FC St. Pauli: Die Pläne mit Irvine und Metcalfe
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FC St. Pauli
Irvine und Metcalfe sind zurück: Wie St. Pauli jetzt mit den Australiern plant
Sie hatten noch den verdienten Urlaub nach der WM, jetzt aber geht für Connor Metcalfe und Jackson Irvine der Alltag bei St. Pauli wieder los. Dabei scheint die Zukunft der beiden Australier noch nicht ganz geklärt.
Sie sind wieder zurück. Am Montag, als die Kollegen noch einen freien Tag nach dem Trainingslager von Flachau genießen durften, fanden sich Jackson Irvine und Connor Metcalfe erstmals in der Vorbereitung an der Kollaustraße ein. Am Dienstag werden sie gewiss auch dabei sein, wenn die Mannschaft nicht öffentlich trainiert – aber gilt das auch für die nahe und ferne Zukunft?
Geht es nach den Worten von Coach Marcel Rapp, ist es ganz einfach. „Es sind Spieler, die wir einplanen“, hatte er im Anschluss an das Bournemouth-Testspiel gesagt. Für die lange Pause, die die Australier und auch Eric Smith nach WM-Aus von Australien und Schweden erhalten hatten, erklärte er: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn du als Spieler keine Leistung bringst, weil du von der WM noch kaputt bist. Und das zieht sich dann wie ein roter Faden durch die Saison.“ Daher lieber lange Erholung und frische Kräfte.
St. Paulis Coach Marcel Rapp: „Sind froh, dass sie da sind“
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„Ob die Jungs dann am ersten, zweiten oder dritten Spieltag dabei sein können, sei mal dahingestellt“, fuhr er fort. „Aber ich glaube, wir haben auf jeden Fall mehr und länger von ihnen, als wenn wir sie jetzt reinjagen und dann verletzt sich einer.“ Was die Positionen betrifft, die vor allem die beiden Australier spielen könnten, hat sich Rapp bereits festgelegt. „Jacko kann natürlich auf der Sechs spielen, Connor auf der Sechs, der Acht oder der Zehn.“ Möglichkeiten gäbe es genug, „und deswegen sind wir froh, dass sie da sind“.
Auch Sportchef Andreas Bornemann geht in Bezug auf Metcalfe und Irvine zurzeit davon aus, dass die beiden wie gehabt Bestandteil des Aufgebots bleiben werden. Irvine hatte eh betont, seinen noch ein Jahr gültigen Vertrag erfüllen zu wollen. „Wir haben gesagt, dass seine Äußerungen und Einlassungen am Ende der letzten Saison vielleicht nicht die allerbesten und schlauesten waren – fertig“, meinte Bornemann. „Und jetzt steigt er wieder ein.“
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Personalie Jackson Irvine gestaltet sich für St. Pauli komplex
Ein wenig komplexer ist die Nummer unterm Strich dann schon. Es gab zum einen mehrere Dinge in jüngerer Vergangenheit, die bei den Vereinsoberen und Teilen der Fanszene gar nicht gut angekommen waren. Und dann befindet sich St. Pauli aktuell in einem hierarchischen Umbruch, der schon Früchte getragen hat, so dass sich die Frage stellt, wie Alphatier Irvine dort einzuordnen wäre.
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Natürlich muss ein neuer Trainer mit jedem einzelnen Spieler über seine Position, seine Rolle sprechen.
Andreas Bornemann
Das will Bornemann auch gar nicht von der Hand weisen. „Natürlich gibt es ein neues Trainerteam, eine veränderte Mannschaft. Und da muss man mit jedem einzelnen über seine Position, seine Rolle sprechen“, sagte der 54-Jährige. Dass Irvine wegen der WM große Teile der Vorbereitung verpasst hat, könne man dem 33-Jährigen freilich nicht anlasten.
Ob Irvine die Binde behält, vermochten weder Rapp noch Bornemann zu prognostizieren. Der Trainer räumte ein, sich über die Kapitänsfrage noch nahezu gar keine Gedanken gemacht zu haben. Und der Sportchef begrüßte das indirekt, indem er sagte: „Als neuer Trainer muss ich das neu bewerten und im Fall von Jacko jetzt eine Woche oder zehn Tage schauen, wie er sich in der Gruppe bewegt.“ Einfach so mal dem langjährigen Kapitän die Binde zu entreißen, ginge nicht. „Das kannst du nicht machen, das musst du irgendwie begründen.“
Connor Metcalfe hat bei St. Pauli keinen Wechselwunsch hinterlegt
Was Connor Metcalfe betrifft, gab sich Bornemann ebenfalls entspannt. „Uns gegenüber hat er nie gesagt, dass er unter allen Umständen und unbedingt weg will“, betonte er. Das Thema im Fall des 26-Jährigen sei immer Spielzeit gewesen, „und da wird dann gerne vergessen, dass immer dann, wenn er eigentlich dran war, mit kleineren oder größeren Verletzungen einfach nicht zur Verfügung stand“. Zum Beispiel zu Jahresbeginn, als Irvine verletzt ausfiel und alle Welt mit Metcalfe als Ersatz im Wolfsburg-Hinspiel gerechnet hatte. Doch genau da zog er sich eine Knieblessur zu, die ihn wochenlang außer Gefecht setzte.
„Trotzdem ist er Nationalspieler geworden und war bei der WM Startelfspieler“, fuhr Bornemann fort. „So viel ist da wohl nicht verkehrt gelaufen.“
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