Angriffe im Schwarzen Meer: Russland baut neue Drohnen-Truppen auf
StartseitePolitikStand: 27.07.2026, 13:13 UhrKommentareUns auf Google folgenRussland stellt neue Drohnenregimenter zum Schutz seiner Marine auf. Die erste Einheit startet am 1. Juli 2026 bei der Nordflotte.Mosk...
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Stand: 27.07.2026, 13:13 Uhr
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Russland stellt neue Drohnenregimenter zum Schutz seiner Marine auf. Die erste Einheit startet am 1. Juli 2026 bei der Nordflotte.
Moskau – Russland baut neue Drohnenregimenter für seine Marine auf. Die erste Einheit für unbemannte Systeme nahm Anfang Juli bei der Nordflotte ihren Dienst auf. Weitere Regimenter sollen folgen. Nach Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW) reagiert Moskau damit auch auf ukrainische Angriffe gegen russische Schiffe und Häfen im Schwarzen und Asowschen Meer.
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Der russische Marinechef Alexander Moissejew erklärte dem Bericht zufolge am Sonntag (26. Juli), das erste Regiment sei am 1. Juli 2026 innerhalb der Nordflotte gegründet worden. Noch in diesem Jahr sollen dort weitere Einheiten entstehen. Für 2027 plant die Marine laut Moissejew eine vergleichbare Struktur bei der Pazifikflotte.

Die Regimenter sollen Drohnen und andere unbemannte Systeme einsetzen. Wie viele Soldaten und Geräte zu einer solchen Einheit gehören, geht aus den Angaben nicht hervor. Auch konkrete Aufgaben nannte Moissejew nicht. Das ISW hält den Schutz russischer Flottenstützpunkte, Häfen und Schiffe jedoch für einen wichtigen Zweck der neuen Verbände.
Ukraine greift russische Schiffe und Häfen an
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Marineziele im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer verstärkt. Dabei kommen unter anderem unbemannte Boote und Drohnen zum Einsatz. Russland versucht seit Längerem, seine Schiffe vor solchen Attacken zu schützen.
Moskau ließ Einheiten verlegen und auf mehrere Standorte verteilen. An einigen Anlagen wurden Schutznetze gegen Drohnen installiert. Mobile Abwehrgruppen und Patrouillenflüge sollen Angriffe früh erkennen oder abfangen. Ohne durchschlagenden Erfolg. Nach Einschätzung des ISW konnte sich die russische Seite bislang nur begrenzt an die ukrainischen Angriffe anpassen.
Die neuen Marine-Regimenter gehören offenbar nicht zu den bereits bestehenden russischen Truppen für unbemannte Systeme. Russland begann 2024 damit, diese Kräfte in einer eigenen Organisationsstruktur zusammenzufassen. Deren Einheiten unterstützen bislang vor allem die russischen Bodentruppen im Krieg gegen die Ukraine.
Die jetzt angekündigten Verbände sollen dagegen direkt der Marine unterstellt werden. Das deutet darauf hin, dass unbemannte Systeme künftig fester in die verschiedenen Teilstreitkräfte eingebaut werden sollen.
Marine kündigt weitere neue Schiffe an
Moissejew nutzte seine Erklärung auch für einen Überblick über den Ausbau der Flotte. Nach seinen Angaben hat die russische Marine 2026 bislang 20 Schiffe, kleinere Wasserfahrzeuge und Boote übernommen. Bis zum Jahresende sollen 21 weitere hinzukommen.
Darunter befinde sich das erste atomgetriebene U-Boot, das mit dem Hyperschall-Raketensystem Zirkon bewaffnet werden soll. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Auch Kremlchef Wladimir Putin hob am russischen Tag der Marine deren militärische Bedeutung hervor.
Die Flotte trage zur Umsetzung der russischen Kriegsziele in der Ukraine bei, sagte Putin. Zugleich verband er seinen Auftritt mit russischen Gebiets- und Sicherheitsansprüchen in der Arktis, entlang der Nordostpassage und rund um die Exklave Kaliningrad. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen den von Putin befohlenen Angriffskrieg. Quellen: ISW, nif/red