Wie groß ist das Finanzpolster der Hessen? Aktuelle Zahlen zeigen, wo Sie stehen
StartseiteHessenStand: 24.08.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenIm Schnitt haben die hessischen Haushalte ein Bruttogeldvermögen von 84.500 Euro. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpaIn Hessen hängt das...
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Stand: 24.08.2026, 19:00 Uhr
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In Hessen hängt das Geldvermögen stark vom Einkommen ab. Haushalte mit viel Netto kommen auf ein Vielfaches. Bei der Geldanlageform zeigen sich weitere Unterschiede.
Wiesbaden – Wer in Hessen monatlich mindestens 5000 Euro netto verdient, hat im Schnitt 165.900 Euro auf der hohen Kante – rund sechsmal so viel wie Haushalte, die weniger als 2600 Euro im Monat zur Verfügung haben. Das zeigen Daten des Hessischen Statistischen Landesamts aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023. Letztere kommen im Schnitt auf ein Bruttogeldvermögen von 27.200 Euro. Über alle Einkommensgruppen hinweg lag das durchschnittliche Bruttogeldvermögen hessischer Haushalte bei 84.500 Euro.
Das Bruttogeldvermögen – also das gesamte Geldvermögen vor Abzug von Schulden – umfasst unter anderem Bankguthaben, Sparguthaben, Wertpapiere, Aktien, Investmentfonds, Guthaben bei privaten Renten- und Lebensversicherungen sowie digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen. Immobilien, Fahrzeuge und andere Sachwerte zählen hingegen nicht dazu.
Im Schnitt 2400 Euro Konsumkredite in Hessen
Nach Abzug von Konsum- und Bildungskrediten ergibt sich das Nettogeldvermögen. Im Schnitt gaben hessische Haushalte an, noch 2800 Euro an solchen Krediten abzahlen zu müssen – Immobilienkredite sind dabei nicht berücksichtigt. Davon stammten 2400 Euro aus Konsumentenkrediten, etwa für Autos, Möbel oder andere größere Anschaffungen. Weitere 400 Euro entfielen im Schnitt auf Kredite für Aus- und Weiterbildung. Das durchschnittliche Nettogeldvermögen hessischer Haushalte betrug damit 81.700 Euro.
Anlageformen unterscheiden sich in Hessen stark
Wo legen Hessen ihr Geld an? Mit einem Anteil von 38 Prozent floss der größte Teil des Bruttogeldvermögens in Wertpapiere und digitale Vermögenswerte. 20 Prozent lagen auf Tagesgeldkonten, 15 Prozent entfielen auf Versicherungsguthaben und 14 Prozent auf sonstige Anlagen bei Banken oder Sparkassen. 7 Prozent des Vermögens gaben die Haushalte als Sparguthaben an, Bausparguthaben standen für 4 Prozent des Geldvermögens aus. Zudem verliehen die hessischen Haushalte im Schnitt 2 Prozent ihres Geldvermögens an Privatpersonen.
Der Einfluss des Einkommens zeigte sich auch bei der Wahl der Anlageform. Haushalte mit einem monatlichen Einkommen ab 5000 Euro steckten einen deutlich höheren Anteil ihres Bruttogeldvermögens in Wertpapiere und digitale Vermögenswerte – nämlich rund 41 Prozent. Bei Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 2600 Euro lag dieser Anteil bei 32 Prozent. Einkommensschwächere Haushalte setzten hingegen stärker auf klassische Anlageformen wie Tagesgeld- und Sparguthaben. 24 Prozent ihres Vermögens entfielen bei Haushalten mit bis zu 2600 Euro monatlich auf Tagesgeldguthaben und 11 Prozent auf Sparguthaben, während es bei Haushalten mit hohem Einkommen 19 Prozent auf Tagesgeld bzw. 5 Prozent auf Sparguthaben waren.