Ukraine-Krieg: Kreml bestätigt Eintreffen von CIA-Chef in Moskau

Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen für ein Kriegsende +++ Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer +++ Kreml lehnt freie Wirtschaftszone im Donbass ab +++ Der Newsblog.

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Ukraine-Krieg: Kreml bestätigt Eintreffen von CIA-Chef in Moskau

Ukraine-Krieg: Kreml bestätigt Eintreffen von CIA-Chef in Moskau

Live-Blog Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen für ein Kriegsende +++ Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer +++ Kreml lehnt freie Wirtschaftszone im Donbass ab +++ Der Newsblog.

US-Militärtransportflugzeug: In Moskau gelandet (Archivbild). Foto: Getty Images

Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen für ein Kriegsende

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er setze auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings „starke diplomatische Rolle“ bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein“, schreibt Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.

CIA-Chef zu Gesprächen in Moskau

Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist US-Medienberichten zufolge nach Moskau geflogen. Dort wolle er an Gesprächen teilnehmen, berichteten der Sender CBS News und das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit wem er konkret reden möchte, war zunächst unklar. Der Kreml bestätigte am Morgen das Eintreffen des CIA-Chefs.

Zuvor hatte der Flug einer US-amerikanischen Militärtransportmaschine von Riga nach Moskau Spekulationen ausgelöst. Die Route des Flugzeugs konnte über Flugverfolgungsportale beobachtet werden.

Lettland verhängt Einfuhrverbot für Industriegüter aus Russland und Belarus

Lettland hat einen Importstopp für verschiedene Industriegüter aus Russland und Belarus zum 1. September beschlossen. Nachdem das Parlament in Riga das Einfuhrverbot bereits im Juli gebilligt hatte, setzte die Regierung nun das Datum des Inkrafttretens und die Liste an betroffenen Produktgruppen fest. Dies teilte das Außenministerium mit. Unter das Einfuhrverbot fallen demnach gedruckte Bücher, Zeitungen und andere Druckerzeugnisse, Bekleidung, andere Textilerzeugnisse, Schuhe, Kopfbedeckungen sowie Spielzeug, Spiele und Sportgeräte.

Sie dürfen auch aus Drittstaaten künftig nicht mehr zum Verbleib in Lettland eingeführt dürfen. Mit dem Importstopp sollen den Angaben zufolge die Sicherheitsinteressen Lettlands geschützt werden. Auch sollen damit die Exporteinnahmen von Russland und Belarus reduziert und die Einfuhr russischer Propagandamaterialien nach Lettland eingeschränkt werden, wie es in der Mitteilung weiter hieß.

Zwei Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf AKW Saporischschja

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das von Russland kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja werden nach Angaben der russischen Werksleitung zwei Mitarbeiter verletzt. Der Angriff ereignet sich nahe den hydraulischen Anlagen des Kraftwerks und trifft zwei Wartungs- und Bauarbeiter, teilt die Leitung mit. Zu möglichen Schäden an der Anlage macht sie keine Angaben.

Hintergrund unklar: US-Militärtransportflugzeug in Moskau gelandet

Ein US-Militärtransportflugzeug ist auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo gelandet, wie aus Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 hervorgeht. Der Transporter vom Typ Boeing Globemaster war demnach direkt aus der lettischen Hauptstadt Riga nach Moskau geflogen, wo er gegen 09.00 Uhr MESZ eintraf. Ob sich Passagiere oder Fracht an Bord befinden, kann die Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.

Der Kreml erklärt, keine Informationen über die Maschine zu haben. Das Flugzeug war bereits am 23. August vom US-Luftwaffenstützpunkt Camp Springs nahe Washington nach Riga geflogen. Der letzte Direktflug einer in den USA registrierten Maschine nach Russland war im Januar, als die US-Sonderbeauftragten Steven Witkoff und Jared Kushner zu Friedensgesprächen über die Ukraine anreisten.

Vatikan-Vertreter fordert bei Treffen mit Lawrow Kriegsende

Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt.

Der Geistliche forderte die Aufnahme „echter Verhandlungen“ mit internationaler Unterstützung und betonte, dass Papst Leo XIV. und der Vatikan bereit seien, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Gallagher und Lawrow sagten, dass es trotz unterschiedlicher Ansichten in vielen Fragen auch Gemeinsamkeiten gebe. Moskau sei bereit, politische Konsultationen auf Ebene der Vizeaußenminister wieder aufzunehmen, sagte Lawrow. Die Position des Vatikans zum Ukraine-Konflikt lobte er als auswogen.

