Demo gegen Geburtshilfe-Schließung: 200 Menschen erwartet

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Demo gegen Geburtshilfe-Schließung: 200 Menschen erwartet

Stand: 24.07.2026, 06:03 Uhr

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Ein Schild weist den Weg zu einem Krankenhaus. (zu dpa: „Protestdemo gegen Schließung von Klinik-Abteilungen geplant“)

Auf dem Parkplatz vor der Asklepios Klinik Schwalmstadt soll heute eine Demonstration gegen die Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie stattfinden. © Soeren Stache/dpa

Eine Schwalmstädterin organisiert eine Kundgebung gegen die Schließung der Geburtshilfe in der Asklepios-Klinik. Die Demonstration findet am heutigen Freitag (24. Juli) statt.

Schwalmstadt – Totales Entsetzen und Unverständnis über die Entscheidung zur Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie in der Asklepios-Klinik in Schwalmstadt sind auch bei Ariane Prösch-Roppel die vorherrschenden Gefühle, wie sie der Redaktion berichtet.

Aus diesem Grund habe sie sich kurzfristig entschlossen, eine Kundgebung, als stationäre Form eine Demonstration, zu veranstalten. Gesagt, getan.

Kundgebung findet auf Krankenhaus-Parkplatz statt

Im Handumdrehen erstellte sie ein Plakat, welches sich über soziale Medien und Whatsapp fast wie ein Lauffeuer verbreitete.

Nach einem gemeinsamen Gespräch mit Stadt, Polizei, Ordnungsamt und Asklepios steht fest: Die Kundgebung darf wie geplant am heutigen Freitag, 24. Juli, von 15 bis 16.30 Uhr auf dem Parkplatz vor der Klinik stattfinden.

Dafür soll etwa ein Drittel der Parkfläche abgesperrt und zur Verfügung gestellt werden. „Das ist eine gute Alternative, denn so wird auch kein Verkehr behindert“, erklärt die Initiatorin.

150 bis 200 Menschen werden erwartet

Was zunächst aus einem Impuls heraus entstand, erhält bereits jetzt große Rückendeckung. „Wir rechnen derzeit mit 150 bis 200 Menschen“, sagt Prösch-Roppel.

Besonders wichtig ist ihr, dass die Veranstaltung friedlich abläuft, der Lärm so gering wie möglich gehalten wird, und nicht von Parteien als Präsentationsplattform genutzt wird.

„An diesem Tag geht es nicht um Parteizugehörigkeiten. Es geht darum, Sichtbarkeit für diesen Missstand zu schaffen und Solidarität mit den Angestellten zu zeigen, die von der Schließung betroffen sind“, so die Schwalmstädterin weiter.

Schließung ist ein Schlag für Mitarbeitende und Mütter

Es sei enorm, was werdenden Müttern künftig abverlangt werde mit den weiten Fahrtstrecken bis zur nächsten Geburtsstation. Die Schließung sei ein Schlag für die Mitarbeitenden und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum.

Wichtig für Teilnehmende: Die Verwendung von Trillerpfeifen, Signal- und Drucklufthörnern und Sirenen ist laut Auskunft der Stadtverwaltung untersagt.

Geparkt werden sollte außerhalb des Klinikgeländes auf offiziellen Parkplätzen, zum Beispiel im Schützenwald oder an der Carl-Bantzer-Schule, Fünftenweg 30. Die Organisatorin bittet darum, nicht kreuz und quer zu parken und die Zufahrtswege zum Krankenhaus stets freizuhalten.

Polizei und Ordnungsamt werden zum Schutz der Versammlung vor Ort sein und zudem gewährleisten, dass es durch die Versammlung zu keinerlei Einschränkungen im Krankenhausbetrieb kommt.