(+) Diekmoor: So konkret wird das umstrittene Mega-Projekt

Hamburg  Hunderte neue Wohnungen: So geht es jetzt mit diesem Mega-Bauprojekt weiter So soll das Wohnen im Diekmoor einmal aussehen. Winking Froh Architekten GmbH/ WES LandschaftsAr...

  • 2 min read
(+) Diekmoor: So konkret wird das umstrittene Mega-Projekt

Hamburg 

Hunderte neue Wohnungen: So geht es jetzt mit diesem Mega-Bauprojekt weiter

So soll das Wohnen im Diekmoor einmal aussehen.
Winking Froh Architekten GmbH/ WES LandschaftsArchitektur

Hunderte Wohnungen sollen in Langenhorn entstehen. Das Mega-Bauprojekt war lange umstritten - aktuell tut sich hier einiges.

Rund 700 neue Wohnungen sollen im Landschaftsschutzgebiet Diekmoor in Langenhorn entstehen. Zunächst gab es massive Proteste gegen das Vorhaben – doch die Stadt setzte sich durch und plant nun fleißig weiter. Die MOPO zeigt auf, was in den vergangenen Monaten geschehen ist und wie es weitergeht. 

Sieben große Wohnblöcke, ein See und grüne Innenhöfe: Die Pläne für das neue Quartier in Langenhorn werden immer konkreter. In den vergangenen sechs Monaten wurden verschiedene Gutachten zum Klima, zu den Energiebedarfen, zur Nahversorgung und eine Bewertung des Untergrunds fertiggestellt.

Interessant ist etwa das Gutachten zur Nahversorgung. Daraus geht hervor, dass seit der Schließung des Nahkauf-Marktes an der U-Bahn-Station Langenhorn Nord eine erkennbare Versorgungslücke im Umfeld des neuen Viertels entstanden ist. Daher wird die Ansiedlung eines neuen großen Supermarkts empfohlen.

Anzeige

Neue Wohnungen fürs Diekmoor in Langenhorn

Ergänzend dazu werden auch eine Bäckerei mit Café, ein Obst- und Gemüse- beziehungsweise Feinkostanbieter, ein Blumenfachgeschäft sowie alltagsbezogene Dienstleistungen wie Friseur, Reinigung oder Schneiderei empfohlen. Ferner sind auch gastronomische Angebote, Arztpraxen oder eine Apotheke im Gespräch. 

Anzeige

Die Kleingartenanlage am Diekmoor aus der Vogelperspektive. Hier sollen die neuen Wohnungen entstehen.
hfr

Aus den weiteren Gutachten, wie etwa dem Klimagutachten, geht zum Beispiel hervor, wie die Temperaturen im Viertel auch angesichts andauernder Hitzeperioden erträglich gestaltet werden können. Dazu gehören zum Beispiel viele freie Rasenflächen und Bäume.

So geht es jetzt beim Diekmoor weiter

Anzeige

Wie geht es jetzt weiter? Aktuell wird die Funktionsplanung nach Angaben des Bezirksamts Nord finalisiert. Im Herbst 2026 soll sie abgeschlossen werden. Anschließend startet das Bebauungsplanverfahren.

Die öffentliche Plandiskussion soll voraussichtlich im November 2026 stattfinden. Der genaue Termin hierfür stehe aber bisher nicht fest. „Wir streben eine zügige Durchführung des Bebauungsplanverfahrens an, mit einer voraussichtlichen Verfahrensdauer von ca. 18 bis 24 Monaten“, sagte eine Sprecherin des Bezirksamts.

Das Projekt ist schon seit Jahren im Bezirk umstritten, unter anderem kämpft die Bürgerinitiative „Rettet das Diekmoor“ gegen eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet und für den Erhalt hunderter Kleingärten auf der Fläche. Nachdem Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz (Grüne) im vergangenen Jahr abgewählt worden war, hat die neue Nord-Koalition aus SPD, CDU und FDP die Pläne angepasst.