Wettermodelle zeichnen zwei Szenarien – nächste Hitzekuppel könnte sich bereits aufbauen
StartseiteDeutschlandStand: 20.07.2026, 22:01 UhrKommentareUns auf Google folgenNach 40-Grad-Hitze und Hagel-Chaos kommt die Abkühlung – doch kehrt die Hitze zum Monatswechsel mit voller Wucht zurück? Eine Wett...
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Stand: 20.07.2026, 22:01 Uhr
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Nach 40-Grad-Hitze und Hagel-Chaos kommt die Abkühlung – doch kehrt die Hitze zum Monatswechsel mit voller Wucht zurück? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Berlin – Was war das für ein Auftakt in den Hochsommer! Erst kletterten die Temperaturen auf teils über 40 Grad, dann fegten schwere Gewitter mit Sturzfluten und tennisballgroßem Hagel über das Land. Jetzt atmet Deutschland erst einmal durch: Von Norden schiebt sich deutlich frischere Luft heran, bis zum Samstag (18. Juli) hat sie sich in weiten Teilen der Republik durchgesetzt.

Selbst der sonst so heiße Südwesten bekommt eine Verschnaufpause. Die Nächte werden endlich wieder angenehm kühl, ideal zum Durchlüften. Doch eine Frage brennt Millionen Urlaubern unter den Nägeln: War es das jetzt mit dem Sommer, oder legt die Hitze noch einmal richtig los?
Ein Modell schickt die Hitze zurück: Hitzewelle könnte neue Höchsttemperaturen bringen
Genau hier fangen die Wetterküchen an zu streiten. Das amerikanische Rechenmodell hat die Abkühlung schon fast wieder einkassiert. Es setzt auf ein Tief vor Portugal, das zusammen mit einem kräftigen Hoch über Osteuropa glutheiße Luft aus der Sahara und Südwesteuropa zu uns pumpt.
Über dem gesamten Mittelmeerraum türmt sich in dieser Variante eine gewaltige Hitzekuppel auf – und die könnte zum Monatswechsel mit voller Wucht nach Mitteleuropa überschwappen. Das große Hitze-Finale Ende Juli, Anfang August? Nach dieser Lesart durchaus drin. Dann hieße es wieder: Ventilator an, Rollläden runter, Trinkflasche nicht vergessen.
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Das Gegenmodell sieht uns im Kaltluftstrom – dann bliebe die Hitzewelle aus
Das europäische Modell malt ein völlig anderes Bild. Es rechnet mit einem kompletten Umbau der Großwetterlage: Zwischen Island und Skandinavien setzt sich eine zähe Tiefdruckzone fest, die immer neue Störungen nach Mitteleuropa schaufelt. Das Azorenhoch bekommt einfach keinen Fuß auf den Boden.
Die Folge wäre wechselhaftes, gemäßigtes Sommerwetter mit Höchstwerten von gerade einmal 20 bis 25 Grad – von Ende Juli bis weit in den August hinein. Statt Badewetter also eher Jacke über den Arm. Welches Szenario gewinnt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Sicher ist nur: Langweilig wird dieser Sommer garantiert nicht.