Putin erlaubt staatliche Kontrolle wichtiger Infrastruktur

Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Regierung die Möglichkeit eingeräumt, vorübergehend die Kontrolle über wichtige Infrastruktur zu übernehmen. Nach einem vom Kremlchef unterzeichneten Dekret kann der Staat eingreifen, wenn private Eigentümer Anlagen nicht ausreichend vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen oder Schäden nach Angriffen nicht beheben. Betroffen sein können unter anderem die Energie- und Treibstoffversorgung sowie Industrie-, Kommunikations-, Transport- und Logistikanlagen.

Der Kreml begründete den Schritt mit der zunehmenden Gefahr durch Drohnen. Eigentümer von Unternehmen achteten häufig nicht ausreichend auf Schutzmaßnahmen und die Abwehr von Drohnen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vize-Regierungschef Denis Manturow betonte, das Dekret bedeute keine Verstaatlichung und keinen Eigentümerwechsel. Vielmehr gehe es um eine vorübergehende Beteiligung des Staates an der Unternehmensführung, um konkrete Sicherheitsprobleme zu lösen.

Denis Walentinowitsch Manturow ist Vize-Ministerpräsident der Russischen Föderation. Fyodor Savintsev für Handelsblatt

Selenskyj: Ukraine erhält geringe Zahl von Patriot-Abwehrraketen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine geringe Anzahl von US-Patriot-Abwehrraketen erhalten. Die Raketen seien in der Lage, russische ballistische Flugkörper abzufangen, sagt Selenskyj dem Sender Suspilne zufolge. Zudem gibt es eine Bestätigung für künftige Lieferungen des französischen Flugabwehrsystems Crotale. Zur genauen Anzahl oder den Geberländern der Patriot-Raketen macht Selenskyj keine Angaben.

Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer

Russische Streitkräfte greifen im Schwarzen Meer ein Frachtschiff und einen Tanker an. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.

Kreml lehnt freie Wirtschaftszone im Donbass ab

Der Kreml weist Vorschläge für eine freie Wirtschaftszone im ostukrainischen Donbass im Rahmen einer Friedensregelung zurück. Der Donbass sei Teil Russlands, und eine dritte Partei könne keine russische Region verwalten, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Zudem sei eine mögliche Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine für Russland inakzeptabel. Dies habe die Regierung in Moskau mehrfach deutlich gemacht.

Selenskyj dankt Deutschland für Rettung zahlloser Leben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) für die deutsche Unterstützung bei der Verteidigung des Landes gedankt. Deutschland sei führend bei der Erhaltung der Unabhängigkeit der Ukraine. „Unzählige Leben wurden bewahrt dank der deutschen Hilfe“, teilte Selenskyj bei X mit – in einer Danksagung nach dem am Montag groß gefeierten 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine.

Selenskyj veröffentlichte auch ein Glückwunschschreiben von Donald Trump, nachdem russische Medien mit Häme behauptet hatten, der US-Präsident habe in diesem Jahr nicht zum Unabhängigkeitstag gratuliert. „Der 24. August ist ein Tag, an dem wir unsere dauerhafte Freundschaft feiern, die auf 35 Jahren diplomatischer Beziehungen aufbaut, einer Verbindung, die sich seit der Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine nur noch vertieft hat“, teilte Trump demnach mit.

„Mit mutigen, tapferen und talentierten Menschen haben Sie ein großartiges Land aufgebaut“, schrieb Trump an Selenskyj. Die USA bewunderten den „widerstandsfähigen Geist“ der Ukraine, ehrten ihre Opfer und blickten zuversichtlich in ihre Zukunft als „souveräner, wohlhabender Nation“.

Selenskyj: Verkehr in Schwarzmeerhäfen deutlich zurückgegangen, aber steht nicht still

Trotz ständiger russischer Luftangriffe sind die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer nach Regierungsangaben aus Kiew nicht komplett blockiert. „Jeweils drei bis vier Schiffe fahren täglich in den Großraum Odessa hinein und wieder hinaus“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kiew. Allerdings sei der Hafenumschlag vor Beginn der russischen Drohnen- und Raketenangriffe drei- bis viermal so hoch gewesen.

