Wunderschöner See in Niedersachsen erfüllt einen speziellen Zweck
StartseiteNiedersachsenStand: 26.07.2026, 06:01 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Eckertalsperre liegt auf der Grenze zweier Bundesländer – und bietet Natur und einen tollen Blick auf den Brocken. © Marcel ...
- 3 min read
Stand: 26.07.2026, 06:01 Uhr
Kommentare

Ein See im Süden Niedersachsens ist absolut einmalig. Und das nicht nur wegen seiner Schönheit oder dem besonderen Ausblick.
Gerade bei tollem Wetter ist es wohl eines der schönsten Gewässer in Niedersachsen. Die Eckertalsperre liegt eingebettet in die Wälder des Nationalparks Harz, unweit von Bad Harzburg – und zieht viele Wanderer, Naturfreunde und Ausflügler an. Was viele Besucher nicht wissen: Der malerische Stausee ist kein reines Freizeitgewässer, sondern ein technisches Herzstück der Wasserversorgung in der Region. Seit Jahrzehnten versorgt er Städte wie Goslar, Braunschweig und Wolfsburg mit weichem Trinkwasser – darunter auch das Volkswagenwerk.
Die Anlage ging 1943 in Betrieb und wird heute von den Harzwasserwerken betrieben, die auf ihrer Internetseite über den schönen See informieren. Sie dient nicht nur der Trinkwasserversorgung, sondern auch dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung und der Energieerzeugung. Zwei integrierte Wasserkraftwerke speisen jährlich rund 3,2 Millionen Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz ein. Auch die älteste Talsperre Deutschlands befindet sich in Niedersachsen.
Naturidyll und Wasserlieferant: Großer Stausee in Niedersachsen mit besonderem Doppelleben
Was die Eckertalsperre von anderen Stauseen unterscheidet, ist ihre besondere geografische und historische Lage: Sie erstreckt sich über die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Während der deutschen Teilung verlief die innerdeutsche Grenze mitten durch den Stauraum und über die Staumauer. Die DDR-Grenztruppen hatten die östliche Seite der Mauerkrone mit einer aufgesetzten Backsteinmauer und Stacheldraht abgeriegelt.
Erst nach dem Grundlagenvertrag von 1972 einigte sich eine deutsch-deutsche Grenzkommission im Jahr 1978 darauf, dass westdeutsche Kommunen die Talsperre weiterhin betreiben und nutzen durften. Christoph Donner, Technikchef der Harzwasserwerke, brachte es 2018 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Anlage in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf den Punkt: „Durch die Multifunktion der Talsperre ist sie kein Relikt aus vergangener Zeit, sondern auch heute noch ein wichtiges Element der Daseinsvorsorge.“
Naturjuwel im Harz erfüllt seit Jahrzehnten eine lebenswichtige Aufgabe – und ist beliebtes Ausflugsziel
Heute ist die Eckertalsperre längst auch ein beliebtes Ausflugsziel. Moosbedeckte Felsen, rauschende Bäche und ein freier Blick auf den Brocken machen die Umgebung zu einem attraktiven Wandergebiet. Gut ausgebaute Rundwege führen am Ufer entlang und durch den umgebenden Nationalpark Harz. Etwas weiter östlich befindet sich auch der Grand Canyon Norddeutschlands.
Jetzt kostenlos herunterladen

Im kostenlosen Ausflugsmagazin Heimatperlen stellen wir 28 schöne Ausflugsziele in Niedersachsen vor.
Laden Sie die Heimatperlen HIER herunter
Wer die Eckertalsperre besucht, findet in der näheren Umgebung noch weitere Ausflugsziele. In Bad Harzburg selbst lockt der Baumwipfelpfad auf dem Burgberg mit Aussichten über den Harz, während die Baumschwebebahn einen besonderen Weg hinauf bietet. Auch die Rabenklippe – ein markanter Felsvorsprung mit Blick über die Baumkronen – liegt direkt an der Talsperre und ist über gut ausgeschilderte Wanderwege erreichbar.