenüber der Zeitung Fontanka: „Sie verstehen doch, dafür ist jetzt nicht die Zeit.“ Wie Putins Paraden-Ersatz aussah, zeigt das Video.