Eine einzige Zahl zeigt: Die Kohle hat ihren Kampf gegen Erneuerbare verloren
Ein neuer IEA-Bericht zeigt: Erstmals erzeugen Sonne, Wind, Wasser und Biomasse weltweit mehr Strom als Kohlekraftwerke – ein historischer Umbruch. Doch eine Technologie überholt dabei sogar alle anderen – und wächst rasanter als gedacht
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Grünes Wissen :
Eine einzige Zahl zeigt: Die Kohle hat ihren Kampf gegen die Erneuerbaren verloren
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29.08.2026
Solarenergie ist weltweit auf dem Vormarsch!
Foto: Gregory Plesse/Getty Images
Ursprünglich wurde die „Internationale Energie-Agentur“ (IEA) als Reaktion auf die Ölkrise der 1970er-Jahre gegründet. Ihr ursprünglicher Zweck war es, die Ölversorgung der Mitgliedsländer bei künftigen Krisen besser zu koordinieren. Jetzt hat die IEA einen Bericht veröffentlicht, nach dem die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in diesem Jahr um mehr als acht Prozent wachsen wird: Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse wird seinen Anteil an der weltweiten Erzeugung auf 37 Prozent steigern – und damit erstmals mehr Strom erzeugen als die Kohlekraftwerke.
Photovoltaik auf der Überholspur
Besonders rasant wächst die Photovoltaik, die in diesem Jahr der IEA-Prognose zufolge die Windenergie überholen wird. Größte erneuerbare Stromquelle bleibt aber die Wasserkraft, die wegen ihrer großen Dämme auch die umstrittenste ist, weil sie Biotope zerstört. Die Internationale Energie-Agentur prognostiziert zudem, dass die weltweite Stromnachfrage in diesem Jahr schneller wachsen wird als im Vorjahr: 2025 legte die Nachfrage nach Elektrizität um 3 Prozent zu, in diesem Jahr werden es voraussichtlich 3,6 Prozent sein.
Besonders groß ist der Stromhunger in Asien: In China sorgen immer mehr Elektroautos, Wärmepumpen und Co. für ein Plus von 5,5 Prozent, in Indien erwartet die IEA sogar 7 Prozent mehr Stromnachfrage. In der Europäischen Union erwartet die IEA in diesem Jahr immerhin ein Plus von gut 2 Prozent.
Auch in der Bundesrepublik legte die installierte Photovoltaik-Leistung kräftig zu: Nach Erhebung der Bundesnetzagentur war der Juli der bisher zubaustärkste Einzelmonat des laufenden Jahres. In den ersten sieben Monaten von Januar bis Juli 2026 summiert sich der Zubau auf knapp 9.620 Megawatt; die gesamte in Deutschland installierte Photovoltaik-Leistung stieg damit auf rund 127.400 Megawatt.
Bis zum Jahr 2030 wurde von der Regierung als gesetzliches Ausbauziel 215.000Megawatt festgelegt. Allerdings fürchten Experten, dass der diesjährige Boom lediglich ein Vorgriff auf die Flaute im kommenden Jahr werden könnte: Die Regierung will von Januar an keine Einspeisevergütung mehr zahlen, weshalb viele Interessenten ihre Investition auf dieses Jahr vorziehen.
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