Top 10: Die besten Fitness-Tracker im Test – gut ab 50 Euro | heise online bestenlisten
Wer Puls, Schlaf und Schritte erfassen will, benötigt keine teure Sportuhr. Wir zeigen die besten Fitness-Tracker im Test – mit und ohne GPS, schon ab 50 Euro.Aktivitäts-Tracker, Fitness-Armband oder Fitness-Tr...
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Wer Puls, Schlaf und Schritte erfassen will, benötigt keine teure Sportuhr. Wir zeigen die besten Fitness-Tracker im Test – mit und ohne GPS, schon ab 50 Euro.
Aktivitäts-Tracker, Fitness-Armband oder Fitness-Tracker – viele Namen, ein Gerät: Die Wearables erfassen sowohl für Anfänger als auch sportliche Menschen Schritte, Strecken, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz und Schlafqualität – und das deutlich günstiger und ausdauernder als eine vollwertige Smartwatch.
Die meisten Modelle sind schlank und angenehm zu tragen, auch wenn der Trend zu großen, eckigen Farbdisplays im Stil der Apple Watch geht. In unserer Bestenliste findet sich zudem ein Armband ganz ohne Display, das sich rein auf Gesundheitsdaten konzentriert. Eines haben alle gemeinsam: Die Akkulaufzeit übertrifft die von Smartwatches mit Wear OS oder watchOS deutlich – im Test halten sie locker eine Woche oder länger durch.
Fitness-Tracker eignen sich vor allem für Cardio-Training wie Laufen oder Radfahren. Bei stark schwankender Herzfrequenz können sie zwar nicht ganz mit einem Brustgurt mithalten, werden aber immer präziser. Für Freizeitsportler bieten sie damit alles, was man benötigt.
Hinweis: Zur klareren Abgrenzung gegenüber unseren Bestenlisten zu Smartwatches und Sportuhren haben wir die Auswahl überarbeitet. Als Fitness-Tracker gelten für uns Wearables ohne erweiterte Sensorik (etwa ein Barometer) oder richtigen App-Store. Ortung per GPS (auch per Multiband-GNSS) ist erlaubt, aber nicht zwingend erforderlich. Einige Fitness-Bänder kommen bewusst ohne Display aus.
Welcher Fitness-Tracker ist der beste?
Testsieger bleibt der Fitness-Tracker Amazfit Bip 6 für rund 80 Euro – eine abgespeckte Variante der Amazfit Active 2 mit GPS, aber ohne Barometer. Dank exakter Pulsmessung könnte das Modell fast als Sportuhr durchgehen und sichert sich Platz eins.
Neuer Technologiesieger ist die Redmi Watch 6 von Xiaomi ab 84 Euro. Die gute Platzierung hat die günstige Pulsuhr dem präzisen Dualband-GNSS zu verdanken.
Der Preis-Leistungs-Sieger auf dem dritten Platz ist das Huawei Band 11 Pro für nur 49 Euro – ein preiswertes Angebot und ein echter Geheimtipp als Fitness-Tracker mit GPS.
Eine Besonderheit ist der Fitbit Charge 6 ab 79 Euro. Der Fitness-Tracker bietet als einziges Modell dieser Bestenliste eine EKG-Messung und Google-Maps-Einbindung.
KURZÜBERSICHT
Amazfit Bip 6
Der Amazfit Bip 6 ist derzeit einer der besten Fitness-Tracker. Die lange Akkulaufzeit, das exzellente Display und die starken Trainingsfunktionen überzeugen. Ein Wermutstropfen bleibt das fummelige Armband sowie das Fehlen des Musikspeichers und einer Bezahlfunktion. Dafür ist der Preis von 80 Euro fair.
VORTEILE
- hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Hyrox-Race-Modus und gute Trainingsprofile
- GPS inklusive Navigation
- hervorragende Sensoren
- guter Akku
NACHTEILE
- kein Musikspeicher
- keine Bezahlfunktion
- voller Funktionsumfang setzt kostenpflichtiges Abo voraus
Redmi Watch 6
Die Redmi Watch 6 verbessert vor allem Display und GPS-Tracking, bleibt sonst aber nah am Vorgänger. Wer die Watch 5 besitzt und mit der Helligkeit zufrieden ist, muss nicht wechseln. Für alle anderen ohne Bedarf an Musikspeicher und NFC ist sie eine hervorragende Wahl für nur 84 Euro.
VORTEILE
- gutes GPS-Tracking
- helles Display
- sehr lange Akkulaufzeit
- sehr günstig
NACHTEILE
- kein NFC
- ohne EKG
- kein Musikspeicher
- wenige Apps und Zusatzfunktionen
Huawei Band 11 Pro
Das Huawei Band 11 Pro bietet neben GPS eine lange Akkulaufzeit und viele Sportfunktionen. Die Pulsmessung beim HIIT-Training schwächelt etwas, dafür ist gegenüber dem Band 11 auch GPS an Bord. Das Preis-Leistungs-Verhältnis von 49 Euro ist exzellent.
VORTEILE
- hervorragendes GPS-Tracking
- hilfreiche Trainings- und Gesundheitsfunktionen
- brauchbares Schlaf-Tracking
- gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
- Pulsmessung bei HIIT-Einheiten ungenau
- nur rudimentäre Smart-Features
Ratgeber
Was ist der Unterschied zwischen einer Smartwatch und einem Fitness-Tracker?
Ein Fitness-Tracker ist im Prinzip eine abgespeckte und kompakte Smartwatch. Im Vordergrund stehen als Basisfunktionen der Schrittzähler samt dem Tracking von Aktivitäten sowie das Messen der Herzfrequenz. Sie sammeln kontinuierlich Bewegungsdaten und liefern ein langfristiges Zustandsbild der Gesundheit des Körpers und der sportlichen Fähigkeiten.
Als Datenlieferant sind Fitness-Tracker auf ein Smartphone angewiesen, das die Messwerte verarbeitet und aufbereitet. Jeder Hersteller setzt dabei auf eine eigene App für Android und iOS. Drittanbieter-Anwendungen direkt auf dem Tracker gibt es kaum – eine Spotify-Anbindung sucht man bei den Fitness-Armbändern in dieser Bestenliste vergeblich. Das Wearable dient lediglich als Fernsteuerung für die Musikwiedergabe auf dem Smartphone. Einen eigenen Musikspeicher bietet hier nur die Redmi Watch 5.
Ein Display ist nicht zwingend nötig, um als Fitness-Tracker zu gelten. Seit dem Whoop-Band gibt es einen Hype um Modelle ohne Bildschirm, die Aktivitäten und Schlaf möglichst unauffällig erfassen. Dazu zählen etwa das Polar Loop, Fitbit Air sowie das Amazfit Helio Strap. Auch Google plant entsprechende Geräte für seine Marke Fitbit, und Garmin soll ebenfalls daran arbeiten. Das neue Whoop 5.0 haben wir noch nicht getestet, planen das aber möglichst bald nachzuholen.
Die Grenze zwischen Fitness-Tracker und Sportuhr verschwimmt zunehmend. Der einzige klassische Vertreter im engeren Sinne ist das Xiaomi Smart Band 10 in dieser Bestenliste – günstig, kompakt und mit Fokus auf Pulsmessung. Die übrigen Modelle auf den vorderen Plätzen bieten bereits integriertes GPS und umfangreiche Trainingsprogramme.
Was kostet ein guter Fitness-Tracker?
Für Anfänger genügen einfache Fitness-Tracker ohne GPS wie das Xiaomi Smart Band 10, die grundlegende Fitnessdaten zuverlässig erfassen und rund 40 Euro kosten. Wer im Freien Sport treibt und seine Strecke genau festhalten möchte, sollte auf ein Modell mit GPS zurückgreifen – das ist bereits mit dem Huawei Band 11 Pro ab knapp 50 Euro möglich. Unser Testsieger Amazfit Bip 6 kostet knapp 80 Euro und bietet alles, was man benötigt.
Welche Fitness-Tracker haben GPS?
Ein integriertes GPS-Modul findet sich bei einem Modell für unter 50 Euro kaum. Stattdessen verwenden günstige Modelle das Ortungsmodul des Smartphones, mit dem sie gekoppelt sind. Man muss zum Laufen neben dem Wearable auch das Smartphone mitnehmen. Wir empfehlen dafür Gürteltaschen oder Sporttaschen, die man am Oberarm trägt.
Wer dennoch eigenständige Ortung wünscht, um auch ohne Smartphone eine Strecke beim Laufen festzuhalten, bekommt mit einem etwas teureren Modell ab rund 50 Euro eine vielversprechende Möglichkeit dazu. Das trifft in dieser Bestenliste auf die Amazfit Bip 6, Fitbit Charge 6, Xiaomi Smart Band 9 Pro sowie Redmi Watch 5 zu.
Sind Fitness-Tracker wasserdicht?
Fast alle hier gezeigten Fitness-Tracker sind wasserdicht – meistens nach 5 ATM, was etwa 50 Meter Wassersäule entspricht. Das heißt nicht, dass man damit auf 50 Meter hinabtauchen kann – Schwimmen ist mit den Modellen aber problemlos möglich. Zum Schnorcheln sollte die Uhr mindestens 10 ATM mitbringen – das trifft jedoch nur auf einige echte Sportuhren zu, auf keines der Fitness-Armbänder in dieser Bestenliste.
Wie genau ist ein Fitness-Tracker?
Der Testsieger Amazfit Bip 6 sowie das Xiaomi Smart Band 10 Pro und die Garmin Vivosmart 5 hinterlassen mit ihrer Pulsmessung den besten Eindruck. Selbst schnelle Belastungswechsel meistern diese Uhren zuverlässig. Andere Aktivitäts-Tracker tun sich dagegen schwer, wenn der Puls während Intervall- oder Krafttraining rasch ansteigt. Im Alltag und beim Ausdauersport liefern die optischen Sensoren jedoch ausreichend genaue Werte.
Amazfit BIP 6 heise bestenlisten
Größere Unterschiede unter den Uhren gibt es bei den Angaben zum Kalorienverbrauch. Alle Modelle in dieser Bestenliste schätzen den Blutsauerstoffgehalt (SpO2). Damit bekommt man einen weiteren Wert, der zusammen mit Ergebnissen wie dem Stresslevel den eigenen Gesundheitszustand gut abbildet. Allerdings ist dieser Wert weitgehend eine Schätzung.
Die Aufzeichnung des Schlafs und der Schlafphasen gehört bei allen Sportarmbändern zur Ausstattung. Die App zeigt den Schlafverlauf während der Nacht: Wann man ins Bett geht, einschläft und wie ruhig die Nacht war. Dazu gehören Angaben zu den Schlafphasen. Apps unterteilen die Nacht in leichten Schlaf, Tiefschlaf und REM. Allerdings erkennen die Uhren nicht immer Wachphasen richtig, was sich auf die Genauigkeit negativ auswirkt.
Wie lange hält der Akku bei einem Fitness-Tracker?
Eine Stärke des Fitness-Trackers gegenüber einer Smartwatch mit Wear OS oder der Apple Watch ist die deutlich längere Akkulaufzeit. Fünf Tage sind das Minimum, dann sind aber alle Funktionen samt dauerhafter Pulsmessung aktiv. Geräte wie das Xiaomi Smart Band 10 halten sogar fast drei Wochen durch.
Alle Geräte im Fitness-Tracker-Test waren zügig innerhalb von etwa 30 bis 90 Minuten geladen. Die Sportarmbänder nutzen dafür eigene Ladeschalen mit Induktion. Einen Standard, wie einen direkten USB-Anschluss, gibt es nicht. Das dürfte an der Wasserdichtigkeit sowie dem Staubschutz der Geräte liegen – sowie dem Kostenfaktor.
Welche Krankenkasse zahlt einen Fitness-Tracker?
Die wenigsten Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen Fitness-Tracker direkt. Allerdings bieten viele über Bonus- oder Präventionsprogramme finanzielle Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten.
Bei der Techniker Krankenkasse (TK), Barmer, DAK-Gesundheit und den IKK-Kassen können Versicherte Punkte sammeln. Voraussetzung ist regelmäßiger Sport oder ein Aktivitätsnachweis per App und Smartwatch. Die Punkte lassen sich später in Geld- oder Sachprämien umwandeln.
Ähnlich funktioniert es bei der AOK – die Regelungen variieren hier jedoch je nach Region. Manche AOKs erstatten sogar einen Teil der Kosten für Gesundheitsgeräte im Rahmen eigener Bonusprogramme. Auch die Hanseatische Krankenkasse (HEK) belohnt das Tragen einer Smartwatch und die Teilnahme an Gesundheitsaktionen mit Prämien.
Private Krankenversicherungen handhaben dies individuell. Einige Tarife übernehmen anteilig die Kosten, wenn der Fitness-Tracker im Rahmen einer Gesundheitsberatung oder Prävention eingesetzt wird. Insgesamt gilt: Zwar zahlen Krankenkassen Wearables selten direkt, fördern deren Nutzung aber zunehmend, wenn sie zu mehr Bewegung und besserer Gesundheit beitragen. Die Angaben zu den einzelnen Kassen können sich ändern (Stand: April 2026).
Welcher Fitness-Tracker eignet sich für Senioren?
Speziell für Senioren optimierte Fitness-Tracker haben wir hier nicht getestet. Generell eignen sich Geräte mit großem, gut lesbarem Display, einfacher Bedienung und zuverlässiger Gesundheitsmessung besonders gut.
Empfehlenswert wäre die Fitbit Charge 6 von Google – diese bietet exakte Pulsmessung, eine EKG-Funktion und übersichtliche Anzeige. Interessant ist ferner die Garmin Vivosmart 5 mit präzisen Sensoren und sogar einer Notfallfunktion. Diese erkennt Stürze automatisch durch Beschleunigungssensoren. Über das gekoppelte Smartphone sendet sie dann eine Nachricht mit dem aktuellen Standort an hinterlegte Notfallkontakte. Der Alarm lässt sich zudem manuell per Tastendruck auslösen. Voraussetzung ist eine aktive Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone sowie Mobilfunkempfang.
Welcher Fitness-Tracker eignet sich für Frauen?
Da Frauen meist ein kleineres Handgelenk haben, wäre eine große Smartwatch unbequem zu tragen. Da die meisten Fitness-Tracker hier relativ kompakt sind, eignen sich nahezu alle gezeigten Modelle auch für Damen. Besonders kompakt sind die Fitbit Charge 6, die Garmin Vivosmart 5 sowie das Xiaomi Smart Band 10 Pro und Smart Band 10. Passende Modelle zeigen wir auch in der Top 10: Die beste Smartwatch für Damen im Test – Apple, Garmin, Samsung & Co.
Fazit
Fitness-Tracker sind vielseitig, ordentlich verarbeitet und meistens günstig. Für unter 30 Euro bekommt man schon gute Produkte, um die zurückgelegte Strecke festzuhalten sowie Schritte zu zählen, den Puls und teilweise auch die Sauerstoffsättigung im Blut zu messen. Messungen mit einem Brustgurt sind aber genauer.
Wer vorwiegend seine Gesundheitsfunktionen bei Sport und im Alltag überwachen möchte und das Smartphone jederzeit dabeihat, für den reicht eigentlich ein preiswertes Fitness-Armband. Aktivitäts-Tracker mit GPS-Sensor starten bei rund 50 Euro.
Testsieger ist die Amazfit Bip 6, die dank exaktem Pulsmesser und GPS fast als Sportuhr durchgeht. Technologiesieger ist die Redmi Watch 6, Preis-Leistungs-Sieger das Huawei Band 11 Pro. EKG-Messung und Google-Maps-Einbindung bietet hingegen die Fitbit Charge 6.
Mehr Wearables zeigen wir in diesen Bestenlisten:
- Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin vor Huawei und Polar
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BESTENLISTE
Amazfit Bip 6
Großes Display, kleiner Preis und dazu eine lange Akkulaufzeit sowie kostenloses Kartenmaterial: Die Bip 6 setzt da an, wo der Vorgänger aufgehört hat.
VORTEILE
- hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Hyrox-Race-Modus und gute Trainingsprofile
- GPS inklusive Navigation
- hervorragende Sensoren
- guter Akku
NACHTEILE
- kein Musikspeicher
- keine Bezahlfunktion
- voller Funktionsumfang setzt kostenpflichtiges Abo voraus
Amazfit Bip 6 im Test: Fitness-Tracker mit GPS für 80 Euro überzeugt
Großes Display, kleiner Preis und dazu eine lange Akkulaufzeit sowie kostenloses Kartenmaterial: Die Bip 6 setzt da an, wo der Vorgänger aufgehört hat.
Fließtext: Mit der Bip 6 hat Amazfit jetzt den Nachfolger einer Smartwatch auf den Markt gebracht, die uns im Test mit gutem GPS-Tracking und Sportfeatures sowie einem großartigen Display überzeugen konnte. Die Bip 6 legt den Fokus erneut auf ein Allround-Paket an smarten und sportlichen Features zu einem günstigen Preis, womit die Uhr weiterhin als potenzielle Alternative zur Apple Watch für Sparfüchse fungiert.
Wir haben die Bip 6 ausführlich getestet und zeigen, was sich im Vergleich zum Vorgänger getan hat und für welche Zielgruppe sich der Kauf für rund 80 Euro lohnt.
Design
Gegenüber der Bip 5 hat Amazfit bei der Bip 6 am grundlegenden Design nichts geändert, allerdings steckt der Teufel dieses Mal im Detail. Denn obwohl das quadratische Gehäuse mit den abgerundeten Kanten, das an die Redmi Watch 4 oder die Apple Watch Series 9 erinnert, erhalten bleibt, gibt es ein paar Neuerungen. Statt auf LCD setzt Amazfit dieses Mal erfreulicherweise auf ein AMOLED-Display, das im Vergleich auch noch um 0,06 Zoll auf 1,97 Zoll in der Diagonale gewachsen ist. Die Helligkeit ist mittlerweile stufenlos verstellbar und auf mittlerem Niveau absolut ausreichend, damit wir auch bei direkter Sonneneinstrahlung die Anzeige problemlos ablesen können.
Die minimale Wölbung des Displays bleibt hingegen auch bei der Bip 6 erhalten, ebenso wie die robuste Bauweise der Uhr. Stürze und Schläge übersteht das neue Modell im Test ohne Probleme: Wir haben die Bip 6 aus anderthalb Metern auf Steinboden fallen lassen und Kettlebell Cleans damit ausgeführt, wobei die Kugelhantel gegen das Display geschlagen ist. In beiden Fällen überstand die Bip 6 das Prozedere ohne sichtbare Schäden wie Kratzer oder Risse.
Übrigens hat Amazfit bei der Bip 6 einen Kritikpunkt behoben, den wir beim Vorgänger noch bemängelt hatten: Die Smartwatch ist dieses Mal nämlich explizit bis 5 ATM wasserdicht, sodass wir sie auch problemlos zum Schwimmen nutzen können – ein echter Fortschritt gegenüber der Bip 5.
Beim Verschluss des Armbands, der uns im Test der Bip 5 negativ aufgefallen war, hat Amazfit aber leider nicht nachgebessert. Die Schließe wirkt immer noch sehr filigran und auch die Tatsache, dass wir das Armband durch eine Aussparung hinter der Schließe nach innen schieben müssen, bleibt umständlich und unbequem. Wer sich daran ebenso stört wie wir im Test, kommt dementsprechend nicht um den Kauf eines Ersatzarmbands herum.
Bilderstrecke: Amazfit Bip 6
Amazfit Bip 6
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App & Einrichtung
Wie von Amazfit gewohnt, verläuft die Einrichtung der Bip 6 über die Zepp-App absolut intuitiv und problemlos. Haben wir die App über den auf dem Display angezeigten QR-Code oder direkt im App-Store unserer Wahl heruntergeladen, können wir über das Menü „Geräte“ die Kopplung via Bluetooth starten. Das dauert nur wenige Minuten. Anschließend bekommen wir in einem kurzen Tutorial die Steuerung der Uhr erklärt.
Die App funktioniert wie gewohnt: Auf der Startseite finden wir ganz oben die Biocharge-Angabe, die Auskunft über unseren Energielevel und unsere Trainingsbereitschaft gibt. Darunter finden wir Kernmetriken wie Puls, HRV, Schlafdaten und mehr sowie in verschiedenen Kacheln aufbereitet eine grobe Datenübersicht. Klicken wir auf eine der Kacheln, können wir die einzelnen Datensätze im Detail betrachten. Die Anordnung der Kacheln können wir frei bestimmen, einzelne Kacheln lassen sich auch komplett entfernen. Die Bedienung der App geht durchweg angenehm intuitiv von der Hand.
Die Zepp-App bietet zudem ein Trainingsmenü, über das wir eigene Trainingseinheiten anlegen und planen sowie unseren Trainingszustand überprüfen können. Die App zeigt dabei gesammelte und berechnete Werte wie VO2-Max, unsere prognostizierte Erholungsdauer sowie die erfahrene Trainingsbelastung an. Zu guter Letzt können wir vom kostenpflichtigen Aura-Feature Gebrauch machen, das zusätzliche Schlafanalysen und einen KI-Schlaftrainer umfasst.
Amazfit Bip 6 - App
App der Amazfit Bip 6
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App der Amazfit Bip 6
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Tracking & Training
Amazfit hat sich inzwischen als offizieller Partner von Hyrox etabliert, entsprechend unterstützt auch die Bip 6 den Hyrox‑Race‑ und den Hyrox‑Trainingsmodus. Der Race‑Modus erfasst sowohl jede Laufrunde als auch die einzelnen Stationen eines Hyrox‑Rennens. Dieses detaillierte Tracking ist ein Alleinstellungsmerkmal aller aktuellen Amazfit‑Uhren. Ansonsten bietet die Bip 6 mehr als 140 Trainingsprofile. Das ist zwar etwas weniger als bei der Balance 2 oder der T‑Rex 3 (Pro), im Vergleich zur Konkurrenz jedoch weiterhin mehr als ausreichend.
Wie von Amazfit gewohnt, liefern die Trainingsprofile je nach Sportart sinnvolle Zusatzinformationen für die Auswertung. Hier zeigt sich, dass die Entwickler die einzelnen Disziplinen differenziert betrachten: Abseits von Laufen, Radfahren und Schwimmen beschränken sich viele Profile nicht nur auf Dauer, Kalorien und Herzfrequenz. Allerdings gibt es nach wie vor Sportarten wie Yoga, bei denen ausschließlich diese Basiswerte erfasst werden.
Positiv fällt auf, dass die Bip 6 den Trainingsassistenten von Amazfit sowie die Erstellung eigener Trainingseinheiten über die App unterstützt. Trainingsformate und einzelne Übungen lassen sich dort flexibel auswählen und anschließend direkt auf dem Display der Uhr anzeigen. Die Umsetzung ist mit wenigen Klicks erledigt und gelingt intuitiv. Zusätzlich beherrscht die Bip 6 das sogenannte intelligente Krafttraining: Werden in der App konkrete Übungen geplant, erkennt die Uhr absolvierte Sätze, Wiederholungen und Übungen automatisch. In der Praxis funktioniert das meist zuverlässig, erfordert jedoch gelegentlich manuelle Korrekturen. Praktisch ist, dass sich jeder Satz per Tastendruck separat speichern lässt und Wiederholungszahlen sowie Gewichte nachträglich angepasst werden können.
Wie alle aktuellen Sportuhren setzt auch die Bip 6 auf einen optischen Sensor zur Herzfrequenzmessung. Amazfit überzeugt hier erneut mit einer hohen Genauigkeit: Im Vergleich zu unserem Referenzgerät lagen die Abweichungen während einer einstündigen Laufeinheit bei lediglich zwei bis vier Herzschlägen in der Minute (BPM). Gegenüber einem Brustgurt fallen die Unterschiede – insbesondere bei stark schwankendem Puls, etwa bei HIIT‑Einheiten – etwas deutlicher aus, bewegen sich jedoch ebenfalls im einstelligen Bereich.
Schlaf
Beim Schlaftracking mit der Bip 6 erwarten uns im Vergleich zu anderen Smartwatches von Amazfit keine großen Überraschungen. Die Uhr setzt auf das bewährte Prinzip der Analyse anhand von Schlafphasen, Schlafdauer und Herz- sowie Atemfrequenz, die während des Schlafens gemessen werden. Basierend darauf berechnet der Algorithmus der Zepp-App eine Punktzahl von 0 bis 100. In der App finden wir zudem einen Vergleich unserer Schlafdaten mit dem Durchschnitt aller Nutzer der Zepp-App.
Wer möchte, kann in der App ein Schlafenszeit-Tagebuch führen und angeben, was man vor dem Schlafengehen getan hat (zum Beispiel gelesen, ferngesehen, Sport getrieben etc.). Dadurch lassen sich Auswirkungen verschiedener Gewohnheiten auf die Schlafqualität beurteilen. Auch unsere Stimmung nach dem Aufwachen können wir protokollieren. Dadurch erhalten wir eine umfangreiche Auswertung unseres Schlafverhaltens, wobei die subjektiven Eindrücke dabei helfen können, ein realistisches Gesamtbild zu formen. Mit einem Schlaflabor kann die Analyse zwar nicht mithalten, eine gute Orientierung liefert die Bip 6 aber allemal.
Weitere Features
Weil es sich bei der Bip 6 um eine betont günstige Smartwatch mit dediziertem Sportfokus handelt, sollte man in Hinblick auf die Auswahl an zusätzlichen Features nicht allzu große Erwartungen stellen. Wie beim Vorgänger haben wir die Möglichkeit, eine Auswahl an etwa 380 Apps zusätzlich auf der Smartwatch zu installieren, darunter Kalorienzähler, Yoga-Anleitungen oder auch Spiele.
Zusätzlich können wir die Bip 6 dank des eingebauten Mikrofons auch zum Telefonieren nutzen (einen eSIM-Slot gibt es aber nicht). Die Unterstützung für Sprachassistenten Zepp Flow und die Smartphone-Musiksteuerung sind ebenfalls wieder mit an Bord. Zepp Flow funktioniert dabei nur mittelmäßig – hier muss Amazfit abermals nachbessern. Zepp Pay wird leider nicht unterstützt, die Uhr verzichtet auf ein NFC-Modul. Immerhin gibt es aber die bereits von der Bip 5 bekannte Speicheroption für Mitgliedskarten.
Zu guter Letzt hat Amazfit auch der Bip 6 ein GPS-Modul spendiert, wodurch die Uhr nicht nur unseren Standort zuverlässig bestimmt, sondern auch herunterladbare Karten unterstützt. Der Download nimmt je nach Kartengröße wie bei anderen Amazfit-Modellen etwas Zeit in Anspruch, die Navigation funktioniert aber ordentlich. Gemessen am günstigen Preis von unter 100 Euro ist die Routenführung und die Map-Funktion der Uhr angesichts des Preises außergewöhnlich gut.
Akku
Erfreulicherweise hat Amazfit der Bip 6 auch beim Akku ein Upgrade verpasst. Statt 300 mAh wie bei der Bip 5 liegt die Ladekapazität jetzt bei 340 mAh. Der Hersteller verspricht bei typischer Nutzung eine Laufzeit von bis zu 14 Tagen, also vier Tage mehr als beim Vorgängermodell. Diese Verbesserung konnten wir im Test bestätigen: Bei drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Displayhelligkeit schaffte die Uhr tatsächlich die versprochenen 14 Tage.
Möchten wir die Bip 6 wieder aufladen, verwenden wir die beiliegende Ladeschale. Wie bei Amazfit mittlerweile üblich, ist das passende USB-C-Kabel allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.
Preis
Die Bip 6 kostet laut offizieller Preisempfehlung des Herstellers 80 Euro und liegt damit trotz diverser Verbesserungen rund 10 Euro unter dem Einführungspreis der Bip 5. Der Straßenpreis liegt zur Veröffentlichung des Tests bei 80 Euro. Die Smartwatch ist in den Farben Schwarz, Orange-Rot, Weiß, Grau und Rosa verfügbar.
Fazit
Amazfit hat mit der Bip 6 die einen der besten Fitness-Tracker der Modellreihe auf den Markt gebracht, deren Kauf sich unserer Meinung nach auch für Besitzer des Vorgängermodells lohnt. Die umfangreichen Neuerungen sowie der günstige Preis und die Alleinstellungsmerkmale aktueller Amazfit-Uhren machen die Bip 6 zu einem echten Preis-Leistungs-Tipp.
Pluspunkte sind die verbesserte Akkulaufzeit, das hervorragende Display, die guten Trainingsfunktionen und nicht zuletzt der faire Preis. Nachteile sind das immer noch fummelige Armband sowie der fehlende Musikspeicher und der Verzicht auf eine Bezahlfunktion. Allerdings gibt es unserer Meinung nach in diesem Preissegment kaum eine bessere Smartwatch oder einen Fitnesstracker, der so viele Features zu einem derartig günstigen Gesamtpaket zusammenschnürt.
Redmi Watch 6
Xiaomi möchte mit der Redmi Watch 6 günstige Smartwatches aufmischen: Die Uhr setzt auf Apple-Watch-Design, helles Display und lange Akkulaufzeit.
VORTEILE
- gutes GPS-Tracking
- helles Display
- sehr lange Akkulaufzeit
- sehr günstig
NACHTEILE
- kein NFC
- ohne EKG
- kein Musikspeicher
- wenige Apps und Zusatzfunktionen
Redmi Watch 6 im Test: Apple-Watch-Klon zum Schnäppchenpreis
Xiaomi möchte mit der Redmi Watch 6 günstige Smartwatches aufmischen: Die Uhr setzt auf Apple-Watch-Design, helles Display und lange Akkulaufzeit.
Die Redmi Watch 6 ist der neueste Ableger in der Reihe von Xiaomis günstigen Apple-Watch-Klonen, wobei der Hersteller sich im Vergleich zum Vorgänger vor allem auf Detailverbesserungen fokussiert. Das auffallend große 2,07-Zoll-AMOLED-Display punktet mit höherer Helligkeit im Vergleich zur Redmi Watch 5, während das Gehäuse und Gewicht der Uhr insgesamt schrumpfen. Eine lange Akkulaufzeit und ein günstiger Preis von 84 Euro runden das Paket ab. Wir haben uns die Redmi Watch 6 genau angeschaut und klären im Test, ob Xiaomis Konzept von „günstig, aber gut“ wirklich aufgeht.
Design & Tragekomfort
Das Design der Redmi Watch 6 ist deutlich an die Optik der Apple Watch angelehnt: Wie beim Vorgängermodell setzt Xiaomi auf das eckige Design, wobei das Display mit 2,07 Zoll gleich groß bleibt. Allerdings ist die Uhr mit 46,5 × 40 × 9,94 mm und 36 g (ohne Armband) etwas schmaler und leichter als die Redmi Watch 5. Das Gehäuse wirkt dank der Aluminiumlegierung dezent elegant, was durch die Positionierung der drehbaren Krone und des neuen Bedienknopfes noch unterstrichen wird.
Insgesamt steht die Uhr in drei Farbvarianten zur Verfügung: Schwarz, Weiß und Blau. Dadurch, dass die Redmi Watch 6 zwar ein großes Display hat, aber ansonsten schmal und leicht gebaut ist, wirkt sie auch an schlanken Handgelenken nicht klobig. Außerdem fördert die Bauweise den Tragekomfort, sodass sich die Uhr im Alltag angenehm anfühlt und auch nachts beim Schlafen nicht stört. Lediglich der Schließmechanismus des Fluorkautschuk-Armbands ist etwas fummelig: Hier gibt es eine herkömmliche Schließe aus Kunststoff, allerdings müssen wir das Armband durch eine Schlaufe nach innen schieben. Das empfinden wir als ziemlich umständlich, aber letztlich ist dieses Detail auch Geschmackssache, weshalb wir die Redmi Watch 6 dafür nicht abwerten.
Übrigens ist die Smartwatch bis zu einem Druck von 5 bar wasserdicht und lässt sich deshalb auch beim Schwimmen im Flachwasser sowie im Regen problemlos tragen. Tauchgänge sollte man mit der Redmi Watch 6 allerdings nicht unternehmen.
Display
Auf den ersten Blick hat Xiaomi beim Display kaum etwas verändert – doch ein Blick auf die Spezifikationen verrät: Unter der Haube hat sich etwas getan. Die AMOLED-Anzeige mit Always-on-Funktion leuchtet jetzt mit 2000 statt 1500 Nits und kann damit in puncto Helligkeit mit der Apple Watch mithalten. In der Praxis macht sich das deutlich bemerkbar: Das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Auflösung und Bildwiederholrate bleiben mit 432 × 514 Pixeln bei 324 ppi und 60 Hz unverändert.
Einrichtung & Bedienung
Wie andere günstige Xiaomi-Smartwatches setzt auch die Redmi Watch 6 nicht auf Googles Wear OS, sondern auf Hyper OS 3. Das schränkt die App-Auswahl zwar ein – in dieser Preisklasse ist das aber zu verschmerzen. Ein Vorteil des hauseigenen Betriebssystems: Wer die Uhr mit einem kompatiblen Xiaomi-Smartphone oder -Tablet koppelt, kann darüber auch Smarthome-Geräte des Herstellers steuern.
Um die Uhr mit unserem Smartphone zu koppeln, müssen wir die Mi Fitness App herunterladen. Die App läuft sowohl auf Android als auch unter iOS und lässt sich kostenlos im Play- oder App-Store herunterladen. Die Einrichtung selbst erfolgt via Bluetooth und dauert nur wenige Minuten. Ein kurzes Tutorial führt uns durch die wichtigsten Funktionen und die Bedienung der Uhr, bevor wir auf Wunsch die aktuelle Firmware installieren können.
In der App erhalten wir dann eine komplette Übersicht der verschiedenen Gesundheits- und Trainingsdaten, die die Redmi Watch 6 aufzeichnet. Das Hauptmenü ist in verschiedene Kacheln unterteilt, die wir für eine Detailansicht anklicken können. Im Geräte-Menü nehmen wir Anpassungen an den Ziffernblättern und Benachrichtigungen der Uhr vor.
Die Bedienung der Redmi Watch 6 erfolgt über die drehbare Krone, die Seitentaste und das Touch-Display. Dabei greifen alle Bedienoptionen ineinander, sodass wir nach kurzer Eingewöhnungszeit intuitiv durch die Menüs scrollen und Funktionen anwählen. Erfreulicherweise hat Xiaomi der Redmi Watch 6 ausreichend Leistung spendiert, sodass wir bei der Nutzung der Uhr keinen nennenswerten Ruckler oder Verzögerungen feststellen konnten. Probleme bei der Erkennung von Eingaben gab es ebenfalls nicht.
Training & Fitness
Auch bei den Trainings- und Fitnessfunktionen der Redmi Watch 6 liegen die Neuerungen im Detail verborgen. Denn auf den ersten Blick hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht viel verändert: Beide Uhren unterstützen mehr als 150 verschiedene Trainingsprofile, die jeweils unterschiedliche Datensätze aufzeichnen, und verfügen über ein integriertes GPS-Modul. Letzteres hat Xiaomi aber im Vergleich zur Redmi Watch 5 noch einmal verbessert.
