Waldbrände auch in Waldeck-Frankenberg verhindern
StartseiteLokalesFrankenbergStand: 15.07.2026, 06:00 UhrKommentareUns auf Google folgenDer erste kleinere Waldbrand in Korbach in diesem Jahr hat am Samstag, 11. April, die Wehren aus Lelbach und Rhena auf den ...
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Stand: 15.07.2026, 06:00 Uhr
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Angesichts der hohen Temperaturen ist auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg die Waldbrandgefahr gestiegen. Darauf weist Hessen-Forst hin.
Waldeck-Frankenberg – Es handelte sich derzeit um eine „mittlere Gefahr“, berichtet Fabian Kluckow vom Forstamt Frankenberg-Vöhl auf Anfrage unserer Zeitung. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die nächstgelegene Messstation des Deutschen Wetterdienstes in Bottendorf.
Bereits am vergangenen Wochenende hatte Hessen-Forst landesweit vor einer hohen Waldbrandgefahr gewarnt. Seit Jahresbeginn seien in Hessen bereits rund 50 Waldbrände auf einer Fläche von etwa 65.000 Quadratmetern registriert worden. Am Samstag war für Südhessen und Teile Mittelhessens die höchste Warnstufe erreicht worden, für Nordhessen galten zunächst mittlere Werte. Am Sonntag zeichnete sich dann eine landesweite Angleichung ab: Verbreitet stieg die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 der fünfstufigen Skala des Deutschen Wetterdienstes.
„In geschlossenen Laubwäldern ist derzeit auch im Oberboden noch Feuchtigkeit vorhanden, auf Freiflächen und vergrasten Flächen kann es dagegen leicht zu einem Bodenfeuer kommen. Nicht nur die hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschläge verschärfen die Situation. Die derzeit häufigen Winde sind ein wesentlicher Faktor für die Erhöhung der Waldbrandgefahr“, erläutert Fabian Kluckow. Zum einen sorgten die Winde für weitere Austrocknung, zum anderen fachten sie Glut oder kleine Feuer so an, dass diese sich sehr schnell ausbreiten und zu einem ernsthaften Feuer entwickeln könnten. Hessen-Forst ruft die Bevölkerung daher eindringlich zur Vorsicht auf. Offenes Feuer und Rauchen seien im Wald und in dessen Nähe untersagt, Grillen sei nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Fahrzeuge dürften keinesfalls auf trockenen Grasflächen oder an Wegrändern abgestellt werden – schon kleinste Funken könnten Brände auslösen.
„Im Wald herrscht im Sommer ohnehin Rauchverbot, aber bei dieser Gefahrenstufe sollte sich auch wirklich jeder daran halten und außerdem sehr achtsam beim Grillen auf dem eigenen Grundstück sein, wenn es in der Nähe von Waldflächen liegt“, sagt auch Kristin Gampfer, Geschäftsführerin beim Naturpark Kellerwald-Edersee. Auf Lagerfeuer sollte aktuell unbedingt verzichtet werden. Auch beim Parken am Wegrand sollten Fahrer darauf achten, dass der Auspuff nicht über hohem Gras zu stehen komme. Die meisten Brände würden durch den Menschen verursacht. „Das bedeutet, wir haben es selbst in der Hand und können durch umsichtiges Verhalten die meisten Brände verhindern“, so Kristin Gampfer.
Nach Auskunft von Hessen-Forst ist das Waldbrandrisiko in den vergangenen Jahren nicht nur aufgrund der geringen Niederschläge und höheren Temperaturen gestiegen, sondern auch, weil es einige Waldflächen gibt, auf denen abgestorbene Fichten stehen geblieben sind. Das seien hervorragende Brandbeschleuniger.