Es wird wieder heiß in Hessen - und ein Gesetz bedroht Wasserkraftanlagen
Nächste Woche könnte es über 35 Grad heiß werden, das Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgt für Sorgenfalten und Boxershorts aus Frankfurt sind dank WM-Endspiel gefragt. Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.
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Hessen am Abend
Es wird wieder heiß in Hessen - und ein Gesetz bedroht Wasserkraftanlagen
Nächste Woche könnte es über 35 Grad heiß werden, das Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgt für Sorgenfalten und Boxershorts aus Frankfurt sind dank WM-Endspiel gefragt. Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.
Bild © IMAGO / Sports Press Photo (Archiv), Levi Pfeuffer-Rooschüz (hr) (Archiv), picture alliance / greatif | Florian Gaul (Archiv), Collage: hessenschau.de
Das Wappen der Stadt Bad Zwesten im Schwalm-Eder-Kreis zeigt links oben den Hessischen Löwen und rechts unten einen Becher mit aufsteigenden Sprudelperlen.
Eigentlich könnte die Stadt das Wappen aber neu gestalten, denn seit ein paar Jahren hat ein Pfau beschlossen, ihr lebendes Maskottchen zu sein: Paul. Der tauchte irgendwann in einem Wohngebiet auf – und blieb.
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00:39 Min.|Sina Philipps
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Seitdem findet man ihn auf Garagendächern, auf Gehwegen und in Gärten. Paul gefällt es dort offenbar ziemlich gut, auch wenn er während der Paarungszeit vergeblich nach Artgenossinnen sucht.
Und damit sind wir auch schon beim Problem, denn Paul macht während dieser Zeit das, was Pfauen nun einmal machen: Er schreit und schreit und schreit ... Damit geht er einigen Menschen auf den Geist, weshalb es schon Forderungen gab, Paul einzufangen und in einen Zoo zu stecken.
Das Ordnungsamt hat daraufhin eine Umfrage unter den Bewohnerinnen und Bewohnern gemacht. Und siehe da: Die Mehrheit hat sich für Paul ausgesprochen – nun darf er bleiben. Da könnte man dann ja doch mal die Sache mit dem Wappentier angehen ...
Und wir bleiben im Reich der Tiere mit Federn: Laut Nabu gibt es aktuell so viele Störche in Deutschland wie noch nie. Drei davon hat hessenschau.de-Nutzer Detlef Handloser in der Gemarkung Ober-Mörlen für unsere Rubrik Momentaufnahme fotografiert. Wie schön!
“Storchentreff - Früher eine Seltenheit, heute wieder öfters zu sehen in unserer Region”, schreibt Detlef Handloser zu seinem Schnappschuss aus der Gemarkung Ober-Mörlen. “Ob die hier besprechen, wer welches Kind wem bringt?” Bild © Detlef Handloser
Mehr Tiere gibt es hier heute nicht, dafür aber diese Themen:
- Nächste Hitzewelle am Horizont - 35 Grad und mehr erwartet
- Gesetz bedroht hunderte hessische Wasserkraftanlagen
- Dank Lamine Yamal gehen Frankfurter Boxershorts viral
- Weitere Themen des Tages
- Blick über den Tellerrand
- Streaming-Tipp: Surface – Das versunkene Dorf
- Podcast-Tipp: Hitzestress bei der Energieversorgung
- Eins noch ...
Nächste Hitzewelle am Horizont - 35 Grad und mehr erwartet
Freunde gemäßigter Temperaturen kommen aktuell voll auf ihre Kosten, doch schon morgen könnte es deutlich wärmer werden: In Südhessen sind am Freitag bis zu 28 Grad möglich und am Samstag sogar bis zu 33 Grad. Begleitet wird das Ganze von reichlich Sonne.
Am Sonntag könnte es dann tatsächlich ein wenig feucht werden – allerdings nicht annähernd ausreichend, um der Trockenheit ernsthaft etwas entgegenzusetzen.
