Ukraine-Krieg: EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen für Ukraine
Explosionen erschüttern Kiew nach Luftangriffen +++ Pro-russische Hacker reklamieren Cyberangriff auf Norwegen für sich +++ Neun Tote bei Angriff auf Bus in Luhansk +++ Der Newsblog.
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Ukraine-Krieg: EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen für Ukraine
Live-Blog Explosionen erschüttern Kiew nach Luftangriffen +++ Pro-russische Hacker reklamieren Cyberangriff auf Norwegen für sich +++ Neun Tote bei Angriff auf Bus in Luhansk +++ Der Newsblog.
Brief an die Kommission: Werden russische Vermögen für die Ukraine genutzt? Foto: picture alliance / Daniel Kalker
Mehrere EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen für Ukraine
Mehrere EU-Staaten dringen einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine. In einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission fordere eine Koalition von Ländern, zu der unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen gehörten, die Brüsseler Behörde zu entsprechenden Schritten auf, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen.
Die Arbeit an Plänen zur Finanzierung der Ukraine mithilfe von eingefrorenen Vermögenswerten der russischen Zentralbank müsse wieder aufgenommen werden, heißt es demnach in dem Schreiben.
Explosionen erschüttern Kiew nach russischen Luftangriffen
Russland greift die Ukraine erneut mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses. In Krywyj Rih werden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Pro-russische Hacker reklamieren Cyberangriff auf Norwegen für sich
Eine pro-russische Hackergruppe hat einen großangelegten Cyberangriff auf digitale Dienste der norwegischen Behörden für sich reklamiert. Die Angriffe dauern nach Angaben der staatlichen Digitalisierungsbehörde Digdir seit Montag an. „Es ist der größte Angriff auf Digdir-Lösungen, den wir je erlebt haben“, sagte Behördensprecher Are Kvistad der Nachrichtenagentur AP.
Bei den sogenannten Denial-of-Service-Angriffen wurden die Systeme mit enormen Datenmengen überlastet. Betroffen war unter anderem ein Dienst, über den sich Bürger mit einer einzigen Anmeldung bei verschiedenen öffentlichen Angeboten einloggen können. Nach Angaben von Digdir gelang es jedoch, die Dienste praktisch durchgehend verfügbar zu halten.
Die pro-russische Gruppe Server Killers reklamierte den Angriff am Mittwoch auf Telegram für sich und erklärte nach Berichten norwegischer Medien Norwegen den Cyberkrieg. Als Grund nannte sie die erneuerte Sicherheitszusammenarbeit des Landes mit der Ukraine.
Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus in Luhansk
Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleinbus im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebietes Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gebietsgouverneur, Leonid Passetschnik, auf der Plattform Telegram mit.
Demnach war der Bus mit 15 Passagieren auf der Route von Lyssytschansk nach Kadijiwka unterwegs. Die genannte Straße befindet sich rund 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Kiew weist regelmäßig Anschuldigungen von Angriffen auf Zivilisten zurück.
In der benachbarten Region Donezk meldeten örtlichen Medien zudem einen ukrainischen Angriff mit Marschflugkörpern auf die russisch besetzte gleichnamige Gebietshauptstadt. Den Berichten zufolge gab es vier bis fünf Explosionen. In sozialen Medien kursierten Videoaufnahmen einer riesigen Rauchwolke. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt.
Ukraine verstärkt Donezk-Front mit neuen Einheiten
Die Ukraine verstärkt die Front im östlichen Donezk, die unter starkem russischen Druck steht, mit zwei neuen Einheiten unter der Führung bekannter Kommandeure. Dies teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform Telegram mit. Die neu geschaffenen Verbände werden von Denys Prokopenko, dem Kommandeur des Asow-Korps, und Andrij Bilezkyj, dem Kommandeur des Dritten Armeekorps, geleitet.
