Fußball, Bundesliga: Augsburg stürmt in Frankfurt erstmals an die Spitze
Mit Doppelpack in 103 Sekunden Augsburg stürmt in Frankfurt erstmals an die Spitze Stand: 06.09.2026 • 20:35 Uhr So etwas gab es in...
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Mit Doppelpack in 103 Sekunden Augsburg stürmt in Frankfurt erstmals an die Spitze
Stand: 06.09.2026 • 20:35 Uhr
So etwas gab es in der Fußball-Bundesliga noch nie: Nach dem Auswärtssieg am Sonntag bei Eintracht Frankfurt grüßt der FC Augsburg nach dem 2. Spieltag von der Tabellenspitze.
Arijon Ibrahimovic (46.) und Robin Fellhauer (47.) innerhalb von 103 Sekunden nach der Pause sowie Alexis Claude-Maurice (65.) und Fabian Rieder (89.) zum Abschluss mit einem Zauberfreistoß stellten beim 4:1-Erfolg den 0:1-Rückstand zur Pause durch Jonathan Burkardt (6.) für den FCA auf den Kopf. Nach dem 3:0 zum Start gegen Schalke 04 steht Augsburg mit sechs Punkten und 7:1 Toren blitzsauber auf Platz eins - zum ersten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte.
"Ich hab gerade einen Screenshot von der Tabelle gemacht", war auch FCA-Trainer Manuel Baum im Sportschau-Gespräch noch im "Traum-Modus". "Ich denke schon: Wenn mach Geschichte schreiben darf, dann darf man sich auch mal ein, zwei Tage drüber freuen."
Für Frankfurt (1 Punkt, 4:7 Tore) und Trainer Adi Hütter sieht es dagegen nach zwei Spielen schon nach Krisenmodus aus. "Zweite Halbzeit, mit so einem Start - das war fürchterlich", stellte Hütter im Sportschau-Interview fest: "Danach haben wir uns wirklich schwer getan, wieder ins Spiel zu finden."
Burkardt lässt Frankfurt früh jubeln
Für die Eintracht hätte die Partie dabei eigentlich nicht besser starten können. Gleich beim ersten ernsthaften Vorstoß fand Younes Ebnoutalib mit einer fein überlegten Flanke von links am zweiten Pfosten seinen Sturmpartner Burkardt, der wuchtig zum 1:0 einköpfte. Danach war für Frankfurt alles fein. Die Hessen machten das Spiel, hatten mit Mario Götze einen guten Lenker und in Ebnoutalib einen ständigen Unruheherd.
Augsburg, das auf seinen angeschlagenen Senkrechtstarter Anton Kade verzichten musste, tauchte eigentlich nur einmal gefährlich vor dem Frankfurter Tor auf: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte Rieder einen Freistoß zentral aus 22 Metern noch knapp rechts vorbei (45.+1).
Eintracht-Keeper Atubolu hilft bei Augsburgs Führung mit
Aber in der Pause schien FCA-Trainer Manuel Baum etwas gezaubert zu haben. Innerhalb von Sekunden drehten die Gäste die Partie nämlich völlig. Zuerst köpfte Ibrahimovic bei einer Flanke von rechts Elias Baum so an, dass sich der Ball unhaltbar zum 1:1 ins Tor senkte. Und als die Eintracht noch dabei war, den Rückschlag zu verdauen, war der Ball schon wieder im Netz.
SGE-Torwart Noah Atubolu ließ einen Schussversuch von Ibrahimovic nach vorne abklatschen und Fellhauer rutschte den Ball über die Linie. Im Gegenzug kam Burkardt zwar gegen Finn Dahmen knapp zu spät (49.), aber die Eintracht war angeknockt. "Damit bricht uns das Spiel dann auch auseinander", gab Eintracht-Kapitän Robin Koch gegenüber der Sportschau zu. Augsburg spielte jetzt sehr routiniert, ruhig und wartete seine Chancen ab.
Augsburg gegen Leverkusen, Frankfurt im Rhein-Main-Derby
Als dann Claude-Maurice nach einem Konter mit einem schön gedrehten Schuss von hallblinks ins lange Eck auf 3:1 stellte, waren die bayerischen Schwaben endgültig oben auf. Mit gut sortierter Defensive sowie einer guten Balance aus Ballkontrolle und schnellen Angriffen spielten die Gäste die Partie runter - und setzten kurz vor Schluss mit dem Freistoß von Rieder aus 24 Metern oben rechts in den Winkel auch noch das absolut sehenswerte Sahnehäubchen auf einen starken Auftritt in Halbzeit zwei.
Die Topform von Tabellenführer FC Augsburg wird am nächsten Samstag (12.09.2026, 15.30 Uhr) von Bayer 04 Leverkusen geprüft. Frankfurt muss parallel im Rhein-Main-Derby aufpassen, nicht früh in der Saison auf die schiefe Bahn zu geraten.
Quelle: db