Video
01:44 Min.|22.07.26, 19:58 Uhr|hr
hessenschau Wetter vom 22.07.2026
Bild © hessenschau.de
In der Wettervorhersage gilt ja eigentlich immer: Alles, was weiter als drei Tage in der Zukunft liegt, ist reine Spekulation. Aber sollte es tatsächlich so kommen, wie es aktuell den Anschein hat, sind in der kommenden Woche zur Wochenmitte Spitzenwerte von mehr als 35 Grad möglich.
Auch neue Temperaturrekorde seien denkbar, betont hr-Meteorologe Martin Gudd: "Rekordverdächtige Werte sind möglich, aber das ist noch unsicher."
Gesetz bedroht hunderte hessische Wasserkraftanlagen
"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach", heißt es in dem bekannten Lied – doch so manche Wasserkraftanlage in Deutschland könnte schon bald verstummen.
Schuld daran könnte das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sein, das zukünftig nur noch eine feste Einspeisevergütung für Anlagen mit mehr als 25 Kilowatt Leistung vorsieht. Da viele Wasserkraftanlagen darunter liegen, könnten ihre Betreiber mit dem erzeugten Strom dann kein Geld mehr verdienen.
Bild © hr
Eigentlich soll diese Regelung nur für Neuanlagen gelten – Altanlagen würden Bestandsschutz genießen. Doch die Sache hat einen Haken: Würde eine Anlage modernisiert, würde der Bestandsschutz verfallen und damit auch die Möglichkeit, Geld mit dem produzierten Strom zu verdienen.
Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) schlägt deshalb Alarm: "Wenn der Gesetzesentwurf so durchgeht, wäre das mittelfristig das Aus für rund 300 hessische Anlagen", sagt Ronald Steinhoff vom BDW. Mehr dazu in diesem Artikel.
Dank Lamine Yamal gehen Frankfurter Boxershorts viral
Fans des Streetwear-Labels 6pm aus Frankfurt hatten es noch nie besonders leicht: Die Produkte des Labels sind in der Regel limitiert und damit schnell vergriffen.
Bisher war 6pm aber hauptsächlich im deutschsprachigen Raum bekannt und begehrt, doch seit dem WM-Endspiel sind nun auch internationale Fans auf die Marke aufmerksam geworden, was die Verfügbarkeit der begehrten Stücke nicht gerade verbessern dürfte.
Der Grund: der spanische Fußballstar Lamine Yamal.
Bild © hr
Dessen Trikothose hing beim Endspiel am vergangenen Sonntag nämlich sehr oft so tief, dass man seine Unterhose sehen konnte. Und auf dieser stand deutlich sichtbar "6pm".
Seitdem haben sich diese Boxershorts quasi von selbst verkauft. Um bezahlte Werbung soll es sich dabei aber nicht gehandelt haben, beteuert Gründer Achraf Ait Bouzalim.
Marketing-Experte Max Bimboese kauft ihm das ab: Vermutlich hätte 6pm trotz des großen Erfolges nicht das Geld für so ein Sponsoring.
Weitere Themen des Tages
- Hessen will mehr ausreisepflichtige Menschen nach Afghanistan abschieben. Auch wer kein Straftäter oder Gefährder ist, soll das Land verlassen. Der Hessische Flüchtlingsrat ist alarmiert.
- Nachdem die Stadt Frankfurt Ende Juni spontan ein Zeltlager für obdachlose Menschen errichten musste, ist nun ein schnelles Ende der Unterkunft in Sicht. Künftig soll es vier feste Einrichtungen geben.
Podcast
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- Die Eintracht ist retro - zumindest in Sachen Auswärtstrikot. So kehren die Frankfurter zu einem Logo zurück, das sie letztmals 1999 verwendet hatten. Und das viele Fans an eine lokale Biermarke erinnert.