Denn Xiaomi hat der Redmi Watch 6 zwei L1-Antennen für Dualband-GPS verpasst, sodass die Uhr präziser als der Vorgänger das Signal von GPS, Glonass, Galileo, QZSS und Beidou verarbeitet. Dabei nutzt die Smartwatch jeweils die Antenne mit dem besseren Empfang, was eine besonders hohe Genauigkeit garantieren soll. In der Praxis funktioniert das dann auch sehr ordentlich: Wir haben die gemessenen Daten der Redmi Watch 6 mit einer Garmin Fenix 7 verglichen und konnten auf einer 7 km langen Strecke nur geringfügige Abweichungen im zweistelligen Meter-Bereich feststellen. Eine Routennavigation hat die Smartwatch nicht zu bieten, aber das wäre in dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten.
Die Herzfrequenzmessung der Redmi Watch 6 wird von Xiaomi nicht gesondert beworben, allerdings hat sich die Anordnung des Sensors gegenüber der Redmi Watch 5 geändert. Statt übereinander sind die LEDs und Sensoren jetzt diagonal platziert. Im Praxistest macht die Pulsmessung einen ordentlichen Job. Gleichbleibende Herzfrequenz bei GA1-Einheiten und Cardio misst die Redmi Watch 6 ohne nennenswerte Abweichungen von den Ergebnissen eines Brustgurts. Lediglich bei stark schwankendem Puls während HIIT und Krafttraining kann es zu Abweichungen im Bereich zwischen fünf und sieben Schlägen pro Minute kommen.
Schlaf & Gesundheit
Nennenswerte Alleinstellungsmerkmale bei der Schlafüberwachung und beim Gesundheits-Tracking besitzt die Redmi Watch 6 keine. Standardmäßig misst die Uhr neben der Herzfrequenz auch die Blutsauerstoffsättigung und unseren Stresslevel, aber auf ein EKG-Feature müssen wir verzichten.
Das Schlaf-Tracking entspricht dem Standard vergleichbarer Smartwatches und misst neben Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie der Herzfrequenz unsere Wachzeiten sowie die Dauer der einzelnen Schlafphasen. Die Ergebnisse machen auf uns einen nachvollziehbaren Eindruck. Wachzeiten werden von der Uhr größtenteils genau erkannt, allerdings kam es zu vereinzelten Aussetzern. Der aus der Mi Fitness App bekannte Plan zur Verbesserung der Schlafhygiene ist ebenfalls verfügbar und bietet eine hilfreiche Unterstützung auf niedrigem Niveau.
Das Zyklustracking ist, wie in anderen Tests von Xiaomi-Produkten bereits angemerkt, zwar vorhanden, bietet aber nur einen begrenzten Mehrwert. Wir können Dauer von Zyklus und Periode sowie den vergangenen Termin der letzten Periode angeben, damit der Algorithmus den Beginn der nächsten Periode berechnet. Das war es dann aber auch schon. Optionen zur Angabe von Symptomen oder anderen Daten gibt es nicht.
Weitere Features
Die Redmi Watch 6 verfügt trotz des günstigen Preises über ein integriertes Mikrofon, über das wir via Bluetooth die auf unserem Handy eingehenden Anrufe beantworten können. Die Sprach- und Klangqualität geht in Ordnung, ist aber kein Highlight. Ansonsten können wir Musik, die wir auf dem Smartphone wiedergeben, über die Uhr steuern. Leider müssen wir auf einen integrierten Musikspeicher ebenso verzichten wie auf ein NFC-Modul für kontaktloses Bezahlen.
Akku
Als maximale Akkulaufzeit gibt Xiaomi für die Redmi Watch 6 wie beim Vorgängermodell bis zu 24 Tage im Sparmodus an. Im täglichen Gebrauch liegt dieser Wert bei bis zu 14 Tagen. Wir haben die Uhr im Test mit aktivierten Benachrichtigungen und ohne Always-on-Display, mit Pulsmessung und drei eineinhalbstündigen Sporteinheiten pro Woche ausprobiert und mussten nach gut 12 Tagen erneut laden.
Preis
Während Xiaomi die unverbindliche Preisempfehlung für die Redmi Watch 5 mittlerweile von 110 Euro auf 100 Euro herabgesetzt hat, verkauft der Hersteller die Redmi Watch 6 direkt von Beginn an für 100 Euro. Der Straßenpreis für das neue Modell liegt zum Testzeitpunkt bei rund 84 Euro. Gemessen daran, was die Uhr zu bieten hat, empfinden wir die UVP als fairen Preis. Es gibt zudem eine Variante mit NFC ab 117 Euro.
Fazit
Xiaomi hat die Redmi Watch 6 gegenüber dem Vorgänger in einigen Details verbessert. Vor allem das Display macht einen deutlichen Schritt nach vorne, auch das GPS-Tracking wird genauer. Bei den Funktionen bleibt aber vieles gleich – allzu große Neuerungen sollte man nicht erwarten.
Wir sehen die Redmi Watch 6 als luxuriösen Fitness-Tracker, der hart an der Grenze zur Sportuhr kratzt. Als echte Smartwatch taugt sie wegen der rudimentären Software jedoch nicht. Wer bereits die Redmi Watch 5 besitzt und mit der Displayhelligkeit zufrieden ist, muss nicht wechseln. Für alle anderen gilt: Wer auf Musikspeicher und NFC verzichten kann, bekommt eine der besten Smartwatches unter 100 Euro.
Huawei Band 11 Pro
Mit dem Band 11 Pro schickt Huawei seinen Fitness-Tracker in eine neue Runde, neu an Bord ist GPS. Was hat sich sonst getan, und für wen lohnt sich der Kauf?
VORTEILE
- hervorragendes GPS-Tracking
- hilfreiche Trainings- und Gesundheitsfunktionen
- brauchbares Schlaf-Tracking
- gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
- Pulsmessung bei HIIT-Einheiten ungenau
- nur rudimentäre Smart-Features
Huawei Band 11 Pro im Test: Guter Fitness-Tracker mit GPS ab 50 Euro
Mit dem Band 11 Pro schickt Huawei seinen Fitness-Tracker in eine neue Runde, neu an Bord ist GPS. Was hat sich sonst getan, und für wen lohnt sich der Kauf?
Und jährlich grüßt das Murmeltier: Huawei bringt eine neue Generation seines Fitness-Trackers auf den Markt. Ab knapp 49 Euro will das Band 11 Pro mit minimalistischem Design, integriertem GPS und Pulswellenanalyse die Sparfüchse unter den ambitionierten Hobbysportlern locken. Ob sich der Kauf lohnt und wie sich der Tracker gegenüber dem Vorgänger schlägt, klären wir im Test.
Design & Tragekomfort
Huawei hat sich für das Band 11 Pro maximalen Minimalismus auf die Fahnen geschrieben, zumindest in Bezug auf das Design. Das bedeutet: Der Tracker verfügt über ein schmales, rechteckiges Gehäuse mit abgerundeten Kanten, das aus Aluminium gefertigt ist und dadurch elegant und dezent wirkt. Die einzige physische Bedientaste ist in das Gehäuse eingelassen, was den minimalistischen Anspruch unterstreicht.
Das Band 11 Pro gibt es in drei Farbvarianten: mit schwarzem Gehäuse und schwarzem Fluorelastomerarmband sowie mit silbernem Gehäuse und wahlweise blauem Fluorelastomer- oder grünem Nylonarmband. Das Kunststoffarmband schließt klassisch mit einer Plastikschnalle, das Nylonarmband mit Klettverschluss. Preisunterschiede zwischen den Farben gibt es nicht.
Die Wasserdichtigkeit liegt beim Band 11 Pro bei 5 ATM, was bedeutet, dass der Tracker einem statischen Wasserdruck in einer Tiefe von 50 Metern für bis zu 10 Minuten standhält. Damit können wir das Gerät zum Schwimmen in flachem Wasser benutzen und es unter der Dusche oder bei Regen tragen.
Was den Tragekomfort betrifft, lässt das Band 11 Pro keine Wünsche offen. Der Tracker ist mit 18 g (ohne Armband) ein Leichtgewicht, das man im Alltag praktisch nicht spürt. Wer sich an den Nachteilen eines Kunststoffarmbands stört, kann das Armband auch gegen ein anderes Modell austauschen.
Display
Das AMOLED-Display des Band 11 Pro ist 1,62 Zoll groß und erreicht laut Hersteller eine Spitzenhelligkeit von 2000 Nits. Damit ist die Anzeige 27 Prozent größer als beim Vorgänger, auch die Helligkeit soll sich gegenüber dem Band 10 verbessert haben. Im Test können wir das insofern bestätigen, als sich das Display sehr hell einstellen lässt und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt.
Die Helligkeit lässt sich stufenlos regeln, eine automatische Anpassung an die Umgebungshelligkeit gibt es ebenfalls. Zudem bietet das Display eine Always-on-Funktion. Etwas umständlich: Die Helligkeitseinstellung versteckt sich im Optionsmenü und ist nicht direkt über den Schnellzugriff erreichbar.
Huawei Band 11 Pro
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Einrichtung & Bedienung
Das Band 11 Pro funktioniert wie andere Huawei-Wearables nur in Verbindung mit der Huawei Health App. Diese können wir wegen der US-Sanktionen gegen China nicht im Google Play Store herunterladen. Für die Installation ist also ein Sideload nötig, mit dem man die App aus einer anderen Quelle bezieht – dazu muss man einmalig die Genehmigung erteilen. Hierzu scannen wir einen QR-Code, der direkt nach dem ersten Hochfahren auf dem Display des Band 11 Pro angezeigt wird. Bei Samsung und Honor findet sich die App jedoch auch in den jeweiligen App-Stores der Hersteller.
Haben wir die App heruntergeladen und installiert, müssen wir ein Benutzerkonto anlegen oder uns mit einem bestehenden Account einloggen. Der Einrichtungsvorgang selbst dauert insgesamt nur wenige Minuten. Danach bekommen wir eine kurze Anleitung zur Bedienung des Trackers auf dem Display angezeigt. Dabei steuern wir das Band 11 Pro mit Wischgesten und dem Bedienknopf am Gehäuse. Der Bildschirm verarbeitet unsere Touch-Eingaben zuverlässig und hatte auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern keine Probleme.
Training & Fitness
Wie es sich für einen Fitness-Tracker gehört, hat das Huawei Band 11 Pro eine ganze Reihe an Sport- und Aktivitätsfeatures zu bieten. Mehr als 100 verschiedene Profile decken diverse Ausdauersportarten, aber auch Krafttraining, Ballsportarten und Exoten wie Klettern oder Skilanglauf ab. Der Fokus liegt dabei auf zusätzlichen Funktionen für Lauf- und Radsportler, die von ergänzenden Datenprofilen profitieren. Der Tracker berechnet basierend auf unserer Leistung die voraussichtlichen Zielzeiten für verschiedene Laufdistanzen und liefert eine Formanalyse mit Werten wie Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit und vertikaler Oszillation (Aufwärtsbewegung des Rumpfes beim Laufen).
Wer häufig auf dem Rad unterwegs ist, kann sich neben der zurückgelegten Distanz auch das aktuelle sowie das durchschnittliche Tempo anzeigen lassen. Die Aufzeichnung ersetzt zwar keinen Radcomputer, aber das sollte auch nicht der Anspruch eines Fitness-Trackers sein. Nützlich sind die Sportprofile aber allemal, vor allem, weil einige Profile nützliche Zusatzdaten aufzeichnen: Beim Seilspringen etwa registriert der Tracker die absolvierten Sprünge ebenso wie Unterbrechungen beim Springen.
Für die Messung der Herzfrequenz hat Huawei dem Band 11 Pro einen optischen Sensor mit drei Leuchtdioden spendiert. Das entspricht dem Standard vergleichbarer Geräte, beeinflusst aber auch teilweise die Genauigkeit der Messung. Die überzeugt in unserem Test nämlich nur teilweise: Bei Grundlagenausdauertraining mit gleichbleibendem Puls macht der Tracker einen guten Job und liefert Werte, die lediglich im geringen einstelligen Bereich von den Messungen eines Brustgurtes abweichen.
Sobald wir aber HIIT-Einheiten durchführen, bei denen unsere Herzfrequenz stark variiert, kommt das Band 11 Pro schnell an seine Grenzen. Es produziert dann gegenüber dem Pulsgurt teils um mehr als zehn Schläge pro Minute abweichende Daten. Deshalb gilt: Wer den Tracker zur Pulsmessung beim Laufen oder Radfahren ohne Intervalltraining nutzen möchte, kann sich auf die Daten verlassen; alle anderen sollten eher auf einen Brustgurt zurückgreifen.
Das große Alleinstellungsmerkmal des Huawei Band 11 Pro gegenüber dem normalen Band 11 und dem Band 10 ist das integrierte GPS-Modul. Welche GNSS-Systeme der Tracker im Einzelnen unterstützt, verrät Huawei allerdings nicht. In unserem Test macht das Positions-Tracking dennoch einen hervorragenden Job und zeichnet Strecken zuverlässig und genau auf.
Zurückgelegte Distanzen können wir nachträglich in der App anschauen, wobei die Abweichungen von der tatsächlichen Strecke minimal ausfallen und für einen Tracker dieser Preiskategorie absolut in Ordnung sind. Eine klassische Navigation mit Abbiegehinweisen gibt es beim Band 11 Pro trotz GPS-Modul nicht, und auch die Übertragung vorgefertigter Routen über die Huawei Health App wird von dem Tracker nicht unterstützt.
Als zusätzliche Features bietet die Huawei Health App die Möglichkeit, basierend auf individuellen Bedürfnissen konkrete Trainingspläne für verschiedene Laufdistanzen zu generieren. Der erstellte Plan basiert auf Daten wie Körpergröße, Alter, Gewicht und Lauferfahrung und macht grundsätzlich einen soliden Eindruck.
Zusätzlich gibt es sogenannte VIP-Angebote, für die eine kostenpflichtige Huawei Health+ Mitgliedschaft erforderlich ist. Wer ein Abo abschließt, bekommt die ersten drei Monate kostenlos und zahlt dann 8 Euro pro Monat. Bestandteile des Angebots sind neben Lauf- und Fitnessplänen auch Meditationsangebote und Tools zur Ernährungsanalyse.
Huawei Band 11 Pro App
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Schlaf & Gesundheit
Beim Schlaf-Tracking erwarten uns im Fall des Huawei Band 11 Pro keine großartigen Überraschungen. Wer bereits einen Huawei-Tracker oder eine Huawei-Smartwatch besitzt, findet sich schnell zurecht, aber auch andere Nutzer finden sich in wenigen Minuten mit dem Konzept zurecht. Der Tracker misst unsere Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung und die Atemfrequenz. Alle diese Werte wirken im Test plausibel und die Messungen stimmen bis auf minimale Abweichungen mit denen unseres Kontrollgerätes (Garmin Fenix 7) überein.
Über das Schlaf-Tracking zeichnet das Band 11 Pro die Dauer unserer Schlafphasen auf und erkennt zuverlässig auch eventuelle Wachmomente. Nickerchen, die wir tagsüber einschieben, werden ebenfalls registriert. Basierend auf den gemessenen Daten bewertet die Huawei Health App unseren Schlaf auf einer Skala bis 100. Die Bewertung entsprach während des Tests unserem subjektiven Empfinden, kann aber selbstverständlich keine Schlaflabormessung ersetzen.
Wie bei der Huawei Watch GT 6 gibt es auch beim Huawei Band 11 Pro eine Pulswellenanalyse, die Hinweise auf Vorhofflimmern und andere Herzrhythmusstörungen liefern soll. Auch hier gilt: Die Messung liefert im Test plausible Ergebnisse, ersetzt jedoch weder ein EKG noch eine ärztliche Untersuchung und dient lediglich der groben Orientierung.
Ein großer Pluspunkt des Band 11 Pro sind die in der Huawei Health App verfügbaren Features zur Frauengesundheit. Die Software bietet nämlich ein umfangreiches Menü für das Zyklustracking, mit dessen Hilfe wir den Eisprung und fruchtbare Tage berechnen lassen können. Dazu geben wir Zeitpunkt und Dauer der vergangenen Periode sowie des Zyklus an. Zusätzlich berücksichtigt die App dann Daten wie Herzfrequenz, Atmung und Körpertemperatur. Letztere können wir zudem manuell im Notizfeld zu jedem Zyklustag eingeben. Außerdem bietet die App umfangreiche Möglichkeiten, um Zyklussymptome und den Zustand des Zervixschleims zu notieren.
Weitere Features
Nennenswerte Zusatzfeatures hat das Huawei Band 11 Pro kaum zu bieten. Der Tracker informiert über eingehende Anrufe und Benachrichtigungen, verzichtet aber auf eine Schnellantwortfunktion. Ansonsten unterstützt er erwartungsgemäß die Musiksteuerung auf dem Smartphone, den Fernauslöser für die Smartphone-Kamera und die Wetter- sowie Kalender-App unseres Smartphones. Timer, Stoppuhr und Wecker gibt es ebenfalls, aber das war es dann auch schon. Einen integrierten Musikspeicher, eine Freisprecheinrichtung mit Support für Sprachassistenten oder eine Bezahlfunktion via NFC gibt es nicht.
Akku
Das Band 11 Pro ist mit einem 300-mAh-Akku ausgestattet, der bei normaler Nutzung bis zu acht Tage und bei leichter Nutzung bis zu 14 Tage durchhalten soll. Als normale Nutzung beschreibt Huawei den Gebrauch des Trackers mit aktivierter Herzfrequenzmessung und Trusleep, aktivierten Benachrichtigungen, automatischer Messung von Stress und Blutsauerstoffsättigung sowie einer Stunde an Sport pro Woche. Wir haben den Tracker ohne Always-on, aber mit allen aktivierten Messungen und drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche getestet, davon zwei Trainings mit GPS-Tracking. Dabei hielt der Tracker eine knappe Woche durch, was für ein Gerät dieser Preisklasse ein sehr ordentlicher Wert ist.
Preis
Das Huawei Band 11 Pro kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung (UVP) jeweils 75 Euro, unabhängig von der gewählten Farbvariante. Der Straßenpreis für das Huawei Band 11 Pro liegt zum Testzeitpunkt bei rund 49 Euro.
Fazit
Das Huawei Band 11 Pro ist definitiv einer der besten Fitness-Tracker, die es aktuell auf dem Markt gibt, wenn man weiß, was man will. Ein ganz großer Pluspunkt ist das integrierte GPS-Tracking, das in dieser Preiskategorie keine Selbstverständlichkeit ist. Die Akkulaufzeit, die Displayhelligkeit und die zahlreichen nützlichen Funktionen für Sport, Training und Gesundheit können ebenfalls überzeugen.
Federn lassen muss der Tracker hingegen bei der Genauigkeit der Pulsmessung während HIIT-Einheiten mit stark schwankender Herzfrequenz. Weiterhin halten sich die Verbesserungen gegenüber dem Huawei Band 10 in Grenzen, vom GPS-Modul abgesehen. Schließlich dürfte der Mangel an smarten Features darüber entscheiden, ob das Band 11 Pro den Kauf wert ist oder nicht.
Wer einen hervorragenden Fitness-Tracker mit GPS-Modul sucht, aber möglichst wenig Geld ausgeben möchte, kann bedenkenlos zum Band 11 Pro greifen. Wünscht man sich aber zusätzliche Features wie einen Musikspeicher und eine Bezahlfunktion oder besitzt bereits das Band 10 und kann auf GPS verzichten, dann lohnt sich das Band 11 Pro eher nicht.
Fitbit Charge 6
Die Fitbit Charge 6 ist ein hochwertiger Fitness-Tracker mit EKG- und GPS-Funktion sowie Google-Dienste. Was sich gegenüber dem Vorgänger getan hat, zeigt der Test.
VORTEILE
- automatische Bewegungserkennung
- Integration von Google Maps
- Bezahl-Feature via Google Wallet (mit Einschränkungen)
NACHTEILE
- kostenpflichtiges Premium-Abo für viele Funktionen
- teils fummelige Bedienung
- Musiksteuerung nur über Youtube Music mit Premium-Abo
Fitbit Charge 6 im Test: Fitness-Tracker mit EKG, GPS & Google-Diensten
Die Fitbit Charge 6 ist ein hochwertiger Fitness-Tracker mit EKG- und GPS-Funktion sowie Google-Dienste. Was sich gegenüber dem Vorgänger getan hat, zeigt der Test.
Mit der Fitbit Charge 6 kommt die Neuauflage der Charge 5 (Testbericht) auf den Markt – dem Platzhirsch der Fitness-Tracker mit EKG. Nach der endgültigen Übernahme durch Google befürchteten viele Fitbit-Fans das Ende der Markenidentität. Wir haben uns die Charge 6 deshalb im Test genauer angeschaut und erklären, wie die Anbindung von Fitbit an Google funktioniert und ob sich der Kauf der Charge 6 im Vergleich zum Vorgängermodell lohnt.
Design
Das Offensichtliche direkt vorweg: Optisch gleichen sich die Charge 5 und die Charge 6 fast wie ein Ei dem anderen, denn abgesehen von der Farbgebung des Gehäuses und des Armbands hat sich in Hinblick auf das Design nichts getan. Alle Bestandteile beider Tracker bestehen aus denselben Materialien, nämlich Aluminium, Glas und Harz (Gehäuse) sowie Silikon und Aluminium (Armband).
Bei der Größe des Displays hat sich ebenso nichts getan wie beim Lieferumfang. Sowohl die Fitbit Charge 5 als auch die Charge 6 verfügen über ein AMOLED-Display. Beiden Modellen liegen neben dem eigentlichen Tracker und dem Ladekabel ein Wechselarmband in Größe S und L bei.
Schließlich gleichen sich beide Tracker auch in Bezug auf die Wasserdichtigkeit: Die Charge 5 und 6 sind jeweils bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserabweisend. Sie überstehen also ein Eintauchen in Wasser beim Schwimmen oder Spritzwasser unter der Dusche, sind aber nicht für lange Tauchgänge geeignet. Der Hersteller weist außerdem darauf hin, dass die Wasserdichtigkeit durch Verschleiß oder Reparaturen mit der Zeit nachlassen kann.
Einrichtung, App und Fitbit Premium
Grundsätzlich hat sich bei der Einrichtung der Fitbit Charge 6 im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls nichts geändert. Wer den Tracker nutzen möchte, muss die zugehörige Fitbit-App im Play Store herunterladen und die Charge 6 darüber an das eigene Smartphone koppeln. Neu ist mittlerweile, dass Nutzer ein Google-Konto bei der Einrichtung angeben müssen – ohne Account beim neuen Fitbit-Mutterkonzern läuft nämlich gar nichts. Wer vorher schon ein separates Fitbit-Konto besessen hat, kann die entsprechenden Daten aber importieren.
Haben wir den Tracker eingerichtet und das aktuelle Update heruntergeladen (der Vorgang dauert nur ein paar Minuten), erklärt uns die App die Funktionen der Charge 6 und empfiehlt uns direkt, eine sechsmonatige Fitbit Premium-Mitgliedschaft abzuschließen. Wer alle Funktionen des Trackers nutzen möchte, kommt um dieses Abo nicht herum, das mit 80 Euro pro Jahr oder 9 Euro pro Monat zu Buche schlägt – ein stolzer Preis für Funktionen, die es bei der Konkurrenz umsonst gibt. Premium-Kunden bekommen für ihr Geld immerhin zusätzliche Informationen über ihr Schlafverhalten, angeleitete Trainingseinheiten, Rezepte für eine gesunde Ernährung und einen ausführlichen, monatlichen Gesundheitsbericht.
Die Fitbit-App hat sich trotz der Übernahme durch Google nicht großartig verändert. Auf dem Hauptbildschirm bekommen wir auf einen Blick zurückgelegte Schritte, Zonenminuten, absolvierte Kilometer und Energieverbrauch in Kilokalorie (kcal) angezeigt. Darunter gibt es Kacheln für verschiedene Daten wie Schlaf, Training, Aktivität, Gesundheit, Ernährung und Stress. Ein Klick auf die jeweilige Kachel führt uns zu einer detaillierten Übersicht der einzelnen Daten, die wiederum in verschiedene Unterkategorien aufgeteilt sind. All das ist sehr übersichtlich und leicht verständlich angeordnet, verschwindet aber teils hinter einer Paywall.
Denn wer den vollen Funktionsumfang des Fitbit-Trackers und der App nutzen möchte, kommt um ein Fitbit-Premium-Abo nicht herum. Fitbit Premium beinhaltet dabei unter anderem erweiterte Trainingsdaten, einen Coach für spezielle Trainingseinheiten, gesonderte Indizes für Stress und Schlaf, Meditationsübungen, Rezepte für eine gesunde Ernährung sowie einen Gesundheitsbericht. Letzterer fasst alle Gesundheitsdaten eines Monats zusammen und wertet sie umfassend aus.
Wer eine Fitbit Charge 6 kauft, bekommt ein sechsmonatiges Premium-Abo kostenlos dazu. Danach kostet die Mitgliedschaft bei Fitbit Premium 9 Euro pro Monat oder 80 Euro pro Jahr. Das Abo lässt sich über die Einstellungen im Google Play Store verwalten und flexibel kündigen. Trotz des recht stolzen Preises von bis zu 9 Euro monatlich halten wir das Angebot insofern für fair, als Nutzer den Dienst immerhin sechs Monate gratis und ohne weitere Verpflichtung testen können. Dabei ist Fitbit Premium ein zentraler Bestandteil der Fitbit-Nutzungserfahrung, ohne den der Tracker in seinen Funktionen doch arg beschnitten daherkommt. Ob sich Fitbit Premium wirklich lohnt, hängt aber vom persönlichen Gebrauchsverhalten ab.
Fitbit Charge 6 – App-Screenshots
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Aktivität und Training
Weil es sich bei der Charge 6 um einen Fitness-Tracker handelt, liegt der Fokus der Hardware wenig überraschend auf dem Tracking von körperlichen Aktivitäten. Wie schon beim Vorgängermodell setzt Hersteller Fitbit wieder auf das Modell der Zonenminuten: Sobald unser Puls mit mehr als 109 Schlägen pro Minute schlägt, zeichnet die Charge 6 eine Aktivität auf, deren Dauer in Zonenminuten gezählt wird. Wer möchte, kann ein wöchentliches Ziel für die Zonenminuten in der App festlegen – der Tracker informiert uns dann auf dem Display und zusätzlich per Vibration, sobald wir dieses Ziel erreicht haben.
Zudem gibt es einen Stressmanagement-Index, der basierend auf der Messung von Herzfrequenz, Schlafrhythmus und elektrodermaler sowie körperlicher Aktivität einen Wert von 0 bis 100 berechnet. Dabei gilt: je höher der Wert, desto besser. Den vollen Funktionsumfang bekommen allerdings nur Premium-Nutzer geboten. Alle anderen erhalten lediglich die Anzeige des jeweiligen Stresslevel-Werts, ohne tiefergehende Analyse.
Daneben zeichnet die Charge 6 verschiedene Gesundheitswerte wie Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur, Sauerstoffsättigung und Ruheherzfrequenz auf. Diese Features gehören zum Standardrepertoire eines Fitness-Trackers und waren auch schon bei der Charge 5 vorhanden. Zusätzlich gibt es aber die Möglichkeit, sich von dem Tracker bei einem unregelmäßigen Herzrhythmus informieren zu lassen.
Daneben verfügt die Charge 6 auch über eine EKG-Funktion. Mit dieser Funktion können wir unseren Herzrhythmus prüfen, indem wir für 30 Sekunden den Daumen und Zeigefinger an das Gehäuse des Trackers halten. Die Auswertung bekommen wir dann auf dem Display des Trackers angezeigt. Sowohl die A-Fib-Warnung als auch das EKG müssen wir in der App einrichten. Beide sind selbstverständlich kein Ersatz für eine medizinische Diagnose oder ein professionelles 1-Kanal-EKG beim Arzt. Trotzdem kann das Feature vorbelasteten Personen dabei helfen, ein mögliches Vorhofflimmern rechtzeitig zu erkennen.
Beim Aufzeichnen von Trainingseinheiten können wir derweil aus mehr als 40 verschiedenen Trainingsmodi wählen – eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 20 Profilen, die die Charge 5 noch zu bieten hatte. Doch auch darüber hinaus kommen Nutzer der Charge 6 in den Genuss einiger Pluspunkte.
Denn wie schon die Vorgänger verfügt auch die Charge 6 über eine automatische Trainingserkennung. Die funktioniert zwar wie gehabt nur für Cardio-Sportarten wie Laufen, Gehen, Radfahren und Schwimmen, dafür arbeitet sie in unserem Test aber gewohnt zuverlässig. Wer möchte, kann individuell festlegen, ab wie vielen Minuten Aktivität die automatische Trainingserkennung aktiviert werden sollte.
Erhalten bleibt bei der Charge 6 auch die Berechnung des VO2-Maximums, die einen Orientierungswert für Hobbysportler bietet. Ansonsten fallen die Trainingsfeatures der Charge 6 allerdings nur rudimentär aus: Es gibt keine Möglichkeiten der Wettkampfplanung oder umfassendere Funktionen für Sportler – aber die erwartet vermutlich auch niemand von einem reinen Fitness-Tracker.
Fitbit Charge 6 – Bilderstrecke
Fitbit Charge 6
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Zusatzfunktionen dank Google
Als Google die Features der Fitbit-Hardware zugunsten eigener Apps und Dienste beschnitt, hagelte es zunächst reihenweise Kritik. Allerdings hat die Implementierung verschiedener Google-Software auch positive Effekte auf die Funktionen der Fitbit Charge 6.
Zwar gibt es eine Musiksteuerung, aber nur noch via Youtube Music und in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Abo von Youtube Premium. Die Einrichtung erfolgt über die App und ist in wenigen Minuten erledigt. Wir können dann direkt über das Display der Fitbit Charge 6 aus Playlisten auswählen, zuvor abgespielte Titel abspielen oder uns konkrete Workout-Musik vorschlagen lassen.
Ferner ersetzt Google Wallet jetzt die frühere Fitbit-Pay-Funktion. Das hat den Vorteil, dass einige Features von Google Wallet jetzt in Kombination mit der Charge 6 funktionieren. Wir können also etwa Kreditkarten für das kontaktlose Zahlen oder digitale Konzertkarten hinterlegen. Allerdings gibt es hier Einschränkungen: Nicht alle Bezahlmöglichkeiten sind verfügbar, nicht jede Bank wird unterstützt. Fitbit gibt eine Übersicht darüber, welche Banken hierzulande mit Google Wallet zusammenarbeiten. So funktioniert die Bezahlung über Kreditkarten von ING nicht. Die Mastercard von 1822 wird nicht unterstützt, ebenso wenig Paypal, wie einige Kunden im Fitbit-Forum beklagen.
Ein ganz großes Plus ist aber schließlich die Implementierung von Google Maps. Anders als viele andere Fitness-Tracker unterstützt die Charge 6 via Google Maps nämlich die Navigation. Wer das Feature einrichtet, kann sich auf dem Display des Trackers die Navigationsanweisungen anzeigen lassen. Ein GPS-Tracking gibt es ebenfalls, was die Aufzeichnung von Cardio-Einheiten enorm vereinfacht. Beides funktionierte in unserem Test übrigens problemlos. Die Wetter-App wurde allerdings entfernt.
Schlaf-Tracking
Beim Schlaf-Tracking bietet die Charge 6 gewohnte Fitbit-Standardkost, weshalb wir an dieser Stelle nur kurz darauf eingehen. Schlafphasen und Ein- sowie Aufwachzeitpunkt zeichnet der Tracker zuverlässig auf und auch der Wecker funktioniert zuverlässig. Wer möchte, kann einen Aufwachzeitraum einstellen, währenddessen uns die Uhr dann per Vibration weckt, sobald wir uns gerade in einer leichten Schlafphase befinden. Anhand unserer Schlafdaten berechnet die Fitbit-App einen Index, der unseren Schlaf auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet und eine gute Orientierung für langfristige Trends bei der eigenen Schlafhygiene liefert.
Akkulaufzeit
Fitbit gibt die Akkulaufzeit der Charge 6 mit maximal 7 Tagen an. Diesen Wert konnten wir im Test größtenteils bestätigen – bei uns hielt der Tracker mit drei Trainingseinheiten pro Woche und aktiviertem Gesundheitstracking sowie Benachrichtigungen etwa 6 Tage. Das ist zwar ein passabler Wert, aber hier wäre schon etwas mehr drin gewesen, wenn man sich die rund zweiwöchigen Laufzeiten der Konkurrenz anschaut.
Preis
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 160 Euro ist die Fitbit Charge 6 im oberen Preissegment für Fitness-Tracker angesiedelt. Sie kostet das Dreifache gegenüber vergleichbaren Modellen von Huawei und Co. Fitbit verkauft die Charge 6 in drei Farbvarianten (Obsidian/Black Aluminium, Porcelain/Silver und Coral/Champagne Gold). Der Straßenpreis für den Tracker liegt aktuell bereits bei 79 Euro.
Fazit
Obwohl Fitbit im Bereich der Fitness-Tracker eins als Vorreiter galt, verlieren die Geräte des einstigen Platzhirschs zunehmend an Bedeutung. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass Google die Funktionen zugunsten eigener Dienste umfassend beschnitten hat, sondern auch damit, dass die Konkurrenz von Huawei und Co. längst günstigere und teils sogar technisch bessere Alternativen auf den Markt gebracht hat.
Die Fitbit Charge 6 ist deshalb kein schlechtes Produkt. Der Tracker macht das, was er sollte, und zwar wirklich gut. Allerdings rechtfertigen die Features mittlerweile kaum noch den im Vergleich zur Konkurrenz hohen Preis sowie das Premium-Abo, ohne dass die Charge 6 doch arg simplifiziert daherkommt. Wer mit dem Kauf dieses Trackers liebäugelt, sollte sich also überlegen, ob Fitbit Premium den monatlichen Abopreis wert ist – und ansonsten lieber zur Konkurrenz greifen.
Xiaomi Smart Band 10 Pro
Xiaomi hat das Smart Band 10 Pro mit GPS, verbessertem Display und einer praktischen Neuerung ausgestattet – wir haben den Tracker getestet
VORTEILE
- gutes GPS-Tracking
- große Auswahl an Trainingsprofilen
- umfangreiches Schlaftracking
- gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
- keine Bezahlfunktion
- Kopplung an zwei Smartphones eingeschränkt verfügbar
- kaum nennenswerte Neuerungen
Xiaomi Smart Band 10 Pro im Test: Einer der besten Fitness-Tracker
Xiaomi hat das Smart Band 10 Pro mit GPS, verbessertem Display und einer praktischen Neuerung ausgestattet – wir haben den Tracker getestet
Wenn Xiaomi einen Fitness-Tracker neu auflegt, sind die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger meist überschaubar. Beim Smart Band 10 Pro hat der Hersteller aber doch ein paar Anpassungen vorgenommen, die den Kauf auch für Besitzer der Vorgängerversion interessant machen können. Das Smart Band 10 Pro bietet ein gewohnt schlichtes Design, ein helleres Display, integriertes GPS und die Möglichkeit, den Tracker zeitgleich mit zwei Smartphones zu verbinden. Wie gut sich das Gerät in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.
Design & Tragekomfort
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue Smart Band 10 Pro nicht vom Vorgängermodell, dem Smart Band 9 Pro. Xiaomi setzt wieder auf das gewohnte rechteckige Design, das eine dezente Eleganz versprüht. Das Gehäuse des Trackers besteht aus Aluminium, während für das Armband thermoplastisches Polyurethan (TPU) zum Einsatz kommt. Xiaomi verkauft das Smart Band 10 Pro in den Farben Schwarz, Pink und Silber. Außerdem gibt es eine besondere Variante mit weißem Keramikgehäuse und einem Armband aus Fluorkautschuk, für die ein Aufpreis von 20 Euro gegenüber der Standardversion anfällt.
Xiaomi gibt für das Smart Band 10 Pro eine Wasserdichtigkeit von 5 bar an, wodurch der Tracker dem Druck in einer Wassersäule von bis zu 50 m standhält. Wie das Vorgängermodell können wir das Smart Band 10 Pro also zum Schwimmen in flachem Wasser verwenden und unter der Dusche tragen.
Beim Tragekomfort hat Xiaomi wieder ganze Arbeit geleistet: Mit einem Gewicht von 21,6 g ohne Armband (oder 28,7 g in der Keramikvariante) ist das Smart Band 10 Pro sogar noch einmal leichter als der Vorgänger mit 24,5 g. Dadurch spüren wir den Tracker am Handgelenk praktisch gar nicht. Auch beim Armband hat Xiaomi zumindest etwas nachgebessert: Die Druckknopfschließe ist zwar immer noch vorhanden, aber immerhin gibt es jetzt eine verschiebbare Schlaufe, durch die wir das Armband schieben können. Der Schließmechanismus ist dadurch weniger fummelig als zuvor.
Xiaomi Smart Band 10 Pro: Bilder
Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Xiaomi Smart Band 10 Pro
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Display
Das AMOLED-Display ist beim Smart Band 10 Pro mit 1,74 Zoll und einer Auflösung von 480 × 336 Pixeln mit dem des Vorgängermodells identisch. Allerdings hat Xiaomi an der Helligkeit gedreht: Schaffte das Smart Band 9 Pro noch maximal 1200 Nits, liegt dieser Wert beim Smart Band 10 Pro jetzt bei 2000 Nits. Das sorgt für eine noch bessere Lesbarkeit der Anzeige, die im Test keinerlei Probleme mit direkter Sonneneinstrahlung bekommt. Für die Helligkeit gibt es eine automatische Anpassung sowie einen speziellen Sonnenlichtmodus, wobei letzterer allerdings zulasten der Akkulaufzeit geht. Alternativ können wir die Helligkeit aber auch stufenlos manuell verstellen. Eine Always-on-Funktion steht ebenfalls zur Verfügung.
Einrichtung & Bedienung
Wie beim Vorgängermodell installieren wir auch für das Smart Band 10 Pro die Mi-Fitness-App und koppeln den Tracker via Bluetooth mit unserem Smartphone. Dabei gilt: Ein Nutzerkonto ist nicht erforderlich, hilft aber dabei, bereits vorhandene Daten auf andere Geräte zu übertragen. Die Einrichtung selbst dauert nur wenige Minuten. Anschließend bekommen wir mit einer kurzen Anleitung die Bedienung des Trackers nähergebracht.
Ebenso wie beim Smart Band 9 Pro verzichtet Xiaomi auch beim Smart Band 10 Pro auf eine Bedientaste am Gehäuse. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über das Touch-Display mithilfe von Wischgesten. Im Test funktioniert das größtenteils einwandfrei. Der Bildschirm reagiert zügig und zuverlässig auf unsere Eingaben. Ruckler oder Verzögerungen konnten wir nicht feststellen. Lediglich mit leicht verschmutzten Fingern hat das Display kurzzeitig Probleme.
Training & Fitness
Wie schon beim Smart Band 9 Pro schöpft Xiaomi bei der Auswahl der Trainingsprofile auch beim Smart Band 10 Pro wieder aus dem Vollen. Der Tracker bietet eine Auswahl von mehr als 150 verschiedenen Sportprofilen, unterteilt in verschiedene Kategorien wie Outdoor-Aktivitäten, Ballsport, Wassersport oder Trainieren. Positiv: Die einzelnen Profile bieten teilweise nützliche Zusatzfunktionen: Beim Beckenschwimmen können wir die Bahnlänge einstellen, um die geschwommene Distanz aufzuzeichnen, während beim Seilspringen die absolvierten Sprünge gezählt werden. Nützlich ist auch die Funktion, bei verschiedenen Sportarten einzelne Runden oder Sätze festzulegen. Ein Aufwärmprogramm steht vor jedem Training ebenfalls zur Verfügung und wird uns auf dem Display angezeigt.
Ausdauersportler wie Läufer und Radfahrer profitieren zusätzlich von spezifischen Datensätzen wie Tempo, Bodenkontaktzeit, Schrittfrequenz und Höhendifferenz. Die Auswahl der gemessenen Werte geht dabei in Ordnung, allerdings hätten wir uns gerade beim Radfahren noch ein paar zusätzliche Daten gewünscht (etwa Anstiege oder Höhenmeter). Aber passionierte Radsportler nutzen in der Regel ohnehin eher einen dedizierten Radcomputer als einen Fitness-Tracker für das Training, insofern ist dieser Mangel zu verschmerzen.
Das Herzstück des Xiaomi Smart Band 10 Pro ist selbstverständlich der optische Pulssensor. Der Hersteller wirbt hier explizit mit einem neuen PPG-Modul, das gegenüber dem Vorgängermodell eine höhere Genauigkeit bieten soll. Bei beiden Trackern hat Xiaomi jeweils zwei LEDs und zwei PD-Sensoren verbaut, allerdings unterscheiden sich die Module im Aufbau. Beim Smart Band 9 Pro befinden sich die Sensoren im Kreis angeordnet gegenüber den LEDs, während sie beim Smart Band 10 Pro jeweils diagonal angeordnet sind.
Ob die Anpassung des Sensors wirklich eine Verbesserung der Genauigkeit mit sich bringt, lässt sich schwer nachvollziehen. Denn wir konnten bereits dem Smart Band 9 Pro eine hohe Genauigkeit bei der Pulsmessung bescheinigen. Auch das Nachfolgemodell macht dementsprechend einen hervorragenden Job. Die Messung der Herzfrequenz funktioniert exzellent und produziert gegenüber einem Brustgurt nur minimale Ungenauigkeiten bei stark schwankendem Puls. Bei einem HIIT-Training lagen die Abweichungen im Bereich von bis zu drei Schlägen pro Minute.
Eine höhere Genauigkeit verspricht Xiaomi auch für das GPS-Tracking gelaufener Routen. Dabei werden wie beim Vorgänger neben GPS auch GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS unterstützt. Um zu prüfen, wie genau das Smart Band 10 Pro wirklich arbeitet, haben wir es beim Laufen parallel mit einer Garmin Fenix 7 ausprobiert. Das Ergebnis: Die Genauigkeit fällt minimal geringer aus als bei der Garmin, allerdings sind die Abweichungen vernachlässigbar und beschränken sich auf wenige Meter im zweistelligen Bereich auf 20 km.
Ein Navigationsfeature mit Abbiegehinweisen hat das Smart Band 10 Pro übrigens nicht zu bieten, allerdings kann man ein solches Feature von einem Fitness-Tracker auch nicht erwarten.
Schlaf & Gesundheit
Die Fitness-Tracker von Xiaomi gehören seit jeher zu den Geräten, die eine recht ausführliche Schlafanalyse bieten. Das Smart Band 10 Pro bildet da keine Ausnahme und setzt auf Xiaomis hauseigenen Schlafalgorithmus. Der Tracker misst dabei Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt, Schlafdauer, Schlafphasen, Blutsauerstoffsättigung und Atmung. Nach jeder Nacht bewertet der Algorithmus unseren Schlaf, wobei wir in der App eine ausführliche Interpretation der Daten nachlesen können. Außerdem schlägt uns die Software vor, wie wir unseren Schlaf verbessern können.
Wer mindestens sieben Tage den eigenen Schlaf mit dem Smart Band 10 Pro aufzeichnet, bekommt ein Schlaftier zugewiesen. Daraus ergeben sich dann Rückschlüsse über die eigenen Schlafgewohnheiten: Koalabären bleiben beispielsweise lange wach, schlafen aber sehr fest, sobald sie eingeschlafen sind. Haie hingegen schlafen nur wenig und gehen erst spät ins Bett. Wer möchte, kann zudem in der Mi-Fitness-App einen Plan zur Schlafverbesserung starten, der dann konkrete Tipps wie sportliches Training oder rechtzeitiges Zubettgehen beinhaltet. Die meisten dieser Tipps umfassen keine neuartigen Erkenntnisse, können aber dabei helfen, eine gesunde Schlafroutine zu etablieren.
Weitere Gesundheitsfunktionen umfassen neben der Pulsmessung die Aufzeichnung von Blutsauerstoffsättigung, Hauttemperatur, Stresslevel und Blutdruck. Das funktioniert im Test alles problemlos und der Tracker liefert durchgehend glaubwürdige Ergebnisse. Frauen können schließlich noch auf ein Zyklustracking zurückgreifen, das die Vorhersage des nächsten Periodenbeginns sowie fruchtbarer Tage und des Eisprungs erlaubt. Leider beschränkt sich diese Funktion auf einen bloßen Kalender. Es gibt keine Möglichkeit, die eigene Körpertemperatur, zusätzliche Symptome oder den Zustand des Zervixschleims zu notieren. Allerdings bekommt jede Käuferin eines Xiaomi Smart Band 10 Pro einen kostenlosen Dreimonatszugang zur Zyklustracking-App Clue Plus.
Weitere Features
Die Auswahl zusätzlicher Features ist beim Xiaomi Smart Band 10 Pro nicht sehr umfangreich, hat aber trotzdem ein Highlight zu bieten. Denn der Tracker unterstützt die zeitgleiche Synchronisierung von Nachrichten auf zwei Smartphones. Dieses Feature ist besonders nützlich für Personen, die ein privates und ein geschäftliches Mobiltelefon nutzen. Allerdings hat die Sache einen wichtigen Haken: Die parallele Synchronisierung funktioniert nur mit Xiaomi-Smartphones inklusive Xiaomi Hyper OS 3 oder höher sowie iPhones mit iOS 14 oder höher. Geräte anderer Hersteller bleiben außen vor. Auf Funktionen wie kontaktloses Bezahlen via NFC oder einen integrierten Musikspeicher müssen wir beim Smart Band 10 Pro übrigens komplett verzichten.
Akku
Laut Xiaomi hält der Akku des Smart Band 10 Pro bis zu 21 Tage durch – eine Angabe, die sich auf dem Niveau des Vorgängers bewegt, der dieselbe Laufzeit verspricht. Im Test mit automatischer Helligkeitsregelung, deaktiviertem Always-on-Display, aktiven Benachrichtigungen und drei eineinhalbstündigen Workouts pro Woche hielten wir knapp 17 Tage durch – ein ausgezeichneter Wert für einen Fitness-Tracker.
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung von Xiaomi für das Smart Band 10 Pro beträgt in der Standardversion 80 Euro, für das Keramikmodell werden 100 Euro fällig. Der Straßenpreis bewegt sich für das normale Modell im Bereich um 72 Euro, die Keramikvariante kostet 89 Euro. Preislich lässt sich das Smart Band 10 Pro also mit dem Huawei Band 11 Pro vergleichen, das teilweise aber schon für rund 50 Euro zu haben ist.
Fazit
Das Xiaomi Smart Band 10 Pro bietet gegenüber dem Vorgängermodell ein paar Neuerungen, aber unserer Meinung nach nicht genug, um einen Kauf zu rechtfertigen. Das Smart Band 9 Pro konnte bei Displayhelligkeit und Genauigkeit der Pulsmessung bereits so sehr überzeugen, dass diesbezügliche Verbesserungen beim Smart Band 10 Pro nicht wirklich spürbar ins Gewicht fallen.
Die eine wirklich nennenswerte Neuerung, nämlich die Möglichkeit, zwei Smartphones zeitgleich mit dem Tracker zu verknüpfen, krankt an der begrenzten Einsatzfähigkeit. Ansonsten ist das Smart Band 10 Pro zwar kein schlechter Fitness-Tracker, muss sich aber mit einer starken Konkurrenz messen. Insbesondere das Huawei Band 11 Pro ist in Hinblick auf Preis und Features derzeit die bessere Wahl.
Xiaomi Smart Band 10
Das Smart Band 10 von Xiaomi misst als Fitness-Tracker dank verbesserter Pulssensoren auch beim Schwimmen in Echtzeit. Vieles bleibt jedoch beim Alten.
VORTEILE
- hervorragendes AMOLED-Display
- solider Pulssensor
- günstig
NACHTEILE
- keine Bezahlfunktion
- Google-Dienste nicht unterstützt
- kein eigenständiges GPS
Xiaomi Smart Band 10 im Test: Fitness-Tracker misst präzise, auch beim Schwimmen
Das Smart Band 10 von Xiaomi misst als Fitness-Tracker dank verbesserter Pulssensoren auch beim Schwimmen in Echtzeit. Vieles bleibt jedoch beim Alten.
Jährlich grüßt das Murmeltier: Xiaomi hat das Smart Band mittlerweile in der zehnten Version veröffentlicht. Das neue Modell orientiert sich größtenteils am Vorgänger, revolutionäre Neuerungen sollte man also nicht erwarten. Trotzdem prüfen wir mit unserem Test, für wen sich der Kauf lohnt und was das Smart Band 10 besser macht als frühere Geräte derselben Baureihe.
Design und Bedienung
Was direkt beim Auspacken des Xiaomi Smart Band 10 auffällt, sind die Ähnlichkeiten zum Smart Band 9. Denn anders als das Smart Band 9 Pro sieht das Smart Band 10 fast baugleich aus wie der Vorgänger. Form und Farben bleiben gleich, neu hinzugekommen beim Smart Band 10 ist die Farbvariante „Pearl White“. Außerdem hat das aktuelle Modell ein leicht größeres Display, das statt 1,62 Zoll jetzt 1,72 Zoll misst.
Als Bildschirm hat Xiaomi wieder eine AMOLED-Anzeige mit Touch-Funktion verbaut, die beim Smart Band 10 auf dem Papier um 300 Nits heller strahlen soll als beim Smart Band 9. In der Praxis bemerkt man dabei aber praktisch keinen Unterschied. Wie schon beim Vorgänger lässt sich auch das Display des Smart Band 10 problemlos bei starker Sonneneinstrahlung ablesen. Die Anzeige passt die Helligkeit übrigens automatisch an das Umgebungslicht an, lässt sich in den Optionen aber auch dauerhaft auf das Maximum stellen.
Xiaomi Smart Band 10 - Bilder
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Das Smart Band 10 ist wie gewohnt in verschiedenen Farbvarianten verfügbar. Zu den vom Smart Band 9 bekannten Versionen in Schwarz, Silber und Rosa kommt jetzt noch Weiß hinzu. Auch das bekannte Silikonarmband mit dem etwas frickeligen Druckknopf feiert seine Rückkehr. Das Armband lässt sich aber leicht gegen eine günstige Drittanbieter-Alternative tauschen, sodass man auf Wunsch auch einen anderen Schließmechanismus verwenden kann.
Bei der Bedienung des Touch-Displays gibt es schließlich nichts zu meckern. Im Test verarbeitet das Smart Band 10 unsere Eingaben zügig und navigiert ohne Ruckler durch die Menüs. Hier macht sich auch die Bildwiederholrate von 60 Hz positiv bemerkbar. Weil der Tracker wie frühere Modelle abermals bis zu einem Druck von 5 bar wasserdicht (5 ATM) ist, kann man ihn beim Duschen oder Schwimmen tragen.
Einrichtung und App
Wie bei der Bedienung und dem Großteil des Designs hat sich auch bei der Einrichtung des Xiaomi Smart Band 10 im Vergleich zu anderen Trackern des chinesischen Herstellers nichts geändert. Wir laden die zugehörige App auf unser Smartphone und verknüpfen das Smart Band 10 via Bluetooth, das man allerdings nicht deaktivieren kann, mit der Software.
Ein Nutzerkonto ist erforderlich und ermöglicht es, frühere Daten auf das neue Gerät zu übertragen. Wer also einen anderen Xiaomi-Tracker benutzt hat und auf das Smart Band 10 umsteigt, kann mit einem angelegten Account nahtlos die Aufzeichnung von Gesundheits-, Aktivitäts- und Trainingsdaten fortsetzen.
Xiaomi Smart Band 10 - Bilder App
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Der Aufbau der App Mi Fitness, mit der wir das Smart Band 10 verknüpfen, bleibt ansonsten gleich. Auf dem Startbildschirm wird uns eine in Kacheln aufgeteilte Übersicht verschiedener Datensätze angezeigt, die wir nach unseren Wünschen anpassen können. Dazu gehören unter anderem Schlaf, Aktivität, Schritte und Herzfrequenz. Durch Tippen auf eine der Kacheln öffnet sich eine entsprechende Detailansicht.
Aktivität und Training
Beim Aktivitäts- und Trainings-Tracking hat Xiaomi im Vergleich zum Smart Band 9 ein paar Anpassungen vorgenommen. Grundsätzlich gleich bleibt die große Auswahl an mehr als 150 verschiedenen Trainingsprofilen, von denen aber nur einzelne mehr zu bieten haben als die Messung der Pulsfrequenz, der verbrannten Kalorien und der Aktivitätsdauer. Ein GPS-Modul fehlt dem Smart Band 10 hingegen erneut. Wer eine Strecke etwa beim Laufen oder Radfahren tracken will, muss also dafür das Smartphone mitnehmen.
Am ehesten kommen Läufer und Radsportler noch in den Genuss zusätzlicher Features. Letztere können neuerdings das Smart Band auch mit einem Radcomputer koppeln, um die gemessene Herzfrequenz zu übertragen. Ausdauersportler freuen sich zudem über Datensätze zum VO2-Maximum, zur Trainingsbelastung sowie zur Erholungszeit. Die gemessenen Werte wirken im Test realistisch, können aber selbstverständlich keine professionelle Analyse im Sportlabor ersetzen.
Dafür hat sich der Hersteller entschieden, neue Sensoren zu verbauen, um die Genauigkeit der gemessenen Daten zu erhöhen. Das soll sich laut Xiaomi vorwiegend beim Schwimmen bemerkbar machen, wo das Unternehmen eine Genauigkeit von 96 Prozent bei der Bahnenerfassung verspricht. Außerdem misst das Smart Band 10 den Puls beim Schwimmen in Echtzeit, was zusätzlich auf die Genauigkeit der Messwerte einzahlen soll. In der Praxis funktioniert das optimal und geschwommene Bahnen werden ordentlich registriert. Das Smart Band 10 macht also auch im Wasser einen guten Job.
Ein netter Bonus für Läufer sind die zehn unterschiedlichen Laufstrecken mit variablen Intensitätsstufen, die wir über das Trainingsmenü des Smart Band 10 anwählen können. Dabei stehen diverse Distanzen oder Trainingsarten zur Auswahl. Wer ohne Trainingsplan läuft oder einfach etwas Abwechslung ins Lauftraining bringen möchte, für den ist dieses Feature definitiv eine nette Dreingabe.
Schlaf-Tracking
Ein umfangreiches Schlaf-Tracking darf bei keinem Fitness-Tracker fehlen, weshalb auch das Xiaomi Smart Band 10 hier an die Vorzüge des Vorgängers anknüpft und ein paar Verbesserungen zu bieten hat. Das Grundprinzip bleibt aber zunächst dasselbe: Puls, die Blutsauerstoffsättigung, Atmung und unsere Schlafphasen zeichnet der Tracker detailliert auf. Im Test klappt das ohne Probleme.
Ergänzend zu der bereits von anderen Xiaomi-Modellen bekannten Schlaftier-Funktion aus der App gibt es beim Smart Band 10 zusätzlich noch einen sogenannten Schlaf-Trend-Bericht. Dieser erfasst täglich, wöchentlich und monatlich unseren Schlafscore, Schlafdauer und Schlafeffizienz sowie unsere Routine vor dem Schlafengehen. Auf Basis dieser Daten erhalten wir dann einen 21-Tage-Plan, der es uns erlauben soll, unseren Schlaf dauerhaft zu optimieren.
Weitere Features
Wer es auf Features wie einen Musikspeicher oder eine Bezahlfunktion abgesehen hat, ist beim Xiaomi Smart Band 10 an der falschen Adresse. Wie vergleichbare Fitness-Tracker legt auch dieses Modell den Fokus auf die Messung von Gesundheits- und Aktivitätsdaten, ohne nennenswerte Extras.
Es gibt zwar eine Benachrichtigungsfunktion, die von anderen Xiaomi-Trackern bekannten Atemübungen zur Stressreduktion und eine Möglichkeit, auf dem Smartphone wiedergegebene Musik zu steuern, aber andere smarte Features suchen wir vergebens. Möchte man etwa auf eine Freisprechfunktion oder einen Musikspeicher nicht verzichten, bietet die Redmi Watch 5 (Testbericht) eine passable Alternative, die allerdings etwas teurer ist als das Smart Band 10. Für wirklich smarte Funktionen muss man letztlich dann zu vollwertigen Smartwatches greifen.
Akku
Die Akkukapazität hat sich beim Smart Band 10 gegenüber dem Vorgänger nicht verändert. Dementsprechend gibt der Hersteller eine Laufzeit von bis zu 21 Tagen an. Die tatsächliche Laufzeit ist abhängig von der Konfiguration und der Nutzungsweise des Trackers. In unserem Test schaffte das Smart Band 10 knapp 15 Tage. In dieser Zeit absolvierten wir pro Woche drei anderthalbstündige Trainingseinheiten mit dauerhafter Pulsmessung und voller Helligkeit. Damit liegt der Tracker auf einem ähnlichen Niveau wie das Smart Band 9.
Preis
Das Xiaomi Smart Band 10 hat eine UVP von 50 Euro. Aktuell gibt es den Fitness-Tracker bereits für knapp 37 Euro. Als Farben gibt es Glacier Silver und Mystic Rose sowie Midnight Black. Die Keramik-Edition Pearl White hingegen schlägt mit 60 Euro zu Buche.
Fazit
Im Vergleich zum Smart Band 9 Pro verzichtet Xiaomi beim Smart Band 10 auf eine GPS-Funktion. Die Kaufentscheidung für eines der beiden Modelle dürfte deshalb mit dem GPS-Support fallen: Wer auf das Ortungssystem nicht verzichten kann, aber keine dedizierte Sportuhr für über 100 Euro kaufen möchte, trifft mit dem Smart Band 9 Pro hier die bessere Wahl.
Alle anderen können sich guten Gewissens auch für das günstigere und neuere Smart Band 10 entscheiden. Wer zusätzlich noch einen integrierten Musikspeicher haben möchte, aber auf Support für Apps wie Spotify verzichten kann, dem legen wir die Xiaomi Redmi Watch 5 ans Herz.
Polar Loop
Der neue Polar Loop ohne Display sieht dem Whoop-Armband sehr ähnlich, verzichtet aber auf ein Abo und unterscheidet sich deutlich von anderen Fitness-Trackern.
VORTEILE
- präzise Sensoren
- kein Abo-Modell
- Tragen am Oberarm möglich
- automatische Trainingserkennung
NACHTEILE
- kein separates Gewohnheits-Tracking
- kein integriertes GPS
- (noch) kein Zubehör wie bei Whoop
Polar Loop im Test: Fitness-Tracker ohne Display konkurriert mit Whoop
Der neue Polar Loop ohne Display sieht dem Whoop-Armband sehr ähnlich, verzichtet aber auf ein Abo und unterscheidet sich deutlich von anderen Fitness-Trackern.
Im Segment der Wearables und Fitness-Tracker ohne Display hat sich Whoop als Platzhirsch etabliert. Doch auch andere Hersteller wie Amazfit und Polar bringen inzwischen eigene Modelle auf den Markt, die dort glänzen wollen, wo der Whoop Schwächen zeigt. Beim Polar Loop handelt es sich technisch um den Loop 2.0 – den Nachfolger des ursprünglichen Activity Trackers von 2013. Dennoch muss sich das Modell heute dem Vergleich mit dem Whoop 5.0 stellen.
Um sich von der Konkurrenz abzuheben, setzt Polar auf einige gezielte Unterschiede zum Whoop, die wir im Test näher beleuchten. Dabei klären wir vor allem, für wen sich der Kauf des Polar Loop lohnt – und wer mit Whoop oder einer vollwertigen Sportuhr besser beraten ist.
Design & Bedienung
Auf den ersten Blick ähneln sich der Polar Loop und der Whoop 5.0 stark, im Detail zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Während Whoop auf einen Klappmechanismus zum Schließen des Armbands setzt, verwendet Polar beim Loop ein textiles Armband mit Klettverschluss. Dieses wird durch zwei Schlitze im Gehäuse geführt und lässt sich komplett abnehmen – ein Vorteil für Sportler, die es regelmäßig waschen möchten.
Polar legt dem Loop ein zusätzliches Armband bei. Das längere Band ist für breitere Handgelenke oder den Einsatz am Oberarm gedacht. Ersatzarmbänder sind zudem separat im Polar-Shop erhältlich. Weiteres Zubehör wie Armsleeves oder Akkupacks, die Whoop anbietet, gibt es bisher nicht. Laut Polar soll das Angebot künftig jedoch erweitert werden.
Das Gehäuse des Loop besteht aus stahlverstärktem Kunststoff und ist in Schwarz, Grau-Beige (Greige) und Kupfer erhältlich. Im Test zeigte sich die Greige-Variante anfällig für Fingerabdrücke, die sich aber leicht entfernen lassen. Das Design ist schlicht und funktional, Geschmacksurteile gingen im Test auseinander – einige fanden den Tracker elegant, andere weniger ansprechend. Da sich der Loop bequem am Oberarm tragen lässt, spielt das für viele letztlich keine große Rolle.
Beim Tragekomfort überzeugt der Loop: Polar bewirbt ihn als „kaum zu spüren“, und tatsächlich trägt sich der Fitness-Tracker angenehm leicht. Unter langärmliger Kleidung oder beim Oberarmtraining vergisst man schnell – ideal für Nutzer, die Gesundheitsdaten erfassen möchten, ohne ein klobiges Gerät am Handgelenk zu haben.
Auch beim Wasserschutz punktet der Polar Loop: Er ist nach WR30 zertifiziert und damit bis zu 30 Meter wasserdicht, sodass er problemlos beim Schwimmen oder Duschen getragen werden kann.
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Einrichtung & App
Für viele Nutzer hat der Whoop einen entscheidenden Nachteil: Er erfordert ein kostenpflichtiges Abo – und das ist nicht günstig. Je nach Mitgliedschaft kostet Whoop zwischen 199 und 399 Euro pro Jahr, die Gebühr wird direkt fällig. Der Polar Loop hingegen, ebenso wie der Amazfit Helio Strap, ist ein klassisches „Buy-to-Use“-Gerät. Einmal gekauft, lassen sich alle Funktionen unbegrenzt und ohne Folgekosten nutzen. Auch zukünftige Software-Updates mit neuen Features sollen laut Polar kostenlos bleiben.
Nach dem Kauf wird der Loop über das beiliegende Ladekabel mit Strom versorgt und anschließend per Bluetooth mit der Polar-Flow-App verbunden. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Danach führt ein kurzes Tutorial durch die wichtigsten Funktionen, und verfügbare Firmware-Updates werden sofort installiert.
In der App können Nutzer grundlegende Einstellungen anpassen – etwa, ob der Loop am rechten oder linken Handgelenk getragen wird, ob Trainings oder Inaktivitätserinnerungen aktiviert sein sollen und ob Trainingseinheiten automatisch aufgezeichnet werden. Die gesammelten Daten lassen sich zudem manuell synchronisieren.
Da der Loop kein Display besitzt, sind die App-Einstellungen weniger umfangreich als bei Sportuhren wie der Polar Vantage oder der Grit X. Dennoch können Aktivitäten direkt in der App gestartet werden. Im Kalender zeigt Polar Flow übersichtlich Trainingsdaten wie Kalorienverbrauch, Distanz, Trainingsdauer, Anzahl der Einheiten sowie den Cardio-Load-Status. Auch Schlafdaten werden klar strukturiert dargestellt und sind leicht nachvollziehbar.
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Aktivität & Training
Mit dem Loop richtet sich Polar an Nutzer, die ihre Gesundheitsdaten erfassen und ihr Training rudimentär nachverfolgen möchten. Der Fokus liegt auf automatischem Tracking ohne Ablenkung – der Loop soll einfache, übersichtliche Informationen zur Aktivität, Schlaf, Erholung und Belastung liefern, statt komplexer Trainingsdaten. Wer detaillierte Leistungswerte wie Schrittfrequenz oder Wattmessung wünscht, greift besser zu einer Multisport-Uhr wie der Vantage V3 oder Ignite 3. Beide Modelle lassen sich nahtlos in das Polar-Flow-Ökosystem integrieren und ergänzen den Loop sinnvoll.
Der Tracker misst kontinuierlich die Herzfrequenz, erfasst Schritte, berechnet den Kalorienverbrauch und erkennt die nächtliche Herzfrequenzvariabilität. Zudem unterstützt er den „Fitness Test“, mit dem sich der VO2max-Wert anhand von Puls, HRV, Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und Trainingspensum bestimmen lässt. Der Test dauert rund fünf Minuten und liefert ein plausibles, wenn auch nicht laborgenaues Ergebnis. Im Vergleich zu unserem Referenzgerät Garmin Fenix 7 wich der Wert um etwa zehn Punkte ab – ein solides Resultat für einen reinen Tracker.
Zur alltäglichen Aktivitätsmessung zählt der Loop Schritte und Bewegungen und kann Trainingseinheiten automatisch erkennen. Dabei kann man einstellen, ab welcher Intensität die Aufzeichnung beginnen soll. Im Test funktionierte die automatische Erkennung zuverlässig für Laufen und Kraftsport. Die Sportart selbst muss man anschließend manuell in der App zuordnen, die eine große Auswahl an Trainingsprofilen bereithält. Aktivitäten wie Saunieren oder Gartenarbeit fehlen aktuell noch, sollen aber laut Polar in zukünftigen Updates kommen.
Auf Basis der Trainingsintensität und der subjektiven Belastung berechnet die App den „Training Load Pro“, der Auskunft über die gesamte körperliche Beanspruchung gibt. So können Nutzer ihre Belastung über Tage und Wochen vergleichen und das Trainingspensum besser steuern.
Besonders positiv fiel die Pulsmessung auf: In verschiedenen Szenarien – vom Lauftraining bis zum Kraftsport – lieferte der Loop präzise Werte mit nur geringen Abweichungen gegenüber Brustgurtmessungen. Damit gehört er in dieser Kategorie zu den genaueren Fitness-Trackern am Markt.
Auf eine separate Stressmessung verzichtet Polar. Da sich Erholungs- und Belastungsdaten bereits aus Kennzahlen wie dem Nightly-Recharge-Status und dem Training Load Pro gut ableiten lassen, ist diese Funktion aus unserer Sicht auch nicht zwingend notwendig.
Schlaf-Tracking
Da sich der Polar Loop stark auf Gesundheitsdaten und langfristige Verhaltensmuster konzentriert, spielt das Schlaf-Tracking eine zentrale Rolle. Während der Nacht zeichnet der Tracker kontinuierlich Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität auf. In der Polar-Flow-App werden diese Daten anschließend in Schlafphasen unterteilt: Leicht-, Tief- und REM-Schlaf sowie mögliche Unterbrechungen. Einschlaf- und Aufwachzeit werden zuverlässig erkannt.
Aus der Gesamtdauer und den einzelnen Schlafphasen errechnet die App einen Schlafindex, der Faktoren wie Schlafmenge, Stabilität und Erholung berücksichtigt. Dabei fließen Unterbrechungen, die Kontinuität des Schlafs sowie REM- und Tiefschlafanteile in die Bewertung ein. Das Ergebnis wird als Punktwert von 0 bis 100 dargestellt: Je höher der Wert, desto erholsamer war der Schlaf. Optional können Nutzer zusätzlich ihre subjektive Schlafqualität angeben.
Im Test überzeugte das Schlaf-Tracking des Polar Loop mit plausiblen und konsistenten Ergebnissen. Spannend ist zudem, dass der Loop künftig die App Sleep2 unterstützen wird – ein zertifiziertes Medizinprodukt, das unter anderem von der Techniker Krankenkasse gefördert wird. Sleep2 versteht sich als „mobiles Schlaflabor“ und bietet auf Grundlage gemessener Daten individuelle Empfehlungen zur Schlafhygiene sowie Programme auf Basis kognitiver Verhaltenstherapie zur Behandlung von Schlafstörungen. Derzeit unterstützt die App bereits den Polar H10 und den Verity Sense; der Support für den Polar Loop soll laut Entwicklern bald folgen.
Akku
Beim Akku setzt Polar auf einen Kompromiss zwischen geringem Gewicht und solider Laufzeit. Da der Tracker möglichst flach und unauffällig am Handgelenk sitzen soll, ist die Akkukapazität auf 170 mAh begrenzt. Durch den Verzicht auf ein Display erreicht der Loop dennoch eine Laufzeit von bis zu acht Tagen. Im Test bestätigte sich dieser Wert – erst nach rund einer Woche musste der Akku über das mitgelieferte Ladekabel erneut geladen werden.
Praktisch: Der integrierte Speicher hält erfasste Daten bis zu vier Wochen vor, sodass keine Messungen verloren gehen, wenn der Akku zwischenzeitlich leer ist. Insgesamt liegt die Ausdauer des Loop damit auf einem ähnlichen Niveau wie bei den direkten Konkurrenten Amazfit und Whoop.
Preis
Polar bietet den Loop offiziell mit einer UVP von 180 Euro an. Die straßenpreise sind mittlerweile auf 145 Euro gefallen. Armbänder sind in fünf Farben erhältlich – Orange, Blau, Schwarz, Sand und Braun. Sie kosten jeweils 20 Euro. Damit ist der Loop günstiger als ein Jahresabo von Whoop, das je nach Tarif deutlich teurer ausfällt. Die optionale Nutzung der Sleep2-App schlägt mit 13 Euro pro Monat oder 100 Euro pro Jahr zu Buche.
Fazit
Obwohl der Polar Loop dem Whoop 5.0 äußerlich stark ähnelt, richtet er sich an eine andere Zielgruppe. Während Whoop vorwiegend ambitionierte Athleten anspricht, die möglichst viele Leistungsdaten erfassen wollen, zielt der Loop auf Freizeitsportler und gesundheitsbewusste Nutzer, die ihre täglichen Gewohnheiten nachvollziehen und verbessern möchten.
Als unauffälliger Schlaf- und Aktivitäts-Tracker erfüllt der Loop seine Aufgabe überzeugend. Die Messung von Herzfrequenz, Schritten und Schlafqualität funktionierte im Test zuverlässig, die Bedienung ist einfach, und die App zeigt sich übersichtlich gestaltet. Polar konzentriert sich beim Loop auf das Wesentliche – ganz ohne Abo-Modell und überflüssige Zusatzdaten. Wer genau das sucht und auf erweitertes Stresstracking oder detaillierte Trainingsempfehlungen verzichten kann, trifft mit dem Polar Loop die richtige Wahl.
Fitbit Air
Ohne Abo und erschwinglich: Der Fitbit Air überwacht als Fitness-Tracker ohne Display die Gesundheit. Was er kann, zeigt der Test.
VORTEILE
- leicht und bequem
- kein Abo-Zwang
- preiswert
NACHTEILE
- Pulsmessung nicht immer genau
- Zusatzfunktionen mit Abo
- Datenschutz
Fitbit Air im Test: Fitness-Tracker ohne Display und Abo für 99 Euro
Ohne Abo und erschwinglich: Der Fitbit Air überwacht als Fitness-Tracker ohne Display die Gesundheit. Was er kann, zeigt der Test.
Fitness-Tracker ohne Display feiern ein Comeback. Bekannt gemacht hat das Segment vor allem Whoop – allerdings nur im Abo. Mit dem Fitbit Air bringt nun auch Google einen Bildschirm-losen Fitness-Tracker auf den Markt. Er überwacht rund um die Uhr Schlaf, Erholung und Aktivität, kostet rund 100 Euro, kommt ohne Abo-Zwang aus und hält dank des fehlenden Displays deutlich länger durch als klassische Fitness-Armbänder.
Wir haben das Fitness-Armband ausprobiert. Auch die c't hat das Fitbit Air ausführlich getestet. Wir bündeln hier die wichtigsten Erkenntnisse von uns mit den Ergebnissen der Kollegen für Heise Bestenlisten. Den kompletten Testbericht gibt es hier: Fitness-Tracker Google Fitbit Air im Test (Heise+).
Design und Tragekomfort
Der Fitness-Tracker ist ein Leichtgewicht und wiegt nur 5 g – mit Band sind es 12 g. Das mitgelieferte Stoffband mit Klettverschluss sitzt angenehm und lässt sich stufenlos anpassen. Das Nylonarmband fühlt sich angenehm an und trocknet relativ schnell. Aber für regelmäßiges Training wäre das optionale Silikonarmband als Zubehör eine Alternative, da es leichter abzuwaschen ist und schneller trocknet.
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Bedienung und App
Gesteuert wird komplett über die neue Google-Health-App, die das bisherige Fitbit-Pendant ablöst – warum der Markenname nur auf der Hardware überlebt, bleibt Googles Geheimnis. Das fehlende Display ist dabei kein Rückschritt, sondern Konzept: Der Tracker arbeitet unauffällig im Hintergrund und schützt vor ständiger digitaler Ablenkung. Ein weiterer Pluspunkt ist die deutlich längere Akkulaufzeit.
Der Minimalismus fordert allerdings auch Tribut. Selbst für einen kurzen Blick auf die Schrittzahl muss zwangsläufig das Smartphone her. Und die automatische Workout-Erkennung arbeitet zwar meist zuverlässig, springt aber nicht immer punktgenau an – so gehen bisweilen ein paar Trainingsminuten verloren.
Aktivität und Training
Für belastbare Pulswerte muss das Armband exakt nach Anleitung sitzen – und keinesfalls zu locker. Sonst wird es ungenau bis unbrauchbar: Nach einer entspannten Radtour durch die Stadt lobte der KI-Trainer prompt den „starken Schlussspurt mit Pulsspitzen über 150 Schlägen pro Minute“. Kurios, denn die Garmin-Uhr am anderen Handgelenk registrierte im selben Zeitraum maximal 117 Schläge.
Gerade bei Sportarten mit häufig gebeugtem Handgelenk wird die optische Pulsmessung schnell unpräzise. Schade, dass Google das Fitbit Air – anders als Whoop – nicht optional am Oberarm tragen lässt. Ein Brustgurt lässt sich ebenfalls nicht koppeln. Auch sonst misst das Armband konsequent großzügiger als die Garmin Forerunner 265: Bei Schritten und Ruhepuls liegt es fünf bis zehn Prozent darüber – ein spürbarer, aber immerhin konsistenter Unterschied.
Die Grundfunktionen laufen abofrei. Wer das volle Paket samt KI-Coach will, zahlt für Fitbit Premium 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr – die ersten drei Monate sind beim Kauf inklusive. Mit der KI kann man chatten, Ziele festlegen und Trainingseinheiten diskutieren. Der digitale Trainer ist dabei ausnehmend redselig und meist überschwänglich positiv: Er lobt fleißig die eigenen Leistungen und rät auch mal zum Couch-Tag. In seine Empfehlungen fließen sogar lokale Wetterdaten ein – etwa der Tipp, lieber morgens zu laufen, wenn nachmittags Regen droht.
Klar sein muss: Sämtliche Gesundheitsdaten landen bei Google. Zusammen mit allem, was der Konzern ohnehin über seine Nutzer weiß, erkauft man sich die smarten Analysen mit einem spürbaren Kontrollverlust. Andere Hersteller sammeln zwar ebenfalls Fitnessdaten, verzahnen sie aber nicht so eng mit der restlichen digitalen Identität. Immerhin: Daten aus Apple Health kann das Fitbit Air lesen – zurückschreiben soll es sie per späterem Update.
Auch das Schlaf-Tracking übersetzt der KI-Coach in verständliche Alltagstipps und macht aus den erfassten Werten konkrete Hinweise für den Tag.
Akku
Rund eine Woche hielt der Akku im Test der Kollegen durch, gelegentlich auch ein, zwei Tage mehr – Googles Angaben stimmen also. Geht der Strom zur Neige, meldet sich der Tracker per Vibration. Ein Doppeltipp aktiviert kurz die seitliche LED. Leuchtet sie rot, wird es Zeit fürs Ladekabel. Das dockt magnetisch an der Unterseite an und lädt in etwa zwei Stunden voll.
Preis
Der Fitness-Tracker Fitbit Air startet preislich bei rund 99 Euro. Alternative Armbänder aus Silikon oder Nylon bietet Google von 45 Euro bis 60 Euro an – nicht gerade ein Schnäppchen.
Fazit
Googles Antwort auf Whoop ist mit 100 Euro günstig und kommt ohne Abo-Zwang aus. Federleicht und mit rund einer Woche Akkulaufzeit macht der Fitbit Air im Alltag vieles richtig. Die Sensoren arbeiten allerdings nur dann einigermaßen korrekt, wenn das Armband exakt sitzt – beim Sport liefert die Pulsmessung sonst deutlich zu hohe Werte. Für ambitionierte Sportler aber eher zweite Wahl.
Der KI-Coach hilft mit verständlichen und motivierenden Analysen, ein Brustgurt oder eine Trageoption am Oberarm fehlen dagegen. Auch die happigen Preise für Ersatzarmbänder und das Premium-Abo trüben das Bild. Ob man Google seine Gesundheitsdaten anvertrauen möchte, steht ohnehin auf einem anderen Blatt.
Amazfit Helio Strap
Mit dem Helio Strap hat Amazfit eine günstigere Alternative zum Whoop-Band auf den Markt gebracht, die ebenfalls ganz ohne Display auskommt.
VORTEILE
- ausgezeichnete Sensoren
- günstiger Preis
- kein kostenpflichtiges Abo
- gute App
NACHTEILE
- kein integriertes Sportcoaching
- limitierte Auswahl an Trainingsmodi
- kein GPS
- Armband etwas kurz
Fitness-Tracker Amazfit Helio Strap im Test: Günstige Alternative zum Whoop-Band
Mit dem Helio Strap hat Amazfit eine günstigere Alternative zum Whoop-Band auf den Markt gebracht, die ebenfalls ganz ohne Display auskommt.
Während Whoop sein Fitness-Armband mittlerweile in Version 5.0 veröffentlicht hat, ruft der Erfolg des Wearables auch Nachahmer auf den Plan. Amazfit hat mit dem Helio Strap ebenfalls ein Gerät auf den Markt gebracht, das rein äußerlich eine frappierende Ähnlichkeit zum US-amerikanischen Vorbild aufweist. Der große Unterschied: Während für Whoop ein kostenpflichtiges, monatliches Abo mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten fällig wird, zahlt man für den Helio Strap nur einmalig.
Damit geht Amazfit direkt einen der großen Kritikpunkte am Whoop-Armband an. Wie sieht es jedoch bei der praktischen Nutzung aus? Was der Helio Strap taugt und ob es das Armband mit der Konkurrenz von Whoop aufnehmen kann, zeigen wir im Test.
Design und Bedienung
Wer das Whoop 5.0 und den Amazfit Helio Strap direkt nebeneinander legt, erkennt auf den ersten Blick nur marginale Unterschiede beim Design. Wie das Whoop verzichtet auch der Helio Strap auf ein Display und besteht nur aus einem gummierten Stoffarmband sowie dem Tracker in einem schlichten, schwarzen Gehäuse. Als Sensoren verfügt der Helio Strap über fünf Photodioden und zwei LEDs, die biometrische Daten wie Puls, Blutsauerstoffsättigung und Temperatur messen.
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Anders als beim Whoop-Band ist beim Helio Strap kein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Amazfit legt dem Gerät lediglich eine Ladeschale (ohne Kabel) bei. Auch beim Armband gibt es Unterschiede: Während Whoop auf ein gewebtes Stoffarmband mit Bügelmechanismus setzt, kommt bei Amazfit ein leicht dehnbares Stoffarmband mit Klettverschluss zum Einsatz. Der Mechanismus funktioniert beim Helio Strap aber einwandfrei und sorgt dafür, dass sich das Armband im Alltag sehr angenehm trägt. Allerdings ist das im Lieferumfang enthaltene Armband ziemlich kurz – wer den Helio Strap etwa am Oberarm tragen möchte, stößt als gut trainierte Person schnell an seine Grenzen.
Der Amazfit Helio Strap ist übrigens bis 5 ATM wasserdicht und übersteht demzufolge ein Eintauchen in bis zu 50 Metern Wassertiefe. Damit lässt sich der Tracker auch unter der Dusche oder beim Schwimmen problemlos tragen. Ausgiebige Tauchgänge sollte man allerdings vermeiden.
Einrichtung und App
Gegenüber Whoop hat Amazfit beim Helio Strap einen ganz klaren Vorteil: Der Tracker ist „Buy to Use“, sprich: Wie bei den meisten anderen Fitnessarmbändern und -Uhren auch kauft man das Gerät einmalig und kann es dann ohne zusätzlich entstehende Kosten verwenden. Dementsprechend kann man mit dem Helio Strap auch umgehend loslegen, nachdem man ihn via Bluetooth mit dem Smartphone und der Zepp-App koppelt.
Die Einrichtung des Amazfit Helio Strap dauert nur wenige Minuten und ist wie bei anderen Amazfit-Geräten auch gewohnt einfach. Mit dem Helio Strap an das Ladegerät angeschlossen, muss man die Geräteerkennung in der App starten. Dadurch koppelt man das Armband und das Smartphone. Danach stehen Updates parat, die man aufspielen sollte.
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Die App selbst erlaubt eine umfangreiche Konfiguration des Helio Straps. Aktivierbar sind verschiedene Funktionen wie die Herzfrequenz- und Schlafüberwachung, die Warnung vor hohem oder niedrigem Puls sowie die Stress- und Blutsauerstoffmessung. Beim Puls können wir sogar festlegen, ab welcher Herzfrequenz uns das Armband informieren soll (zum Beispiel 150 Schläge pro Minute bei hoher und 40 Schläge bei niedriger Herzfrequenz).
Die App bietet außerdem diverse Möglichkeiten, den Überblick über die Gesundheits- und Fitnessdaten zu behalten. Daten wie Puls, Herzfrequenzvariabilität, Schlaf, Temperatur, PAI und Ernährung lassen sich über die App aufzeichnen. Schritte, Kalorien und Stresslevel werden ebenfalls angezeigt. Ähnlich wie Whoop berechnet der Helio Strap zudem basierend auf unseren Trainings- und Schlafdaten den sogenannten Biocharge-Wert, der unseren allgemeinen körperlichen Zustand beziehungsweise das Energielevel beschreibt.
Aktivität und Training
Wie Whoop misst auch der Helio Strap unsere tägliche Belastung durch Aktivität und Training, um diese dann auf einer Skala zu bewerten. Anders als Whoop setzt Amazfit dabei auf den klassischen Bereich von 0 bis 100 Punkten, wobei sich der Wert aus der Analyse biometrischer Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoff sowie Temperatur unter Berücksichtigung unseres Trainings- und Schlafverhaltens zusammensetzt.
Wie bei Whoop gibt es beim Helio Strap einen Stress-Monitor. Dieser bewertet auf einer Skala von 0 bis 100 in vier Stufen unser Stresslevel. Das funktioniert in unserem Test gut: Das Armband liefert glaubwürdige Ergebnisse und bewertet Sitzen am Computer etwa mit 47 Punkten im unteren „normalen“ Bereich. Eine zehnminütige Meditation erfasst der Helio Strap korrekt als „entspannt“ mit 30 Punkten, während uns der Tracker bei einem HIIT-Training einen „hohen“ Stresslevel mit 83 Punkten attestiert.
Worauf wir beim Helio Strap im Vergleich zum Whoop-Band leider verzichten müssen, ist ein in die App integriertes Logbuch, in dem wir unsere täglichen Gewohnheiten vermerken können. Wer wissen möchte, wie sich etwa Mobility-Übungen oder spätes Arbeiten auf die physische und psychische Gesundheit auswirken, muss dafür separate Aufzeichnungen anlegen und diese dann manuell mit den Messungen des Trackers vergleichen.
Ähnlich wie Whoop verfügt auch der Helio Strap über eine automatische Trainingserkennung, die wir auf Wunsch deaktivieren können. Dann müssen wir die Aufzeichnung der jeweiligen Aktivität über die App starten. Wenn wir die automatische Trainingserkennung eingerichtet haben, zeichnet das Armband unsere Aktivitäten automatisch auf. Allerdings wird dabei nur eine Belastung registriert, nicht aber erkannt, welche Sportart wir gerade betreiben. Dafür funktioniert die Erkennung in unserem Test jedoch zuverlässig. Wer spezifische Sportarten tracken möchte, muss über die App ein Trainingsprofil wählen. Insgesamt 27 verschiedene Modi sind verfügbar, darunter verschiedene Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, aber auch Kraftsport, Yoga und sogar Hyrox.
Amazfit bewirbt den Hyrox-Trainingsmodus explizit, allerdings fällt der in der Praxis eher enttäuschend aus. Denn die Daten, die der Helio Strap beim Training misst, beschränken sich auf die Dauer der Trainingseinheit und die Herzfrequenz. Das gilt auch für die anderen Trainingsprofile, wobei wir mit der App beim Laufen und Radfahren über das GPS des Smartphones immerhin die zurückgelegte Strecke aufzeichnen können. Darin unterscheidet sich der Helio Strap übrigens nicht vom Whoop-Band.
Wer möchte, kann in der App außerdem Trainingsvorlagen erstellen, die sich dann ebenfalls über die App aktivieren lassen. Allerdings unterstützt der Helio Strap nicht alle in der App verfügbaren Trainingsprofile. Generell hat Whoop bei der Trainingsplanung gegenüber der Amazfit-Konkurrenz ohnehin die Nase vorn. Der Zepp-Trainer wird vom Helio Strap nämlich nicht unterstützt – hierfür benötigen wir eine kompatible Amazfit-Smartwatch. Bei Whoop hingegen ist eine Trainingsplanung inklusive Empfehlungen basierend auf unserem aktuellen körperlichen Zustand von Haus aus inkludiert.
Was bei Whoop und Helio Strap aber gleich bleibt, ist die Bewertung unserer Erholung. Die trägt in der Zepp-App die Bezeichnung „Biocharge“ und setzt sich aus den Messungen unseres Ruhepulses, der Schlafdauer, des Tiefschlafs, der Herzfrequenzvariabilität, des Trainingsstatus, der Trainingsbelastung und der Hauttemperatur zusammen. Je besser diese Werte in ihrer Gesamtheit ausfallen, desto höher ist unser Biocharge-Wert. Die Messungen wirken in unserem Test auch glaubwürdig. Insbesondere die Pulsmessung zeichnete sich durch eine erstaunlich hohe Genauigkeit aus, sowohl in Ruhe als auch beim Training. Davon kann sich manch eine Smartwatch noch eine Scheibe abschneiden.
Schlaf
Das Schlaftracking ist eine wesentliche Funktion beim Helio Strap, die sich maßgeblich auf die Berechnung des Biocharge auswirkt. Um unseren Schlaf zu bewerten, misst der Tracker neben unserem Puls und unserer Blutsauerstoffsättigung auch unsere Hauttemperatur und zeichnet Schlafphasen, Schlafregelmäßigkeit und Schlafdauer auf. Zusätzlich können wir in der App ein „Schlafenszeit Tagebuch“ führen und unsere Tätigkeiten direkt vor dem Schlafen vermerken. Ebenso gibt es in der App eine Funktion zum Notieren der Aufwachstimmung. Diese Features helfen uns ähnlich wie beim Whoop-Band dabei, festzustellen, welche Gewohnheiten sich positiv oder negativ auf unseren Schlaf auswirken (etwa Lesen, Sport, Kaffee- oder Alkoholkonsum).
Ansonsten unterscheidet sich das Schlaftracking mit dem Helio Strap aber nicht von Smartwatches oder vergleichbaren Sportuhren. Wie genau die gemessenen Werte sind, lässt sich allerdings nur erahnen. In unserem Test lieferte der Tracker aber glaubwürdige Ergebnisse. Der Erholungswert entsprach unserem subjektiven Empfinden, und auch der Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt wurde korrekt gemessen.
Zusatzfeatures
Mit dem Helio Strap fokussiert sich Amazfit auf die wesentlichen Gesundheits- und Trainingsfunktionen – das bedeutet: Nennenswerte Zusatzfeatures hat das Armband praktisch nicht zu bieten. Es gibt keine Bezahlfunktion, aber auch keinen KI-Bot, wie Whoop ihn zu bieten hat.
Allerdings haben Frauen die Möglichkeit, über die App ihren Zyklus aufzuzeichnen und zusätzlich auftretende Schmerzen, die eigene Stimmung und den Grad der Blutung zu notieren. Zervixschleim und Körpertemperatur lassen sich allerdings nicht eintragen, weshalb der Helio Strap für die NFP-Methode nicht geeignet ist.
Schließlich haben wir die Möglichkeit, den Helio Strap zusammen mit anderen Amazfit-Geräten zu koppeln und Daten auszutauschen. Eine Verbindung des Armbands mit Strava, Komoot, Trainingpeaks und Adidas Running ist ebenfalls möglich.
Akku
Amazfit ist generell dafür bekannt, die eigene Hardware mit besonders leistungsstarken Akkus auszustatten, und der Helio Strap bildet dabei keine Ausnahme. Amazfit verspricht eine Laufzeit von bis zu 10 Tagen. In unserem Test hielt das Armband bei aktiviertem Schlaf- und Stress-Tracking sowie automatischer Trainingserkennung tatsächlich so lange durch und musste nach knapp zehn Tagen wieder aufgeladen werden. Damit liegt der Helio Strap auf einem ähnlichen Niveau wie das Whoop 5.0, das je nach Nutzungsszenario zwischen 7 und 14 Tagen schafft.
Preis
Der Amazfit Helio Strap ist mit 100 Euro bepreist. Zusätzliche Kosten für ein notwendiges Abo wie bei Whoop fallen nicht an. Damit ist der Helio Strap deutlich günstiger als das Whoop-Band, das mit mindestens 199 Euro zu Buche schlägt.
Fazit
Amazfit macht mit dem Helio Strap ganz viel richtig, aber eines wird im Test deutlich: Whoop hat mit der aktuellen Version 5.0 ein deutlich umfangreicheres Feature-Paket zu bieten. Die Analysen sind ausführlicher, und Nutzer erhalten deutlich mehr konkrete Tipps und Auswertungen der gemessenen Daten.
Allerdings kostet der Helio Strap effektiv nur einen Bruchteil dessen, was wir normalerweise für das Whoop 5.0 investieren müssen – und das ist ganz schön viel. Wer bislang den Kauf eines Whoop wegen der Kosten gescheut hat und mit dem geringeren Funktionsumfang des Helio Strap leben kann, bekommt mit dem Amazfit-Tracker allerdings ein hervorragendes Gerät, das bei der Messung von Gesundheitswerten erstaunlich genaue Ergebnisse liefert.
Moto Watch Fit
Motorolas Moto Watch Fit setzt auf Fitness-Fokus zum kleinen Preis. Ob sie gegen Huawei und Co. bestehen kann, zeigt unser Test.
VORTEILE
- GPS-Tracking inklusive
- günstig
- sehr lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
- Pulsmessung ungenau
- unterstützt nur Android OS
- keine nennenswerten Zusatzfeatures
Motorola Moto Watch Fit im Test: Lohnt sich der Fitness-Tracker für 40 Euro?
Motorolas Moto Watch Fit setzt auf Fitness-Fokus zum kleinen Preis. Ob sie gegen Huawei und Co. bestehen kann, zeigt unser Test.
Dass man für einen guten Fitness-Tracker längst keine Unsummen mehr ausgeben muss, haben Hersteller wie Huawei, Xiaomi und Amazfit bewiesen. Mit der Moto Watch Fit will auch Motorola im Segment der günstigen Fitness-Tracker unter 100 Euro mitspielen. Dazu kombiniert der Hersteller diverse Tracking- und Gesundheitsfunktionen mit einem 1,9-Zoll-großen OLED-Display und einem Akku, der bis zu 16 Tage an Laufzeit bieten soll. Wie gut die Moto Watch Fit in der Praxis performen kann und ob sich der Kauf im Vergleich zur Konkurrenz lohnt, klären wir jetzt.
Design & Tragekomfort
Motorola hat sich bei der Moto Watch Fit für ein eckiges Design mit abgerundeten Kanten entschieden, das an eine Apple Watch erinnert. Im Fitness-Tracker-Segment ist sie damit am ehesten mit der Amazfit Bip 6 vergleichbar, die sich in einem ähnlichen Preisbereich bewegt.
Die Moto Watch Fit ist lediglich in einer Farbvariante erhältlich: „Trekking Green". Das Kunststoffgehäuse bleibt dabei schwarz, während das Stoffarmband in dunklem Grün mit gelbem Mittelstreifen gehalten ist. Eine ungewöhnliche Designentscheidung – die wir im Test aber als durchaus ansprechend empfanden. Wer das Armband wechseln möchte, kann auf gängige 22-mm-Modelle anderer Anbieter zurückgreifen; ein entsprechender Adapter liegt im Lieferumfang bei.
Die Moto Watch Fit ist nach IP68 zertifiziert und erfüllt zudem ATM 5 (50 Meter Wassersäule). Laut Motorola ist der Tracker bis zu einer Tiefe von 1,5 m für maximal 30 Minuten wasserdicht. Einen Regenschauer übersteht er problemlos; beim Schwimmen sollte man die 30-Minuten-Grenze jedoch im Blick behalten.
Beim Tragekomfort gibt es hingegen nichts zu bemängeln. Mit knapp 25 g (ohne Armband) ist die Moto Watch Fit ein echtes Leichtgewicht, das man im Alltag kaum spürt – und das sich auch nachts angenehm tragen lässt.
Motorola Moto Watch Fit: Bilder
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Display
Das OLED-Display der Moto Watch Fit misst 1,9 Zoll, womit es zu den eher großen Modellen im Fitness-Tracker-Segment zählt. Motorola hat sich entschieden, kratzfestes Gorilla Glas 3 zu verbauen, was das Display zusätzlich widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen macht. Schläge mit einer Kettlebell am Handgelenk übersteht der Tracker etwa problemlos.
Ansonsten macht das Display der Moto Watch Fit einen rundum soliden Eindruck. Der Touch-Bildschirm reagiert zuverlässig auf unsere Eingaben, während die Helligkeit des Displays ebenfalls überzeugt. Letztere ist stufenlos regelbar, verfügt über eine automatische Anpassung an die Umgebung und sorgt dafür, dass die Anzeige auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar bleibt.
Einrichtung & Bedienung
Wie die meisten Fitness-Tracker arbeitet die Moto Watch Fit mit einer Smartphone-App zusammen – in diesem Fall der hauseigenen Moto-Watch-App. Diese läuft allerdings ausschließlich unter Android, womit iOS-Nutzer außen vor bleiben.
Die Einrichtung selbst geht schnell: Per Bluetooth ist der Tracker in wenigen Sekunden mit dem Smartphone gekoppelt, ein kurzes Display-Tutorial erklärt anschließend die grundlegende Bedienung. Ein Nutzerkonto in der App ist optional, ermöglicht aber die Nutzung eines KI-Assistenten sowie die geräteübergreifende Übertragung aufgezeichneter Daten.
Bei der Bedienung knüpft die Moto Watch Fit nahtlos an die reguläre Moto Watch an: Touchdisplay und seitlicher Button reagieren zuverlässig und zügig, die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnung intuitiv von der Hand.
Training & Fitness
Das Herzstück der Moto Watch Fit sind erwartungsgemäß die Fitnessfunktionen – doch hier liegen Licht und Schatten nah beieinander. Motorola beschränkt sich auf wesentliche Features, bietet dafür aber eine großzügige Auswahl an Sportprofilen. Die Pulsmessung über den optischen Sensor arbeitet größtenteils solide, bleibt aber – wie schon bei der regulären Moto Watch – hinter der Konkurrenz von Amazfit zurück.
Als Fitness-Tracker erfasst die Moto Watch Fit Schritte und berechnet den Kalorienverbrauch anhand von Körpergröße, Gewicht und Geschlecht. Im Test funktioniert das grundsätzlich gut, allerdings lagen die ausgegebenen Kalorienwerte im Vergleich zur Garmin Fenix 7 um rund 50 Prozent zu hoch.
Für Trainingsaufzeichnungen stehen über 100 Sportmodi zur Wahl – die Auswahl an Datenfeldern ist jedoch bei den meisten Sportarten stark begrenzt. Trainingsdauer, Herzfrequenz und Kalorienverbrauch werden übergreifend angezeigt; erweiterte Metriken wie Strecke, Geschwindigkeit und Durchschnittstempo sind hingegen nur beim Laufen und Radfahren verfügbar. Wassersportprofile existieren zwar, liefern aber kaum Zusatzdaten: Lediglich beim Beckenschwimmen lässt sich eine Bahnlänge definieren und die Anzahl der geschwommenen Bahnen erfassen. Eine Wiederholungszählung für Krafttraining fehlt dagegen vollständig.
Dank integriertem GPS-Modul lassen sich Lauf- und Radeinheiten auch ohne Smartphone aufzeichnen. Auf einer rund fünf Kilometer langen Teststrecke durch Wald und Wohngebiet überzeugte das Tracking mit erfreulicher Genauigkeit – die Abweichungen zur Garmin Fenix 7 waren minimal. Eine Navigationsfunktion bietet die Moto Watch Fit nicht, was in dieser Preisklasse aber kaum überrascht.
Was beim GPS gelingt, misslingt bei der Herzfrequenzmessung. Bereits bei Einheiten mit niedriger, gleichbleibender Intensität wichen die Werte des optischen Sensors um mehr als zehn Schläge pro Minute vom Referenzgerät ab – bei HIIT oder Krafttraining verschlechtert sich die Genauigkeit weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass die Herzfrequenzkurve in der App nicht in einer Detailansicht geöffnet werden kann, was die Auswertung unnötig erschwert. Zudem fehlt die bei der Moto Watch vorhandene Aufschlüsselung des Kalorienverbrauchs nach Fett, Kohlenhydraten und Protein.
Schlaf & Gesundheit
Bei den Schlaf- und Gesundheitsfunktionen beschränkt sich Motorola auf das Wesentliche: Die Moto Watch Fit registriert unsere Schlafdauer sowie die einzelnen Schlafphasen. Zudem gibt sie neben der Herzfrequenz auch einen geschätzten Blutsauerstoffwert aus. In der App sehen wir auf einen Blick eine Übersicht unserer Schlafphasen inklusive Puls, auf deren Basis die App dann unsere Schlafqualität bewertet.
Wer möchte, kann ein Schlafziel festlegen. Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität gibt es keine, aber die Messungen der Uhr wirken glaubwürdig. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt werden ebenso korrekt erkannt wie Wachphasen, während die Bewertung der Schlafqualität sich mit unserem subjektiven Empfinden deckt.
Weitere Gesundheitsfeatures der Moto Watch Fit umfassen die Messung des Stresslevels und die Möglichkeit, kurze Atemübungen zur Entspannung durchzuführen. Einen Inaktivitätsalarm gibt es ebenfalls. Auf Optionen zum Zyklustracking müssen wir aber leider komplett verzichten.
Weitere Features
Wie schon bei der regulären Moto Watch fällt auch bei der Moto Watch Fit die Auswahl an Zusatzfunktionen übersichtlich aus – und das nicht im positiven Sinne. Die Benachrichtigungsfunktion beschränkt sich auf die Anzeige eingehender Nachrichten; Schnellantworten sind nicht möglich. Besonders störend: Eingehende Anrufe werden nicht angezeigt und lassen sich damit auch nicht über den Tracker annehmen.
Hinzu kommen weitere Abstriche gegenüber der regulären Moto Watch: Der dort noch vorhandene Musikspeicher fehlt vollständig – Musik lässt sich lediglich vom Smartphone aus über das Display steuern. Auch ein NFC-Modul für kontaktloses Bezahlen sucht man bei unserem Testmuster vergeblich.
Akku
Laut Herstellerangaben hält der Akku der Moto Watch Fit bis zu 16 Tage durch – ein beachtlicher Wert für einen Fitness-Tracker. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt davon ab, ob und wie intensiv wir das GPS-Tracking benutzen, ob wir Gebrauch von der Benachrichtigungsfunktion machen und wie hell wir das Display einstellen. Bei automatischer Displayhelligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und drei eineinhalbstündigen Sporteinheiten pro Woche (zwei mit GPS) schaffte die Moto Watch Fit gut zwölf Tage. Die Schnellladefunktion lädt den Akku übrigens innerhalb von fünf Minuten so weit auf, dass der Tracker ausreichend Saft für einen Tag an Laufzeit besitzt.
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Moto Watch Fit liegt bei 80 Euro. Bei einschlägigen Händlern ist der Tracker aber bereits für rund 37 Euro zu haben. Damit gehört die Moto Watch Fit zu den günstigsten Trackern mit integriertem GPS auf dem Markt und bewegt sich noch unterhalb der Amazfit Bip 6 und des Xiaomi Smart Band 10 Pro.
Fazit
Die Moto Watch Fit hat im Kern dasselbe Problem wie die reguläre Moto Watch: Sie ist kein schlechtes Gerät, aber eben kein überzeugendes. Als solider Fitness-Tracker mit funktionierendem Schlaf-Tracking und ordentlicher Schritterfassung erfüllt sie ihren Zweck – wer gelegentlich Trainingseinheiten aufzeichnen möchte, wird damit zurechtkommen. Die Schwäche bei der Pulsmessung bleibt jedoch ein spürbarer Makel.
Das Problem: „ordentlich“ reicht angesichts der starken Konkurrenz nicht mehr aus. Hersteller wie Amazfit haben mit der Bip 6 gezeigt, dass günstige Hardware und ein breites Funktionsangebot kein Widerspruch sein müssen. Langes Akkuleben und ein gutes Display können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Moto Watch Fit schlicht zu viele Features fehlen.
Für Hobbysportler mit kleinem Budget gibt es bessere Alternativen. Wer zudem auf GPS verzichten kann und hauptsächlich einen Schrittzähler sucht, ist mit einem Fitnessarmband wie dem Xiaomi Smart Band besser bedient. Unterm Strich fällt unsere Kaufempfehlung für die Moto Watch Fit daher nur sehr eingeschränkt aus.
ZUSÄTZLICH GETESTET
Amazfit Active Edge
Amazfit Active Edge
Die Amazfit Active Edge will hip, sportlich und robust sein. Was die smarte Sportuhr wirklich taugt, klären wir im Test.
VORTEILE
- sehr robuste Verarbeitung
- lange Akkulaufzeit
- gutes GPS-Tracking
NACHTEILE
- kein Musikspeicher
- keine Bezahlfunktion
- Design ist Geschmackssache
Amazfit Active Edge im Test
Die Amazfit Active Edge will hip, sportlich und robust sein. Was die smarte Sportuhr wirklich taugt, klären wir im Test.
Mit der Active Edge hat Amazfit eine Smartwatch im Programm, die rein optisch stark an eine G-Shock erinnert. Die Zielgruppe sind dementsprechend junge und hippe Nutzer, die der eigenwillige Look der Uhr anspricht. Wir haben uns die Edge im Test genauer angeschaut und klären jetzt, ob die Smartwatch für 136 Euro mehr zu bieten hat als nur eine ungewöhnliche Optik.
Design und Bedienbarkeit
Die Amazfit Active Edge trägt zwar fast denselben Namen wie die Amazfit Active, rein äußerlich haben die beiden Smartwatches aber nichts miteinander gemein. Während die Amazfit Active an eine Apple Watch erinnert, wirkt das Design der Amazfit Active Edge eher wie das einer G-Shock. Die Edge kommt betont sportlich und fast schon etwas gewollt hip daher. Insbesondere die Farbe Mint Green versprüht enorme Lollipop-Vibes und hebt sich dadurch schon recht deutlich von der Smartwatch-Konkurrenz ab. Dementsprechend ist das Design der Active Edge auch Geschmacksache.
Die Verarbeitung der Amazfit Active Edge wirkt insgesamt gewohnt solide, lediglich die Kunststoffschließe am Silikonarmband macht einen etwas billigen Eindruck. Ansonsten sind alle Teile der Uhr gut aufeinander abgestimmt und kommen wertig daher. Wer sich mit dem offenbar bewusst gewählten, eigenwilligen Design der Active Edge anfreunden kann, bekommt jedenfalls eine robuste Sportuhr, die explizit für den Outdoor-Gebrauch konzipiert ist. Laut Herstellerangaben ist die Uhr bis 10 ATM wasserdicht, weshalb sie sich sowohl zum Schwimmen als auch zum Schnorcheln eignet und einem Wasserdruck von bis zu 10 bar standhält. Das silikonummantelte Gehäuse macht die Edge zudem widerstandsfähig gegenüber Stößen. Wir haben die Uhr im Test aus einer Höhe von zwei Metern auf einen Steinboden fallen lassen und konnten an Gehäuse und Display keinerlei Schäden feststellen.
Bei der Bedienbarkeit bestätigt sich unser positiver erster Eindruck der Amazfit Active Edge: Das 1,32-Zoll-große TFT-Display mit Touch-Screen reagiert zuverlässig und zügig auf unsere Eingaben. Zusätzlich verfügt die Uhr über vier Tasten am Gehäuse, mit der wir alternativ durch die Funktionen und Menüs navigieren können. Auch das funktionierte in unserem Test tadellos. Die Helligkeit des Displays lässt sich über die Optionen stufenlos regeln und ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ausreichend.
App und Einrichtung
Die App und Einrichtung der Amazfit Active Edge funktionieren genauso wie bei der Amazfit Active, deshalb gehen wir an dieser Stelle nur kurz darauf ein: Um die Uhr mit unserem Smartphone zu verbinden, laden wir die App herunter, legen ein Nutzerkonto an und scannen den auf dem Display der Edge angezeigten QR-Code, um die Uhr mit der App zu koppeln. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten. Anschließend bekommen wir noch ein kurzes Tutorial angezeigt, das uns die Bedienung der Edge erklärt, bevor wir loslegen können.
Aktivität und Training
Obwohl sich die Amazfit Active Edge an eine signifikant andere Zielgruppe richtet als die Amazfit Active, unterscheiden sich beide Uhren in Bezug auf Trainings- und Aktivitätstracking fast gar nicht voneinander. Wie für Amazfit-Smartwatches üblich setzt auch die Active Edge auf den Physical Activity Index (PAI), um unsere tägliche physiologische Aktivität zu berechnen. Neben unseren Trainingseinheiten und zurückgelegten Schritten berücksichtigt die Uhr dabei unter anderem unseren Puls und Daten wie Körpergröße und Gewicht. In der Zepp-App finden wir wie gewohnt Vorschläge zum Steigern unseres täglichen PAIs, wie 20 Minuten Joggen oder 6 Minuten Seilspringen.
Die Active Edge misst diverse Gesundheitsdaten wie Puls, Schritte, verbrannte Kalorien, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Während die Amazfit Active mehr als 120 verschiedene Profile für verschiedene Sportarten bietet, können wir mit der Active Edge sogar über 130 Modi anwählen. Außerdem erkennt die Uhr insgesamt sieben Sportarten automatisch, darunter Laufen, Radfahren und Gehen in mehreren Varianten sowie Rudergerät und Ellipsentrainer.
Von der Amazfit Active bekannte Funktionen wie der Zepp-Trainer und Zepp-Fitness werden von der Edge übrigens ebenfalls unterstützt. Der Zepp-Trainer empfiehlt uns basierend auf unserer Trainingsbereitschaft, die die Edge anhand unserer Gesundheitsdaten berechnet, ein konkretes Training mit Vorschlägen zu Dauer und Intensität, etwa 30 Minuten bei einer Herzfrequenz von durchschnittlich 150 BPM. Wie schon bei der Amazfit Active funktioniert dieses Feature auch bei der Active Edge einwandfrei und ist eine solide Alternative für alle Hobbysportler, die regelmäßig in Bewegung bleiben wollen und keine Lust auf ausführliche Trainingsplanung haben.
Für Läufer bietet die Active Edge zudem noch einige nützliche Funktionen wie einen virtuellen Pacer und eine Prognose der Rennleistung, die wir sonst eher von hochpreisigen Sportuhren der Marken Garmin und Polar kennen. Im Test machten diese Features eine ordentliche Figur, auch wenn sie für professionelle Läufer zu ungenau sein dürften. Hobbyläufer bekommen damit aber eine gute Orientierung an die Hand.
Wem der Zepp-Trainer nicht ausreicht, kann für 3,99 Euro pro Monat oder 29,99 Euro pro Jahr zusätzlich Zepp-Fitness buchen. Ähnlich wie bei Zepp-Aura bekommen wir mit Zepp-Fitness einen KI-Coach an die Hand, der uns Fragen zum Training beantwortet. Zusätzlich gibt es detaillierte Trainingspläne und erweiterte Analysen unserer Daten.
Wie die Amazfit Active verfügt auch die Amazfit Active Edge über ein integriertes GPS-Tracking, das auf fünf verschiedene Satellitensysteme zurückgreift. In unserem Test funktionierte die Streckenaufzeichnung absolut zuverlässig. Bei bewölktem Himmel und im Wald stockte die Pace-Anzeige beim Laufen manchmal für kurze Zeit, aber dieses Phänomen tritt auch bei anderen GPS-Uhren wie unserem Vergleichsgerät (Garmin Fenix 7) auf. Die Messung der Herzfrequenz beim Training bewegte sich auf einem ähnlich guten Niveau wie im Fall der Amazfit Active: Auch bei stark schwankendem Puls lieferte der optische Sensor noch brauchbare Ergebnisse, die nur im niedrigen einstelligen Bereich von der Messung unseres Brustgurts abwichen.
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Schlaf
Ähnlich wie beim Aktivitäts- und Trainings-Tracking unterscheidet sich die Active Edge beim Schlaf-Tracking nicht von der Amazfit Active. Auch die Edge unterstützt das kostenpflichtige Zepp-Aura, das wir bereits in unserem Test der Amazfit Active ausführlich besprochen haben. Das Feature, das mit 29,99 Euro pro Jahr oder 3,99 Euro pro Monat zu Buche schlägt, unterstützt nahtlos die Schlafaufzeichnung der Edge und erweitert das Tracking um zusätzliche Features wie einen Schlafcoach und Inhalte, die das Einschlafen erleichtern sollen.
Wie bei der Amazfit Active funktioniert das Schlaf-Tracking bei der Edge aber auch ohne Zepp-Aura und liefert zuverlässige Ergebnisse. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt werden ebenso registriert wie die einzelnen Schlafphasen. Zusätzlich misst die Uhr die Herzfrequenz, die Atmung und Wachzeiten während der Nacht. Wer möchte, kann nach dem Aufwachen die eigene Stimmung bewerten.
Zusätzliche Features
Anders als bei der Amazfit Active müssen Nutzer der Amazfit Active Edge auf ein umfassendes Portfolio an Zusatzfeatures verzichten. Neben der anpassbaren Benachrichtigungsfunktion gibt es lediglich die schon von der Amazfit Active bekannten Membership-Cards. Damit können wir Bar- oder QR-Codes auf der Uhr speichern, wie Payback-Karten oder Mitgliedsausweise von Fitnessstudios, Bibliotheken und mehr.
Zepp-Pay wird von der Amazfit Active Edge aber leider nicht unterstützt. Außerdem müssen wir auf einen integrierten Musikspeicher und eine Telefonfunktion verzichten, wie sie die Amazfit Active zu bieten hat.
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Akku
Die Akkulaufzeit der Amazfit Active Edge beträgt bei typischer Nutzung (dauerhaft aktivierte Pulsmessung, Schlafüberwachung, 150 Push-Nachrichten, drei Trainingseinheiten pro Woche à 30 Minuten mit GPS) laut Herstellerangaben 16 Tage. Wir haben die Uhr im Test etwas stärker gefordert und fünf Trainingseinheiten mit je einer Stunde Dauer in einer Woche absolviert. Die Uhr hielt in diesem Nutzungsszenario gut zwei Wochen durch, bevor wir den Akku wieder aufladen mussten – ein hervorragender Wert. Die Ladedauer des Akkus liegt wie bei der Amazfit Active im Bereich von etwa zwei Stunden.
Technische Daten
Preis
Amazfit verkauft die Active Edge in den Farben Lava Black (Schwarz), Mint Green (Grün) und Midnight Pulse (Grau) für eine unverbindliche Preisempfehlung von 150 Euro. Das derzeit beste Angebot bietet Amazon für 136 Euro. Die Active Edge ist etwas teurer als die Variante der Amazfit Active (Testbericht) mit Silikonarmband. Gemessen an der Ausstattung der Uhr mit GPS und der langen Akkulaufzeit halten wir den Preis aber für angemessen.
Fazit
Die Amazfit Active Edge unterscheidet sich von der Amazfit Active überwiegend durch Äußerlichkeiten. Mit ihrer G-Shock-Optik richtet sie sich an eine ganz andere Zielgruppe als die Amazfit Active, aber die Funktionen beider Uhren sind praktisch dieselben. Einzig bei der Wasserdichtigkeit und der Akkulaufzeit hat die Edge ein wenig die Nase vorn, was angesichts desselben Preises überrascht, den der Hersteller für beide Modelle aufruft.
Weil sich die Active und die Active Edge insgesamt stark ähneln, fällt auch unser Fazit zu beiden Uhren fast identisch aus. Amazfit hat wie schon mit der Active auch mit der Active Edge wieder eine einwandfreie Smartwatch mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt gebracht. Zwar fehlt der Active Edge wie auch schon der normalen Active eine Bezahlfunktion und wir müssen zusätzlich auf einen Musikspeicher und ein Telefonie-Feature verzichten, dafür punktet die Uhr aber mit ihrer robusten Verarbeitung und der langen Akkulaufzeit.
Amazfit Bip 5
Amazfit Bip 5
Amazfit bietet mit der Bip 5 eine Smartwatch an, die sich mit einem großen Display, GPS und smarten Funktionen zu einem günstigen Preis gegen andere Fitness-Tracker behaupten will. Ob das gelingt, zeigt der Test.
VORTEILE
- exakte Pulsmessung
- GPS
- fairer Preis
NACHTEILE
- Armband und Schließmechanismus
- kein Musikspeicher
- Display geht auch im Schlafmodus an
Amazfit Bip 5 im Test
Amazfit bietet mit der Bip 5 eine Smartwatch an, die sich mit einem großen Display, GPS und smarten Funktionen zu einem günstigen Preis gegen andere Fitness-Tracker behaupten will. Ob das gelingt, zeigt der Test.
Wer eine günstige Smartwatch sucht, stößt im Angebot von Amazfit unter anderem auch auf die Bip 5. Der niedrige Preis von 80 Euro gepaart mit smarten Funktionen und einem großen Display klingt auf dem Papier nach einem vielversprechenden Gesamtpaket. Ob es sich bei der Bip 5 aber wirklich um einen echten Schnapper handelt oder ob Sparfüchse lieber die Finger von der Uhr lassen sollten, klären wir im Test.
Design
Mit einem fast quadratischen Gehäuse und den abgerundeten Kanten orientiert sich Amazfit beim Design der Bip 5 an der aktuellen Standardoptik für Smartwatches. Diese findet sich in ähnlicher Form bei der Amazfit Active (Testbericht), der Redmi Watch 4 (Testbericht) oder der Apple Watch Series 9 (Testbericht) wieder. Das Display ist mit einem Durchmesser von 1,91 Zoll angenehm groß. Dem günstigen Preis der Bip 5 ist wohl geschuldet, dass Amazfit hier lediglich auf ein LCD mit Touchscreen setzt, aber die Helligkeit der Anzeige kann trotzdem überzeugen. Wir können die Helligkeit stufenweise verstellen, wobei das Display selbst bei niedriger Beleuchtungsintensität noch ablesbar bleibt.
Warum Amazfit sich dazu entschieden hat, das Display mit einer leichten Wölbung zu versehen, erschließt sich uns im Test zwar nicht, negative Auswirkungen hat die Konkave allerdings auch keine. Während andere Tester bemängelten, dass das Display der Bip 5 kratzempfindlich sei, konnten wir diesen Eindruck in unserem Test nicht bestätigen. Sichtbare Schrammen oder Beschädigungen am Glas konnten wir nach einer Woche nicht feststellen, obwohl die Uhr ein paar Stöße und Schläge gegen Materialien wie Metall und Keramik aushalten musste.
Ein paar Kritikpunkte gibt es beim Design der Bip 5 dann aber doch. Erstens hat Amazfit im Gegensatz zur Active darauf verzichtet, die Smartwatch für Wasserdichtigkeit zu zertifizieren. Während die Amazfit Active also bis 5 ATM wasserdicht ist, kann man die Amazfit Bip 5 lediglich für 30 Minuten unter den Wasserhahn halten. Zum Schwimmen eignet sich die Bip 5 also nicht.
Zweitens haben wir uns im Test ernsthaft die Frage gestellt, wer eigentlich den Schließmechanismus des Armbands abgesegnet hat. Der ist nämlich nicht nur umständlich, sondern wirkt auch wenig robust. Amazfit hat sich für einen feingliedrigen Kunststoffverschluss entschieden, gegen das nichts einzuwenden wäre, wenn die Verbindung zum Silikonarmband etwas dicker und stabiler ausfiele. Zudem muss man das Armband durch eine Aussparung unter der Schließe nach innen schieben, damit das Ende des Armbands nicht unkontrolliert am Handgelenk hängt. In der Praxis funktioniert das nur sehr mühsam und hat uns mehrere Frustmomente beschert. Wir empfehlen deshalb den Kauf eines Ersatzarmbands mit anderem Schließmechanismus.
Einrichtung und App
Absolut nichts zu meckern haben wir demgegenüber bei der Einrichtung der Bip 5. Wie von Amazfit gewohnt, funktioniert die Kopplung der Smartwatch mit dem Smartphone innerhalb weniger Minuten. Wir laden die Zepp-App auf unser Smartphone herunter, legen ein Nutzerkonto an und navigieren in das Geräte-Menü der Software. Dann scannen wir einfach den QR-Code auf dem Display der Uhr, um den Kopplungsvorgang einzuleiten. Das Ganze dauert nur wenige Minuten. Anschließend erklärt uns die App dann noch kurz die Bedienung der Bip 5.
Die Funktionsweise der Zepp-App haben wir in anderen Tests von Amazfit-Produkten bereits ausführlich beschrieben. Deshalb beschränken wir uns an dieser Stelle auf ein kurzes Fazit: Die App ist übersichtlich aufgebaut und leicht verständlich. Übersetzungsfehler gibt es praktisch keine. Alle wichtigen Informationen bekommen wir direkt im Startbildschirm angezeigt, wobei wir per Klick auf die jeweilige Kachel weitere Details aufrufen können.
Aktivität und Training
Das Aktivitäts-Tracking und die Trainingsfunktionen der Bip 5 sind in etwa mit den Features der Amazfit Edge zu vergleichen. Die Bip 5 bietet mehr als 120 unterschiedliche Sportmodi und kann bei insgesamt sieben Sportarten (darunter Laufen, Gehen, Radfahren, Rudergerät und Ellipsentrainer) das Training automatisch erkennen. Letzteres funktionierte in unserem Test ohne Probleme (wir haben Rudergerät, Outdoor-Laufen und Gehen ausprobiert).
Ein Highlight der Bip 5 ist das integrierte GPS-Tracking. Insgesamt vier Satellitensysteme deckt die Bip 5 ab und bringt dabei eine erstaunlich gute Leistung. Wir haben die Smartwatch auf einer größeren Laufrunde mehrfach getestet und mit der Aufzeichnung der hochwertigen Garmin Fenix 7 (Testbericht) verglichen. Das Ergebnis beider Uhren wich nur minimal voneinander ab. Eine Navigationsfunktion hat die Bip 5 aber nicht zu bieten. Dafür haben wir die Möglichkeit, einen virtuellen Pacer zu aktivieren, der uns beim Laufen im Freien oder auf dem Laufband eine Ziel-Pace anzeigt oder uns gegen eine frühere Bestzeit antreten lässt. Auch das funktionierte im Test ohne Probleme.
Die Ergebnisse unseres Trainings können wir anschließend in der Zepp-App anzeigen lassen und analysieren. Alternativ ist die Bip 5 aber auch mit Strava, Komoot, Relive, Apple Health, Google Fit und adidas Runtastic kompatibel. Außerdem berechnet der sogenannte Peak-Beats-Algorithmus die maximale Blutsauerstoffsättigung, die Trainingsbelastung und den Trainingseffekt. Ergänzend dazu gibt die Uhr konkrete Empfehlungen zur Dauer der Regenerationszeit nach einer Trainingseinheit. Wir empfanden diese Empfehlung in unserem Test als nachvollziehbar, auch wenn das Ergebnis immer individuell ist.
Neben der hohen Genauigkeit des GPS-Trackings konnte auch die Messung der Herzfrequenz überzeugen, zumindest beim Lauftraining. Auf unserer Testrunde (12 km) wich der aufgezeichnete Puls bei Minimal- und Maximalwerten sowie beim Durchschnitt lediglich einige wenige Schläge im niedrigen einstelligen Bereich von den Messungen unseres Vergleichsgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Allerdings hat die Bip 5 wie viele andere Smartwatches auch ein Problem mit der Pulsmessung bei stark schwankender Herzfrequenz. Wer also regelmäßig Krafttraining oder HIIT absolviert, sollte sich auf Ungenauigkeiten bei der Messung einstellen.
Beim Tracking der täglichen Aktivität und der Gesundheitsdaten steht die Bip 5 der Konkurrenz dann aber wieder in nichts nach. Wie andere Amazfit-Geräte setzt auch die Bip 5 auf den Physical Activity Index (PAI), um den Grad unserer physischen Aktivität zu bewerten. Je höher der Index, desto besser. Daneben zeichnet die Smartwatch zurückgelegte Schritte und Gesundheitsdaten wie Puls, Blutsauerstoffsättigung und Stresslevel auf. Zur Reduzierung des Stresslevels steht uns eine rudimentäre Atemübung zur Verfügung, die wir auf der Uhr aktivieren können.
Für Frauen gibt es zudem die Möglichkeit, die eigene Periode aufzuzeichnen und den Zyklus zu tracken. Diese Funktion verzichtet aber leider wie bei den meisten anderen Smartwatches auch auf die Möglichkeit, zusätzliche Informationen wie Körpertemperatur oder Symptome wie Mittelschmerz einzutragen. Deshalb eignet sich die Messung nicht für Methoden wie die natürliche Familienplanung (NFP).
Amazfit Bip 5 - Bilderstrecke
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Schlaf-Tracking
Beim Schlaf-Tracking konzentriert sich Amazfit für die Bip 5 auf die wesentlichen Funktionen. Die Uhr zeichnet die Dauer aller Schlafphasen inklusive REM auf, registriert aber auch Nickerchen im Tagesverlauf. Zusätzlich misst die Bip 5 die Atemqualität während des Schlafs. Basierend auf allen Daten berechnet die Smartwatch eine Schlafpunktzahl, anhand derer wir unsere Schlafqualität ablesen können. Das Ergebnis dieser Messung ist selbstverständlich mit Vorsicht zu genießen und können immer nur eine grobe Orientierung bieten.
Das Ergebnis der Schlafmessung unterschied sich in unserem Test deutlich von den Werten unseres Vergleichsgeräts (Garmin Fenix 7). Während die Bip 5 in einem Fall uns einen Tiefschlaf von rund einer Stunde und eine REM-Phase von gut zwei Stunden attestierte, ergab die Garmin Fenix 7 eine Tiefschlafdauer von zwei Stunden und 14 Minuten sowie 30 Minuten REM-Schlaf. Dieses Beispiel zeigt, wie ungenau die Bewertung und Messung unseres Schlafverhaltens bei Smartwatches generell ausfällt.
Ansonsten haben wir bei der Nutzung der Bip 5 während des Schlafens nicht mehr viel zu meckern. Die Uhr stört nachts auch trotz des großen Displays nicht, und auch die Weckfunktion macht zuverlässig ihren Job. Eine Kleinigkeit störte uns dann aber doch: Zwar verfügt die Bip 5 über einen Schlafmodus, den wir manuell oder automatisch aktivieren (lassen) können, aber trotzdem ist die Anzeige noch ziemlich hell. Bewegen wir beim Schlafen also unser Handgelenk, wird das Display aktiviert und gibt entsprechend Licht ab. Sensible Schläfer kann das unter Umständen stören.
Weitere Funktionen
Die Amazfit Bip 5 läuft mit Zepp OS 2.0, sodass ihr aus mehr als 70 zusätzlichen Apps wählen könnt, um die Funktionen der Smartwatch zu erweitern. Die Apps lassen sich über das Smartphone in der Zepp-App auswählen und installieren.
Zu den eigentlichen Zusatzfunktionen, die die Bip 5 neben dem reinen Sport- und Aktivitäts-Tracking noch zu bieten hat, gehören der Support für Sprachassistenten wie Alexa, die Speicheroption für Mitgliedskarten und die Telefoniefunktion. Alle drei Features funktionierten im Test einwandfrei, auch wenn der Lautsprecher der Bip 5 beim Telefonieren nicht mit denen eines Smartphones mithalten können. Die Speicheroption für Mitgliedskarten erlaubt es uns, QR- oder Barcodes von verschiedenen Karten (Bibliotheksausweis, Fitnessstudio-Mitgliedsausweis, Kundenkarte) auf der Uhr zu hinterlegen. Per Schnellauswahl können wir sie dann direkt über das Touch-Display der Bip 5 aufrufen.
Amazfit Bip 5 - Zepp-App
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Akku
Amazfit bewirbt die Akkulaufzeit der Bip 5 als „großes Powerup“, aber diese Aussage ist doch etwas hochgegriffen. Bei normaler Nutzung soll die Smartwatch rund 10 Tage ohne Nachladen auskommen, was allerdings im Vergleich mit der Konkurrenz von Xiaomi und Huawei bestenfalls als Durchschnitt durchgeht. In unserem Test gab es aber eine positive Überraschung: Bei drei mehrstündigen Trainingseinheiten innerhalb einer Woche war tatsächlich erst nach den versprochenen Tagen der Akku am Ende seiner Laufzeit angelangt, obwohl wir die Uhr eher intensiv als normal verwendet haben.
Preis
Amazfit verkauft die Bip 5 für eine UVP von 90 Euro in den Farben Soft Black, Pastel White und Cream Pink. Der Straßenpreis beginnt für einzelne Modelle allerdings bereits bei ungefähr 69 Euro. Gemessen an der Größe des Displays, dem integrierten GPS-Tracking und der Telefoniefunktion rangiert die Bip 5 damit im unteren Preissegment für Smartwatches mit einer derartigen Auswahl an Funktionen.
Fazit
Mit der Bip 5 macht Amazfit ganz viel richtig, wenn man weiß, was man von der Uhr erwarten kann. Große Pluspunkte sind die gute GPS-Funktion, das Aktivitäts-Tracking und das Telefonie-Feature. Die Akkulaufzeit geht in Ordnung, allerdings könnte der Hersteller beim Nachfolgemodell vielleicht erneut ein wenig nachbessern, möglichst nicht zulasten des Designs.
Negativ aufgefallen sind uns vorwiegend das Armband mit dem fummeligen Schließmechanismus, der noch dazu keinen besonders stabilen Eindruck macht. Dass wir bei der Bip 5 auf einen integrierten Musikspeicher verzichten müssen, lässt sich hingegen verschmerzen. Eine Bezahlfunktion wäre für eine dedizierte Smartwatch wünschenswert gewesen, aber immerhin können wir Mitgliedskarten mit Bar- oder QR-Code auf der Uhr zwischenspeichern. Insgesamt macht ihr mit dem Kauf der Bip 5 aber nichts falsch, wenn ihr eine günstige Smartwatch mit solider Akkulaufzeit und integriertem GPS-Tracking sucht.
CMF Watch Pro
CMF Watch Pro
Die CMF Watch Pro by Nothing ist eine vielseitige Sportuhr im schicken Design mit wunderschönen Watchfaces. Die Software hat allerdings noch Schwächen, Apps gibt es keine.
VORTEILE
- tolles Design und schöne Zifferblätter
- angenehm zu tragen
- lange Akkulaufzeit
- präzise Messwerte
- einfache Bedienung
NACHTEILE
- GPS-Signal sucht lange
- keine Apps
- Akku lädt nicht immer voll auf
- bei einigen Sportarten misst die Uhr keine Schritte
- teils kryptische Benachrichtigungen, die unauffindbar verschwinden
CMF Watch Pro im Test
Die CMF Watch Pro by Nothing ist eine vielseitige Sportuhr im schicken Design mit wunderschönen Watchfaces. Die Software hat allerdings noch Schwächen, Apps gibt es keine.
Jungunternehmer Carl Pei wurde schon oft mit Steve Jobs verglichen. Mit seiner Smartphone-Marke Oneplus verzückte er einst die Android-Welt, stieg später aus und gründete mit Nothing eine neue Marke, die auf Preis-Leistung und außergewöhnliche Designs setzt. Für viel medialen Wirbel sorgten dabei das Nothing Phone 1 (Testbericht) und Nothing Phone 2 (Testbericht). Wenig erstaunlich also, dass auch die erste Smartwatch von Nothing ein interessantes Produkt ist. Ungewöhnlich ist allerdings, dass sie im Namen einer Untermarke erscheint.
Die CMF Watch Pro by Nothing kostet bei Aliexpress derzeit nur 28 Euro und bei Amazon in Dunkelgrau nur 39 Euro statt 69 Euro. Die Smartwatch richtet sich an gesundheitsbewusste Design-Liebhaber und bietet Unterstützung für bis zu 110 Sportarten. Im Test zeigen wir, dass die Uhr Spaß macht und sehr lange durchhält, aber doch nicht an die Vielseitigkeit einer Apple Watch oder Galaxy Watch herankommt.
Anmerkung: Der Testbericht stammt vom 04.03.2024. Letztes Preis-Update ist vom 14.04.2025.
Design und Bedienbarkeit
Nothing setzt bei der CMF Watch Pro auf ein kantiges und robust anmutendes Aluminium-Gehäuse, das an die Apple Watch Ultra erinnert. Am Arm getragen wirkt sie mit 47 Gramm zwar leicht, aber auch ein wenig klobig; wir blieben gelegentlich mit ihr am Ärmel oder an Gegenständen hängen. Beim Schlafen störte die Watch zuweilen. Abgesehen davon ist die Uhr aber anschmiegsam und glatt. Das mitgelieferte und bereits angebrachte Silikonarmband ist auch an behaarten Armen ohne Ziepen zu tragen, schnell angebracht und hält sicher. Die Lasche liegt für sicheren Halt innen. Ösen gibt es deswegen nicht.
Das 1,96 Zoll große AMOLED-Display hat einen sichtbaren, aber erträglich schmalen Rand. Die Auflösung ist mit 410 × 502 Pixel erfreulich hoch, das Display mit 600 Nits auch in heller Umgebung zufriedenstellend abzulesen. Die Designsprache der Watchfaces und Menüs beschränkt sich – sehr minimalistisch – auf die vier Farben Schwarz, Weiß, Rot und Grau. Designs wirken dabei durchdacht und überaus augenfreundlich.
Die Bedienung der CMF Watch Pro erfolgt allein über den nicht drehbaren Einschaltknopf und den Touchscreen. Mit einem Swipe nach links oder rechts wechseln wir zwischen den Menüs, ein Wisch von oben nach unten oder unten nach oben blendet das Schnellstartmenü oder die letzten Benachrichtigungen ein. Hält man das Display länger fest, kann man ein anderes Watchface auswählen. Ein längeres Drücken auf den Einschaltknopf öffnet das App-Menü oder startet ein Training. Für einige Watchfaces gibt eine Always-on-Funktion. Im Schnellstartmenü lässt sich ein Nachtmodus wählen.
App und Einrichtung
Um die CMF Watch Pro by Nothing in Betrieb zu nehmen, ist die Smartphone-App CMF Watch (für Android und iPhone) notwendig. In wenigen Schritten haben wir die Watch via Bluetooth 5.3 in der App lokalisiert und eingerichtet. Es folgt die Bitte, die Watch mit dem mitgelieferten, proprietären Ladestecker mit USB-A-Anschluss zunächst ganz aufzuladen. Ein Netzteil ist übrigens nicht im Lieferumfang enthalten.
Die App fragt bei der Einrichtung nach Alter, Körpergröße und Gewicht, wobei unser Testgerät von Haus aus auf das imperiale System eingestellt ist. Mit wenigen Klicks stellen wir das auf das metrische sowie 24-Stunden-System um. Einige Watchfaces allerdings bleiben trotzdem nur im 12-Stunden-Modus verfügbar. Ansonsten präsentiert sich die App erstaunlich datensparsam, verzichtet auf dem iPhone etwa auf die Berechtigung, sich mit Apple Health oder Apple Fitness zu verbinden.
Die CMF-Watch-App präsentiert sich im gleichen, sehr schicken Design wie die Menüs und Watchfaces auf der Uhr. Hier finden wir zusätzliche Informationen zu Aktivitäten und alle Gesundheitsdaten wie Blutsauerstoff, Stress und Puls auf einen Blick. Auch Updates – in unserem Testzeitraum immerhin drei – gelangen über die App auf die Watch. Bei einer Stichprobe fanden wir in der App trotz Synchronisation längst nicht alle früheren Aktivitäten wieder, auch wenn diese auf der Uhr noch gespeichert waren.
Aktivität und Navigation
Die CMF Watch Pro by Nothing beherrscht neben A-GPS auch Glonass, Galileo, QZSS und Beidou. Das Warten auf ein GPS-Signal vor einem Training ist bei unserem Testgerät trotz täglicher Synchronisation der GPS-Daten quälend langsam und oftmals erfolglos. In der Folge wollten wir nicht jedes Mal warten und haben das Training – trotz Warnung der ungenauen Messung – einfach trotzdem gestartet. Die Messergebnisse entpuppten sich dabei trotzdem als erstaunlich akkurat. 650 Meter einer Testmessung (ohne Warten auf das GPS-Signal) von einem Geschäft in der Innenstadt zum nächsten entsprachen genau den 650 Metern, die auch Google Maps errechnete.
Training
Die CMF Watch Pro unterstützt offiziell über 110 Sportarten von Kendo über Reck und Kampfseil hin zu Drachenfliegen. In einigen Bereichen lässt sich die Aktivität auch granularer auswählen, etwa Indoor-Radfahren statt nur Radfahren oder Bergwandern statt Wandern. In der App können Sportler ihr bevorzugtes Training auswählen und sortieren, sodass oft gewählte Sportarten beim Trainingsbeginn auf der Watch ganz oben erscheinen.
Auf den zweiten Blick allerdings wirkt die CMF Watch Pro bei einigen Sportarten wenig smart. Dass die Uhr bei Kraftsport, Yoga und Rudergerät ausschließlich Puls und Kalorienverbrauch misst, aber keine Schritte, geht noch in Ordnung. Bei Ballsportarten wie Tischtennis zählt die Uhr gelaufene Schritte beim Training aber nicht mit und rechnet diese auch nicht dem täglichen Schrittziel zu.
Während eines Trainings meldet sich die Watch zuweilen mit Nachrichten per Vibration. Etwas unpraktisch, dass diese nur wenige Augenblicke aufleuchten und dann verschwinden, ohne dass wir sie später wieder aufrufen können. Vereinzelt erscheinen überraschende Nachrichten wie „Erreichen Sie Ihr Ziel“. Sicher doch, gerne – aber welches? Hier bleibt die CMF Watch Pro nur im Ungefähren.
Mehrere Male während unseres Tests erschien vor dem Training die Aufforderung, bitte zunächst die App zu starten und Daten zu synchronisieren. Dabei hatten wir das wenige Stunden vorher schon getan.
CMF Watch Pro - Bilderstrecke
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Schlaf
In den ersten drei Wochen unseres Tests trackte die CMF Watch Pro nur ein einziges Mal unseren Schlaf – obwohl die Uhr nachts am Handgelenk blieb. Das besserte sich erst mit einem Update auf die Software-Version 11.0.0.50. Ein Zeichen dafür, dass der Hersteller bemüht ist, Kinderkrankheiten der Watch zu kurieren. Während auf der Uhr nur zu sehen ist, wie lange der Tragende geschlafen hat, gibt es in der App detaillierte Informationen über die Verteilung der Schlafphasen in REM-Schlaf, Leicht- und Tiefschlaf. Den Moment des Einschlafens und Aufwachens ermittelte die Uhr dabei recht zuverlässig.
Zusätzliche Features
Die einzigen echten Sensoren der CMF Watch Pro sind ein Pulsmesser zur Angabe der Herzfrequenz, ein Sauerstoffsättigungs-Messer (SpO2) und ein Beschleunigungssensor. Darüber ermittelt die Watch auch die gelaufenen Schritte und die Belastung, und sie errechnet daraus den Stresslevel und verbrauchte Kalorien.
In den Menüs können Nutzerinnen und Nutzer zwischen der Aktivität, der Herzfrequenz, dem Wetter (via App) und dem Schlaf wechseln. Ferner verfügt die CMF Watch Pro über eine Taschenlampen-Funktion (aufgehelltes Display), ein Stresslevel-Messer, eine Atemübungs-Funktion, einen Taschenrechner, einen Timer, einen Wecker und eine Stoppuhr. Über das gekoppelte Smartphone sind auch ein Handy-Finder, Musiksteuerung, Sprachsteuerung, die Annahme von Telefongesprächen und das Telefonieren über die Watch (dank integriertem Mikrofon und Mini-Lautsprecher) möglich. Auch eine Kamerafernsteuerung (Auslösebutton) ist vorhanden.
Systemsounds bestehen aus recht piepsigen Tönen, weswegen wir sie schnell wieder ausgeschaltet haben. Weitere Apps, etwa von Drittanbietern, sind zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden und anscheinend auch nicht vorgesehen.
Akku
Der Akku mit 340 Milliamperestunden (mAh) ist üppig proportioniert. Ohne Always-on-Display und mit wenig Training kommen wir in der Tat auf die versprochenen 13 Tage typischer Laufzeit. Mit gelegentlicher GPS-Nutzung bei einigen Trainings sind es gar nicht einmal so viel weniger. Die CMF Watch Pro ist also ein Dauerläufer!
Allein das Aufladen mit dem mitgelieferten Magnetdock ist nicht die allergrößte Freude: Wir hatten ständig Angst, dass der Plug abfällt und dann nicht mehr lädt. Das Wiederaufladen dauert weit über 1 Stunde und gelegentlich passierte es, dass die Watch sich jenseits der 80-Prozent-Marke mit einem beliebigen Ladestand begnügte und einfach nicht auf die vollen 100 Prozent laden wollte.
Preis
Die CMF Watch Pro ist im Hinblick auf Funktionsumfang ein echtes Schnäppchen. Die Watch gibt es in Silber, Dunkelgrau oder Grau Metallic sowie mit einem schwarzen, grauen, weißen oder orangen Armband, das sich über einen Minihebel entfernen und austauschen lässt. In Deutschland sind nicht alle Farben verfügbar.
Bei Amazon kostet sie in Dunkelgrau derzeit nur 39 Euro, in Hellgrau sind es 50 Euro. Bei Aliexpress bekommt man den Fitness-Tracker sogar für 28 Euro.
Fazit
Ordentlicher Funktionsumfang, ein wenig Trickserei, etwa bei den Sportarten, einige Kinderkrankheiten, die sich der Hersteller aber zu beheben bemüht. Dazu ein wunderschönes Design von Hard- und Software und moderne Technik. Nachteile sind die Abwesenheit von Apps und das ungenaue, langsame GPS-Signal.
Insgesamt aber ist die CMF Watch Pro by Nothing ein hochattraktiver Fitness-Tracker (Bestenliste), den wir nur ungern wieder hergeben. Carl Pei und seine Mannschaft haben das Konzept exklusiver Designs für wenig Geld auch auf die Smartwatch portiert. Mit Erfolg.
Fitbit Inspire 3
Fitbit Inspire 3
Mehrere Jahre nach dem Release des Fitbit Inspire 2 Fitnesstrackers bringt der Hersteller ein Nachfolgemodell auf den Markt. Kann das Update die Mängel des Vorgängers beheben?
VORTEILE
- Ordentlich verarbeitet
- Gute Display-Helligkeit
- Gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
- teuer
- Standortdaten müssen dauerhaft aktiviert sein
- Display etwas klein
- Armband wirkt billig
- Schlafaufzeichnung ungenau
- kein eigenes GPS
Fitbit Inspire 3 im Test
Mehrere Jahre nach dem Release des Fitbit Inspire 2 Fitnesstrackers bringt der Hersteller ein Nachfolgemodell auf den Markt. Kann das Update die Mängel des Vorgängers beheben?
Honor und Xiaomi dominieren mit günstigen Fitness-Trackern den Markt, aber auch Premium-Marken wie Fitbit wollen ein Stück vom Kuchen im Einstiegssegment ergattern. Der Fitbit Inspire 3 tritt in direkte Konkurrenz zum Huawei Band 7 (Testbericht) und zum Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht), ist aber deutlich teurer.
Nachdem uns der Vorgänger Inspire 2 (Testbericht) nicht ganz überzeugen konnte, haben wir uns den Inspire 3 genauer angeschaut und im Test geprüft, ob sich der Kauf des Updates lohnt.
Design, Bedienung und Einrichtung
Rein äußerlich unterscheidet sich der Fitbit Inspire 3 nur marginal von seinem Vorgänger oder der chinesischen Konkurrenz. Wir bekommen ein klassisches Rechteckdesign mit abgerundetem Display und Silikonarmband geboten. Sowohl Armband als auch Gehäuse sind komplett in Schwarz gehalten.
Der gesamte Tracker wirkt zwar ordentlich verarbeitet, allerdings hat Fitbit beim Armband die Fehler des Vorgängermodells wiederholt: Die Kunststoffschließe und die übrigen Optik des Trackers lassen den Inspire 3 eher billig wirken. Ein weiteres Problem könnte insbesondere für männliche Nutzer die geringe Größe des Trackers darstellen, die an kräftigeren Handgelenken etwas zu fragil und
Ferner hat Fitbit einen weiteren Kritikpunkt am Inspire 2 nur teilweise verbessert: Der Inspire 3 besitzt diesmal ein farbiges AMOLED-Touch-Display – die Anzeige bleibt also nicht mehr bloß schwarz-weiß. Alles andere bleibt aber fast beim Alten, denn wie bisher nimmt das Display nur einen Teil der Gehäuseoberseite ein – die unschönen Balken oben und unten gibt es also immer noch.
Die Anzeige ist dadurch ziemlich klein, weshalb wir viel scrollen müssen. Das wird insbesondere beim Navigieren in den Menüs schnell zur Geduldsprobe – die Konkurrenz hat hier auf jeden Fall die Nase vorn. Warum speziell oben ein Bereich komplett schwarz bleibt, der zwei Drittel der eigentlichen Anzeigengröße entspricht, war für uns nicht nachvollziehbar.
Fitbit Inspire 3 heise bestenlisten
Ähnlich wie beim Inspire 2 gibt es auch beim Inspire 3 wieder die an den Seiten des Gehäuses eingelassenen Touch-Tasten, mit denen wir den Tracker bedienen und das Display aktivieren können. Letzteres reagiert zwar mittlerweile auf Berührung, in unserem Test mussten wir aber mehrfach mit dem Finger auf das Display tippen, um die Anzeige aufzuwecken. Über die Touch-Tasten am Gehäuse funktioniert das deutlich besser.
Haben wir beim Inspire 2 noch die Helligkeit des Displays kritisiert, hat Fitbit beim Inspire 3 nachgebessert. Diesmal können wir die Helligkeit in mehreren Stufen regulieren, ein Always-On-Display (auf Kosten der Akkulaufzeit) aktivieren und auch endlich alternative Watchfaces installieren. Dadurch lässt sich der Tracker auch problemlos bei hoher Sonneneinstrahlung ablesen, was gegenüber dem Inspire 2 ein echter Fortschritt ist.
Nichts zu meckern haben wir außerdem bei der Einrichtung der Fitbit 3, die wie auch schon beim Vorgänger einwandfrei und intuitiv funktioniert. Wir installieren die Fitbit-App auf unserem Smartphone, legen ein Fitbit-Konto an und koppeln den Tracker mit der App. Das dauert alles nur wenige Minuten.
Nach der Kopplung erklärt uns die App dann in einem kurzen Tutorial die wichtigsten Funktionen und die Bedienung unseres Trackers. Einziger Haken an der App sind die Datenschutzbedingungen. Damit wir den vollen Funktionsumfang des Inspire 3 nutzen können, müssen wir Fitbit die Erhebung von Standortdaten gestatten – und zwar auch dann, wenn wir die App gerade gar nicht nutzen. Auch hier zeigt die Konkurrenz, wie es besser geht.
App
Bei der Fitbit-App hat sich seit unserem Test des Inspire 2 nicht viel geändert. Die Startseite informiert uns übersichtlich zu den wichtigsten Werten unserer Gesundheit und vergangener Aktivitäten. Wir sehen auf einen Blick erreichte Zonenminuten, zurückgelegte Schritte und Kilometer sowie verbrannte Kalorien.
Über separate Schaltflächen können wir Menüs zu Gesundheitswerten, Stressmanagement, Schlaf, Training, weiblichem Zyklus, Gewicht und Ernährung aufrufen. Wie schon beim Inspire 2 können wir aber weder spezielle Zusatzapps installieren noch auf eine Bezahlfunktion zurückgreifen.
Fitbit Inspire 3 - App-Screenshots
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Aktivität
Wer schon einmal einen Fitbit-Tracker genutzt hat, weiß, was ihn beim Fitbit Inspire 3 erwartet. Großartige Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell gibt es keine, stattdessen bekommen wir Standardkost geboten.
Die Schritterkennung funktioniert einwandfrei, wich allerdings auf 10.000 Schritte regelmäßig um 500 bis 800 Schritte von den Daten unseres Kontrollgeräts Garmin Fenix 6 (Testbericht) ab. Der Grund für diese Abweichungen lag in unserem Test vermutlich in der Sensibilität des Trackers: Eine Bewegung des Handgelenks in sitzender Position, die einer Armbewegung beim Gehen ähnelte, führte dazu, dass der Inspire 3 eine entsprechende Menge an Schritten registrierte, was bei unserem Kontrollgerät nicht der Fall war.
Der Inspire 3 zeichnet neben Schritten auch Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Stresslevel, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur sowie Atemfrequenz auf und erstellt anhand dieser Daten einen Gesundheitsbericht, der aber nur in Kombination mit Fitbit Premium (siehe unten) verfügbar ist. Trotzdem werden alle gemessenen Werte in der App übersichtlich aufbereitet, sodass wir langfristige Trends ablesen und erkennen können, ob und wann es zu ungewöhnlichen Abweichungen von unseren Standardwerten kommt.
Ergänzend dazu können wir in der Fitbit-App gesonderte Benachrichtigungen bei unregelmäßigem Herzrhythmus aktivieren. Stellt der Inspire 3 dann ungewöhnliche Schwankungen beim Herzrhythmus fest, erhalten wir eine entsprechende Benachrichtigung auf dem Display des Trackers und in der App. Diese Funktion gab es schon beim Inspire 2 und hat sich seitdem nicht maßgeblich verändert.
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Training
Wie schon das Vorgängermodell bietet auch der Fitbit Inspire 3 eine eher begrenzte Auswahl an unterschiedlichen Sportprofilen, allerdings hat der Hersteller nachgelegt und weitere Optionen hinzugefügt. Neben Laufen und Radfahren in mehreren Varianten sowie Gewichtheben, Intervalltraining und Schwimmen gibt es jetzt auch Profile für Golf, Tennis, Yoga, Kampfsport und Pilates. Diese Auswahl empfanden wir als absolut angemessen und ausreichend für einen Fitness-Tracker, der sich wie der Inspire 3 explizit an Einsteiger richtet.
Wir haben den Inspire 3 unter denselben Bedingungen wie den Inspire 2 getestet und beim Laufen, Gehen und Krafttraining ausprobiert. Nennenswerte Unterschiede zum Vorgänger konnten wir beim Inspire 3 nicht feststellen. Die automatische Trainingserkennung funktionierte erwartungsgemäß zuverlässig und erkannte sowohl Lauftrainings als auch Spaziergänge ohne Probleme. In der App konnten wir dann die zurückgelegte Strecke auf einer Karte, die Dauer des Trainings, den gemessenen Puls, die verbrauchten Kalorien und die Zonenminuten nachprüfen.
Ein Manko, mit dem wir beim Inspire 3 erneut leben müssen, ist die Tatsache, dass für das GPS-Tracking ein Smartphone erforderlich ist. Der Inspire 3 verfügt über kein eigenes GPS-Modul – ein Aspekt, bei dem die chinesische Konkurrenz mittlerweile zumindest zum Teil (Xiaomi Smart Band 7 Pro) die Nase vorn hat.
Training in der Fitbit App heise bestenlisten
Ein Problem, das sich bei fast allen Fitness-Trackern bemerkbar macht, verschont auch nicht den Inspire 3: Die Pulsmessung funktioniert nämlich über einen optischen Sensor, der mit häufigen Schwankungen der Herzfrequenz eher schlecht als recht klarkommt. Das hat zur Folge, dass die Pulsmessung bei gleichmäßigem Training während des Laufens oder Radfahrens durchaus eine gute Figur macht, bei HIIT-Einheiten oder Krafttrainings aber schnell nicht mehr mitkommt und ungenaue Werte liefert.
Dementsprechend unbrauchbar wird auch die Berechnung des Kalorienverbrauchs bei derartigen Aktivitäten. Auch das Aufzeichnen der einzelnen Wiederholungen beim Krafttraining hatte mit denselben Macken zu Kämpfen wie wir es bereits im Test des Inspire 2 bemängelt haben. Gelegenheitssportler, die einer Ausdauersportart frönen, bekommen mit dem Inspire 3 also ein solides Hilfsmittel für die Trainingsaufzeichnung – alle anderen sollten sich nicht allzu sehr auf die gemessenen Werte verlassen und lieber einen zusätzlichen Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz nutzen.
Fitbit Premium
Wer erwartet, dass Fitbit wie schon beim Inspire 2 auch beim Inspire 3 wieder ein Jahr Fitbit Premium kostenlos zur Verfügung stellt, wird enttäuscht. Diesmal gibt es nämlich nur noch sechs Monate gratis. Aktivieren wir den Gratiszeitraum, müssen wir uns außerdem für ein Abomodell entscheiden, das nach Ablauf der kostenlosen Testzeit automatisch beginnt, sofern wir es nicht vorher kündigen.
Die Kosten für Fitbit Premium liegen aktuell bei 8,99 Euro pro Monat oder 79,99 Euro pro Jahr. Was Fitbit Premium bringt und für wen sich ein Abo lohnt, haben wir bereits in unserem Test der Fitbit Sense genauer erläutert, deshalb an dieser Stelle nur soviel: Nutzer erhalten zusätzliche Video-Workouts und detailliertere Analysen ihrer Werte, darunter ein Schlafprofil und Angaben zur Tagesform sowie einen Gesundheitsbericht. Diese Zusatzfunktionen gibt es bei Sportuhren der Konkurrenz wie Garmin oder Polar zu großen Teilen kostenlos. Unserer Meinung nach ist Fitbit Premium kein Muss – die wichtigsten Funktionen des Inspire 3 kann man auch ohne den kostenpflichtigen Dienst nutzen.
Schlaf
Auch in Bezug auf das Schlaf-Tracking hat sich beim Inspire 3 im Vergleich zum Inspire 2 nicht viel geändert. Die Aufzeichnung unserer Schlafdaten erfolgt wie gewohnt automatisch und erfasst neben Einschlaf- und Aufwachzeiten auch die Herzfrequenz, die Atemfrequenz und die Herzfrequenzvariabilität. Alle Daten finden wir dann einzeln aufgelistet in der Fitbit-App, die uns außerdem einen sogenannten Schlafindex berechnet. Dieser Schlafindex gibt auf einer Skala von 1 bis 100 an, wie gut die Qualität unseres Schlafs ausgefallen ist – je höher der Wert, desto besser die Schlafqualität.
Schlafaufzeichnung in der Fitbit App heise bestenlisten
Die Genauigkeit des Schlaf-Trackings ließ in unserem Test aber eher zu wünschen übrig. Dass ein Fitness-Tracker wie der Fitbit Inspire 3 nicht mit einer Messung in einem Schlaflabor mithalten kann, liegt auf der Hand. Trotzdem stellten wir signifikante Abweichungen im Vergleich mit unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 6) fest und auch unser subjektives Empfinden der Schlafqualität entsprach nicht dem Ergebnis des Trackers.
Eine Nacht, in der unsere Testerin rund 10 Stunden Schlaf akkumuliert hatte, bewertete der Inspire 3 mit 92 Punkten als hervorragend, obwohl unsere Testerin ihrem eigenen Empfinden nach extrem unruhig geschlafen hatte. Der Tracker zeichnete insgesamt zwei Stunden und 14 Minuten Zeit im Tiefschlaf auf, einen Großteil davon direkt nach dem Einschlafen. Das Kontrollgerät meldete nur 24 Minuten Tiefschlaf, die erst anderthalb Stunden nach dem Einschlafen einsetzten. Letzteres entsprach eher dem Empfinden unserer Testerin.
Wo Fitbit im Vergleich zum Inspire 2 aber immerhin nachgebessert hat, ist die Weckfunktion. Diesmal können wir nämlich die gewünschte Weckzeit direkt über den Tracker selbst einstellen, ohne die App zu benötigen. Außerdem verfügt der Inspire 3 über eine intelligente Weckfunktion, die uns innerhalb eines Zeitfensters von 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit genau dann weckt, wenn unser Schlaf besonders leicht ist. Das funktionierte in unserem Test auch durchaus gut, allerdings kam es einmal vor, dass unsere Testerin den Wecker verschlief. Wir konnten dieses Problem allerdings nicht reproduzieren, weshalb wir nicht genau sagen können, ob der Wecker einfach ausgefallen ist oder ob die Vibration nicht ausreichend war, um unsere Testerin zu wecken.
Benachrichtigungen und Musik
Wie der Inspire 2 und andere Fitbit-Geräte verfügt auch der Inspire 3 über eine Benachrichtigungsfunktion. In der App legen wir fest, welche Benachrichtigungen uns der Tracker anzeigen soll. Die eigentliche Funktion hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht verändert: Es fehlt weiterhin eine Schnellantwort-Funktion, auch eine Musiksteuerung ist wieder nicht mit an Bord.
Obendrein ärgerlich: Haben wir unser Smartphone auf lautlos eingestellt, vibriert auch der Inspire 3 nicht beim Eingang einer Benachrichtigung. Gerade für Nutzer, die ihr Smartphone beispielsweise im Büro gerne stumm schalten, aber trotzdem eingehende Meldungen nicht verpassen wollen, ist das ein potenzieller Schwachpunkt.
Akku
Eigentlich hatten wir beim Inspire 3 darauf gehofft, dass Fitbit dem Tracker einen leistungsfähigeren Akku spendieren würde als dem Vorgänger. Aber das ist offensichtlich nicht der Fall. Denn auch der Inspire 3 bietet bis zu 10 Tage an Laufzeit. Das ist zwar ein ordentlicher Wert, aber auch hier gilt: Die Konkurrenz macht es besser und schafft durchaus schon 14 Tage. Immerhin konnten wir in unserem Test die Angaben des Herstellers zu Akkulaufzeit bestätigen.
Bei mittlerer Display-Helligkeit, aktiven Benachrichtigungen und täglichen Trainingseinheiten musste der Inspire 3 nach gut acht Tagen wieder an die Ladestation – das gleiche Ergebnis wie beim Inspire 2. Die Ladung erfolgt wie gewohnt über eine magnetische Ladeschale am mitgelieferten USB-Ladekabel und dauert etwa eine Stunde.
Preis
Fitbit bietet den Inspire 3 wie auch schon das Vorgängermodell im offiziellen Onlineshop für 99,95 Euro (UVP) an. Diesmal stehen drei Farbvarianten zur Auswahl, nämlich schwarz, fliederfarben und gelb.
Der Straßenpreis lag zum Testzeitpunkt je nach Farbe bei rund 84 Euro. Der Tracker liefert damit ein ähnliches Bild ab wie der Vorgänger. Preislich liegt er zwar im Einsteigersegment, kostet im Vergleich zu ähnlichen Modellen der Konkurrenz aber fast doppelt so viel. Wechselarmbänder gibt es direkt bei Fitbit zu Preisen ab 30 Euro (also ab fünf Euro mehr als beim Inspire 2).
Fazit
Gleich vorweg: Ja, der Inspire 3 macht einiges besser als das Vorgängermodell. Trotzdem können wir keine klare Kaufempfehlung geben. Denn der Inspire 3 bringt zwar alle grundlegenden Funktionen eines soliden Fitness-Trackers mit, aber genau das tut die Konkurrenz auch – und zwar für die Hälfte des Preises. Hinzu kommt, dass einige Funktionen, die bei der Konkurrenz (wie etwa bei Garmin) umsonst sind, ein Premium-Abo voraussetzen.
Weil der Inspire 3 darüber hinaus unter einigen Problemen leidet – das ungenaue Schlaf-Tracking oder die ausbaufähige Trainingsaufzeichnung sind wohl die augenfälligsten – erscheint uns der Preis von knapp unter 100 Euro doch deutlich überzogen. Wegen der wenigen Neuerungen gegenüber dem Inspire 2 haben wir uns außerdem entschieden, den Inspire 3 gegenüber dem Vorgängermodell abzuwerten.
Insgesamt gilt also: Nutzer zahlen hier eindeutig für den Markennamen obendrauf. Ob es einem das wert ist, muss jeder für sich entscheiden, aber wir würden unsererseits eher zu kostengünstigeren Alternativen wie dem Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht) greifen.
Fitbit Versa 4
Fitbit Versa 4
Mit dem neuen Versa-Modell hat Fitbit die mittlerweile vierte Inkarnation einer erfolgreichen Sportuhr ins Programm genommen, die es aber mit Konkurrenz aus dem eigenen Haus in Form der Sense 2 zu tun bekommt.
VORTEILE
- Support für Google Maps und Google Wallet
- gute Verarbeitung
- integriertes GPS
- Freisprechfunktion
- umfangreiches Aktivitäts- und Gesundheits-Tracking
NACHTEILE
- kein Musikspeicher
- Akkulaufzeit könnte besser sein
- teuer
- ungenaue Pulsmessung bei Sportarten mit variabler Herzfrequenz
Fitbit Versa 4 im Test
Mit dem neuen Versa-Modell hat Fitbit die mittlerweile vierte Inkarnation einer erfolgreichen Sportuhr ins Programm genommen, die es aber mit Konkurrenz aus dem eigenen Haus in Form der Sense 2 zu tun bekommt.
Fitbit hat mit der Sense und der Versa zwei fast identische Fitness-Tracker im Angebot, die für den Hersteller offenbar jeweils eine so große Daseinsberechtigung besitzen, dass sie regelmäßige Updates erhalten. Die Versa geht jetzt mittlerweile in die vierte Runde und steht in direkter Konkurrenz zur Fitbit Sense 2 (Testbericht). Wir haben uns die Uhr genauer angeschaut und klären im Test, was die Neuerungen bringen und für wen sich der Kauf lohnt.
Design, Bedienbarkeit und App
Wie schon bei der Sense 2 hat sich auch bei der Versa 4 im Vergleich zum Vorgängermodell die Optik kaum verändert. Lediglich das Armband wird jetzt standardmäßig nicht mehr mit Löchern ausgeliefert. Außerdem hat Fitbit der Uhr an der linken Seite einen zusätzlichen Button spendiert.
Ansonsten bleibt das quadratische Gehäuse mit den abgerundeten Ecken, das an die Apple Watch erinnert, ebenso bestehen wie der etwas gewöhnungsbedürftige Schließmechanismus, den wir auch bei der Versa 2 bemängelt haben. Wie gewohnt legt Fitbit der Uhr ein zweites Armband-Stück bei, damit Nutzer die Länge des Armbands individuell an das eigene Handgelenk anpassen können. Wer mit dem Schließmechanismus nicht zurechtkommt, kann im Fitbit-Shop oder bei Drittanbietern alternative Armbänder ab Preisen von 17 Euro kaufen.
Bei der Bedienbarkeit gleicht die Versa 4 grundlegend der Sense 2. Der Touchscreen hat auch hier mit leichten Rucklern zu kämpfen, aber die Uhr registriert unsere Eingaben zuverlässig. Die Menüs sind im gewohnten Fitbit-Design gehalten – wer also das Vorgängermodell oder eine Sense (2) besitzt, wird sich hier schnell zurechtfinden. Ansonsten gibt es beim Display keine Unterschiede zur Sense 2: Die Helligkeit reguliert sich auch bei der Versa 4 automatisch entsprechend der Umgebungsbeleuchtung. Nutzer können aber selbst zwischen drei Voreinstellungen wählen, die sich unterschiedlich stark auf die Akkuleistung auswirken. Die automatische Helligkeitserkennung funktionierte in unserem Test problemlos.
Apropos problemlos: Die Einrichtung der Versa 4 funktioniert genauso wie bei anderen Fitbit-Produkten ohne großen Aufwand. Wir laden die App auf unser Smartphone herunter, legen ein Fitbit-Konto an (falls noch nicht vorhanden) und koppeln die Versa 4 über den Gerätemanager an unser Smartphone. Das übersichtlich aufbereitete Tutorial informiert uns dann über die Bedienung der Uhr. Ansonsten lässt die App keine Wünsche offen: Hier ist alles auf Übersichtlichkeit getrimmt und wir sehen die wichtigsten Daten unseres Aktivitätstrackings direkt auf einen Blick. Bestimmte Bereiche der App sind allerdings an ein Premium-Abo gekoppelt, darunter etwa die 30-Tage-Ansicht der Gesundheitswerte.
Aktivität
Weil es sich bei der Versa 4 um einen Fitness-Tracker ähnlich der Sense 2 handelt, sind die Funktionen beim Aktivitätstracking fast mit dem Konkurrenzmodell aus dem eigenen Haus identisch. Neben der Schrittmessung, die übrigens zuverlässig funktioniert, ist auch wieder die bekannte Bewegungserinnerung an Bord. Sitzen wir längere Zeit, fordert uns die Versa 4 in regelmäßigen Abständen dazu auf, ein paar Schritte zu gehen. Je nachdem, wie wir unser Schrittziel für den Tag festgelegt haben, erinnert uns der Tracker an eine entsprechende Schrittzahl, die wir in der laufenden Stunde noch zurücklegen sollten.
Worauf Nutzer im Vergleich zur Fitbit Sense 2 bei der Versa 4 allerdings verzichten müssen, sind die EKG-Funktion und der EDA-Scan. Eine Gesundheitsfunktion für das Erkennen von Vorhofflimmern gibt es also ebenso wenig wie die Messung der elektrodermalen Aktivität. Wir finden das allerdings verschmerzbar, da insbesondere der EDA-Scan nicht viel mehr als ein nettes Gimmick darstellt.
Ansonsten gleicht die Versa 4 in Sachen Aktivitäts- und Gesundheits-Tracking der Sense 2: Gesundheitsdaten wie Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur und Blutsauerstoffsättigung sowie Ruheherzfrequenz lassen sich über die App ablesen. Wie bei Fitbit gewohnt braucht ihr für die Analyse langfristiger Trends über 90 Tage oder länger aber ein Premium-Abo. Wer möchte, kann außerdem Flüssigkeitsaufnahme, Ernährung und den weiblichen Zyklus über die App tracken – für gesundheitsbewusste Nutzer auf jeden Fall ein hilfreiches Feature, das allerdings bei Fitbit-Geräten generell zum Standard gehört.
Fitbit Versa 4 - Bilderstrecke
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Training
Auch bei der Trainingsaufzeichnung unterscheidet sich die Versa 4 praktisch nicht von der Sense 2. Hobby-Sportler kommen auch bei der Versa 4 in den Genuss von mehr als 40 unterschiedlichen Trainingsmodi wie Laufen, Radfahren, Wandern, Yoga, Golf, Klettern oder Crossfit. Auch die automatische Trainingserkennung für Laufen, Gehen und Radfahren ist mit an Bord und funktionierte in unserem Test ebenfalls tadellos.
Bei der Herzfrequenzmessung gibt es keine Überraschung: Offenbar verbaut Fitbit in der Versa 4 denselben optischen Sensor wie in der Sense 2. Denn die Performance gleicht bei beiden Trackern wie ein Ei dem anderen. Sowohl die Versa 4 als auch die Sense 2 haben Probleme bei der Messung von stark variierenden Pulswerten, die etwa bei Krafttraining, HIIT oder beim Crossfit auftreten. Wie schon bei der Sense 2 wichen die gemessenen Werte auch bei der Versa 4 in diesem Fall deutlich von den Messungen unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 6) inklusive Pulsgurt ab und lagen teils bis zu 35 Schläge pro Minute unter den Ergebnissen des Brustgurts.
Wie zu erwarten war, macht der Tracker dafür bei Ausdauersportarten eine deutlich bessere Figur. In mehreren rund einstündigen Laufeinheiten lagen die Abweichungen der gemessenen Werte bei einem bis drei Schlägen pro Minute – ein sehr guter Wert für einen optischen Pulssensor im Vergleich zu einem Brustgurt. Auch das GPS funktionierte bei der Versa 4 tadellos und lag mit dem Ergebnis unseres Kontrollgeräts bis auf 40 Meter bei einer Strecke von 6,5 Kilometern fast gleichauf. Die Versa 4 eignet sich genauso wie die Sense 2 übrigens auch zum Schwimmen, ist aber nur spritzwassergeschützt und übersteht kein längeres Untertauchen im Wasser oder hohen Wasserdruck von außen.
Benachrichtigungen, Zusatz-Features und Fitbit Premium
Ähnlich wie bei der Sense 2 hat sich auch bei der Versa 4 im Hinblick auf Zusatz-Features und Benachrichtigungsfunktion verglichen mit dem Vorgängermodell wenig geändert. Eine Anzeige für eingehende Anrufe und App-Meldungen ist ebenso wieder mit an Bord wie die Möglichkeit, über das integrierte Mikrofon zu telefonieren.
Anders als die Fitbit Versa 3 (Testbericht) unterstützt die Versa 4 jetzt aber erstmals auch Google Wallet – eine durchaus sinnvolle Neuerung, weil diese kontaktlose Bezahlfunktion mehr Banken unterstützt als das bei den Vorgängern eingesetzte Fitbit Pay. Durch den Kauf von Fitbit durch Google ist bei der Versa 4 jetzt außerdem Google Maps integriert, was zusammen mit dem integrierten GPS die Zusatzfunktionen des Trackers sinnvoll erweitert. Die Versa 4 unterstützt schließlich auch Amazons Alexa, sodass Nutzer per Sprachbefehl unter anderem ihre Smarthome-Geräte steuern, den Wecker der Uhr stellen oder Nachrichten abrufen können.
Während Fitbit mit der Unterstützung für Google Maps ein durchaus sinnvolles neues Feature für die Versa zur Verfügung stellt, hat sich der Musiksteuerung wieder nichts getan – im Gegenteil. Hatten wir im Test der Versa 3 noch bemängelt, dass Fitbit auf die Integration eines eigenen Musikplayers für Offline-Wiedergabe verzichtet, funktioniert auf der Versa 4 nicht einmal mehr die Connect-App – denn die hat der Hersteller mittlerweile eingestampft. Fitbit-Nutzer müssen also auf die kostenpflichtigen Dienste von Deezer oder Pandora zurückgreifen.
Wer die Fitbit Versa 4 neu kauft, erhält schließlich wie bei allen anderen Fitbit-Produkten sechs Monate Fitbit Premium als kostenlose Dreingabe. Weil wir die Vorteile und Kosten von Fitbit Premium bereits in unserem aktuellen Test zum Fitbit Inspire 3 (Testbericht) genauer erklärt haben, gehen wir auf das Premium-Abo an dieser Stelle nicht mehr näher ein – nur so viel: Wer den vollen Funktionsumfang der Uhr nutzen möchte, kommt um Fitbit Premium nicht herum.
Fitbit Versa 4 - App
Fitbit Versa 4: App
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Schlaf
Wie alle modernen Fitness-Tracker inklusive der Sense 2 und auch des Vorgängermodells zeichnet die Versa 4 unseren Schlaf automatisch auf. Sie erkennt zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte und registriert die Dauer und Häufigkeit unserer Schlafphasen. Die gemessenen Werte können wir anschließend in der App anschauen, wobei Fitbit unseren Schlaf mit dem sogenannten Schlafindex auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet.
Einige Funktionen wie die Bewertung unserer Herzfrequenz im Schlaf oder unserer Unruhe (Herumwälzen im Bett) sind allerdings Premium-Nutzern vorbehalten. Immerhin können wir auch ohne Premium-Abo langfristige Trends erkennen und nachschauen, wie die gemessenen Werte einer spezifischen Nacht vom Durchschnitt der vorangegangenen 30 Tage oder im Vergleich mit anderen Nutzern in unserem Alter sich verhalten.
Weil die Versa 4 ansonsten baugleich mit der Sense 2 ist, gilt auch hier: Die Uhr liegt gut an und stört beim Schlafen praktisch gar nicht – vorausgesetzt, man hat das Armband nicht zu eng eingestellt. Der intelligente Wecker kann helfen, entsprechend der eigenen Schlafphasen morgens möglichst angenehm aufzuwachen – im Test funktionierte das auch relativ gut, die Versa 4 erkannte durchaus zuverlässig, wann wir gerade in einer leichten Schlafphase befanden.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit der Versa 4 beträgt laut Herstellerangaben abhängig vom Nutzungsverhalten bis zu 6 Tage. Damit liegt sie mit der Sense 2 und dem Vorgängermodell gleichauf – hier hat sich also nichts getan. Die Akkulaufzeit fällt damit im Vergleich zur Konkurrenz eher mittelmäßig aus, aber dank der Schnellladefunktion lässt sich dieses Manko gut verschmerzen.
Preis
Bei Fitbit im Shop gibt es die Versa 4 aktuell zum Preis von 200 Euro. Damit ist die Uhr rund 30 Euro günstiger als die ursprüngliche UVP des Vorgängermodells und liegt 50 Euro unter dem Originalpreis der Sense 2. Der Straßenpreis für die Versa 4 liegt derzeit knapp darunter bei 180 Euro. Ersatzarmbänder gibt es wie bei der Sense 2 ab 17 Euro.
Wir empfinden den UVP der Versa 4 als relativ hochgegriffen, gemessen am Funktionsumfang und den Angeboten der Konkurrenz. Wer auf Google Maps und die Touch-Taste verzichten kann sowie in Kauf nimmt, dass die Update-Unterstützung möglicherweise bald endet, kann getrost zur Fitbit Inspire 3 (Testbericht) greifen. Die gibt es nämlich aktuell mit praktisch identischen Features bereits ab 125 Euro.
Fazit
Die wichtigste Frage zuerst: Wer braucht die Versa 4? Die Antwort darauf lautet ähnlich wie bei der Sense 2 – und dementsprechend fällt auch unser Fazit aus: Fitbit verpasst ganz offenkundig die Chance, seinen Nutzern eine sinnvolle Weiterentwicklung des Fitness-Trackers Versa anzubieten. Stattdessen gibt es kaum echte Neuerungen zum deutlich höheren (Straßen-)Preis. Wie schon bei der Sense 2 liefert Fitbit seinen Kunden mit der Versa 4 keinen eklatanten Grund, warum sich für sie ein Upgrade vom Vorgängermodell lohnen würde.
Wer hingegen noch keinen Fitbit-Tracker besitzt und sich wegen der guten App und trotz des Premium-Zwangs ein entsprechendes Gerät zulegen möchte, schwankt vielleicht zwischen der Sense 2 und der Versa 4 – aber hier hat die Versa 4 unserer Meinung nach die Nase vorn. Beide Tracker sind nämlich praktisch baugleich, während die Fitbit Sense 2 (Testbericht) mit dem zusätzlichen EKG-Feature aufwarten kann. Verzichtet ihr auf diese Funktion, spart ihr mit der Versa 4 eine Menge Geld.
Ansonsten gilt, was wir schon bei der Sense 2 geschrieben haben: Die Versa 4 ist ein solider Fitness-Tracker, dessen Kauf sich aber nur für eine sehr eingeschränkte Zielgruppe lohnt. Besitzer des Vorgängermodells brauchen die Versa 4 ebenso wenig wie ambitionierte Hobbysportler, die vor allem für ihr Training nach einer Sportuhr suchen. Als smarter Fitness-Tracker kann die Versa 4 zwar durchaus punkten (insbesondere auch dank Google Maps und Google Wallet), aber der Premium-Zwang bleibt als fader Beigeschmack bestehen.
Garmin Vivosmart 5
Garmin Vivosmart 5
Garmin bietet seinen Kunden mit dem Vivosmart 5 einen Fitness-Tracker zum Kauf an, der in Konkurrenz zum Xiaomi Smart Band und den bekannten Fitbit-Trackern steht. Ob Garmin anderen Trackern etwas voraus hat, klären wir im Test.
VORTEILE
- automatische Helligkeitsregulierung
- gute Bedienbarkeit
- guter Pulssensor
NACHTEILE
- relativ teuer
- kein Farbdisplay
- kein integriertes GPS
Garmin Vivosmart 5 im Test
Garmin bietet seinen Kunden mit dem Vivosmart 5 einen Fitness-Tracker zum Kauf an, der in Konkurrenz zum Xiaomi Smart Band und den bekannten Fitbit-Trackern steht. Ob Garmin anderen Trackern etwas voraus hat, klären wir im Test.
Mit dem Vivosmart 5 bietet Garmin schon seit Längerem einen Fitness-Tracker an, der sich neben dem Xiaomi Smart Band und dem Fitbit Charge einreiht. Dabei bewegt sich das Garmin-Modell preislich auf einem Niveau mit der Fitbit-Konkurrenz, ist aber deutlich teurer als die entsprechende Hardware chinesischer Hersteller.
Wir haben uns den Vivosmart 5 Fitness-Tracker im Test genauer angeschaut und mit der einschlägigen Konkurrenz verglichen. Dabei klären wir, für welche Zielgruppe sich der Kauf des Vivosmart 5 derzeit noch lohnt.
Design und Bedienbarkeit: Ist der Garmin Vivosmart 5 wasserdicht?
Garmin fokussiert sich beim Vivosmart 5 auf ein schlankes Design mit relativ kleinem, ovalem Display. Der OLED-Bildschirm misst 0,41 × 0,73 Zoll bei einer Auflösung von 88 × 154 Pixeln, was deutlich unter den Spezifikationen des Xiaomi Smart Band 9 mit 192 × 490 Pixeln zurückliegt. Das Vivosmart 5 stellt Informationen auf dem Display ferner ausschließlich in Schwarz-Weiß dar.
Ungewöhnlich im Vergleich zur Konkurrenz ist der auf der Vorderseite des Trackers direkt unterhalb des Displays angebrachte Bedienknopf. Der Button ermöglicht zusätzlich zum Touch-Display die Bedienung der Vivosmart 5 und macht haptisch einen guten Eindruck. Unsere Befürchtung, in den Kanten rund um die Taste könnte sich Staub und Dreck ansammeln, bestätigte sich im Test zum Glück nicht. Ferner ist das Gerät bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht. Ansonsten kann die Verarbeitung des Trackers ebenfalls überzeugen. Die Vivosmart 5 wirkt elegant und schlank, einzig die Kunststoffschnalle am Silikonarmband macht einen etwas billigen Eindruck.
Die Bedienung des Vivosmart 5 funktionierte sowohl über den Button als auch das Touch-Display wie von Garmin gewohnt absolut einwandfrei. Was uns positiv aufgefallen ist, sind die verzögerungsfreie Erkennung unserer Eingaben und die automatische Helligkeitserkennung des Displays. Wer möchte, kann die Helligkeit in sieben Stufen manuell regulieren, die automatische Helligkeitserkennung spart aber Akkulaufzeit und erhöht selbstständig die Helligkeit entsprechend der jeweiligen Umgebungsbeleuchtung.
