Gal Gadot bricht ihr Schweigen über das DC-Chaos um "Wonder Woman 3", Henry Cavill und ihren endgültigen Abschied

Dass Gal Gadot einst behauptete, „Wonder Woman 3“ komme trotz der DC-Neuausrichtung unter James Gunn, brachte ihr viel Spott ein. Nun bezieht sie Stellung dazu und erzählt erstmals ausführlicher, wie chaotisch der DC-Neustart für sie verlief.

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Gal Gadot bricht ihr Schweigen über das DC-Chaos um "Wonder Woman 3", Henry Cavill und ihren endgültigen Abschied

Dass Gal Gadot einst behauptete, „Wonder Woman 3“ komme trotz der DC-Neuausrichtung unter James Gunn, brachte ihr viel Spott ein. Nun bezieht sie Stellung dazu und erzählt erstmals ausführlicher, wie chaotisch der DC-Neustart für sie verlief.

Warner Bros.

Als James Gunn und Peter Safran Ende 2022 die Führung der neu gegründeten DC Studios übernahmen, beerdigten sie das bisherige Filmuniversum des Comic-Konzerns, das einst von Zack Snyder begründete DCEU. Doch ein paar Projekte von damals wurden auch in die neue Kontinuität, das sogenannte DCU, übertragen. Allen voran ging Gunns eigene Serie „Peacemaker“, deren erste Staffel im alten DCEU spielte, mit einer zweiten Season im DCU weiter.

So gab es am Anfang reichlich Verwirrung, welche Stars mit ihren Figuren vielleicht doch eine Zukunft hatten. Am Ende waren es wenige, und es blieb vom bisherigen DC-Filmuniversum kaum ein Stein auf dem anderen. Henry Cavill verabschiedete sich als Superman, nachdem kurz zuvor noch seine Rückkehr angekündigt worden war, und auch „Wonder Woman“-Regisseurin Patty Jenkins musste ihre Pläne für einen dritten Film begraben, obwohl Hauptdarstellerin Gal Gadot persönlich die Hoffnung schürte.

"Sie meinten: 'Wir werden den dritten mit dir entwickeln.'"

Die Schauspielerin erklärte 2023 noch öffentlich, dass sie gemeinsam mit Gunn und Safran an „Wonder Woman 3“ arbeiten wolle, und widersprach damit Berichten der Branchenpresse, laut denen das Projekt längst tot sei. Wie kam es zu dem Missverständnis, und was lief da genau hinter den Kulissen ab? Überraschend offen erzählte Gadot jetzt im Podcast Happy Sad Confused von Josh Horowitz erstmals genauer, was damals vor sich ging. Dabei kritisierte sie durchaus die aktuelle DC-Führung, die ihr nämlich nicht nur verschwiegen habe, dass man auf eine neue Wonder Woman setzen will.

Gal Gadot wurde laut eigener Aussage sogar „Wonder Woman 3“ in Aussicht gestellt. Auf die Frage, ob Gunn oder Safran ihr irgendwann offiziell gesagt hätten, dass man künftig einen anderen Weg einschlagen werde, antwortete Gadot im Podcast: „Nein, sie haben mir das Gegenteil gesagt. Sie meinten: ‚Wir werden den dritten mit dir entwickeln.‘“

"Nicht gerade elegant": Kritik am Abgang von Henry Cavill

Obwohl Gadot also allen Grund hatte, sich öffentlich optimistisch über „Wonder Woman 3“ zu äußern, war sie am Ende nicht mehr völlig überrascht, dass der Film nie ernsthaft entwickelt wurde. Schließlich konnte sie beobachten, wie die DC Studios mit anderen prominenten Kräften des alten DCEU umgingen. Insbesondere der Umgang mit „Superman“-Darsteller Henry Cavill und „Wonder Woman“-Regisseurin Patty Jenkins ernüchterte sie offenbar.

„Die Henry-Situation wurde, gelinde gesagt, nicht gerade elegant gehandhabt. Dasselbe gilt für Patty. Das wurde nicht elegant gehandhabt.“ Damit spielte Gadot vor allem auf das Hin und Her um Henry Cavill an. Im Oktober 2022 tauchte er nach Jahren der Ungewissheit noch einmal als Superman in der Post-Credit-Szene von „Black Adam“ auf und verkündete anschließend offiziell seine Rückkehr als Mann aus Stahl. Nur wenige Wochen später übernahmen Gunn und Safran das Ruder bei DC und im Dezember stand fest, dass Cavill doch nicht als Superman zurückkehren würde.

Ähnlich turbulent verlief das Ende von Patty Jenkins‘ Ära mit „Wonder Woman“. Die Regisseurin steckte bereits mitten in der Arbeit an einem dritten Teil und stellte dafür sogar ihr „Star Wars“-Projekt „Rogue Squadron“ zurück. Später hieß es plötzlich, die Regisseurin habe das DC-Sequel verlassen, was diese jedoch ausdrücklich dementierte. Berichte, sie sei freiwillig gegangen oder zu wenig kooperativ gewesen, um Änderungen vorzunehmen, seien falsch. Es habe nie wirklich eine Chance gegeben, den Film voranzubringen.

Kein Vorwurf, aber auch keine Rückkehr

Böses Blut gibt es von Gadots Seite gegenüber Gunn und Safran trotzdem nicht. Die beiden hätten die Entscheidungen getroffen, an die sie glauben, und damit sei „alles gut“. Schließlich seien „alle erwachsen“. Trotzdem zieht sie deutlich einen Schlussstrich unter die Rolle als Wonder Woman und das DC-Franchise. Selbst wenn ihr die neue Führung doch noch eine Rückkehr anbieten würde, stünde sie dafür nicht zur Verfügung. Dies begründet sie aber vor allem mit ihrer persönlichen Situation. Die Schauspielerin brachte 2024 ihr viertes Kind zur Welt und wolle nicht mehr für eine so lange Zeit, wie es bei einem Blockbuster dieser Größenordnung nötig sei, aus ihrem Familienalltag aussteigen: „Das funktioniert an diesem Punkt meines Lebens nicht mehr.“

Stattdessen dreht sie jetzt kleinere Projekte, die sich damit eher vereinbaren lassen. Dazu zählt der Thriller „The Runner“, welcher auch der Anlass für Gadots Besuch im Podcast Happy Sad Confused war. „The Runner“ erscheint am 2. September bei Amazon Prime Video. Hier ist der Trailer: