Ukraine: Russland greift ukrainische Tankstellen, Feuerwache und Postamt an

Newsblog zum Krieg in der Ukraine Russland greift ukrainische Tankstellen, Feuerwache und Postamt anAktualisiert am 25.07.2026 - 08:40 UhrLesedauer: 19 Min.Bei russischen Angriffen in der Ukraine gibt es Tote. ...

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Ukraine: Russland greift ukrainische Tankstellen, Feuerwache und Postamt an

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland greift ukrainische Tankstellen, Feuerwache und Postamt an


Aktualisiert am 25.07.2026 - 08:40 UhrLesedauer: 19 Min.

Bei russischen Angriffen in der Ukraine gibt es Tote. Wien will keinen Turbo-Beitritt der Ukraine zur EU. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 25. Juli

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Russland greift ukrainische Tankstellen, Feuerwache und Postamt an

Russland hat die Ukraine am frühen Samstagmorgen nach ukrainischen Angaben mit 157 Drohnen und zwei Raketen angegriffen. Dabei sollen sie unter anderem vier Tankstellen und eine Feuerwache in der zentralukrainischen Region Poltawa getroffen haben, berichtet die "Kyiv Post" unter Berufung auf den Leiter der regionalen Militärverwaltung von Poltawa. Bei einem Angriff auf ein Postamt im nördlichen Sumy seien zwei Männer getötet worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Krywoscheenko, am Samstag. Zwei weitere Männer seien zudem leicht verletzt worden.

In Saporischschja im Süden der Ukraine wurde ein Mann bei einem "feindlichen Angriff" verletzt, wie der Leiter der Militärverwaltung, Iwan Fedorow, mitteilte.

Die Angriffe erfolgten einen Tag nachdem bei russischen Angriffen in der Ukraine mindestens 15 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden waren. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben alleine zehn Menschen bei einem Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsbranche nahe Kiew.

Auf russischer Seite meldete derweil der Gouverneur der Grenzregion Belgorod in Onlinediensten einen "massiven feindlichen Drohnenangriff" auf die Stadt Belgorod. "Leider gibt es Verletzte, die umgehend in Krankenhäuser gebracht wurden", erklärte der Gouverneur. Es sei zudem zu Schäden und Bränden auf den Straßen gekommen.

Österreich gegen schnellen EU-Beitritt der Ukraine

Österreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte", sagte Bauer der "Welt am Sonntag". "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag – das geht natürlich nicht."

Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, führte sie aus. "Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern." Zudem warnte sie vor einer "Zweiklassen-Gesellschaft" bei der Aufnahme. "Alle Beitrittskandidaten – auch die Ukraine – müssen dieselben Regeln befolgen und sich einen Beitritt durch Leistung verdienen."

Selenskyj will Drohnenfabrik in den USA bauen

Drohnen mit ukrainischer Technologie sollen in einer Fabrik in den USA hergestellt werden. "Wir werden eine große Fabrik in den USA bauen", sagt Selenskyj in einem auf der Plattform X veröffentlichten Interview mit der rechtsgerichteten Bloggerin Laura Loomer. Ein mit den USA getroffenes Drohnen-Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Washington heißt es jedoch, die Einzelheiten des Abkommens würden noch ausgearbeitet.

Freitag, 24. Juli

US-Beamter: Trump will Selenskyj am Dienstag empfangen

US-Präsident Donald Trump will kommenden Dienstag Regierungskreisen zufolge den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus empfangen. Ein entsprechender Besuch sei geplant, teilte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Selenskyj hatte in einer Mitteilung eine anstehende Reise in die USA bestätigt.

Zuletzt waren die US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs infolge des Konfliktes mit dem Iran in den Hintergrund geraten. Am Donnerstag hatten die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen.

Rubio betonte danach gegenüber Journalisten, für Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden in der Ukraine seien "neue Vorschläge und neue Ideen" nötig. Er verwies auf schwere russische Verluste in jüngster Zeit sowie auf das Leid der ukrainischen Bevölkerung. Beide Seiten hätten daher ein Interesse an einem Ende des seit Februar 2022 währenden Krieges.

Raketenangriff auf Treffen der Rüstungsbranche – zehn Tote

Bei einem russischen Raketenangriff in der ukrainischen Hauptstadtregion Kiew sind mindestens zehn Menschen getötet und fast 100 weitere Menschen verletzt worden. Der Angriff mit einer ballistischen Rakete traf demnach ein Gelände, auf dem eine Veranstaltung der Rüstungsindustrie stattfand, wie ukrainische Behörden am Freitag mitteilten. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram, ein Rettungseinsatz in der Region Kiew sei im Gange.

Dem kommissarischen Gouverneur der Region Kiew, Ruslan Olijnyk, zufolge traf die Rakete laut ersten Erkenntnissen ein privates Übungsgelände, auf dem Veranstaltungen stattfanden. Der ukrainische Branchenverband Rat der Rüstungsindustrie teilte mit, dass Vertreter der Branche vor Ort gewesen seien. Der Verband sei jedoch nicht der Organisator der Veranstaltung gewesen. Zudem seien Informationen über den genauen Aufenthaltsort der Teilnehmer im Vorfeld nicht veröffentlicht worden.

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Walerij Borowyk, der Gründer des ukrainischen Drohnenherstellers First Contact, erklärte gegenüber ukrainischen Medien, die Rakete habe ein Übungsgelände getroffen, auf dem eine Rüstungsmesse veranstaltet worden sei. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko teilte mit, es sei ein Verfahren wegen des Verdachts auf Amtspflichtverletzung bei der Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung eingeleitet worden.

Russland stützt maue Wirtschaft mit weiterer Zinssenkung

Trotz gestiegener Inflationsgefahr hat Russlands Zentralbank den Leitzins weiter gesenkt und damit die von ukrainischen Angriffen lädierte Wirtschaft gestützt. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um einen Viertelpunkt auf 14,00 Prozent zurückgenommen, wie die Währungshüter am Freitag in Moskau mitteilten. Die Notenbank verwies darauf, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal nur moderat gewachsen sei. Zu Jahresbeginn war sie sogar um 0,2 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr erwartet die Zentralbank im besten Falle noch ein Wachstum von 1,0 Prozent, womöglich aber nur eine Stagnation.