Einrichtung und App: Wie gut ist Garmin Connect?
Vor der erstmaligen Benutzung des Fitness-Trackers müssen wir den Vivosmart 5 mit dem Smartphone koppeln. Dazu ist die App Garmin Connect erforderlich. Das Hochfahren des Trackers hat in unserem Test ungewöhnlich lange, nämlich mehrere Minuten, gedauert, die eigentliche Einrichtung und Kopplung mit der App ging dann aber zügig und intuitiv von der Hand. Nachdem wir den Tracker mit Garmin Connect verknüpft haben, können wir uns auf Wunsch die wichtigsten Features des Geräts auf dem Display des Vivosmart 5 erklären lassen.
Die App selbst haben wir in vergangenen Tests von Garmin-Smartwatches und -Trackern bereits im Detail vorgestellt. Die Übersicht hat mit dem vergangenen Update etwas gelitten, aber grundsätzlich finden Nutzer alle Daten in detaillierten Diagrammen vor. Es gilt das Grundprinzip: Ein Klick auf eine bestimmte Kachel auf der Startseite öffnet eine Detailansicht. Spezifische Daten lassen sich zusätzlich über ein separates Kontextmenü aufrufen.
Aktivität und Training: Was kann der Garmin Vivosmart 5?
Wie es sich für einen Fitness-Tracker gehört, hat Garmin den Vivosmart 5 mit allerhand nützlichen Tracking-Features ausgestattet. Neben der Messung von Herzfrequenz und zurückgelegten Schritten zeichnet der Tracker auch die Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung auf und berechnet den Stresslevel des Nutzers. Basierend auf diesen Daten gibt der Tracker den Wert der Energiereserven als die von Garmin bekannte Body Battery aus, der auf einer Skala von 0 bis 100 den körperlichen Allgemeinzustand bewertet. Dabei berücksichtigt der Vivosmart 5 sowohl den Puls als auch Herzfrequenzvariabilität und Bewegungsdaten.
Der Vorteil der Body Battery besteht in der langfristigen Tendenz, die sich anhand dieses Features ablesen lässt. Ein niedriger Wert kann dabei sowohl auf gesundheitliche Probleme als auch auf hartes Training hinweisen. Im Test empfanden wir die Body Battery als hilfreich, weil sie uns unterstützende Anhaltspunkte für die tägliche Trainingsplanung lieferte.
Garmin Vivosmart 5 - Connect App
Garmin Vivosmart 5 - Connect App
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Garmin Vivosmart 5 - Connect App
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Anders als die klassischen Garmin-Smartwatches beschränkt sich der Vivosmart 5 aber auch auf eine begrenzte Anzahl von Sportarten, die wir mit dem Tracker aufzeichnen können. Nutzer haben die Möglichkeit, aus zwölf verschiedenen Profilen zu wählen, darunter neben anderen Laufen, Radfahren, Schwimmbadschwimmen, Yoga und Krafttraining. Die Auswahl ist für Nutzer, die gelegentlich Sport treiben, um sich fit zu halten, vollkommen ausreichend und der Zielgruppe des Vivosmart 5 angemessen. Je nachdem, welche Sportart wir wählen, zeigt uns der Tracker verschiedene Werte an, die allerdings ein wenig an Auswahl vermissen lassen. Wir sehen etwa beim Lauftraining auf dem Display lediglich die Trainingsdauer, die zurückgelegten Kilometer und das Lauftempo. Eine Pulsanzeige fehlt komplett.
Was wir beim Lauf- und Radtraining ebenfalls vermisst haben, war ein eigenes GPS-Tracking. Denn der Vivosmart 5 verfügt über kein eigenes GPS-Modul, sondern kann zurückgelegte Strecken lediglich über eine Verbindung mit der Garmin Connect App und dem Smartphone aufzeichnen. Gemessen am doch recht hohen Preis des Fitness-Trackers ist das ein Versäumnis, das Garmin mit einem möglichen Vivosmart 6 unbedingt beheben sollte. Immerhin hat die chinesische Konkurrenz in der Preiskategorie um die 100 Euro bereits bewiesen, wie es anders gehen kann. Immerhin funktionierte die GPS-Aufzeichnung über das Smartphone ebenso wie die vom Tracker registrierten Schritte absolut tadellos. Nennenswerte Abweichungen von den Messungen unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) konnten wir nicht feststellen.
Positiv überrascht hat uns derweil der Herzfrequenzsensor, der fast durchweg brauchbare Werte lieferte. Während wir beim Laufen ja leider keine Informationen zur Herzfrequenz angezeigt bekommen, ist das beim Cardio- und Krafttraining anders. Hier zeigt der Tracker am oberen Bildschirmrand die Herzfrequenz an und liefert dabei Werte, die lediglich im niedrigen einstelligen Bereich von unserem Kontrollgerät abweichen. Kleinere Aussetzer gab es bei stark schwankendem Puls dann aber dennoch: Hier kam der Tracker teilweise nicht schnell genug mit der Messung hinterher. Allerdings waren die Abweichungen in unserem Test vernachlässigbar und geringer als bei vergleichbaren Trackern wie der Fitbit Charge 6.
Schlaf: Wie gut analysiert der Garmin Vivosmart 5?
Wer schon einmal ein Garmin-Gerät besessen hat, erlebt in Hinblick auf das Schlaf-Tracking beim Vivosmart 5 keine Überraschungen. Der Tracker zeichnet verschiedene Schlafdaten auf, darunter Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt, die einzelnen Schlafstadien, Herzfrequenz, Stress, Blutsauerstoffsättigung und Atmung. Basierend auf diesen Daten errechnet der Tracker dann den sogenannten Sleep Score. Eine detaillierte Auflistung aller Daten kann man dann in der App nachschauen. Der Tracker selbst zeigt lediglich die Schlafdauer und den Sleep Score an. Die Bewertung empfanden wir subjektiv als nachvollziehbar und auch die Einschlaf- sowie Aufwachzeitpunkte erkannte der Tracker zuverlässig.
Einen Morgenbericht, wie man es von Garmin-Smartwatches wie der Fenix- oder Forerunner-Serie kennt, gibt es nicht. Allerdings erlaubt auch der Vivosmart 5 die Einrichtung einer DND-Phase: Bei der Einrichtung des Trackers in der App legen wir einen Zeitraum in der Nacht fest, in dessen Verlauf wir keine Benachrichtigungen erhalten wollen. Zudem können wir den DND-Modus auch manuell aktivieren. Die Weckfunktion arbeitet Garmin-typisch mit Ton und/oder Vibration und weckt zuverlässig auch tiefe Schläfer.
Weitere Features: Was bietet der Garmin Vivosmart 5 noch?
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Tracking-Funktionen verfügt der Vivosmart 5 über ein paar weitere nützliche Features. Mit am Start ist dabei die bereits von anderen Garmin-Geräten bekannte Unfallbenachrichtigung, die beispielsweise im Fall eines Sturzes beim Lauftraining eine Benachrichtigung an vorher festgelegte Notfallkontakte sendet. Das funktionierte in unserem Test gut, auch wenn der zugehörige Sensor teils etwas überempfindlich reagierte. Das Senden einer Benachrichtigung lässt sich aber jederzeit abbrechen.
Garmin Vivosmart 5 - Bilderstrecke
Garmin Vivosmart 5
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Weiterhin kann man mit dem Vivosmart 5 die eigene Flüssigkeitsaufnahme tracken und dafür ein eigenes Ziel einrichten. Basierend darauf, wie hoch der vom Tracker berechnete Schweißverlust während körperlicher Aktivitäten über den Tag verteilt ausfällt, passt das Gerät das Flüssigkeitsziel an. Wir haben das in unserem Test ausprobiert, indem wir uns vor und nach einer Aktivität gewogen haben, um den Flüssigkeitsverlust zu dokumentieren. Die vom Vivosmart 5 ermittelten Werte entsprachen dabei im Wesentlichen unserer eigenen Messung.
Zu guter Letzt verfügt der Vivosmart 5 über die Möglichkeit, die eigene Menstruation zu tracken. In der Garmin Connect App können wir unseren Zyklus und eine bestehende Schwangerschaft aufzeichnen, wobei wir in verschiedenen Kategorien physische Symptome, Stimmung und die Beschaffenheit des Vaginalschleims angeben können. Letzteres ist insbesondere für diejenigen Nutzerinnen von Bedeutung, die die natürliche Familienplanung als Verhütungsmethode nutzen möchten. In diesem Zusammenhang wäre allerdings die Option hilfreich gewesen, auch die eigene Körpertemperatur in der App vermerken zu können. Immerhin zeigt der Vivosmart 5 den aktuellen Zyklustag auf dem Display an.
Akku: Wie lange läuft der Garmin Vivosmart 5?
Laut Garmin liegt die Akkulaufzeit des Vivosmart 5 im sogenannten „Smartwatchmodus“ bei bis zu sieben Tagen. Was genau mit Smartwatchmodus gemeint ist oder welche Kapazität der Akku besitzt, gibt der Hersteller nicht an. Wir gehen aber davon aus, dass Garmin bei einer Laufzeit von sieben Tagen die Nutzung des Trackers ohne die Aufzeichnung von Trainingseinheiten und nur mit aktivierten Benachrichtigungen, Schlaf-Tracking und Pulsmessung annimmt. In unserem Test hielt der Vivosmart 5 rund 5,5 Tage durch, wobei wir während dieses Zeitraums drei Trainingseinheiten zu je anderthalb Stunden Dauer absolvierten. Eine 60-minütige Laufeinzeit verringerte die Akkulaufzeit um etwa 10 Prozent. Das Laden des Vivosmart 5 erfolgt übrigens über das typische Garmin-Ladekabel.
Preis: Wie viel kostet der Garmin Vivosmart 5?
Garmin verlangt für den Vivosmart 5 Fitness-Tracker laut unverbindlicher Preisempfehlung 149,99 Euro. Damit liegt das Gerät im oberen Preissegment für Fitness-Tracker und auf dem Niveau der Fitbit Charge 6. Als Farbvarianten stehen Schwarz, Weiß und Mint zur Auswahl. Der Straßenpreis für den Tracker liegt in der Farbe Schwarz aktuell bei knapp 121 Euro, vereinzelt war der Vivosmart 5 auch schon für 110 Euro zu haben.
Gemessen daran, dass der Tracker über kein integriertes GPS-Modul verfügt, empfinden wir den Preis im Vergleich zur Konkurrenz und in Hinblick auf die gebotenen Features und das fortgeschrittene Alter der Hardware als etwas zu hoch angesetzt.
Fazit
Ja, der Vivosmart 5 ist ein verhältnismäßig teuer Fitness-Tracker, und er ist auch nicht ganz perfekt gealtert, gemessen an der Tatsache, dass die Konkurrenz mit neueren Modellen bereits nachgelegt hat. Insbesondere das relativ kleine Schwarz-Weiß-Display wirkt in gewisser Hinsicht aus der Zeit gefallen. Auch der Verzicht auf ein integriertes GPS-Modul fällt bei dem Garmin-Gerät deutlich ins Gewicht.
Allerdings bietet Garmin trotz allem auch einige sehr überzeugende Argumente, die für den Kauf des Vivosmart 5 sprechen. Neben der hervorragenden Verarbeitung und der guten Bedienbarkeit ist das vorwiegend die gute Herzfrequenzmessung. Entscheidet man sich für die Vivosmart 5, bekommt man ein technisch etwas veraltetes Qualitätsprodukt. Wenn man den relativ hohen Preis bereit ist zu zahlen und auf eine farbige Anzeige verzichten kann, bekommt man mit dem Vivosmart 5 einen soliden Fitness-Tracker, dem ein Update auf Version 6 allerdings gut zu Gesicht stehen würde.
Hama Fit Watch 5910
Hama Fit Watch 5910
Die Hama Fit Watch 5910 schickt sich an, die Riege der günstigen Smartwatches aufzumischen. Ein integriertes GPS und eine IP68-Zertifizierung sollen das Modell von der Konkurrenz abheben. Wir klären in unserem Test, ob die Rechnung aufgeht.
VORTEILE
- Musiksteuerung und GPS
- Zusatz-Features wie Konkurrent beim Laufen
- gute Genauigkeit bei Pulsmessung und GPS
- fairer Preis
- sehr gute Display-Helligkeit
NACHTEILE
- kein allgemeines oder Non-Cardio-Trainings-Profil
- Akkulaufzeit nur Durchschnitt
- eingeschränkte Benachrichtigungsfunktion
- kein SpO2-Sensor
Hama Fit Watch 5910 im Test
Die Hama Fit Watch 5910 schickt sich an, die Riege der günstigen Smartwatches aufzumischen. Ein integriertes GPS und eine IP68-Zertifizierung sollen das Modell von der Konkurrenz abheben. Wir klären in unserem Test, ob die Rechnung aufgeht.
Wer eine Smartwatch mit integriertem GPS kaufen möchte, muss normalerweise recht tief in die Tasche greifen. Unter 100 Euro gibt es kaum Modelle, die ohne ein Strecken-Tracking via Smartphone auskommen. Doch die Hama Fit Watch 5910 bietet genau das: GPS in einer smarten Sportuhr zum günstigen Preis. Was die Uhr taugt und ob die Fit Watch 5910 echtes Potenzial zum Geheimtipp hat, verraten wir euch in diesem Test.
Design und Bedienbarkeit
Die Hama Fit Watch 5910 erinnert vom Design her deutlich an eine Apple Watch: Ein breites Silikonarmband kombiniert mit einem abgerundeten, rechteckigen Gehäuse sorgen dafür, dass die Smartwatch ihr Vorbild nicht verleugnen kann. Die Bedienung der Uhr funktioniert über ein Touch-Display sowie einen einzelnen Button an der Außenseite des Gehäuses. Das Gehäuse selbst ist nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht dementsprechend dauerndes Untertauchen im Wasser. Außerdem ist es staubdicht.
Die Größe der Fit Watch 5910 ist etwa mit der einer Apple Watch vergleichbar, sodass die Uhr sowohl an breiten als auch schmalen Handgelenken gut zur Geltung kommt und weder zu klobig noch zu filigran wirkt. Das Gehäuse der Uhr besteht aus Kunststoff, das Armband aus Silikon und eine Schnalle aus Kunststoff. Hama bietet die Fit Watch 5910 in den Farben Schwarz und Rosé (mit goldfarbenem Gehäuse) an. Trotz des Materials wirkt die Uhr nicht zu billig, sodass man sie auch zu entsprechend eleganteren Anlässen tragen kann. Obendrein empfanden wir die Qualität des Armbands und des Gehäuses als angemessen.
Hama Fit Watch 5910 heise bestenlisten
Bei der Bedienung konnte uns die Uhr ebenfalls überzeugen. Das Touch-Display reagiert gut auf Eingaben, auch leichte Feuchtigkeit oder Schmutz stellen kein Problem dar. Die Gestensteuerung funktioniert intuitiv und ohne größere Verzögerung. Auch die Taste am Gehäuse der Uhr erfüllt ihre Funktion einwandfrei. Ein weiterer Pluspunkt ist die Helligkeit des Displays: Das lässt sich nämlich auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut ablesen, was die Uhr auch für Outdoor-Aktivitäten interessant macht. Wer möchte, kann die Helligkeit des Displays außerdem in den Einstellungen der Uhr nach eigenen Wünschen regulieren.
Einrichtung und App
Wie bei den meisten anderen Smartwatches auch benötigen wir eine Smartphone-App, um den vollen Funktionsumfang der Watch Fit 5190 nutzen zu können. Die Hama-Fit-Pro-App lässt sich im Google Play Store sowie Apple App Store kostenlos herunterladen und erfordert kein separates Benutzerkonto. Starten wir die App zum ersten Mal, erkennt sie direkt Geräte in der Umgebung, die sich verknüpfen lassen. Das Pairing mit der Watch Fit 5190 funktionierte in unserem Test ohne Probleme und dauerte nur ein paar Sekunden.
Haben wir die Uhr mit der App verknüpft, fragt die App ein paar Daten ab (Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Alter), bevor wir ein Zielgewicht und ein tägliches Schrittziel festlegen können. Vom Design erinnert die App ansonsten an Huawei Health, ähnliche Funktionen und Diagramme zur Aufbereitung der gemessenen Daten inklusive.
Drei Reiter informieren übersichtlich zu Aktivität, Schlaf und Herzfrequenz. Wer möchte, kann außerdem diverse Detailinformationen abrufen (wie Schritte, Entfernung, Kalorien und entsprechende Durchschnittswerte pro Woche und Monat oder entsprechende Schlafdaten). Die App erlaubt zudem die Konfiguration von Benachrichtigungseinstellungen, der Musiksteuerung und der automatischen Bewegungserkennung.
Aktivität
Als smarte Sportuhr verfügt die Hama Watch Fit 5910 über verschiedene Features zum Tracking täglicher Aktivitäten. Die Uhr misst neben dem Puls über einen optischen Sensor auch die zurückgelegten Schritte, die gelaufene Strecke sowie den Kalorienverbrauch. Alle gemessenen Daten bereitet die App dann in übersichtlichen Diagrammen auf, die auf einen Blick die Entwicklung über mehrere Tage oder Wochen zeigen. Nutzer können zusätzlich Durchschnittswerte für die eigenen Aktivitätsdaten für einzelne Wochen und Monate ablesen. Eine Bewegungserinnerung, die sich in der App konfigurieren lässt, ist ebenfalls mit an Bord.
Zusatzfunktionen wie ein Tracking zur Flüssigkeitsaufnahme oder konkrete Empfehlungen zur täglichen Aktivität basierend auf den gemessenen Daten liefert die Watch Fit 5910 nicht. Allerdings lassen die Werte in der App ausreichende Rückschlüsse zu, um langfristige Trends abzulesen.
Ebenso verfügt die Uhr über eine automatische Aktivitätserkennung, die sich in der App aktivieren lässt. Die Watch Fit 5910 registriert dann selbstständig, wenn Nutzer über einen längeren Zeitraum eine Aktivität (Laufen oder Gehen im Freien) ausführen. Das Feature arbeitete in unserem Test problemlos und erwies sich insbesondere bei regelmäßigen und häufigen Spaziergängen als nützliche Zusatzfunktion.
Training
Obwohl die Watch Fit 5910 in vielen Punkten mit Konkurrenzmodellen im günstigen Preissegment mithalten kann, fällt bei den Trainingsfunktionen ein Punkt direkt negativ auf: Die Uhr verfügt nämlich nur über sieben Trainings-Profile, die ausschließlich Cardio-Sportarten abdecken (Laufen, Radfahren, Schwimmen, Gehen). Es gibt weder eine Funktion für freies Training noch für andere Sportarten wie Kraftsport, Yoga oder Ähnliches. Hier wäre zumindest ein allgemeines Profil wünschenswert gewesen, mit dem sich zumindest die Kalorien während einer Non-Cardio-Sporteinheit aufzeichnen lassen.
Dafür punktet die Watch Fit 5910 aber in anderer Hinsicht. Die Tatsache, dass die Uhr über ein eigenes GPS verfügt, haben wir bereits erwähnt. Die Erkennung funktionierte im Test auch sehr gut und die Watch Fit 5910 hatte innerhalb weniger Sekunden unseren Standort ermittelt. Die Genauigkeit der GPS-Messung stimmte mit unserem Vergleichsgerät überein (Garmin Forerunner 245).
Was uns ebenfalls positiv aufgefallen ist, war die Bedienbarkeit der Uhr beim Training. Wer sich einmal mit der Gestensteuerung auf dem Touch-Display vertraut gemacht hat, kommt selbst in Bewegung gut zurecht und kann auch beim Laufen ohne Schwierigkeiten die einzelnen Anzeigen durchwechseln oder die Musiksteuerung bedienen.
Als besonderes Extra ist die Watch Fit 5910 sowohl mit Google Fit als auch mit Strava kompatibel. Wer möchte, kann beim Lauftraining ergänzend einen sogenannten Konkurrenten einstellen, etwa eine bestimmte Ziel-Pace, die es zu halten gilt. Das ist zusätzlich motivierend beim Training und kann insbesondere bei Tempoläufen dabei helfen, eine bestimmte Geschwindigkeit zu laufen, ohne ständig das Display der Uhr im Blick behalten und die Pace kontrollieren zu müssen.
Benachrichtigungen und Zusatz-Features
Die Hama Watch Fit 5910 besitzt eine Reihe von Zusatz-Features, die zwar bei den meisten höherpreisigen Smartwatches zum Standard gehören, in niedrigeren Preisklassen aber nicht unbedingt selbstverständlich sind. Hervorzuheben wäre hier neben dem bereits erwähnten integrierten GPS auch eine Musiksteuerung, die automatische Bewegungserkennung und die Option für weibliche Nutzer, den eigenen Menstruationszyklus zu überwachen.
Alle diese Zusatzfunktionen ebenso wie die Benachrichtigungen lassen sich in der App anpassen und ein- beziehungsweise ausschalten. Die Musiksteuerung erlaubt das Festlegen eines Standard-Players, während wir bei der Benachrichtigungsfunktion einstellen können, von welchen Apps wir Nachrichten auf dem Display der Uhr angezeigt bekommen möchten. Einziger Haken: Nicht jede App, die Benachrichtigungen senden kann, steht für die Benachrichtigungsfunktion auf der Watch Fit 5910 zur Verfügung. E-Mails, SMS, Whatsapp, Instagram und Youtube sowie der Kalender werden allerdings unterstützt.
Hama Fit Watch 5910 heise bestenlisten
Schlaf
Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, bietet auch die Watch Fit 5910 eine Option zur Aufzeichnung der eigenen Schlafdaten. Hier gibt es vor allem Standardkost: Die Uhr misst die Gesamtdauer des Schlafs sowie die einzelnen Schlafphasen (Tiefschlaf, leichter Schlaf, Wachphase), während die App diese Werte in einem Diagramm aufbereitet und Durchschnittswerte für die gesamte Woche ausgibt. Eine Bewertung der einzelnen Daten findet hier nicht statt – das bleibt dem Nutzer überlassen. Auch konkrete Tipps zur Schlafhygiene suchen wir vergebens.
Die Watch Fit 5910 bietet also gewissermaßen das absolute Minimum beim Schlaf-Tracking, was unserer Meinung nach in dieser Preisklasse aber auch vollkommen ausreicht. Die Aussagekraft von Schlafdaten, die über Smartwatches gemessen werden, ist bekanntermaßen ohnehin begrenzt, sodass die Uhren nur eine grobe Orientierung bieten können. Trends lassen sich aber mit der Watch Fit 5910 genauso erkennen wie mit höherpreisigen Modellen – und wer sich zum Thema Schlafhygiene genauer informieren möchte, wird auch andernorts fündig.
Akkulaufzeit
Hama gibt die Akkulaufzeit der Watch Fit 5910 mit sechs Tagen an, die Ladezeit des Akkus beträgt 1,5 Stunden. Diese Akkuleistung kann sich – gemessen am Preis der Uhr – sehen lassen. Zwar gehört die Watch Fit 5910 damit nicht zu den Spitzenreitern und kann mit der Konkurrenz aus China nur zum Teil mithalten, aber unserer Meinung nach geht die Laufzeit, die sich im Test auch bestätigt hat, für den aufgerufenen Preis der Uhr absolut in Ordnung.
Preis
Die Watch Fit 5910 kostet der UVP zufolge 69 Euro in beiden Farbvarianten (Schwarz, Rose). Je nach Modell ist die Uhr aber in einigen Online-Shops bereits ab 48 Euro zu haben. Für das Gebotene sind sowohl die UVP als auch der Straßenpreis fair bemessen, auch wenn Käufer bei einzelnen chinesischen Modellen noch etwas günstiger wegkommen. Allerdings muss man dann häufig auch auf ein integriertes GPS verzichten.
Fazit
Die Hama Watch Fit 5910 hat uns im Test positiv überrascht. Der günstige Preis gepaart mit der guten Bedienbarkeit und einem soliden Portfolio an Features und Zusatzfunktionen macht die Uhr tatsächlich zu einem Geheimtipp für Sparfüchse.
Weil die Watch Fit 5910 über ein eigenes GPS verfügt, einige interessante Zusatz-Features mitbringt und Daten wie Puls und Kalorien brauchbar aufzeichnet, können wir sie für Hobby-Athleten fast uneingeschränkt empfehlen. Einziger Haken ist das Fehlen eines Profils für Non-Cardio-Training. Wer aber eine günstige Smartwatch mit GPS und Musiksteuerung sowie brauchbarem Sport-Tracking für Hobby-Athleten sucht, sollte der Watch Fit 5910 definitiv eine Chance geben.
Honor Watch 4
Honor Watch 4
Mit einer Akkulaufzeit von mehr als zehn Tagen ist die Honor Watch 4 ein verlässlicher Begleiter am Handgelenk bei Sport und im Alltag. Wie sich die Smartwatch schlägt, zeigt der Test.
VORTEILE
- lange Akkulaufzeit
- OLED-Display
- wasserdicht bis 50 Meter
NACHTEILE
- keine Apps
- wenig smarte Features
- kein Kalender
Honor Watch 4 im Test
Mit einer Akkulaufzeit von mehr als zehn Tagen ist die Honor Watch 4 ein verlässlicher Begleiter am Handgelenk bei Sport und im Alltag. Wie sich die Smartwatch schlägt, zeigt der Test.
Smartwatches wie die Apple Watch oder Uhren mit Wear OS bieten umfangreiche Funktonen und eine tiefe Integration mit dem Smartphone. Ausführungen mit eSIM eignen sich zudem um Stand-alone-Geräte, die ein Handy ersetzen kann. Allerdings haben diese Geräte alle eine große Schwachstelle: Der Akku hält selten länger als zwei Tage.
Eine beliebte Alternative sind preiswerte Smartwatches mit proprietärem Betriebssystem. Diese bieten zwar keine umfangreichen Features oder Apps und benötigen eine aktive Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone. Dafür halten hier die Akkus bis zu zwei Wochen. Die Smartwatches halten dabei Aktivitäten fest, messen den Puls und zeigen dem Nutzer Benachrichtigungen des Smartphones auf dem kleinen Display an.
Um eine Smartwatch dieses Schlags handelt es sich bei der Honor Watch 4. Streng genommen ist es eher ein Fitness-Tracker, denn eine vollwertige Smartwatch. Dank GPS kann man damit aber beim Laufen auch eine Strecke festhalten, ohne das Smartphone mitnehmen zu müssen. Für knapp 88 Euro erscheint die Watch 4 erschwinglich und sammelt Gesundheitsdaten im Alltag, Schlaf oder beim Sport. Wie sich die Uhr in der Praxis schlägt, zeigt dieser Testbericht.
Design & Tragekomfort: Ist die Honor Watch 4 wasserdicht?
Die Honor Watch 4 setzt auf ein rechteckiges Design im Stile einer Apple Watch, ohne jedoch zu dreist als Klon die Marke mit dem Apfel zu kopieren. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und verfügt über eine einzige Taste. Mit dieser gelangt man in das Menü mit allen Funktionen, etwa Trainingsfunktionen, Herzfrequenzmessung, Wetter, Telefonie, Musik und mehr.
Für das Armband kommt Silikon zum Einsatz, verfügbar ist die Uhr in Anthrazit mit schwarzem Band oder in Gold mit weißem Band. Die Verarbeitung ist an sich gut, allerdings wirkt die Uhr für den Preis nicht so hochwertig, wie man es erwarten würde. Die Watch 4 erinnert eher an einen preiswerten Fitness-Tracker. Aufgrund des niedrigen Gewichts trägt sich die Uhr bequem, auf Dauer könnte aber bei empfindlichen Personen das Silikonarmband auf der Haut stören.
Die Honor Watch 4 ist bis 50 Meter wasserdicht. Man kann sie also auch zum Schwimmen tragen. Das OLED-Display mit Touchscreen hat eine Diagonale von rund 1,75 Zoll, damit ist die Uhr in etwa so groß wie eine Apple Watch Series 9 (Testbericht) mit 45 Millimeter oder eine Huawei Watch Fit 3 (Testbericht). Die Auflösung liegt bei 450 × 390 Pixel. Die Watch 4 ist etwas leichter als die Smartwatch von Apple, aber nicht ganz so leichtgewichtig wie das Modell von Huawei. Im Freien bleibt die Anzeige ablesbar, erstrahlt aber nicht so hell wie bei der Watch Fit 3.
Ausstattung: Welche Funktionen bietet die Honor Watch 4?
Die Watch 4 misst den Puls anhand eines optischen Sensors. Zudem gibt die Uhr eine Schätzung des Blutsauerstoffgehalts wieder. Überdies überwacht die Uhr den Schlaf und dokumentiert diesen in einer Übersicht, eingeteilt nach verschiedenen Schlaf- und Wachphasen. Die Uhr erkennt etwa ein Nickerchen. Sitzt man für längere Zeit, erinnert einen die Watch 4 daran, sich mal zu bewegen – praktisch im Büroalltag.
Mikrofon und Lautsprecher sind ebenfalls vorhanden, man kann also mit der Watch 4 auch telefonieren, wenn diese mit dem Smartphone per Bluetooth verbunden ist. GPS ist an Bord. Apps gibt es keine, die Watch 4 zeigt Benachrichtigungen, die auf dem Smartphone eingehen. Eine Antwort für Kurznachrichten, etwa mit Emojis oder einer Vorauswahl, ist aber nicht möglich. Zu den vorinstallierten Features gehört ferner noch ein Wetter-Widget sowie eine Anzeige des Stress-Levels und Tools wie ein Kompass, eine Stoppuhr oder ein Timer. Zudem kann man die Musikwiedergabe über das Smartphone auch am Handgelenk steuern.
Welche App für Honor Watch 4?
Die Verbindung zwischen Watch 4 und Smartphone erfolgt per Bluetooth mit der App Honor Health. Diese ähnelt im Aufbau stark dem Pendant des einstigen Mutterkonzerns von Huawei. Die App steht sowohl im Play Store als auch im Apple App Store zur Verfügung. Die Health App bietet eine Übersicht aller gesammelten Gesundheitsdaten.
Von Apple abgeschaut ist die Darstellung der Aktivitäten aus zurückgelegten Schritten, verbrannten Kalorien sowie absolvierten Trainings in einem Diagramm bestehend aus drei Kreisen. In der App stehen zudem zahlreiche Ziffernblätter (kostenlos wie kostenpflichtig) zur Auswahl.
Honor Watch 4 - App
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Training: Wie gut ist das Tracking der Honor Watch 4?
Zahlreiche Trainings-Profile für Laufen, Radfahren, freies Training und mehr finden sich auf der Uhr. Zudem gibt es einige Kurse für Läufer und kleine Workouts, die man direkt von der Watch aus starten kann. Weitere Kurse stehen in der Honor Health App zur Auswahl. Man kann zudem sein „Fitnessalter“ durch eine 25-minütige Sporteinheit bestimmen lassen.
Die Pulsmessung ist weitgehend genau, kommt aber bei starken Schwankungen der Belastung (Intervalltraining) nicht so schnell mit. Im Vergleich dazu war die Huawei Watch Fit 3 (Testbericht) präziser. In der App finden Nutzer dann eine Auswertung nach absolviertem Training mit einer Angabe der jeweiligen Herzfrequenz im Verlauf der Aktivität.
Honor Watch 4 - Bilderstrecke
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Akku: Wie lange läuft die Honor Watch 4?
Im Test hielt die Uhr mehr als zehn Tage durch, dabei haben wir viermal die Woche ein Workout absolviert, die Uhr aber nicht regelmäßig zum Schlafen getragen. Honor gibt sogar eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen an. Nutzt man das Always-On-Display oder absolviert häufiger ein Training mit aktivem GPS im Freien, verkürzt sich die Laufzeit spürbar. Zum Aufladen dient ein kabelloses, magnetisches Ladepad mit USB-A-Stecker, wofür ein Netzteil erforderlich ist. Aufgeladen ist die Uhr in knapp über einer Stunde.
Preis: Was kostet die Honor Watch 4?
Die Honor Watch 4 hat eine UVP von 150 Euro. Mittlerweile bekommt man die Smartwatch auch schon ab 88 Euro in Schwarz sowie für 99 Euro in Gold mit weißem Band. Der Preis erscheint uns im Hinblick auf die vorhandenen Features etwas zu hoch gegriffen.
Fazit
Die Honor Watch 4 ist eine scheinbar preiswerte Smartwatch mit langer Akkulaufzeit und gutem OLED-Display, die bis 50 Meter Tiefe wasserdicht ist. Sie ist ein verlässlicher Begleiter am Handgelenk, um Benachrichtigungen vom Handy anzuzeigen und Aktivitäten beim Sport oder den Schlaf zu messen. Aufgrund der beschränkten Features handelt es sich eher um einen Fitness-Tracker mit integriertem GPS. Dafür erscheint uns der Preis ein wenig hoch, zumal es preiswerte Alternativen mit ähnlichen Funktionen gibt.
Huawei Band 10
Huawei Band 10
Das Huawei Band 10 behält das vertraute Design – neu ist die edle Aluminium-Variante. Zudem rücken KI und Wellbeing-Features stärker in den Fokus.
VORTEILE
- gute Verarbeitung
- ordentlicher Datenschutz
- vielfältige Sport-Profile
- lange Akkulaufzeit
NACHTEILE
- ohne GPS
- ungenaue Schlaferfassung
- App-Installation bei Android über Umwege
- kein Datenexport zu anderen Diensten
Huawei Band 10 im Test: Günstiger und solider Fitness-Tracker
Das Huawei Band 10 behält das vertraute Design – neu ist die edle Aluminium-Variante. Zudem rücken KI und Wellbeing-Features stärker in den Fokus.
Mit dem Band 10 schickt Huawei die neueste Generation seines Fitness-Trackers ins Rennen. Das Modell richtet sich an preisbewusste Nutzer, die solide Gesundheits- und Fitnessfunktionen ohne Smartwatch-Aufpreis suchen. Ein helles OLED-Display, zahlreiche Trainingsmodi und eine lange Akkulaufzeit runden das Gesamtpaket ab.
Optisch bleibt das Band 10 dem Vorgänger treu, wirkt durch die neue Aluminium-Variante aber deutlich hochwertiger und erwachsener. Abgesehen davon sind die Unterschiede zum Band 9 gering. Wie sich die neue Version des Fitness-Trackers in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht.
Design & Verarbeitung
Im Test zeigt das Huawei Band 10 in der Aluminium-Edition einen deutlichen Qualitätssprung bei Design und Verarbeitung. In den Farben Weiß, Grün, Blau und Violett ersetzt gebürstetes Metall das Kunststoffgehäuse, was den Tracker optisch und haptisch spürbar aufwertet. Die günstigeren Varianten in Schwarz und Rosé setzen dagegen weiterhin auf Kunststoff.
Auch die Rückseite aus Kunststoff hinterlässt einen stabilen Eindruck und liegt angenehm auf der Haut. Mit Abmessungen von 43,5 × 24,9 × 9,0 mm bleibt das Gehäuse praktisch unverändert gegenüber dem Band 9. Es ist nach 5 ATM wasserdicht und entsprechend zum Schwimmen geeignet.
