Heißer Kaffee und Wasser: das „Infantino-Menü“ bei der WM 2026 ist eine Frechheit
StartseiteSportFußballWM-Tagebuch: Einmal das „Infantino-Menü“Stand: 15.07.2026, 06:05 UhrKommentareUns auf Google folgenEs ist das Turnier der Gegensätze. Auf der einen Seite die Superlative, auf der anderen b...
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WM-Tagebuch: Einmal das „Infantino-Menü“
Stand: 15.07.2026, 06:05 Uhr
Es ist das Turnier der Gegensätze. Auf der einen Seite die Superlative, auf der anderen bizarrer Sparzwang. Daraus entwickelt sich ein Running Gag.
Dallas – Es bleibt dabei: Die Preisgestaltung der FIFA gleicht einer solchen Abzocke, dass dagegen selbst ein Sandwich am Flughafen oder Snacks aus der Hotel-Minibar günstig wirken. Für die meisten Fans ist es heutzutage kaum noch realisierbar, ein WM-Spiel zu besuchen, wenn sie nicht spontan im Lotto gewonnen oder unverhofft geerbt haben.

Mehrere Hundert oder sogar Tausende Euro für das Ticket, dazu kommen Hotelübernachtungen und Flüge. Sogar die Parkplätze vor dem Stadion kosten bis zu 200 Dollar. Was die meisten dabei aber vergessen: Auch wir Reporter müssen draufzahlen. Das steht natürlich in keinem Verhältnis zu den echten Problemen der Fans, nervt aber trotzdem.
FIFA serviert bei der WM das „Infantino-Menü“
Gab es in Pressebereichen früher einmal richtiges Essen oder wenigstens ein paar Snacks umsonst, kostet bei dieser WM selbst ein typischer Tankstellen-Wrap 15 Dollar. Immerhin eine Sache gibt es aber noch umsonst: Wasser und schwarzen Kaffee, an dem man sich traditionell die Zunge verbrennt, weil er gefühlt mit 500 Grad gebrüht wurde. Das hindert uns Reporter aber nicht daran, so viel wie möglich davon mit auf die Tribüne zu schleppen.
Und so hat sich der Witz eingebürgert, das „Infantino-Menü“ zu bestellen. Sie sehen es auf dem Foto in perfekter Ausführung auf meinem Laptop beim Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich (der Ticker zum Nachlesen). Besonders gut schmeckt der Kaffee zwar nicht, aber Sie kennen ja die Sprüche: Ein geschenkter Gaul … und man nimmt, was man kriegt.