Russische Ölraffinerie nach Drohnenangriff wohl vorübergehend stillgelegt

Die russische Ölraffinerie in Perm hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff Insidern zufolge ihren Betrieb eingestellt. Die Attacke vom 21. August etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt habe ein Feuer und Schäden an den technischen Einrichtungen verursacht, sagten zwei Branchenvertreter. Die wichtigste Anlage, die fast 40 Prozent der Kapazität der siebtgrößten Raffinerie Russlands ausmacht, sei abgeschaltet worden und falle voraussichtlich ein bis zwei Wochen aus. 

Eine weitere Hauptanlage stehe bereits seit einem Angriff vom 29. Juli still. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Drohnenschlag in Perm bestätigt. Der Betreiber Lukoil äußerte sich zunächst nicht. Perm liegt am östlichen Rand des europäischen Teils Russlands, nahe dem Uralgebirge.

Britischer Premier Burnham fordert mehr Flugabwehr für Ukraine

Der britische Premierminister Andy Burnham ruft die Verbündeten der Ukraine dazu auf, dem Land mehr Flugabwehrsysteme aus eigenen Beständen bereitzustellen. „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun“, sagt Burnham zu Beginn eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen. Der russische Präsident Wladimir Putin hoffe darauf, durch Angriffe auf ukrainische Zivilisten mit ballistischen Raketen den Krieg zu gewinnen. „Dies darf niemals zum Sieg führen.“ Zudem fordert Burnham schärfere Sanktionen gegen russische Öl- und Flüssigerdgas-Exporte (LNG), um den Druck auf Moskau zu erhöhen.

Neue russische Angriffe mit Verletzten am Unabhängigkeitstag

Am ukrainischen Unabhängigkeitstag ist infolge neuer russischer Angriffe mindestens ein Zivilist in der Stadt Pawlohrad getötet worden. In der Industriestadt seien zwei Menschen verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Autos seien abgebrannt und Fensterscheiben in Mehrfamilienhäusern geborsten. Zur eingesetzten Waffe machte er keine Angaben.

Parallel dazu wurden nach Behördenangaben bei einem Drohnenangriff auf das Zentrum der nordostukrainischen Großstadt Tschernihiw mindestens 20 Menschen verletzt. Zwei Frauen seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Militärgouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.

Putin ermächtigt Staat zur Übernahme schlecht geschützter Infrastruktur

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Behörden per Dekret ermächtigt, die Kontrolle über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen zu übernehmen. Damit reagiert Putin auf die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe etwa auf Ölraffinerien und Logistikzentren. 

Die Regelung erlaubt es, Vermögenswerte sowie Eigentumsrechte unter vorübergehende staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen oder Schäden nach Angriffen zu langsam beheben, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Erlass.

Betroffen sind unter anderem Einrichtungen aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Logistik und Kommunikation, die für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes von zentraler Bedeutung sind. 

Selenskyj: Ukraine erhält Kriegsgefangene zurück

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zehn als vermisst geglaubte Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückerhalten. Die Angehörigen der Streitkräfte und der Nationalgarde seien bei einer über Belarus organisierten Sonderphase des Gefangenenaustausches in die Heimat zurückgekehrt, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er veröffentlichte Fotos der in ukrainische Flaggen gehüllten Männer. Die Ukraine feiert gerade den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit.

Ratspräsident Costa fordert Einsatz für EU-Aufnahme der Ukraine

EU-Ratspräsident António Costa hat am Nationalfeiertag der Ukraine für eine entschlossene Unterstützung der EU-Beitrittsbestrebungen des Landes geworben. „Wir alle wissen, dass der Beitritt ein anspruchsvoller Prozess ist“, sagte er in einer Rede auf dem Sophienplatz in Kiew. „Doch diese Herausforderungen dürfen unsere politische Entschlossenheit nicht bremsen.“ Die EU-Erweiterung sei eine „geopolitische Notwendigkeit“.

Die Ukraine habe bereits dazu beigetragen, eine neue geopolitische EU aufzubauen. Diese übernehme die Verantwortung für ihre Verteidigung, stärke ihre strategische Autonomie und trete entschieden für das Völkerrecht und den Multilateralismus ein. Die Zukunft der Ukraine in der EU sei die beste Garantie für Sicherheit und langfristige demokratische Stabilität für die Ukraine und für Europa insgesamt, sagte Costa.

Ukraine meldet Angriff auf russische Rüstungsfabrik

Das ukrainische Militär hat in der Nacht eine russische Rüstungsfabrik in der Region Rostow angegriffen und dabei einen Brand ausgelöst. In dem Kamensky-Werk werden Raketentreibstoff, Munition und Raketensysteme hergestellt, wie der ukrainische Generalstab auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt.