Selenskyj besucht mit neuem Oberbefehlshaber Südost-Front
Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber Mychailo Drapatyj die Front im Südosten der Ukraine. Mit den Kommandeuren vor Ort sei besprochen worden, wie die Verteidigung gestärkt werden könne, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. In dem Sektor verzeichneten die ukrainischen Truppen im Zuge einer mehrstufigen Operation seit Anfang des Jahres Erfolge und befreiten mehrere Dutzend Siedlungen.
Ukraine zeichnet Elon Musk mit Freiheitsorden aus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeichnet SpaceX-Chef Elon Musk mit dem Freiheitsorden aus, einer der höchsten staatlichen Auszeichnungen des Landes. Dies geht aus einem veröffentlichten Dekret hervor. Gewürdigt wird damit Musks Beitrag zum Schutz von Menschenleben und der Freiheit.

Reuters
Das Satelliten-Netzwerk Starlink von SpaceX ist für die ukrainische Armee im Abwehrkampf des russischen Angriffskriegs von zentraler Bedeutung für die Kommunikation und Drohnensteuerung. Kiew bemüht sich derzeit um eine Ausweitung der Nutzung auch auf russisches Staatsgebiet, um dort militärische Ziele wie Raketenwerfer anzugreifen. Musk lehnte dies zunächst als Eskalation ab, laut Selenskyj erhält die Ukraine dazu jedoch inzwischen „ermutigendere Rückmeldungen“.
Selenskyj meldet Angriffe auf 16 Ziele in Russland
Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen 24 Stunden 16 Ziele in Russland attackiert. Darunter befinden sich Ölanlagen, Logistikzentren, Flugplätze, eine Raketeneinheit, ein Rüstungsbetrieb sowie Infrastruktur, die Moskau für Angriffe auf die Ukraine nutzt, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilt. Konkrete Orte nennt er nicht. „Der Krieg muss dorthin zurückkehren, woher er gekommen ist“, erklärt er.
Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen für ein Kriegsende
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er setze auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings „starke diplomatische Rolle“ bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein“, schreibt Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.
CIA-Chef zu Gesprächen in Moskau
Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist US-Medienberichten zufolge nach Moskau geflogen. Dort wolle er an Gesprächen teilnehmen, berichteten der Sender CBS News und das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit wem er konkret reden möchte, war zunächst unklar. Der Kreml bestätigte am Morgen das Eintreffen des CIA-Chefs.
Zuvor hatte der Flug einer US-amerikanischen Militärtransportmaschine von Riga nach Moskau Spekulationen ausgelöst. Die Route des Flugzeugs konnte über Flugverfolgungsportale beobachtet werden.
Lettland verhängt Einfuhrverbot für Industriegüter aus Russland und Belarus
Lettland hat einen Importstopp für verschiedene Industriegüter aus Russland und Belarus zum 1. September beschlossen. Nachdem das Parlament in Riga das Einfuhrverbot bereits im Juli gebilligt hatte, setzte die Regierung nun das Datum des Inkrafttretens und die Liste an betroffenen Produktgruppen fest. Dies teilte das Außenministerium mit. Unter das Einfuhrverbot fallen demnach gedruckte Bücher, Zeitungen und andere Druckerzeugnisse, Bekleidung, andere Textilerzeugnisse, Schuhe, Kopfbedeckungen sowie Spielzeug, Spiele und Sportgeräte.
Sie dürfen auch aus Drittstaaten künftig nicht mehr zum Verbleib in Lettland eingeführt dürfen. Mit dem Importstopp sollen den Angaben zufolge die Sicherheitsinteressen Lettlands geschützt werden. Auch sollen damit die Exporteinnahmen von Russland und Belarus reduziert und die Einfuhr russischer Propagandamaterialien nach Lettland eingeschränkt werden, wie es in der Mitteilung weiter hieß.
Zwei Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf AKW Saporischschja
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das von Russland kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja werden nach Angaben der russischen Werksleitung zwei Mitarbeiter verletzt. Der Angriff ereignet sich nahe den hydraulischen Anlagen des Kraftwerks und trifft zwei Wartungs- und Bauarbeiter, teilt die Leitung mit. Zu möglichen Schäden an der Anlage macht sie keine Angaben.
