FC feiert Auftaktsieg gegen Hoffenheim: Dallingas Doppelpack sorgt für perfekten Kölner Start

Mit einem 3:2-Sieg gegen Hoffenheim hat der 1. FC Köln einen Saisoneinstand nach Maß gefeiert. Dabei drehte das Team von René Wagner mit viel Leidenschaft die Partie – und konnte sich auf einen Joker und seinen Torhüter verlassen.

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FC feiert Auftaktsieg gegen Hoffenheim: Dallingas Doppelpack sorgt für perfekten Kölner Start

FC feiert Auftaktsieg gegen Hoffenheim Dallingas Doppelpack sorgt für perfekten Kölner Start

Köln · Mit einem 3:2-Sieg gegen Hoffenheim hat der 1. FC Köln einen Saisoneinstand nach Maß gefeiert. Dabei drehte das Team von René Wagner mit viel Leidenschaft die Partie – und konnte sich auf einen Joker und seinen Torhüter verlassen.

29.08.2026 , 19:35 Uhr

Top-Joker: Mit einem Doppelpack führte Thijs Dallinga den FC zum Sieg gegen Hoffenheim.

Top-Joker: Mit einem Doppelpack führte Thijs Dallinga den FC zum Sieg gegen Hoffenheim.

Foto: Federico Gambarini/dpa/Federico Gambarini

Wahrscheinlich ist das erste Spiel einer Saison aus Trainersicht das einfachste überhaupt in der Ansprache zuvor. Zusatzmotivation hat wohl kein Spieler nötig, der nach wochenlanger, mitunter quälender Vorbereitung den Rasen betritt, um bei der Premiere als Protagonist zu wirken. „Ich glaube, wenn einer von den Jungs nicht heiß wäre auf das erste Spiel, dann hätte er seinen Job verfehlt“, sagte also René Wagner, der Trainer des 1. FC Köln, vor der Partie gegen die TSG Hoffenheim. In all der Aufregung und Vorfreude auch vor seinem Debüt als Cheftrainer in der Bundesliga schob er hinterher: „Wir haben eine riesige Chance, das Spiel zu gewinnen.“

Und diese Chance nutzten die Kölner, die nach zweimaligem Rückstand die Hoffenheimer mit 3:2 (0:1) niederrangen und dabei viel Kampf und Leidenschaft anboten. Und einen Joker, der sofort zur Stelle war. Mit seinem Doppelpack sicherte Neuzugang Thijs Dallinga dem FC die ersten drei Punkte der Saison. Am Ende waren die verdient für den FC, der nie aufsteckte und große Moral bewies.

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Der 1. FC Köln feiert mit Sieg gegen Hoffenheim einen Einstand nach Maß

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Nur eine Veränderung in der Startelf

Lediglich eine Veränderung nahm Wagner vor gegenüber dem Pokalspiel in Würzburg (2:1): Neuzugang Paul Okon-Engstler ersetzte Marius Bülter, dessen offensive Position in der Mittelfeld-Dreierkette Isak Johannesson übernahm. Okon-Engstler rückte für den Isländer, der zentral hinter Mittelstürmer Ragnar Ache zum Einsatz kam, ins defensive Mittelfeld.

Köln war anzusehen, dass sie der erwarteten Intensität der Gäste mit eben solcher begegnen wollten. Und die Wagner-Elf suchte den Weg in die Offensive. Nach einem schnellen Angriff betätigte sich Said El Mala als Balldieb gegen Bernardo und scheiterte von links aus spitzem Winkel an Nationaltorhüter Oliver Baumann (5.). Zielführender wäre wohl gewesen, der Jungstar hätte den mitgelaufenen Ache in der Mitte angespielt. Kurz darauf wieder Gefahr im TSG-Strafraum, doch der Schuss von Tom Krauß aus kurzer Distanz nach einer Flanke von Johannesson wurde gerade noch geblockt (8.). Der Europa-League-Teilnehmer aus dem Kraichgau wirkte etwas träge zu Beginn, die Kölner zeigten sich aggressiver und mit mehr Zug zum Tor.

