Weltmeere so warm wie seit 12.000 Jahren nicht – Forscher warnen vor dem Kollaps der Fischbestände
StartseiteWissenStand: 25.08.2026, 14:10 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Erwärmung der Meere führt unter anderem zum Absterben von Korallen, hier am Great Barrier Reef (Archivbild). © Supplied/CSIRO/dpaNi...
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Stand: 25.08.2026, 14:10 Uhr
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Nie waren die Weltmeere so warm wie heute: 21,1 Grad Celsius – ein historischer Rekord. Was das für Ökosysteme, Fischbestände und unser Klima bedeutet.
Washington – Die Erwärmung der Weltmeere hat ein historisches Ausmaß erreicht. Wie The Guardian berichtet, stieg die globale Meeresoberflächentemperatur am Samstag auf einen neuen Rekordwert von 21,1 Grad Celsius. Normalerweise erreichen die Ozeane ihre Höchsttemperaturen Ende März oder im April.
Laut der Washington Post sagen Klimaforscher, dass die aktuellen Temperaturen die höchsten Werte seit Beginn des Holozäns vor etwa 12.000 Jahren darstellen könnten. Rekonstruktionen anhand von Meeresbodenbohrkernen deuten darauf hin, dass die Temperaturen sogar das Niveau der letzten Warmzeit vor etwa 125.000 Jahren erreichen könnten.
Ausgedehnte marine Hitzewellen
Laut der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA sind derzeit etwa 42 Prozent der Weltmeere von marinen Hitzewellen betroffen. Allein im Pazifik erstreckt sich ein Hitzegürtel über eine Fläche, die neunmal so groß ist wie die kontinentalen Vereinigten Staaten. Experten zufolge begünstigen diese extremen Wassertemperaturen die Entstehung schwerer Stürme, verstärken Starkregen und tragen zu sommerlichen Hitzewellen in Europa bei.
Bedrohung für Ökosysteme und Nahrungsmittelversorgung
Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, warnen Biologen vor schwerwiegenden ökologischen und wirtschaftlichen Folgen. Steigende Wassertemperaturen verringern den Sauerstoffgehalt der Ozeane und verstärken gleichzeitig deren Versauerung.
Dies setzt Fischbestände, Korallenriffe und marine Nahrungsketten stark unter Druck. Wissenschaftler weisen außerdem darauf hin, dass wichtige kommerzielle Fischereien – wie beispielsweise die peruanische Sardelle – unter dem Einfluss von El Niño möglicherweise kurz vor dem Zusammenbruch stehen. (Redaktion)