Bundesliga-Rückschau: Bayern ist jetzt Elversberg-Jäger

Zweijährige kennen das noch gar nicht: Erstmals nach 67 Spieltagen heißt der Tabellenführer nicht Bayern München. Alles Wichtige zum 2. Spieltag 7. September 2026, 7:26 Uhr ...

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Bundesliga-Rückschau: Bayern ist jetzt Elversberg-Jäger

Zweijährige kennen das noch gar nicht: Erstmals nach 67 Spieltagen heißt der Tabellenführer nicht Bayern München. Alles Wichtige zum 2. Spieltag

7. September 2026, 7:26 Uhr

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Bundesliga-Rückschau: Die Bundesliga kriegt eine (wahrscheinlich) kurze Pause von der Bayerndominanz.
Die Bundesliga kriegt eine (wahrscheinlich) kurze Pause von der Bayerndominanz. © Alex Grimm/​Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Mönchengladbach gegen Elversberg. Zweiter Sieg im zweiten Spiel – die SV Elversberg hat weiterhin in ihrer 119‑jährigen Vereinsgeschichte kein Bundesligaspiel verloren. Noch nicht mal ein Unentschieden musste sie hinnehmen. Sie gewann immer. Gegen Gladbach ließ sie sich auch von einer Ungerechtigkeit nicht aufhalten: Vor Gladbachs 2:1 hätten eigentlich die Elversberger den Einwurf bekommen müssen, den Tim Kleindienst schnell ausführte. Weil er sich (zu Recht) sehr darüber aufregte, bekam Elversbergs Trainer Vincent Wagner auch noch die Rote Karte. Er sah von der Pressetribüne aus, wie seine Mannschaft ein 1:3 in ein 4:3 drehte. Kleindienst, der nach dem 0:3 in Leipzig von »Kindergartenfußball« gesprochen hatte, sprach diesmal von der »größten Gülle«. Elversberg empfängt nächstes Wochenende die Bayern, die zwei Plätze hinter den Saarländern liegen (dazu unten mehr).

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hamburg gegen Mainz. Es wurde ein desaströser Heimspielauftakt für alle HSV-Fans. Unglaublich, wie einfach es ist, gegen diese Hamburger Tore zu schießen. Der BVB muss sich fragen, wie er vergangene Woche nur auf zwei kam. Das erste Mainzer Tor bereitete der HSV-Kapitän Nicolai Remberg mit einem unerklärlichen Fehlpass vor. Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet der Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer, der seine Zeit in Hamburg wohl nicht in guter Erinnerung hat, denn nach seinem Treffer machte er den Knierutscher vor der Heimkurve und hielt sich die Hände an die Ohren. Nach zwei Spielen hat der HSV ein Torverhältnis von 0:7 und ist Letzter. Er ist der Friedrich Merz der Bundesliga: Noch ist er in der ersten Liga, man fragt sich jedoch, wie lange noch.

Wer stand im Blickpunkt?

Der Rekordtorwart Oliver Baumann. Allerdings ist es ein Rekord, über den sich Baumann wohl eher nicht freuen wird: Er hat seit dem 2:3 gegen den BVB mehr Gegentore in der Bundesliga kassiert als jeder andere. 830 Mal hat er in seiner Bundesligakarriere den Ball aus dem Netz geholt, einmal öfter als der bisherige Gegentorrekordtorwart Eike Immel. Dazu muss man sagen, dass Baumann aber auch die viertmeisten Bundesligaspiele aller Torhüter gemacht und nie für einen Topklub gespielt hat.