Ferien auf dem Bauernhof: Eschweger Kinder besuchen die Helden vom Feld

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Ferien auf dem Bauernhof: Eschweger Kinder besuchen die Helden vom Feld

Stand: 24.07.2026, 17:46 Uhr

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Erst wenige Wochen alt sind die Kälbchen im Stall von Landwirt Ramon Menthe. Die Kinder besuchten den Hof im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Eschwege.

Erst wenige Wochen alt sind die Kälbchen im Stall von Landwirt Ramon Menthe. Die Kinder besuchten den Hof im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Eschwege. © Margarethe Schädel/nh

Bauernhöfe in der Region gab es für die Kinder bei den Ferienspielen der Stadt Eschwege zu sehen. Mit dem Kreisbauernverband Werra-Meißner entdeckten sie viel.

Meinhard – Kälbchen streicheln, frische Kuhmilch trinken und Hühner aus der Hand füttern – das klingt nach Bauernhof-Idylle. Und genau diese konnten elf Kinder im Rahmen der Eschweger Ferienspiele erleben. Unter dem Motto „Held vom Feld“ besuchten die Kinder zusammen mit Margarethe Schädel vom Kreisbauernverband Werra-Meißner zwei Bauernhöfe in der Region. Ziel war es, das tägliche Leben von Landwirten kennenzulernen.

Zunächst ging es für die Kinder zusammen mit Margarethe Schädel vom Kreisbauernverband Werra-Meißner auf den Hof der Familie Menthe in Grebendorf. Der wird von Ramon und seinem Vater Christian bewirtschaftet. Ramon Menthe begrüßte die Gruppe herzlich und zeigte den Ankömmlingen zunächst den Hof. „Dabei erzählte er uns den Werdegang einer Milchkuh“, sagt Margarethe Schädel. „Angefangen im Bauch der Mutter, als Kälbchen über die verschiedenen Altersstationen, die Ramon bildlich als Kindergarten, Vorschule und Grundschule darstellte.“

Wer sich traute, konnte die Hühner von Ramon Menthe aus der Hand füttern.

Wer sich traute, konnte die Hühner von Ramon Menthe aus der Hand füttern. © Margarethe Schädel/nh

Absoluter Höhepunkt für die Kinder waren dann auch die frisch geborenen Kälbchen. Gerade einmal ein paar Wochen sind sie alt – und waren doch zutraulich. Die Kinder konnten den Jungtieren nahekommen und sie streicheln. Die Eltern der Kälber lernten sie beim anschließenden Besuch des großen Stalls kennen. Dort stehen die Milchkühe.

Hühner aus der Hand füttern

Außerdem befindet sich in dem Stall auch der Melkroboter, ein für die Kinder faszinierendes Gerät, das autonom die Kühe melkt. Nach dem Streicheln der Kälbchen wurde es spannend für die elf Kinder: Um zehn Uhr öffnete Ramon Menthe die Klappen von einem der mobilen Hühnerställe. Nachdem die Vögel auf die Wiese gerannt waren, bot der Landwirt den Kindern an, die Hühner von Hand zu füttern.

Auf dem Gutshof Jestädt von Philipp Wicke gruben die Kinder Kartoffeln auf dem Feld aus. Die Ernte durften sie mit nach Hause nehmen.

Auf dem Gutshof Jestädt von Philipp Wicke gruben die Kinder Kartoffeln auf dem Feld aus. Die Ernte durften sie mit nach Hause nehmen. © Margarethe Schädel/nh

„Alle Kinder waren so mutig und ließen die Hühner aus ihren Händen fressen“, sagt Margarethe Schädel. „Einige trauten sich sogar, ein Huhn auf den Arm zu nehmen.“ Nach diesem aufregenden Erlebnis gab es erst einmal einen Schluck frische Kuhmilch. „Die schmeckt super lecker und ganz anders als die Milch aus dem Supermarkt“, waren sich die Kinder einig. Und da sich der Sommer an diesem Tage von seiner kühleren Seite zeigte, spielten sich alle auf dem Spielplatz noch einmal warm, bevor das Mittagessen serviert wurde.

Kinder nehmen Ernte mit nach Hause

Die zweite Station des Tages war der Gutshof Jestädt von Philipp Wicke. Der erklärte den Kindern, was beim Kartoffelanbau zu beachten ist und wie dieser vonstattengeht. Doch da die Landwirtschaft ein praktischer Beruf ist, fiel der Theorieteil kurz aus – schnell ging es aufs Feld zu den Kartoffelpflanzen. Auf dem Kartoffelacker durfte sich jedes der Kinder eine Pflanze aussuchen, sie mit einer Harke ausgraben und die Ernte mit nach Hause nehmen. „Es war ein gelungener und schöner Tag, der trotz der kühleren Temperaturen allen Spaß gemacht hat“, resümiert Margarethe Schädel. (Marius Gogolla)