Merz lobt Mut der Ukrainer zum Unabhängigkeitstag

Bundeskanzler Friedrich Merz hat zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine den Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer gewürdigt. „Mit beeindruckendem Mut verteidigen die Ukrainerinnen und Ukrainer seit Jahren die Unabhängigkeit ihres Landes gegen den brutalen russischen Angriffskrieg“, sagte der CDU-Politiker in einem Video auf X. Sie zeigten der gesamten Welt, was es heiße, für Freiheit und für einen gerechten Frieden einzustehen. „Heute, an diesem wichtigen Tag, gilt ganz besonders: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine“, sagte der Kanzler.

Selenskyj: Ukraine will Frieden – aber keine bedingungslose Kapitulation

Die Ukraine strebt nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj Frieden an, ist jedoch nicht bereit, bedingungslos zu kapitulieren. „Die Ukraine will unbedingt Frieden, doch sie ist nicht bereit, sich einfach zu ergeben“, sagt Selenskyj in einer Rede zum Unabhängigkeitstag in Kiew. Eine Abtretung des Donbass werde die russische Aggression nicht aufhalten. Man werde nicht zulassen, dass Russland die Welt täusche und glauben lasse, mit dem Verzicht auf die Region sei alles vorbei.

An den Feierlichkeiten nehmen unter anderem der britische Premierminister Andy Burnham und EU-Ratspräsident Antonio Costa teil. Burnham soll zudem ein Treffen der „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine leiten.

Die Ukraine ist anders, und sie gibt nicht her, was ihr gehört. Wolodymyr Selenskyj

EU-Kommission gibt weitere Milliardenhilfe für Ukraine frei

Die EU-Kommission gibt weitere Finanzhilfen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro für die Ukraine frei. Das Geld ist für den Kauf neuer Verteidigungssysteme wie Flugabwehr, Raketen, Munition und Radargeräte bestimmt, wie die Brüsseler Behörde mitteilt. „Da Russland seine Angriffe intensiviert, verstärken wir unsere Anstrengungen, um der Ukraine beim Schutz ihrer Bevölkerung und bei der Verteidigung ihres Luftraums zu helfen“, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Europa stehe an der Seite der Ukraine und werde liefern, was das Land benötige und wann es dies brauche.

Ukraine zielt verstärkt auf russischen Onlinehändler Ozon

Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Onlinehändlers Ozon vier seiner Logistikzentren im Süden Russlands mit Drohnen angegriffen. In einer Anlage in Machatschkala in der Republik Dagestan sei ein Feuer ausgebrochen, teilt der Wildberries-Rivale mit. Ersten Erkenntnissen zufolge seien dort mehrere Menschen verletzt worden. Der Betrieb sei eingestellt worden. Auch in einem Zentrum in der Region Krasnodar sei ein Großbrand ausgebrochen. 

Zwei weitere Logistikzentren in der Region Stawropol und in der Kaukasus-Republik Adygeja seien evakuiert worden. Diese Anlagen seien jedoch nicht beschädigt worden, erklärt Ozon weiter. In den vergangenen Tagen waren bereits zwei Ozon-Standorte angegriffen worden. Zuvor hatte die Ukraine schon auf zahlreiche Wildberries-Anlagen gezielt und dort größere Schäden verursacht.

Wadephul will Rubio in Telefonat zu neuer Initiative bringen

Bundesaußenminister Johann Wadephul will nach eigenen Angaben am heutigen Montag mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonieren und ihm Eindrücke seiner jüngsten Reise in die Ukraine schildern. Er wolle Rubio bitten, im Sinne der Ukraine persönlich aktiv zu werden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Die US-Diplomatie sei in dieser Hinsicht bisher im Wesentlichen in den Händen der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff gewesen. „Möglicherweise kann ich ihn (Rubio) selber auch veranlassen, dort noch mehr zu machen, aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt Gespräche anzustoßen.“ 

Es gebe eine Reihe anderer Länder wie die Türkei, viele Golfstaaten und Ägypten, die „einen engeren Gesprächskontakt als praktisch alle Europäer zu Russland haben“. Mit diesen Ländern spreche die Bundesregierung. Es sei an der Zeit, parallel zur anhaltenden Unterstützung der Ukraine auch diplomatisch einen neuen Anlauf zu nehmen.

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