Hintergrund unklar: US-Militärtransportflugzeug in Moskau gelandet
Ein US-Militärtransportflugzeug ist auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo gelandet, wie aus Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 hervorgeht. Der Transporter vom Typ Boeing Globemaster war demnach direkt aus der lettischen Hauptstadt Riga nach Moskau geflogen, wo er gegen 09.00 Uhr MESZ eintraf. Ob sich Passagiere oder Fracht an Bord befinden, kann die Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.
Der Kreml erklärt, keine Informationen über die Maschine zu haben. Das Flugzeug war bereits am 23. August vom US-Luftwaffenstützpunkt Camp Springs nahe Washington nach Riga geflogen. Der letzte Direktflug einer in den USA registrierten Maschine nach Russland war im Januar, als die US-Sonderbeauftragten Steven Witkoff und Jared Kushner zu Friedensgesprächen über die Ukraine anreisten.
Vatikan-Vertreter fordert bei Treffen mit Lawrow Kriegsende
Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt.
Der Geistliche forderte die Aufnahme „echter Verhandlungen“ mit internationaler Unterstützung und betonte, dass Papst Leo XIV. und der Vatikan bereit seien, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Gallagher und Lawrow sagten, dass es trotz unterschiedlicher Ansichten in vielen Fragen auch Gemeinsamkeiten gebe. Moskau sei bereit, politische Konsultationen auf Ebene der Vizeaußenminister wieder aufzunehmen, sagte Lawrow. Die Position des Vatikans zum Ukraine-Konflikt lobte er als auswogen.
Putin erlaubt staatliche Kontrolle wichtiger Infrastruktur
Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Regierung die Möglichkeit eingeräumt, vorübergehend die Kontrolle über wichtige Infrastruktur zu übernehmen. Nach einem vom Kremlchef unterzeichneten Dekret kann der Staat eingreifen, wenn private Eigentümer Anlagen nicht ausreichend vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen oder Schäden nach Angriffen nicht beheben. Betroffen sein können unter anderem die Energie- und Treibstoffversorgung sowie Industrie-, Kommunikations-, Transport- und Logistikanlagen.
Der Kreml begründete den Schritt mit der zunehmenden Gefahr durch Drohnen. Eigentümer von Unternehmen achteten häufig nicht ausreichend auf Schutzmaßnahmen und die Abwehr von Drohnen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vize-Regierungschef Denis Manturow betonte, das Dekret bedeute keine Verstaatlichung und keinen Eigentümerwechsel. Vielmehr gehe es um eine vorübergehende Beteiligung des Staates an der Unternehmensführung, um konkrete Sicherheitsprobleme zu lösen.

Denis Walentinowitsch Manturow ist Vize-Ministerpräsident der Russischen Föderation. Fyodor Savintsev für Handelsblatt
Selenskyj: Ukraine erhält geringe Zahl von Patriot-Abwehrraketen
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine geringe Anzahl von US-Patriot-Abwehrraketen erhalten. Die Raketen seien in der Lage, russische ballistische Flugkörper abzufangen, sagt Selenskyj dem Sender Suspilne zufolge. Zudem gibt es eine Bestätigung für künftige Lieferungen des französischen Flugabwehrsystems Crotale. Zur genauen Anzahl oder den Geberländern der Patriot-Raketen macht Selenskyj keine Angaben.
Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer
Russische Streitkräfte greifen im Schwarzen Meer ein Frachtschiff und einen Tanker an. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.
Kreml lehnt freie Wirtschaftszone im Donbass ab
Der Kreml weist Vorschläge für eine freie Wirtschaftszone im ostukrainischen Donbass im Rahmen einer Friedensregelung zurück. Der Donbass sei Teil Russlands, und eine dritte Partei könne keine russische Region verwalten, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Zudem sei eine mögliche Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine für Russland inakzeptabel. Dies habe die Regierung in Moskau mehrfach deutlich gemacht.
