Fabregas klatscht Applaus bei Comos Sieg gegen Leipzig
Debüt geglückt. Como 1907 hat bei seinem ersten Spiel in der Fußball-Champions-League ein starkes Spiel gezeigt und auch in der Höhe zurecht mit 4:1(2:0) gegen RB Leipzig gewonnen. Die Italiener dominierten den Bundesligisten am Donnerstagabend über weite Strecken und machten Trainer Cesc Fabregas sichtbar glücklich.
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Erster Erfolg in Champions League Fabregas klatscht Applaus bei Comos Sieg gegen Leipzig
Stand: 10.09.2026 • 22:56 Uhr
Debüt geglückt. Como 1907 hat bei seinem ersten Spiel in der Fußball-Champions-League ein starkes Spiel gezeigt und auch in der Höhe zurecht mit 4:1(2:0) gegen RB Leipzig gewonnen. Die Italiener dominierten den Bundesligisten am Donnerstagabend über weite Strecken und machten Trainer Cesc Fabregas sichtbar glücklich.
Applaus gab es von Trainer Fabregas im ausverkauften Stadio Giuseppe Sinigaglia in Como schon nach wenigen Minuten. Früh zeigten die Gastgeber ihren Spielwitz und ihre technische Klasse, wohingegen RB einen gebrauchten Abend erwischte. Martin Baturina traf nach 15. Minuten, ehe Anastasios Douvikas (38. Minute) und Assane Diaos (54.) auf 3:0 erhöhten. Andrija Maksimovic (58.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschluss, Maximo Perone in den Schlussminuten dann den 4:1-Endstand (90.).
"Es fühlt sich echt kacke an. Es war überall einen Ticken zu wenig", munierte RB-Kapitän David Raum nach der Partie bei DAZN. Nach der jüngsten Liga-Niederlage gegen Bremen (1:3) bekamen die Sachsen in Como sogar einen Gegentreffer mehr, das gilt es aufzuarbeiten: "Das waren zu viele Tore in den letzten Tagen, vor allem für mich als Abwehrspieler." Am 2. Spieltag reist PSV Eindhoven nach Leipzig, die sich bei ihrem Auftakt mit 1:1 von Schachtar Donezk trennten.
Baturina mit erstem CL-Treffer der Vereinsgeschichte
Von Beginn an lief RB Leipzig dem CL-Debütanten etwas hinterher, wie auch Willi Orban nach nicht mal zwei Minuten. Im Zweikampf mit Alex Valle sah der Innenverteidiger die Gelbe Karte - eine frühe Hypothek für die RB-Defensive. Der erste Abschluss gehörte trotzdem den Leipzigern, Nusas Schuss ging aber zu zentral aufs Tor. Anders sah das bei Comos ersten Offensivbemühungen aus.
Cesc Fabregas honorierte die Leistung seines Teams früh mit Applaus
Nach Ballgewinn fand Baturina Douvikas im Sechszehner, der Grieche scheiterte aber am glänzend parierenden Maarten Vandevoordt, der auch den Nachschuss entschärfte (13.). Danach ging jedoch die Fahne des Assistenten hoch. Zwei Minuten später blieb sie dann unten, als dieses Mal Douvikas für Baturina vorlegte. In der Mitte schafft es Ridle Baku nicht die Hereingabe zu klären, sodass der Kroate das erste Königsklassentor der Vereinsgeschichte erzielte.
Leipzig findet kein Mittel gegen Comos Spielwitz
Nusa hatte mit dem Wiederanpfiff die Chance auf den direkten Ausgleich, Jean Butez parierte jedoch sicher. Danach drängte Como auf den zweiten Treffer, nutzte immer wieder steile Pässe in die Tiefe und stellte RB vor schein unlösbare Aufgaben. Die nächste Chance erspielte sich allerdings der Bundesligist. Der junge Maksimovic prüfte Butez mit einem schönen Schlenzer in die rechte Ecke (35.).
Der Torwart parierte jedoch ohne Probleme, genau wie beim nachsetzenden Kopfball von Marc Guiu. Dann schlug das Momentum wieder um und plötzlich lief Douvikas alleine auf das Leipziger Tor zu. Der Grieche schüttelte Castello Lukeba im Zweikampf locker ab und traf zum 2:0 (38.). Die Leipziger spektulierten auf Abseits, was der etwas glücklos agierende Orban zuvor aber aufhob.
Diao zieht RB nach Wiederanpfiff den Stecker
Nach der Pause hätte der Ungar den Abend versöhnlicher gestalten können, denn nach einer Raum Flanke fehlten Orban nur Zentimeter für den Anchlusstreffer (48.). Die fehlende Kaltschnäuzigkeit rechte sich wie so oft im Sport nur sechs Minuten später. Die Italiener spielten einen perfekten Konter über die rechte Seite, wo Diao aus spitzem Winkel zum 3:0 traf. Danach schien RB völlig von der Rolle und Como hätte in der 57. Minute sogar das 4:0 erzielen müssen.
Zu oft einen Schritt zu spät: Comos Baturina behauptet den Ball gegen Leipzigs Baku
Vandevoordt verschätzte sich nach einer Hereingabe und sorgte für Verwirrung im Abwehrzentrum. Über Umwege landete der Ball bei Lucas Da Cunha, der aus elf Metern nur noch ins leere Tor einschieben musste, den Ball aber knapp verzog. Besser traf Maksimovic den Ball eine Minute später, als Como sich einen Fehler im Aufbau erlaubte und der Serbe das Spielgerät ins obere linke Eck drosch (58.).
Maksimovic nur noch mit Ergebniskosmetik
Danach wechselten beide Trainer viel durch, unter anderem kam der Ex-Herthaner Marc Oliver Kempf in Reihen der Gastgeber zu seinen ersten Champions-League-Minuten. Unter der Rotation litt aber auch der Spielfluss, die Zuschauer sahen kaum mehr Chancen und RB Leipzig schien die Niederlage frühzeitig zu akzeptieren.
Baku hatte in der 81. Minute zwar noch die Chance auf den Anschluss, verzog seinen Abschluss jedoch, genau wie auf der anderen Seite Nico Paz seine Konterchance. Dafür machte es Perrone in der 90. Minute besser, als der Argentinier einen Konter mit dem Tor zum 4:1 vollendete. Nur Minuten später war der erste Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte für Como offiziell und wurde von den 11.000 Fans lautstark bejubelt.