Wieviel kostet das Jungbräu? Das Rätselraten geht weiter

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Wieviel kostet das Jungbräu? Das Rätselraten geht weiter

Stand: 09.09.2026, 19:00 Uhr

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Das Jungbräu in der Hauptstraße wird verkauft. Dieser Entschluss des Erzbistum steht fest.

Das Jungbräu steht unter Denkmalschutz und soll verkauft werden. © Dieter Metzler

Die Erzdiözese will das Jungbräu verkaufen, doch zu welchem Preis? Ein Verkehrswertgutachten soll Klarheit bringen – das empfielt zumindest die Stadt.

Fürstenfeldbruck – Das Hickhack um die Zukunft des ehemaligen Jungbräu geht weiter. Auch ein erstes Gespräch zwischen der Stadt und dem zuständigen Makler konnte kein Licht ins Dunkel bringen, wie Oberbürgermeister Christian Götz auf Nachfrage bestätigt. „Es gibt kein Verkaufsangebot.“ Denn der von der Erzdiözese München und Freising – sie ist die Eigentümerin des Gebäudes an der Hauptstraße 25 – beauftragte Makler habe keinen Kaufpreis nennen können. „Leider“, so Götz. Denn man habe durchaus Interesse an dem Grundstück. Man habe dem Makler nun empfohlen, der Eigentümerin zu raten, ein Verkaufswertgutachten erstellen zu lassen.

Hintergrund ist, dass die Kirche das Gebäude, in dem das Unterhaus und auch das asiatische Restaurant Tobu untergebracht sind, veräußern möchte. Die Pachtverträge sind zum 31. August gekündigt worden. Das bedeutet, dass die Pächter die Objekte räumen müssen. Die Stadt besitzt für das Grundstück ein Vorkaufsrecht, weshalb der Makler zunächst mit Rathauschef Götz verhandeln soll. Erst wenn hier keine Einigung erzielt wird, können private Käufer zuschlagen. Doch ein erstes Gespräch mit der Stadt endete ohne nennenswertes Ergebnis.

So lässt sich über eine mögliche Kaufsumme weiterhin nur spekulieren. Das Grundstück hat keinen optimalen Zuschnitt. Im Stadtbiergarten stehen aber alte Bäume, die das Stadtbauamt durchaus als schützenswert einstuft. Ein weiteres Problem: Das Jungbräu steht unter Denkmalschutz. Im Denkmalatlas wird auf den großen, tonnengewölbten Raum mit Lichtnischen und Einwurfschächten verwiesen. Das Gewölbe, das dem Unterhaus seinen Charme verleiht, sorgt aber auch für Brandschutzprobleme, weshalb die Stadt vor einigen Wochen die Nutzung untersagt hat. So schnell könne man da nicht wieder eine gastronomische Nutzung realisieren, meinte Götz mit Blick auf das Brandschutzthema.

Für die Kultkneipe bedeutet das vermutlich das Aus. Auch wie es mit dem Tobu weitergeht, ist noch offen. Es könnte im Parkcafé eine neue Heimat finden, nachdem die Mahavi-Gruppe es, wie berichtet, am 20. September schließt. Der Betreiber des vietnamesischen Restaurants hat Interesse, dorthin umzuziehen. Doch in trockenen Tüchern ist das nicht.

Götz hofft, dass die Kirche nun reagiert und ein Verkaufswertgutachten erstellen lässt. Denn es gebe aktuell etliche städtebaulich interessante Grundstücke, die der Stadt angeboten würden. „Wir beziehungsweise der Stadtrat muss sich irgendwann entscheiden, wofür er Geld ausgibt“, sagte der OB. „Daher wäre es wichtig, dass zeitnah ein verlässliches Angebot vorliegt.“