Selenskyj dankt Deutschland für Rettung zahlloser Leben
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) für die deutsche Unterstützung bei der Verteidigung des Landes gedankt. Deutschland sei führend bei der Erhaltung der Unabhängigkeit der Ukraine. „Unzählige Leben wurden bewahrt dank der deutschen Hilfe“, teilte Selenskyj bei X mit – in einer Danksagung nach dem am Montag groß gefeierten 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine.
Selenskyj veröffentlichte auch ein Glückwunschschreiben von Donald Trump, nachdem russische Medien mit Häme behauptet hatten, der US-Präsident habe in diesem Jahr nicht zum Unabhängigkeitstag gratuliert. „Der 24. August ist ein Tag, an dem wir unsere dauerhafte Freundschaft feiern, die auf 35 Jahren diplomatischer Beziehungen aufbaut, einer Verbindung, die sich seit der Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine nur noch vertieft hat“, teilte Trump demnach mit.
„Mit mutigen, tapferen und talentierten Menschen haben Sie ein großartiges Land aufgebaut“, schrieb Trump an Selenskyj. Die USA bewunderten den „widerstandsfähigen Geist“ der Ukraine, ehrten ihre Opfer und blickten zuversichtlich in ihre Zukunft als „souveräner, wohlhabender Nation“.
Selenskyj: Verkehr in Schwarzmeerhäfen deutlich zurückgegangen, aber steht nicht still
Trotz ständiger russischer Luftangriffe sind die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer nach Regierungsangaben aus Kiew nicht komplett blockiert. „Jeweils drei bis vier Schiffe fahren täglich in den Großraum Odessa hinein und wieder hinaus“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kiew. Allerdings sei der Hafenumschlag vor Beginn der russischen Drohnen- und Raketenangriffe drei- bis viermal so hoch gewesen.
Russische Ölraffinerie nach Drohnenangriff wohl vorübergehend stillgelegt
Die russische Ölraffinerie in Perm hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff Insidern zufolge ihren Betrieb eingestellt. Die Attacke vom 21. August etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt habe ein Feuer und Schäden an den technischen Einrichtungen verursacht, sagten zwei Branchenvertreter. Die wichtigste Anlage, die fast 40 Prozent der Kapazität der siebtgrößten Raffinerie Russlands ausmacht, sei abgeschaltet worden und falle voraussichtlich ein bis zwei Wochen aus.
Eine weitere Hauptanlage stehe bereits seit einem Angriff vom 29. Juli still. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Drohnenschlag in Perm bestätigt. Der Betreiber Lukoil äußerte sich zunächst nicht. Perm liegt am östlichen Rand des europäischen Teils Russlands, nahe dem Uralgebirge.
Britischer Premier Burnham fordert mehr Flugabwehr für Ukraine
Der britische Premierminister Andy Burnham ruft die Verbündeten der Ukraine dazu auf, dem Land mehr Flugabwehrsysteme aus eigenen Beständen bereitzustellen. „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun“, sagt Burnham zu Beginn eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen. Der russische Präsident Wladimir Putin hoffe darauf, durch Angriffe auf ukrainische Zivilisten mit ballistischen Raketen den Krieg zu gewinnen. „Dies darf niemals zum Sieg führen.“ Zudem fordert Burnham schärfere Sanktionen gegen russische Öl- und Flüssigerdgas-Exporte (LNG), um den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Neue russische Angriffe mit Verletzten am Unabhängigkeitstag
Am ukrainischen Unabhängigkeitstag ist infolge neuer russischer Angriffe mindestens ein Zivilist in der Stadt Pawlohrad getötet worden. In der Industriestadt seien zwei Menschen verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Autos seien abgebrannt und Fensterscheiben in Mehrfamilienhäusern geborsten. Zur eingesetzten Waffe machte er keine Angaben.
Parallel dazu wurden nach Behördenangaben bei einem Drohnenangriff auf das Zentrum der nordostukrainischen Großstadt Tschernihiw mindestens 20 Menschen verletzt. Zwei Frauen seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Militärgouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.

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