Rapid erfüllt die Pflicht: Sieg gegen Santa Coloma mit Debüttoren
Auf über 1.000 Höhenmetern, in der höchstgelegenen Hauptstadt Europas, startete Rapid in die Saison. Die Absturzgefahr war in Andorra bei 32 Grad durchaus gegeben: Auf dem Kunstrasen von Santa Coloma war die O...
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Auf über 1.000 Höhenmetern, in der höchstgelegenen Hauptstadt Europas, startete Rapid in die Saison. Die Absturzgefahr war in Andorra bei 32 Grad durchaus gegeben: Auf dem Kunstrasen von Santa Coloma war die Offensive nicht effizient und die Defensive nachlässig.
Am Ende bejubelten die 350 mitgereisten Fans bei 32 Grad einen 3:1-Sieg im Hinspiel der zweiten Quali-Runde zur Europa League.
Rapid hatte wie im Test gegen den HSV (3:2) mit einer sehr offensiven Aufstellung einen aggressiven Start hingelegt, diesmal aber nicht getroffen – obwohl es genug Chancen gab. Kara (3.) und Wurmbrand (5.) waren im Strafraum zu zögerlich.
Nahe war das 1:0 nach einem Lupfer vor das Tor, aber die Kugel wurde von uneinigen Rapidlern vertändelt (11.). Yusuf Demir kam gleich doppelt zum Schuss – geblockt (13.).
Intensität weg
Die erste Rapid-Viertelstunde der Saison war an sich gut, aber – wie so oft in der Vergangenheit – nicht effizient.
Dann verloren die Gäste am langsamen Kunstrasen an Intensität. Prompt zeigte Santa Coloma, warum 2025 Banja Luka (4:1) und Polissya aus der Ukraine (2:1) besiegt worden waren. Der Einfluss des spanischen Stils war zu sehen, nach einer schönen Kombination verpasste Gomez den Stanglpass (29.).
Neuzugang Adamsen gab den Freigeist hinter Kara, in Minute 34 schoss der Däne knapp daneben. Nach der Pause eroberte Amane das Spielgerät, den Heber von Kara konnte der mexikanische Goalie Alcaraz halten (47.).
Perfekt kam ein Eckball von Demir. Serge-Philippe Raux-Yao streckte seine 197 Zentimeter Körpergröße in die Luft und köpfelte präzise ins lange Eck (50.).
Die verdiente Führung währte aber nicht lange. Niklas Hedl verpasste nach einem langen Pass den Moment, um einzuschreiten. Predrag Munoz konnte ins kurze Eck, vorbei am Goalie, zum 1:1 einschieben (54.).

Rapid-Stürmer Tonni Adamsen
Demirs erstes Tor 2026
Noch schneller fiel der nächste Treffer. Nach einem Doppelpass mit Seidl zog Yusuf Demir in die Mitte. Nach einem Haken traf der Techniker in Minute 56 flach zu seinem ersten Tor seit der neuerlichen Rückkehr im Februar zum Stammverein – 1:2.
Adamsen scheiterte an Alcaraz und der nahen Vorentscheidung (61.). Souverän war der Favorit aber weiter nicht, Hedl musste das 2:2 verhindern (66.).
Rapid-Trainer Hoff Thorup brachte drei frische Kräfte, aber anders als geplant ging es hin und her: Bei Demir war es ganz knapp, bei Mihailov und Munoz ebenso. Seidl traf die Latte (75.).
In Minute 89 fiel nach einer schönen Kombination das 3:1 doch: Auch Moulaye Haidara traf erstmals.
Nach dem Cup am Sonntag gegen Wienerberg folgt das Rückspiel am Mittwoch in Hütteldorf.
Beim möglichen nächsten Gegner ist eine Überraschung denkbar: Paide gewann das Hinspiel in Estland gegen Favorit Zire aus Aserbaidschan mit 1:0.
kurier.at, AHu | 23.07.2026, 20:52 | Aktualisiert vor 14 Minuten