Tote und Verletzte bei Anschlag auf CSD in Berlin: Was zum Tatverdächtigen Abdul B. bekannt ist
tzWeltStand: 26.07.2026, 07:37 UhrKommentareUns auf Google folgenIn Berlin ist ein Auto nahe dem CSD in eine Menschenmenge gefahren. Es gibt mindestens ein Todesopfer und viele Verletzte. Die Polizei fahndet na...
- 2 min read
Stand: 26.07.2026, 07:37 Uhr
Kommentare
In Berlin ist ein Auto nahe dem CSD in eine Menschenmenge gefahren. Es gibt mindestens ein Todesopfer und viele Verletzte. Die Polizei fahndet nach dem Fahrer.
Berlin – In Berlin ist am Samstagabend (25. Juli) gegen 22 Uhr ein Transporter in eine Menschenmenge unweit des Christopher Street Days (CSD) gefahren. Es gibt mindestens ein Todesopfer und 16 Verletzte, drei davon lebensgefährlich. Die Polizei sucht aktuell nach dem Fahrer. Ein mutmaßlicher Tatverdächtiger wurde bereits identifiziert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich laut Polizei um den 21-jährigen Abdul B. handeln. Er soll schlank und circa 1,90 Meter groß sein, sowie schwarze Haare haben. Zuletzt habe er einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose getragen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und der Tagesspiegel berichten, soll er erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen worden sein und Familie in der Hauptstadt haben.
Anschlag auf CSD in Berlin: Unklar, ob es einen oder mehrere Tatverdächtige gibt
Der 21-Jährige soll am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, haben. Danach habe das Fahrzeug einen Baum gerammt, so die Berliner Polizei. Eine oder mehrere Personen seien dann ausgestiegen und in unbekannte Richtung geflüchtet. Zudem sollen mehrere Personen durch „Stichwerkzeuge“ verletzt worden sein. Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben.
In den Stunden nach dem Anschlag gab es mehrere Polizeieinsätze, die in Zusammenhang mit der Tat standen. Gegen 1:10 Uhr wurde eine Wohnung im Stadtteil Schöneberg durchsucht. Eine Festnahme gab es aber nicht, da niemand angetroffen wurde, sagte Polizeisprecher Nath der dpa. Die Polizei warnt beim Onlinedienst X: „Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“
Abdul B. soll sich noch in Berlin aufhalten
Wo sich Abdul B. derzeit aufhält, ist unklar. Das Gebiet rund um den Tatort wurde abgesperrt, der Tiergarten mit Wärmebildkameras abgesucht, so der Polizeisprecher. Die Polizei geht allerdings nicht davon aus, dass sich der Tatverdächtige noch in diesem Bereich aufhält, sondern woanders in Berlin.
Die Berliner Polizei hat ein Hinweisportal eingerichtet. Zeugen können hier Hinweise sowie selbst aufgenommene Fotos und Videos hochladen. (Quellen: dpa, Polizei Berlin, Tagesspiegel) (kas)