HSV bremst Poulsen bewusst – und das hat einen Grund
Anzeige HSV „Wir entscheiden – nicht er“: Wohin führt Poulsens Spezial-Plan beim HSV? HSV-Stürmer Yussuf Poulsen kam ...
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„Wir entscheiden – nicht er“: Wohin führt Poulsens Spezial-Plan beim HSV?
Beim HSV wird Yussuf Poulsen behutsam aufgebaut. Das zeigte auch der Test gegen Heidenheim. Warum Trainer und Ärzte seine Einsatzzeit genau steuern – und was das für den Saisonstart bedeutet.
Auch kleine Schritte sollen bekanntlich ans Ziel führen. Im Fall von Yussuf Poulsen war es am Samstag ein minimaler Step nach vorn, was seine Spielzeit betrifft. Nachdem er beim 2:3 gegen Rapid Wien sieben Tage zuvor 33 Minuten auf dem Feld gestanden hatte, waren es zum Abschluss des Trainingslagers 34 Minuten gegen den 1. FC Heidenheim. Im zweiten HSV-Test in Österreich glänzte mit Patson Daka zwar ein anderer Stürmer, aber Poulsen liegt voll im Plan – für ihn ist ein spezieller ausgearbeitet worden.
Merlin Polzin ist generell sehr zufrieden mit den acht Tagen in den Alpen, und ganz konkret auch mit den erzielten Fortschritten bei Poulsen. „Es war eine sehr gute Woche. Yussi wollte mehr, auf jeden Fall“, sagte der HSV-Trainer nach dem Heidenheim-Test, an dem sein bisheriger Kapitän gut eine halbe Stunde lang als Startelfspieler mitgewirkt hatte.
Polzin spricht von „Agreement“ mit Poulsen
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Poulsens Kopf und Körper wären wohl bereit für noch mehr Minuten gewesen. „Aber wir haben ein gutes Agreement getroffen, dass wir entscheiden – und nicht er“, erklärte Polzin. Die Coaches und Ärzte legen in diesem Sommer ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit des 32-Jährigen, der in seiner ersten HSV-Saison verletzungs- und fitnessbedingt nur einmal der Anfangsformation angehört hatte.
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Immer wieder hatten Blessuren Poulsen zurückgeworfen – auch, weil er bisweilen zu schnell schon wieder zu viel wollte im Rehaprozess. Die HSV-Verantwortlichen vertrauten darauf, dass der Routinier seinen Körper nach so vielen Karrierejahren selbst wohl am besten kennt. Jetzt ist die Herangehensweise eine andere. Und Poulsen akzeptiert die Vorgaben.
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HSV-Stürmer hält sich an die Vorgaben der Ärzte
„Ich setze genau das um, was die Mediziner und Physios mir sagen“, hatte er bereits nach dem Test in Wien betont und lächelnd ergänzt: „Dieses Jahr darf ich nichts sagen. Ich tue einfach, was man mir sagt.“ So war es dann auch im Camp in Längenfeld, das aus Poulsens Sicht einen erfreulichen Verlauf nahm. „Yussi hat keinen Tag freigehabt, sondern die Woche durchtrainiert und sein Pensum erreicht“, berichtete Polzin vor dem Heimflug.
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Hinten heraus wurde Poulsens Belastung bei manchen Einheiten gesteuert, aber das ist man bei ihm gewohnt. Viel wichtiger: Es gab nach den vielen Verletzungen in der Vorsaison keine neuen Rückschläge. Im Volkspark weiß man, dass Zwangspausen, ob kürzer oder länger, bei Poulsen irgendwann erneut kommen werden. Doch es geht um Risikominderung, und Polzin konstatiert für den Moment: „Wir sind auf einem guten Weg, es hinzubekommen. Aber wir schauen von Woche zu Woche.“
Daka überzeugt – ein neuer Angreifer soll noch kommen
Bis zum Pflichtspielstart sind es jetzt noch ziemlich genau vier Wochen. Zu erwarten ist, dass Poulsen beim kommenden Testspiel gegen den FC Everton am Samstag (17 Uhr/Liveticker bei mopo.de) im Volkspark wieder ein paar mehr Minuten bekommen wird, vielleicht sogar schon eine ganze Halbzeit. Wie wichtig er als Taktgeber im Pressing und als Organisator des Spiels gegen den Ball ist, zeigten die bisherigen Auftritte des Sommers.
Gegen Rapid traf Poulsen selbst, gegen Heidenheim gehörte nun Neuzugang Daka die Show. Der Sambier brauchte nur 28 Minuten für drei Torbeteiligungen und steht für Intensität, Tempo und Tiefgang. Poulsen verkörpert andere, ebenfalls wichtige Attribute, auf die Polzin künftig deutlich seltener verzichten will als im ersten Jahr nach dem Aufstieg. Mindestens einen weiteren Stürmer will Claus Costa bis zum Ligastart noch verpflichten.
Poulsen ist in der Kaderplanung für den Angriff, wo auch noch Otto Stange zur Verfügung steht, so etwas wie ein Joker – angesichts seiner bekannten Krankenakte. Der HSV hofft, dass sich diese in Zukunft nicht weiter dramatisch füllen wird – und setzt dafür auf seinen Spezialplan. Poulsen hält sich an die Vorgaben.
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