Kölner mit starkem Start

Es taten sich einige Räume auf, die Kölner fanden sie. Die bis dato uninspirierten Gäste suchten ihre Rolle in diesem Duell. Und fanden nach einem langen Ball von Baumann Adam Hlozek, dessen Schuss knapp am linken Pfosten vorbei streifte (22.). Immer wieder kam die TSG nun zu Freistößen, ein Ball nach dem anderen segelte Richtung Kölner Kasten. Und dann war die Anfangseuphorie abrupt beendet. Entsetzen machte sich breit in Müngersdorf, als ein erneuter Freistoß der Gäste nicht resolut geklärt wurde und Adam Daghim mit einem harmlos wirkenden, aber sehr platzierten Schuss ins untere rechte Eck traf (27.). FC-Torhüter Marvin Schwäbe reagierte merkwürdig spät – vielleicht war ihm die Sicht versperrt.

Hoffenheim nutzte die Gunst des Augenblicks und ließ das Wagner-Team kaum noch zur Entfaltung kommen. Nervosität schlich sich ein beim FC, einige Ballverluste. Ein geeignetes Aufbauspiel kam so nicht zustande. Die Wege zum TSG-Tor wurden zu lang. Doch plötzlich wurde es laut im lange stillen Müngersdorf. Ein erstaunlicher Rückpass von Leon Avdullahu erreichte nicht wie geplant Baumann, sondern Said El Mala. Der Stürmer jedoch ließ die Großchance fahrlässig liegen, scheiterte aus kurzer Distanz an dem TSG-Keeper (40.). Viel mehr hatte Köln nach dem Schock durch den Gegentreffer nicht mehr zu bieten bis zur Pause, in der es leise Pfiffe von den Rängen gab.

El Mala trifft zum Ausgleich

Gut erholt zeigten sich die Kölner nach dem Wechsel, legten gleich den Vorwärtsgang ein – und wurden belohnt. Nach einem Pass von Johannesson zündete El Mala den Turbo, umkurvte Gegenspieler Albian Hajdari im Strafraum und schloss trocken ab (51.) – der Ball war allerdings noch abgefälscht von Bernardo, sonst wäre er wohl vorbeigeflogen. Köln wollte mehr, doch Jahmai Simpson-Pusey erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst. Sein unnötiges Foul an Bambasé Conté im Strafraum zog einen berechtigten Elfmeter nach sich. Doch Schwäbe zeigte gegen den recht platzierten Schuss von Max Moerstedt seine ganze Klasse auf der Linie (57.) – das Stadion explodierte. Keine drei Minuten später war es erneut der Kölner Schlussmann, der bei einem erneuten Versuch des freistehenden Moerstedt seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte (60.).

Nun entwickelte sich ein wildes Spiel mit Szenen vor beiden Toren. El Mala scheiterte an Baumann (63.). Und fasst sich danach an den Oberschenkel – erneut ein Krampf (er musste später ausgewechselt werden)? Köln hielt das Tempo hoch, ein Kopfball von Luka Lochoshvili nach einer Ecke zischte hauchdünn am Pfosten vorbei (64.). Der Gegner machte es besser – ebenfalls nach einer Ecke. Ozan Kabak schraubte sich unbedrängt vom eingewechselten Ellyes Skhiri in die Kölner Luft und überwand Schwäbe per Kopf (67.). Der erneute Rückschlag. Doch Köln zeigte sich rasch erholt. Es war einer starken Co-Produktion zweier eingewechselter Spieler zu verdanken, dass der FC schnell wieder zurückfand in die Partie. Linton Maina sprintete über links grußlos auf und davon, ein genauer Querpass, und in der Mitte bewies Thijs Dallinga seine Joker-Qualitäten – 2:2 (72.).

Dallinga erinnert an Modeste

Es war nun ein offenes Duell, Abwarten stand für Köln nicht zur Debatte. Zunächst vergab Tom Krauß eine – wie es so schön heißt – Hundertprozentige (81.), ehe Dallinga das Stadion zum Beben brachte mit seinem zweiten Treffer durch einen trockenen Flachschuss (82.). Was für ein Einstand des Niederländers, der an einen großen FC-Spieler erinnerte. Auch Anthony Modeste trug die Rückennummer 27. Zwar mussten die Kölner noch einige bange Minuten überstehen. Dann aber durfte Müngersdorf jubeln. Einstand geglückt.