Gemeinderat beschließt barrierefreie WCs in neuen Feuerwehrhäusern
StartseiteLokalesFürstenfeldbruckMaisachStand: 24.07.2026, 13:13 UhrKommentareUns auf Google folgenEin barrierefreies WC (Symbolfoto). © Gemeinde HerrschingDie Gemeinde Maisach plant für Überacker und Maisach ...
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Stand: 24.07.2026, 13:13 Uhr
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Die Gemeinde Maisach plant für Überacker und Maisach neue Feuerwehrhäuser. Auf Antrag des Inklusionsreferenten bekommt jede neue Wache ein barrierefreies WC.
Maisach – Braucht ein neu zu bauendes Feuerwehrhaus eine barrierefreie Toilette? Diese Frage hat der Gemeinderat einstimmig mit Ja beantwortet. Die Frage war aufgekommen, weil für die Feuerwehr in Überacker (und danach die Feuerwehr in Maisach) eine neue Wache geplant wird. Die Zusatzkosten werden auf rund 8000 Euro geschätzt.
In der Gemeinderatssitzung, in der das Thema auf der Tagesordnung stand, hatte sich Max Schmid (CSU) zu Wort gemeldet. Der Referent für Inklusion und Menschen mit Handicap, selbst Rollstuhlfahrer, betonte: „Eine Behinderung schließt die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr grundsätzlich nicht aus.“
Man müsse, so Schmid, auch an passive Mitglieder und die Teilnehmer etwa einer Jahresversammlung denken, außerdem an die früheren Aktiven, die mittlerweile in die Jahre gekommen seien. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) fügte hinzu, auch als Funker oder als Schriftführer könnten Menschen mit Handicap für die Feuerwehr aktiv sein.
Feuerwehr-Referent Christian Kemether (CSU) ergänzte, eine barrierefreie Toilette in einem Feuerwehrhaus sei nicht zwingend erforderlich. Laut Bayerischer Bauordnung braucht es solche WCs in öffentlich zugänglichen Gebäuden – was ein Feuerwehrhaus aber nicht ist. Auch aus den Vorgaben des Arbeitsstättenrechts ergibt sich derzeit keine Verpflichtung. Kemether: „Aber viele gute Gründe sprechen trotzdem dafür.“ Er dachte besonders an ehemalige Feuerwehrangehörige, die vielleicht einen Gehstock oder einen Rollator brauchen. Die Mehrkosten seien vertretbar.
Kemether erinnerte daran, dass Feuerwehrhäuser im Notfall auch zur Unterbringung von Menschen genutzt würden. Auch dann sei ein barrierefreies WC hilfreich. Für weitere zu bauende Feuerwehrhäuser wird also eine barrierefreie Toilette zum Standard erhoben. Der Beschluss wird mit dem Thema Inklusion begründet, gleichzeitig will man aber auch eine zukunftsfähige Infrastruktur schaffen.
Bei einem barrierefreien WC sind größere Bewegungsflächen nötig, eine seitliche Anfahrbarkeit und klappbare Stützgriffe. Janina Petri (Grüne) ließ den Beschluss um einen Zusatz ergänzen: Dann solle man bitte auch gleich einen Wickeltisch in das größere WC einbauen. Der Gemeinderat stimmte zu.