Ein kurzer Blick über den Tellerrand
- Mehr Aufschwung, mehr Beschäftigung - mit ihrem Reformpaket will die Koalition das Land wieder fit machen. Nach der Sommerpause soll es verabschiedet werden. Doch wie gerecht sind die Gesetzentwürfe?
- Im Südwesten Frankreichs sind mehrere Campingplätze und Ortsteile aufgrund von Waldbränden evakuiert worden. Auch in Spanien und Italien mussten Hunderte Menschen vor Bränden in Sicherheit gebracht werden.
- Aus MDR-Recherchen geht hervor, dass das Bundesinnenministerium unter anderem den Bundesbeauftragten für das Informationsfreiheitsgesetz abschaffen will. Die SPD kritisiert die Pläne.
Streaming-Tipp: Surface – Das versunkene Dorf
Wie gut kennen Sie Frankreich? Was mich angeht, muss ich zugeben: im Grunde gar nicht. So habe ich gerade zum ersten Mal von der Region Okzitanien gehört. Natürlich kenne ich Toulouse, aber dass das die Hauptstadt von Okzitanien ist, war mir neu.
Warum ich Ihnen das erzähle? Weil die Serie "Surface - Das versunkene Dorf" in dieser Region gedreht wurde. Und die gibt es jetzt neu in der ARD Mediathek.
Darin geht es um eine ungeklärte Tragödie, die nach 23 Jahren ans Licht kommt. Als Pariser Ermittlerin in der Provinz taucht Laura Smet in die düsteren Geheimnisse eines Dorfes ein, das einst einem Großprojekt weichen musste und nun als Unterwasser-Geisterstadt seinen Bewohnern keine Ruhe lässt.
Die sechsteilige Krimiserie mit Thriller-Elementen basiert auf dem Roman "Surface" von Olivier Norek, einem ehemaligen Polizeibeamten und preisgekrönten Autor. Alle sechs Folgen gibt es hier zu sehen.
Externer Inhalt Ende des externen InhaltsPodcast-Tipp: Hitzestress bei der Energieversorgung
Die Hitzewellen im Sommer werden heftiger. Das hat Folgen: Bei jeder Hitzeperiode gibt es Hitzetote, und es entstehen negative Konsequenzen für die Wirtschaft sowie den Nah- und Fernverkehr.
Auch unsere Energieversorgung kann darunter leiden. Frankreich zum Beispiel setzt bei seinem Energiemix stark auf Atomkraftwerke. Doch diese müssen gekühlt werden, was zu Problemen führt.
In Deutschland leiden die Stromkabel unter den extremen Temperaturen; es gab bereits hitzebedingte Stromausfälle. Und was macht die Hitze mit Photovoltaik-Anlagen? Wie wird unsere Energieversorgung hitzebeständig?
Darüber spricht Host Theresa Brenner in dieser Folge des "ARD Klima Updates" in ARD Sounds mit Katha Jansen, die zu dem Thema recherchiert hat, und mit der Klima-Ökonomin Claudia Kemfert.
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Ende des externen InhaltsEins noch ...
Heute beginnen in Hannover "Die Finals 2026". Bei diesem Event werden die Deutschen Meisterschaften in verschiedenen Sportarten gleichzeitig ausgetragen: Bogenschießen, Geräteturnen, Stabhochsprung, Windsurfen und Gewichtheben – um nur einige Beispiele zu nennen. Im Grunde ist das also so etwas wie die Olympischen Spiele, nur eine Nummer kleiner und ohne andere Nationen.
Insgesamt eine sehr spannende Veranstaltung, doch der Nervenkitzel-Faktor dürfte vermutlich nicht an das Event heranreichen, das jüngst in Schlitz stattgefunden hat. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Tagessieger Franz!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Bis morgen!
Ihr Sven-Oliver Schibat (hat Heizungen in Wohnhäusern gesehen, die ähnlich alt gewesen sein könnten)
Sven-Oliver Schibat Bild © hr/Jan-Niclas Grömling