41 Mitarbeiterwohnungen am Reha-Zentrum Isarwinkel genehmigt

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41 Mitarbeiterwohnungen am Reha-Zentrum Isarwinkel genehmigt

Stand: 24.07.2026, 06:31 Uhr

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41 Appartements in zwei miteinander verbundenen vierstöckigen Gebäuden sollen „hinter“ dem ehemaligen Städtischen  Krankenhaus in Bad Tölz entstehen. Dazu kommen ein Gemeinschaftsraum auf dem Dach und eine Tiefgarage mit 27 Plätzen.

41 Appartements in zwei vierstöckigen Gebäuden sollen hinter dem ehemaligen städtischen Krankenhaus entstehen. Dazu kommen ein Gemeinschaftsraum auf dem Dach und eine Tiefgarage mit 27 Plätzen. © Repro: KARL BOCK

Der Tölzer Bauausschuss hat ein Wohnbauprojekt für das Reha-Zentrum Isarwinkel einstimmig genehmigt. Bis zum Baustart wird es aber wohl noch dauern.

Bad Tölz – Zum wiederholten Mal befasste sich der Tölzer Bauausschuss am Dienstag mit einem Wohnbauprojekt der CIPP-GmbH im Bereich des ehemaligen Städtischen Krankenhauses südlich der Tölzer Osterleite. Für das dortige Reha-Zentrum Isarwinkel von Dr. Arnold Torhorst und seiner Tochter Eva-Marie Torhorst sollen Mitarbeiterwohnungen entstehen. Genau geht es um 41 geförderte Appartements, zwei frei finanzierte Wohnungen, einen Gemeinschaftsraum, Verwaltungsräume sowie eine Tiefgarage.

Förderzusage des Freistaats steht noch aus

Trotz aktuell noch fehlender Unterlagen zur Entwässerung stimmte der Ausschuss dem Projekt einstimmig zu, über das letztlich aber wie immer das Landratsamt entscheiden muss. Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, braucht man neben der Baugenehmigung noch die Förderzusage des Freistaats. Es dürfte also noch einige Monate dauern, ehe das Großprojekt an der Krankenhausstraße in Angriff genommen werden kann.

Anfangs geplante Lage verzögerte das Bauprojekt

Vor allem die Lage am Hang ist es, die in der Vergangenheit für Verzögerungen gesorgt hat. Schon 1999 wollte die ReAL GmbH dort bauen. Wegen des massiven Eingriffs in den natürlichen und bewaldeten Hang lehnte das die Stadt aber ab. Erst im Oktober 2025 wurde schließlich dem Vorbescheidsantrag zugestimmt, nachdem der Baukörper deutlich nach Westen gerückt worden war. Am Dienstag lag nun der offizielle Bauantrag vor, der im Vergleich zum Vorbescheid einige Änderungen aufweist, wie Stadtbaumeister Florian Ernst dem Gremium erläuterte.

Tiefgarage mit 27 Stellplätzen

Die beiden miteinander verbundenen Gebäude enthalten nun keine gewerbliche Küche mehr für das danebenliegende „Kesselhaus“, nur noch zwei Büros und auch keinen großen Gemeinschaftsraum mehr. Der „wandert“ nach oben aufs begrünte Dachgeschoss, das aber etwas zurückgesetzt ist und nicht die ganze Dachfläche einnimmt. Neben den 41 staatlich geförderten Appartements mit 30-jähriger „Nutzungsbindung“ gibt es noch zwei frei finanzierte Wohnungen, die Zahl der notwendigen Stellplätze in der Tiefgarage wächst dadurch von 25 auf 27. Dazu kommen 68 Fahrradabstellplätze, wie sie die städtische Satzung vorsieht, und 46 oberirdische Auto-Stellplätze.

Gebäude ist niedriger als denkmalgeschütztes Krankenhaus

Als erfreulich wertete Ernst, dass das vierstöckige Gebäude an sich niedriger geworden ist, da man die Raumhöhen auf 2,50 Meter reduziert hat. Es wird nun 11,95 Meter hoch. Der Teil mit dem Gemeinschaftsraum ist knapp über 15 Meter hoch und damit niedriger als das ehemalige unter Denkmalschutz stehende Krankenhausgebäude. Nicht anfreunden mochte sich Ernst dagegen mit einer auf der südlichen Fassade vorgesehenen „Werbeanlage“ in Form der Aufschrift „ReAL GmbH“.

ReAL-Verbund hat rund 350 Mitarbeitende

Zweiter Bürgermeister Michael Lindmair (FWG), der die Sitzung in Vertretung von Rathauschef Ingo Mehner (CSU) leitete, lobte den „engen Austausch der Bauwerberin mit dem Stadtbauamt“. Auch den Gemeinschaftsraum auf dem Dach empfand er als Verbesserung.

Der ReAL-Verbund ist ein familiengeführtes Unternehmen und bietet eigenen Angaben zufolge seit 1995 Inklusionsleistungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und sozialen Einschränkungen. Die Zahl der Mitarbeiter wird mit 350 angegeben. Neben dem Hauptgebäude an der Krankenhausstraße verfügt das Unternehmen, das im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bestehen feierte, auch noch über mehrere Gebäude im Tölzer Badeteil.