Rhein-Dürre eskaliert: Rekord-Niedrigwasser – mit nur wenigen Zentimetern in den Herbst

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Rhein-Dürre eskaliert: Rekord-Niedrigwasser – mit nur wenigen Zentimetern in den Herbst

Stand: 09.09.2026, 07:43 Uhr

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Deutschland versinkt im Dauer-Hochdruck: Der Rhein führt so wenig Wasser wie selten, Regen bleibt aus. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Deutschland steht seit Tagen unter einer massiven Hochdruckglocke – und die zeigt sich gnadenlos. Kaum eine Wolke, kaum ein Tropfen, dafür Sonne satt. Was viele als goldenen Spätsommer feiern, lässt die Flüsse dramatisch schrumpfen.

Die Regensummen bis Montag (14. Septenber).

Die Regensummen bis Montag (14. September). So wird das nichts mit steigenden Pegeln. © METEORED/www.daswetter.com

Der Rhein ist längst schon wieder auf Rekordkurs: Bei Kaub messen wir nur noch 29 Zentimeter, in Worms sind es magere 7 Zentimeter. Werte, die selbst erfahrene Schiffer nervös machen. Und genau das haben wir an dieser Stelle bereits angekündigt. Bereits im Frühjahr hatte der Rhein-Verkehr mit Niedrigwasser zu kämpfen.

Niedrigwasser im Rhein: Warum uns dieser Herbst Millionen kosten kann

Jetzt kommt der teure Teil. Fällt der Pegel weiter, können die großen Frachter nicht mehr voll beladen fahren – manche müssen halb leer auslaufen oder bleiben gleich am Kai liegen. Kohle, Öl, Chemie, Baustoffe: alles staut sich. Die Reedereien packen dann saftige Niedrigwasser-Zuschläge drauf, Fabriken bekommen ihren Nachschub verspätet.

Genau dieser Cocktail hat uns 2018 schon böse erwischt. Und wenn es so weitergeht, reden wir auch in diesem Herbst schnell über Schäden in Millionenhöhe – am Ende zahlt der Verbraucher die Rechnung mit. Auch auf den Straßen sind die Auswirkungen deutlich spürbar.

Niedrigwasser im Rhein: Und ein Ende? Nicht in Sicht

Die Hoffnung auf Entspannung ist dünn. Zwar kühlt es in der zweiten Wochenhälfte spürbar ab, doch schon kurz darauf schiebt sich das nächste Hoch heran – und mit ihm die alte Leier: kaum Regen, viel Sonne. Ein flächendeckender Landregen, der die Böden wirklich durchtränken würde, ist bis weit in den späten September nirgends in Sicht.

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Vor allem der Süden bleibt knochentrocken und bekommt die Dürre weiter voll zu spüren. Kurzum: Wer auf den großen Regen wartet, braucht Geduld – und zwar sehr viel davon.