Kampf um Galeria am Münchner Rotkreuzplatz: jetzt ein Fall für die Politik

tzMünchenStadtNeuhausen-NymphenburgStand: 01.09.2026, 18:30 UhrKommentareUns auf Google folgenUnsichere Zukunft: die Galeria-Kaufhof-Filiale am Münchner Rotkreuzplatz. © Marcus SchlafDie Oberbürgermeister von M...

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Kampf um Galeria am Münchner Rotkreuzplatz: jetzt ein Fall für die Politik

Stand: 01.09.2026, 18:30 Uhr

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Der Kaufhof am Rotkreuzplatz.

Unsichere Zukunft: die Galeria-Kaufhof-Filiale am Münchner Rotkreuzplatz. © Marcus Schlaf

Die Oberbürgermeister von München, Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth und Memmingen wenden sich in einem Positionspapier an die Staatsregierung. Sie soll die Interessen der bedrohten Galeria-Standorte gegenüber dem Unternehmen vertreten.

München – Bayern kämpft um seine Galeria-Kaufhäuser – darunter auch um die legendäre Münchner Filiale am Rotkreuzplatz. Die Oberbürgermeister von fünf betroffenen Städten (eben auch Münchens) wenden sich an die Staatsregierung.

Sie müsse die Interessen der betroffenen Standorte gegenüber dem Unternehmen „deutlich vertreten“, heißt es in einem Positionspapier der Städte Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen und eben München.

Kampf um bayerische Galeria-Filialen: Was Oberbürgermeister jetzt fordern

„Auch die Eigentümerinnen und Eigentümer der Immobilien sind gefordert, an tragfähigen Lösungen mitzuwirken. Gemeinsames Ziel muss es sein, die bestehenden Standorte zu stabilisieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Dazu braucht es einen engen Austausch zwischen dem Freistaat, den Kommunen und den maßgeblichen wirtschaftlichen Akteuren“, schreiben die Oberbürgermeister. Man bitte deshalb um eine „klare politische Initiative“ der Staatsregierung.

Im Juli hatte die angeschlagene Warenhaus-Kette angekündigt, bundesweit 33 Standorte auf Rentabilität zu prüfen. Auch Schließungen stehen im Raum.

Einige Filialen haben schon zugesperrt

In den vergangenen Jahren wurden in Bayern bereits eine Reihe von Warenhäusern dichtgemacht. Mancherorts wurden Nachnutzungen gefunden, andernorts ist noch unklar, wie es mit den großen Gebäuden in Innenstadtlage weitergeht.

Auch die nun überprüften Galeria-Filialen befänden sich in zentralen Innenstadtlagen, betonen die Rathauschefs. „Sie sind seit Jahrzehnten Bestandteil gewachsener Handelsstrukturen und haben die Entwicklung ihres jeweiligen Umfelds wesentlich mitgeprägt. Ihr möglicher Wegfall ist deshalb nicht allein als unternehmerische Entscheidung zu betrachten.“

Galeria: So schlimm wären weitere Schließungen

Eine Schließung hätte Folgen für ganze Innenstadtbereiche und würde „nicht nur eine große ungenutzte Immobilie hinterlassen; sie würde darüber hinaus Besucherströme verändern und könnte die gesamte angrenzende Handelslage schwächen“.

Nach Angaben der Stadt Würzburg soll es Mitte September ein Gespräch der Städte mit dem Wirtschaftsministerium geben. Vor Ort seien die Rahmenbedingungen zwar individuell und auch die Auswirkungen von Umstrukturierungen würden sich unterschiedlich äußern. Doch es überwiege das gemeinsame Ziel, diese „Anker für lebendige Innenstädte“ zu erhalten.

Rotkreuzplatz: Das Warenhaus ist wichtig für ein ganzes Stadtviertel

Gerade die Filiale am Münchner Rotkreuzplatz gilt in dieser Hinsicht als bedeutsam. In Neuhausen-Nymphenburg gilt sie als zentraler Punkt fürs ganze Viertel.

Wie wichtig das Haus für die Bürger ist, zeigte sich unter anderem daran, dass es sogar eine Demo mit hunderten Teilnehmern für den Erhalt gab. Klar ist, dass die Immobilie um- beziehungsweise sogar neu gebaut werden soll. Wie genau: Das ist aber noch nicht entschieden.