Das 1,47 Zoll große OLED-Display mit 368 × 194 Pixeln zeigt kräftige Farben und eine ordentliche Helligkeit, die auch bei Tageslicht für gute Ablesbarkeit sorgt. Auf Saphirglas verzichtet Huawei weiterhin, wodurch Kratzer im Alltag nicht auszuschließen sind – in dieser Preisklasse allerdings keine Seltenheit. Die Bildwiederholrate dürfte nur bei etwa 30 liegen – Huawei macht dazu keine genauen Angaben. Dadurch wirkt die Anzeige nicht sonderlich flüssig, spart aber Energie und ist für den Alltagseinsatz als Fitness-Tracker ausreichend.
Beim Tragekomfort sammelt das Band 10 Pluspunkte. Mit einem Gewicht von nur 14 g und einem Armband, das dank vieler Löcher flexibel verstellbar ist, trägt sich der Fitness-Tracker unauffällig und bequem. Das Material bleibt neutral – weder Geruch noch Hautirritationen traten im Test auf.
Insgesamt wirkt das Huawei Band 10 mit seinem Aluminium-Finish und der sauberen Verarbeitung eher wie eine kompakte Smartwatch als ein einfacher Fitness-Tracker. Qualität, Passform und Bedienung überzeugen und zeigen, dass Huawei das Band-Design gezielt weiterentwickelt hat.
Huawei Band 10 - Bilder
Huawei Band 10
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Huawei Band 10
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Einrichtung & App
Die Einrichtung des Huawei Band 10 verläuft weitgehend unkompliziert – bis auf einen kleinen Haken bezüglich der App-Verfügbarkeit. Nach dem Einschalten zeigt der Tracker wie gewohnt einen QR-Code an, der direkt zur benötigten Smartphone-App Huawei Health führt. Diese ist allerdings aufgrund der US-Sanktionen nicht im Google Play Store verfügbar und muss auf Android-Geräten per Sideload installiert werden.
Nutzer von iPhones, Samsung- oder Honor-Smartphones können die App dagegen bequem über den jeweiligen App-Store beziehen. Das Bluetooth-Pairing funktionierte im Test schnell und ohne Aussetzer, das Band war innerhalb weniger Minuten betriebsbereit.
Der Tracker reagiert auf Eingaben angenehm schnell und deutlich flüssiger als der Fitbit Charge. Auch die Navigation über den Touchscreen gelingt präzise, erfordert aufgrund der kleinen Displayfläche jedoch etwas Feingefühl. Unterstützt wird die Bedienung von einer seitlichen Taste mit klar definiertem Druckpunkt. Funktionen wie Musiksteuerung oder Schnellantworten stehen allerdings nur auf Android-Geräten zur Verfügung.
Die App selbst zeigt Stärken und Schwächen: Während sie viele Fitness- und Gesundheitsfunktionen bietet, wirkt die Menüstruktur teilweise verschachtelt und erfordert etwas Eingewöhnung. Das neue Feature „Health Clovers“ – eine Gamification-Komponente zur Gesundheitsmotivation – ist zudem künstlich eingeschränkt, etwa bei der Schlafenszeit, die sich maximal bis 23 Uhr einstellen lässt.
Positiv fiel im Test auf, dass Verbindung und Synchronisierung stabil liefen. Kritik verdient allerdings die eingeschränkte Plattformfreiheit: Ein Export der erfassten Daten zu Diensten wie Google Fit oder Apple Health ist wegen der US-Sanktionen nicht möglich. Eine Anbindung an Strava und Komoot gibt es jedoch. Insgesamt bietet Huawei Health viele Möglichkeiten, bleibt aber ein geschlossenes System.
Aktivität & Training
Der Schrittzähler arbeitet im Alltag zuverlässig: Die Abweichung zum Smartphone lag meist unter zehn Prozent. Beim Fahrradfahren kam es jedoch zu Ungenauigkeiten, offenbar erkennt das Band die typische Bewegungsabfolge hier nicht korrekt. Wie schon beim Vorgänger, verzichtet Huawei auch beim Band 10 auf ein integriertes GPS-Modul. Lauf- und Radstrecken können daher nur mit verbundenem Smartphone genau aufgezeichnet werden.
An Trainingsprofilen mangelt es nicht: Die Auswahl mit über 100 Workouts ist umfangreich und vergleichbar mit der des Fitbit Charge 6. Positiv fällt auf, dass das Band eine Vielzahl an Aktivitäten unterstützt, von klassischen Disziplinen wie Laufen und Schwimmen hin zu Yoga oder Krafttraining. Der volle Zugriff auf die komplette Trainingsbibliothek ist allerdings nur mit einem kostenpflichtigen Abo für rund 8 Euro im Monat möglich.
Die Pulsmessung lieferte im Test halbwegs plausible Werte. Im Test zeigte sich das Band 10 weitgehend zuverlässig, auch bei intensiveren Trainingseinheiten, und kam nur selten mit schnellen Frequenzwechseln an seine Grenzen.
Daten zu SpO2, Stresslevel und Hauttemperatur werden ebenfalls erfasst. Die Kalorienberechnung, insbesondere beim Krafttraining, erwies sich dagegen als nicht glaubwürdig und sollte eher als grober Richtwert verstanden werden.
Ein 9-Achsen-Sensor und ein überarbeiteter Algorithmus erfassen beim Huawei Band 10 Schwimmbewegungen präzise. Neben der Herzfrequenz misst der Tracker wie schon das Band 9 die Schlagzahl, Schlagfrequenz, Rundenzahl und den SWOLF-Wert zur Effizienzbewertung.
Insgesamt bietet das Huawei Band 10 solide Trainingsfunktionen und eine gute Messqualität im Alltag. Die fehlende GPS-Unabhängigkeit und kleinere Schwächen bei bestimmten Bewegungsarten schmälern den Gesamteindruck etwas, ändern aber nichts daran, dass der Tracker für Hobbysportler und den täglichen Einsatz ausreichend präzise arbeitet.
Das Band 10 unterstützt nun auch das Feature „Emotional Wellbeing“, das mithilfe von Sensordaten das emotionale Wohlbefinden und Stressniveau erfasst. Es liefert Auswertungen über längere Zeiträume und bietet personalisierte Empfehlungen, Achtsamkeitsübungen sowie Atemtechniken zur Stressreduktion.
Schlaf-Tracking
Das Huawei Band 10 bietet Schlaf-Tracking. Die erfasste Gesamtschlafdauer wirkt zwar meist plausibel, weniger präzise zeigt sich dabei die Erkennung der Schlafphasen: Der Tracker registriert häufige Wechsel zwischen Leicht- und Tiefschlaf und bildet dadurch ein unruhigeres Muster ab, als es vermutlich vorliegt. Auch Wachphasen werden selten zuverlässig erkannt.
Für detailliertere Auswertungen muss das Trusleep-Feature aktiviert werden. Es liefert zusätzliche Informationen zur Schlafqualität und dem Atemverhalten, sorgt jedoch auch für zahlreiche Benachrichtigungen. Die automatische Schlafbewertung am Morgen kann dabei den subjektiven Erholungseindruck eher beeinträchtigen als unterstützen. Das darauf basierende Schlafcoaching wirkt durch seinen häufig kritischen Ton teilweise bevormundend.
Weitere Features
Eine Benachrichtigungsfunktion ist selbstverständlich an Bord. Eingehende Mitteilungen erscheinen mit leichter Verzögerung, werden aber schnell genug angezeigt – Anrufe etwa nach rund einer halben Sekunde. Diese lassen sich direkt am Handgelenk ablehnen, Nachrichten können gelesen und auf Android-Geräten per Schnellantwort beantwortet werden.
Auch die Musiksteuerung erwies sich im Test als praxistauglich: Wiedergabe, Titelsprung und Lautstärkeregelung sind direkt über das Band möglich. Hinzu kommen kompakte Mini-Apps wie Wetteranzeige, Stoppuhr und Timer, die zuverlässig arbeiten und zügig erreichbar sind. Ein integrierter Musikspeicher oder NFC für kontaktloses Bezahlen fehlen – in dieser Preisklasse und Geräteklasse ist das aber üblich.
Über die Huawei-Health-App lassen sich verschiedene Watchfaces installieren, wobei viele Designs kostenpflichtig sind. Alternativ können eigene Bilder als Zifferblatt verwendet werden. Der Vibrationsmotor arbeitet effektiv, klingt im Test jedoch recht laut und leicht scheppernd. Insgesamt stellt das Huawei Band 10 für seine Preisklasse eine solide Ausstattung bereit, die im Alltag alle wichtigen Funktionen zuverlässig abdeckt.
Akku
Im Test hielt das Huawei Band 10 rund acht Tage durch – bei dauerhaft aktivierter Pulsmessung, vollem Benachrichtigungszugriff und etwa sechs Stunden aktivem Workout-Tracking. Das ist zwar etwas weniger als die vom Hersteller beworbenen 14 Tage, angesichts des Funktionsumfangs aber immer noch ein einwandfreier Wert.
Je mehr man trainiert, desto schneller leert sich der Tracker. Auffällig: Wer viele Benachrichtigungen empfängt, merkt den höheren Energieverbrauch. Das Band muss dann ein bis zwei Tage früher an die Steckdose. Insgesamt bietet das Huawei Band 10 jedoch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ausdauer und Ausstattung – ein Kompromiss, mit dem sich im Alltag gut leben lässt.
Preis
Die UVP des Huawei Band 10 liegt bei 59 Euro. Inzwischen ist der Fitness-Tracker jedoch deutlich günstiger zu haben: Die Aluminium-Version (in Weiß, Grün, Blau und Violett) gibt es ab rund 33 Euro, die Kunststoffvariante (in Schwarz und Rosa) bereits ab 28 Euro.
Fazit
Das Huawei Band 10 erweist sich im Test als ausgereifter Einsteiger-Tracker mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Verarbeitung, Display und Tragekomfort bewegen sich über dem Klassendurchschnitt, der Akku überzeugt mit Laufzeiten von bis zu acht Tagen in der Praxis für sportlich aktive Nutzer.
Die Sensorik liefert verlässliche Werte, wenngleich GPS und präzise Kalorienmessung fehlen. Neu ist das edle Modell mit Aluminiumgehäuse, auch wenn preisbewusste Nutzer weiterhin auf ein Kunststoffgehäuse für knapp unter 30 Euro zurückgreifen können. Zudem gibt es jetzt die Wellbeing-Funktionen aus den übrigen Huawei-Smartwatches.
Einschränkungen durch die fehlende App-Verfügbarkeit im Google Play Store und ein überambitioniertes Schlafcoaching trüben den Gesamteindruck leicht. Dennoch: Wer einen leichten, robusten und funktionsreichen Fitness-Tracker sucht, erhält mit dem Huawei Band 10 ein technisch stimmiges Gerät, das im Alltag kaum Anlass zur Kritik gibt.
Huawei Band 8
Huawei Band 8
Größer, leichter, besser – so bewirbt Huawei das Band 8, die jüngste Inkarnation des beliebten Fitness-Trackers. Doch wie gut ist das Produkt im Praxistest?
VORTEILE
- guter Preis
- hervorragende Akkulaufzeit
- viele Trainingsoptionen
- solide Verarbeitung
NACHTEILE
- kein GPS
- kein Bezahlfeature oder Sprachsteuerung
- kaum nennenswerte Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger
Huawei Band 8 im Test
Größer, leichter, besser – so bewirbt Huawei das Band 8, die jüngste Inkarnation des beliebten Fitness-Trackers. Doch wie gut ist das Produkt im Praxistest?
Kürzlich war es wieder so weit: Der chinesische Hersteller Huawei hat mit dem Band 8 die neuste Version seines bekannten Fitness-Trackers auf den Markt gebracht. Der Nachfolger des Huawei Band 7 (Testbericht) will alles „größer, leichter, besser“ machen – aber kann der Fitness-Tracker dieses Versprechen wirklich einlösen?
Wir haben das Huawei Band 8 in unserem Test auf Herz und Nieren getestet, mit der direkten Konkurrenz am Markt verglichen und geprüft, was sich im Vergleich zum Vorgängermodell getan hat.
Design und Bedienbarkeit
In Bezug auf das Design hat sich beim Huawei Band 8 im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert. Das Always-On-AMOLED-Display ist mit 1,47 Zoll gleich groß geblieben, lediglich die Gehäusedicke und damit auch das Gewicht sind geringfügig geschrumpft. Das fällt in der Praxis aber nicht weiter auf.
Eine Änderung gibt es dann aber doch, und die betrifft das Armband. Zwar setzt Huawei erneut auf das bekannte Silikonarmband mit einer Schließe aus Kunststoff, aber der Wechselmechanismus ist jetzt ein anderer. Anstelle eines Federhebels wie beim Band 7 gibt es jetzt einen Button auf der Gehäuserückseite, über den sich das Armband lösen und ersetzen lässt. Dadurch gestaltet sich das Wechseln des Armbands etwas einfacher als bislang.
Allerdings hat Huawei auch einen kleinen Rückschritt beim Design gemacht: Denn das Huawei Band 8 gibt es nur in den Farben Schwarz, Grün und Pink, aber nicht mehr in Rot (wie ursprünglich das Band 7).
Ansonsten konnten wir beim Display keine merklichen Unterschiede zwischen dem Huawei Band 8 und dem Huawei Band 7 feststellen. Der Bildschirm des Band 8 reagiert zuverlässig auf Touch-Eingaben und bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, auch wenn wir die Helligkeit dafür auf den maximalen Wert einstellen müssen. Wer bereits ein vergleichbares Wearable getragen hat, findet sich mit der intuitiven Bedienung des Trackers schnell zurecht.
Einrichtung und App
Auch bei der Einrichtung des Huawei Band 8 hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert. Wegen des US-Banns gegen das chinesische Unternehmen steht die App nicht im Play Store von Google zur Verfügung.
Demzufolge ist bei den meisten Android-Handys ein Sideload der Appgallery von Huawei vonnöten, um die Health App zu installieren. Dafür steht beim ersten Start des Trackers ein QR–Code zur Verfügung, den wir mit dem Smartphone einscannen können und der uns dann zur App weiterleitet. Besitzer eines Smartphones von Samsung können die Health App weiterhin regulär aus dem Galaxy Store herunterladen, iPhone-Nutzer bekommen diese ebenfalls ganz normal über den Appstore.
Die Verknüpfung des Geräts mit der App funktioniert dann wie gewohnt per Bluetooth. Wir richten ein Benutzerkonto bei Huawei Health ein, wählen das gewünschte Gerät für die Kopplung in der App und folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm. Der ganze Prozess dauert nur ein paar Minuten.
Die App selbst haben wir bereits in vergangenen Tests besprochen, deshalb beschränken wir uns an dieser Stelle auf ein kurzes Fazit: Alle Funktionen sind übersichtlich aufbereitet und Nutzer bekommen auf einen Blick die wichtigsten Daten ihres Trackers mitgeteilt. Benachrichtigungen lassen sich ebenso steuern, wie verschiedene Gesundheitsfeatures. Auch die Übersetzung der App ist gut gelungen.
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Aktivität
Wer unseren Test zum Huawei Band 7 gelesen hat, weiß, dass der Hersteller in Hinblick auf Aktivitätstracking viel richtig macht. Das ist auch beim Huawei Band 8 wieder der Fall, denn im Vergleich zum Vorgänger gibt es hier keine nennenswerten Änderungen.
Die Aufzeichnung der zurückgelegten Schritte funktioniert immer noch hervorragend und ohne Probleme. Kalorien, Aktivitätsminuten, Trainingseinheiten und Schlafdaten leitet das Huawei Band 8 wie gewohnt an die Huawei Health App weiter, wo die Messungen dann als übersichtliche Diagramme angezeigt und im sogenannten Health–Kleeblatt eingepflegt werden. Nutzer können damit auf einen Blick die eigene gesundheitliche Entwicklung und den Fortschritt bei den täglichen Zielen ablesen.
Letztere lassen sich in der App übrigens auch wieder festlegen: Wie beim Vorgängermodell gibt es sogenannte Gesundheitspläne, in denen wir spezifische Ziele für Schritte, Atmung, Schlaf, Flüssigkeitszufuhr und Aktivitäten spezifizieren. Erfüllen wir diese Ziele, erhalten wir Punkte, die uns für die Kleeblattanzeige gutgeschrieben werden – das motiviert und hilft dabei, neue Routinen zu etablieren. Wer möchte, kann zusätzlich eine Erinnerung für das jeweilige Ziel aktivieren (Uhrzeit), einen Bewegungsalarm nach einer gewissen Zeit an Inaktivität gibt es ebenfalls.
Training
Gleich vorweg: Auch beim Band 8 verzichtet Huawei wieder auf ein eigenes GPS. Ihr müsst also zwangsläufig euer Smartphone dabeihaben, wenn ihr etwa beim Lauftraining eine spezifische Strecke aufzeichnen wollt. Zwar könnt ihr Tempo und Streckenlänge auch über den integrierten Bewegungssensor aufzeichnen, der lässt allerdings etwas an Genauigkeit vermissen.
Dafür hat Huawei allerdings bei den Trainingsfunktionen ein paar Verbesserungen gegenüber dem Band 7 eingebaut. Denn das Huawei Band 8 verfügt im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht nur über einen integrierten Kompass, sondern auch über einen Multisport-Modus, der den einfachen Wechsel zwischen mehreren Sportarten erlaubt. Das ist gerade für Einheiten nützlich, in denen man verschiedene Trainingsprofile kombinieren möchte. Apropos Profile: Davon gibt es beim Huawei Band 8 auch ein paar mehr als beim Huawei Band 7, nämlich insgesamt 100 statt 96.
Der Rest bleibt aber bei beiden Geräten gleich: Der Tracker liefert Informationen zu Kalorien, Strecke, VO2Max, Lauffähigkeitsindex (Leistung im Vergleich mit dem Durchschnittswert anderer Läufer), die Erholungszeit und den Trainingseffekt. Die Daten lassen sich sowohl in der App als auch in gesonderten Menüs auf dem Display des Huawei Band 8 ablesen. Ihr habt also alle relevanten Daten ganz nach eurem Bedarf jederzeit im Blick.
Wo Huawei leider ebenfalls die Chance für Verbesserungen verstreichen lässt, sind die Kalorienbedarfsmessung sowie der optische Pulssensor. Letzter leidet nämlich unter denselben Problemen wie beim Vorgängermodell: Zwar misst er zuverlässig die Herzfrequenz bei gleichbleibender Belastung, mit HIIT-Workouts oder Krafttraining und entsprechend schnell wechselnden Pulswerten kommt er aber nicht gut zurecht. Dementsprechend ist auch die Angabe des Kalorienbedarfs pro Tag eher wenig aussagekräftig.
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Schlaf und Gesundheitsfunktionen
Anders als das Huawei Band 7 setzt das Huawei Band 8 auf das neue System Trusleep 3.0, das neben der reinen Aufzeichnung der Schlafdaten (Phasen, Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt) eine Reihe zusätzlicher Features bietet. Ein spezieller DND-Modus verringert Ablenkungen vor dem Schlafengehen, während ein Anheben der Uhr nach dem Aufwachen ausreicht, um die Daten zur vergangenen Nacht direkt auf dem Display anzeigen zu lassen. Detaillierte Informationen zum Schlaf findet man außerdem direkt in der App.
Neben dem Schlaftracking bietet das Huawei Band 8 auch wieder einige zusätzliche Gesundheitsfunktionen. Die Messung der Blutsauerstoffsättigung ist ebenso wieder mit an Bord wie das Tracking des eigenen Stresslevels inklusive Optionen für Entspannungs- sowie Atemübungen. Schließlich gibt es noch eine Funktion für Frauen, um den eigenen Zyklus zu tracken – allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, zusätzliche Merkmale wie die Körpertemperatur einzutragen.
Benachrichtigungen und Zusatzfeatures
Bei den zusätzlichen Features wie Benachrichtigungen, Musiksteuerung und Co. gibt es keine Unterschiede zwischen Huawei Band 7 und Huawei Band 8. Wir können wie gewohnt Benachrichtigungen auf dem Display des Trackers anzeigen lassen und in der App festlegen, von welchen Apps wir Benachrichtigungen empfangen wollen.
Wir haben obendrein die Möglichkeit, unser Smartphone via Bluetooth suchen zu lassen, die Smartphone-Kamera per Fernauslöser zu aktivieren oder auf eingehende Nachrichten per Schnellantwort zu reagieren. Alle diese Features funktionierten im Test einwandfrei. Eine Telefoniefunktion oder Support für Sprachassistenz gibt es allerdings nicht.
Akku
Huawei gibt die Akkulaufzeit des Band 8 je nach Nutzungsszenario mit bis zu 14 Tagen an. Bei eingeschaltetem Always-On-Display, 60 Minuten Training pro Woche und aktiver Schlaf- sowie SpO2-Überwachung hält der Akku bis zu drei Tage durch. Damit entspricht die Kapazität desjenigen Akkus, den Huawei beim Vorgängermodell verbaut hatte. Auch bei der schnellen Ladedauer hat sich nichts geändert: 5 Minuten Ladezeit reichen aus, damit der Akku für zwei Tage ausreichend Saft hat.
In unserem Test konnten wir die Angaben des Herstellers übrigens größtenteils bestätigen: Bei aktivierter Herzfrequenzmessung und Schlafüberwachung sowie drei anderthalbstündigen Trainingseinheiten in einer Woche hielt der Akku des Huawei Band 8 knapp 13 Tage durch. Das ist ein guter Wert für ein Wearable dieser Preiskategorie.
Preis
Huawei verkauft das Band 8 auf der offiziellen Webseite mit einer UVP von je 59 Euro. Der Straßenpreis für das neueste Modell liegt bei 49 Euro, während der Vorgänger Huawei Band 7 bereits für knapp 42 Euro zu haben ist.
Fazit
Das Huawei Band 8 müsste eigentlich Huawei Band 7.1 heißen, denn wirklich viele nennenswerte Neuerungen hat das aktuelle Tracker-Modell nicht zu bieten. Dementsprechend lohnt sich der Kauf auch nur bedingt: Wer bislang keinen Fitnesstracker besitzt oder noch mit einem alten Huawei Band der Vor-Vorgänger-Generation unterwegs ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Das Huawei Band 8 gehört nämlich definitiv zu den besten und preiswertesten Fitness-Trackern, die aktuell am Markt verfügbar sind.
Huawei-Nutzer, die aber bereits das Huawei Band 7 (Testbericht) besitzen, können getrost auf den Kauf des neuesten Modells verzichten. Das Huawei Band 8 bietet gegenüber dem Vorgänger einfach zu wenige Neuerungen, geschweige denn Verbesserungen, als dass sich eine Neuanschaffung lohnen würde.
Wer sich den Ärger mit der App-Installation sparen kann, sollte sich das neue Honor Band 7 (Testbericht) ansehen. Technisch ist das Produkt der einstigen Konzerntochter sehr ähnlich, kommt aber mittlerweile mit einer eigenen App aus, die es auch im Play Store zu finden gibt. Eine preiswerte Alternative ist das Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht) aus dem Vorjahr. Wer auf GPS nicht verzichten möchte, sollte zum Testsieger Xiaomi Smart Band 7 Pro (Testbericht) greifen.
Huawei Watch Fit 3
Huawei Watch Fit 3
Die Huawei Watch Fit 3 ist quadratisch, praktisch und gut. Warum die leichte Smartwatch beim Sport und im Alltag gleichermaßen überzeugt, zeigt der Test.
VORTEILE
- helles Display
- niedriges Gewicht
- schlankes Gehäuse mit toller Verarbeitung
NACHTEILE
- App-Installation möglicherweise mit Hürden
- Bezahlfunktion in Deutschland nicht nutzbar
- wenig smarte Funktionen, keine Apps
Huawei Watch Fit 3 im Test: Ultraleichter Fitness-Tracker mit guter Akkulaufzeit
Die Huawei Watch Fit 3 ist quadratisch, praktisch und gut. Warum die leichte Smartwatch beim Sport und im Alltag gleichermaßen überzeugt, zeigt der Test.
Smartwatches sind längst angekommen im mobilen Markt und erweitern und ergänzen Handys um zusätzliche Funktionen. Varianten mit eSIM und Mobilfunk sowie GPS sind sogar in der Lage, autark ohne Smartphone zu funktionieren. Das bietet sich an, wenn man die Uhr im Urlaub zum Bezahlen mitnehmen möchte oder beim Joggen fürs Tracking und zur Wiedergabe von Musik.
Eine Alternative für alle, die eine Uhr als Ergänzung zum Smartphone nutzen möchten, sind Smartwatches mit proprietären Betriebssystemen. Diese bieten eine Akkulaufzeit von fast zwei Wochen, messen den Puls, überwachen den Schlaf, zählen Schritte und geben Benachrichtigungen vom Smartphone weiter. Zu dieser Kategorie gehört die Huawei Watch Fit 3. Die dritte Generation der Smartwatch zeichnet sich durch ein schlankes und leichtes Gehäuse aus. Die smarten Funktionen sind hingegen weniger ausgeprägt, sodass es sich eher um einen luxuriösen Fitness-Tracker handelt.
Im Test überzeugte die preiswerte, bequeme und dennoch schicke Uhr mit einem fairen Preis von 99 Euro im Huawei-Shop. Was die Smartwatch noch alles bietet, zeigt unser Testbericht.
Design: Was wiegt die Huawei Wacht Fit 3 und wie ist der Tragekomfort?
Design und Verarbeitung sind hervorragend, die Uhr überzeugt primär mit einem schlanken und sehr leichten Gehäuse, das nur 26 Gramm wiegt. Optisch erinnert die Watch Fit 3 etwas an die Apple Watch, was dem rechteckigen Gehäuse geschuldet ist. Sie fällt minimal kleiner und schlanker aus als die Uhr von Apple. Wir haben das Modell mit grauem Nylonarmband getestet.
Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen sowie die Krone auf der rechten Seite. Eine programmierbare Taste ist ebenfalls vorhanden, die im Auslieferungszustand das Training startet. Sehr praktisch ist das flexible Nylonarmband mit Klettverschluss. Das An- und Abziehen der Uhr ist so sehr komfortabel. Dank des niedrigen Gewichts spürt man die Uhr kaum beim Tragen. Ebenfalls gut sitzen die Modelle mit Silikon- oder Lederarmband.
Display: Wie hell ist die Anzeige der Watch Fit 3?
Absolut überzeugend ist der 1,82-Zoll-Bildschirm mit OLED-Panel. Huawei gibt eine sehr hohe Helligkeit von bis zu 1500 Nits an. In der Praxis führt das dazu, dass die Anzeige immer ablesbar ist – auch bei starkem Sonnenschein. Die Auflösung von 480 × 408 Pixel bietet ein ausreichend scharfes Bild, bei dem Pixel mit dem Auge so gut wie gar nicht zu erkennen sind. Bildqualität, Farben und Kontraste überzeugen ebenfalls.
App: Was bietet die Anwendung?
Wie üblich kommt die Health App von Huawei zum Einsatz. Hier stolpern Nutzer gleich über die größte Schwäche der Uhr: Aufgrund der Sanktionen ist die Anwendung zum Beispiel nicht im Google Play Store vorhanden. Eine Ausnahme sind die Smartphones von Samsung und Honor sowie das iPhone, bei denen die App jeweils im Galaxy Store, Honor App Market oder Apple App Store für iOS zur Verfügung steht.
Bei anderen Android-Geräten muss man die App per QR-Code mit dem Android-Smartphone aus einer externen Quelle installieren – wozu man dem Smartphone bei der Installation die Berechtigung erteilen muss. Das erfordert einiges Fachwissen. Nach der Installation sollte man diese Berechtigung sicherheitshalber wieder entfernen. Zur Einrichtung muss man die Uhr mit der App per Bluetooth koppeln und ein Konto bei Huawei erstellen oder sich mit einem schon bestehenden Zugang anmelden.
Der Aufbau der App ist übersichtlich. Oben im Health-Reiter finden sich wie gewohnt drei Kreise für Aktivitäten (Bewegung, Trainieren, Stehen), die zeigen, wie weit man seine Tagesziele schon erreicht hat. Darunter folgen weitere Fenster mit Daten zu vergangenen Trainingseinheiten, Gesundheitsdaten wie Herzschlag oder Blutsauerstoff, Schlaf oder Stresslevel. Ferner gibt es einige Trainingspläne für etwa Laufen oder Krafttraining, einen Store mit Ziffernblättern (teils kostenlos, teils gebührenpflichtig) und diverse Einstellungsmöglichkeiten für Benachrichtigungen der Uhr.
Die App beinhaltet jetzt auch einen Kalorienzähler, mit dem man die zu sich genommenen Mahlzeiten festhält. Es gibt zudem die Möglichkeit, mithilfe der Uhr Intervallfasten zu betreiben. Für weitere Auswertungen und eine erweiterte Schlafanalyse sowie zusätzliche Trainings- und Ernährungs-Pläne können Nutzer ein Abonnement für Huawei Health Plus abschließen. Dieses kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr. Mit dem Snack Assistant kann man den Barcode einer Verpackung fotografieren und bekommt dann die Nährstoffwerte und Kalorien des Produkts geliefert. Der Stay Fit Plan gibt dem Nutzer dann Tipps, wie mit Sport und Ernährung per Wochenplan ein Kaloriendefizit erzeugt wird, um abzunehmen. Achtung: Dieses Verfahren eignet sich weniger, um etwa Muskeln aufzubauen.
Huawei Watch Fit 3 - Health-App
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Features: Was kann ich alles mit der Huawei Watch Fit 3 machen?
Die Huawei Watch Fit 3 bietet optische Sensoren zur Pulsmessung. Der Blutsauerstoffwert kann von der Uhr nur geschätzt werden – entspricht also keiner medizinischen Untersuchung. Im Alltag zählt die Watch Fit 3 die täglichen Schritte ziemlich genau und berechnet den groben Kalorienverbrauch anhand der Aktivitäten. Beim Sport erkennt sie zudem die maximale Sauerstoffaufnahme. Mangels Höhenmessung kann die Watch Fit 3 jedoch keine Stockwerke zählen.
Auf Wunsch überwacht die Uhr zudem den Schlaf. Die App gibt dann die Dauer der einzelnen Schlafphasen an sowie die Qualität und Frequenz der Atmung. Leider erkennt sie im Test nicht alle Wachphasen zuverlässig, ein Problem, das wir von vielen anderen Smartwatches her kennen. Frauen können zudem auf eine Zyklusüberwachung zurückgreifen. Die Huawei Watch Fit 3 ist zudem wasserdicht und kann beim Schwimmen getragen werden. Sitzt man für längere Zeit, erinnert die Watch Fit 3 den Träger automatisch daran, sich mal zu bewegen.
Wirklich smarte Funktionen und Anwendungen gibt es nur wenige. Dazu gehören lediglich ein Wetter-Widget, eine Stoppuhr- und Timer-Funktion sowie Musiksteuerung für die Ausgabe auf dem Smartphone. Die Installation von weiteren Apps ist nicht vorgesehen. Immerhin kann über die App Musik auf die Uhr übertragen werden, allerdings gibt es keinen Support für Dienste wie Spotify. Nachrichten können nur per Standardantworten oder Emojis beantwortet werden.
Einen NFC-Sensor gibt es nur bei der Variante mit Nylon- und Lederarmband. Zum Bezahlen ist die Smartwatch aber nicht geeignet. Man kann aber mit der Uhr telefonieren, wenn sie mit dem Handy gekoppelt ist. Ein Mikrofon und Lautsprecher sind vorhanden. Die Tonqualität ist eher nicht so gut, aber man versteht den Gesprächspartner halbwegs, zumindest bei einem kurzen Gespräch.
Mit einem Software-Update im Juli 2024 steht nun auch die Navigationslösung Petal Maps von Huawei zur Verfügung. Zum erstmaligen Testzeitpunkt im Mai 2024 stand das Feature noch nicht zur Verfügung. Hierzu muss man die App auch auf das Smartphone herunterladen (erhältlich im Google Play Store sowie im Apple App Store) und dort das gewünschte Ziel eingeben. Auf dem Ziffernblatt stehen dann Richtungsweiser zur Verfügung, ein ganz praktisches Feature, wie wir finden. Allerdings verstehen wir die Richtungsangaben nicht immer.
Training: Welche Optionen für Sport bietet die Watch Fit 3?
Beim Training entfaltet die Huawei Watch Fit 3 ihre wahren Stärken. Es stehen über 100 verschiedene Profile zur Verfügung. So kann die Uhr auch Schwimmzüge mit dem entsprechenden Trainingsprofil erkennen. Die Pulsmessung ist präzise für eine Uhr dieser Preisklasse, selbst bei starkem Wechsel der Belastung kommt die Uhr gut hinterher – auch wenn sie nicht ganz mit einem Pulsgurt mithalten kann. Für Hobby-Sportler bietet sie aber genügend Präzision.
Das Einzige, was uns wirklich genervt hat: Die Uhr ist beim Start des Trainings per Default auf laut gestellt und brüllt einen regelrecht an. Es ist zudem etwas umständlich, die Ansagen dann leise zu stellen. Die automatische Trainingserkennung reagiert auch nicht immer oder wenn, recht träge. Dafür gefällt die Übersucht der Daten beim Training mit der Darstellung des Herzschlags, der verbrauchten Kalorien, Dauer des Trainings und ob man sich im aeroben oder anaeroben Bereich befindet.
Huawei Watch Fit 3 - Bilderstrecke
Huawei Watch Fit 3
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Akku: Wie lange hält die Watch Fit 3?
Eine der größten Stärken ist die Akkulaufzeit – ein Vorteil, wenn die Uhr weniger smart ausfällt. Huawei gibt hier bis zu 10 Tage an, was sich mit unseren Erfahrungen fast deckt. Im Test hielt die Uhr rund 9 Tage durch. Nutzt man das Always-on-Display und häufiger GPS, kommt die Watch Fit 3 auf rund 5 Tage. Zum Laden dient ein separates Kabel, das magnetisch haftet. Kabelloses Laden ist nicht möglich. Wer etwa eine andere Huawei-Uhr hat, kann das andere Ladegerät leider nicht nutzen.
Preis: Was kostet die Huawei Watch Fit 3?
Der Preis für die Variante mit Armband aus Nylon beträgt 78 Euro. Der Bestpreis für das Modell mit Fluorelastomer-Band in Schwarz liegt bei 79 Euro. Erhältlich ist dieses Modell in den Farben Schwarz, Rosa, Grün und Weiß. Die Variante mit goldenem Gehäuse und goldenem Milanese-Armband ist exklusiv im Huawei-Shop erhältlich und kostet aktuell 129 Euro.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Die Huawei Watch Fit 3 begeistert mit gutem Design, dem hohen Tragekomfort und niedrigem Gewicht. Wirklich klasse finden wir das scharfe und helle Display. Beim Training macht die wasserdichte Uhr eine gute Figur mit präziser Pulsmessung und zahlreichen Trainingsprofilen. Allerdings sind die smarten Funktionen etwas eingeschränkt – was aber zu einer sehr langen Akkulaufzeit führt. Wer im Alltag nicht mit der Uhr bezahlen möchte, bekommt hier eine schicke und leichte Uhr für Sport zum fairen Preis.
Huawei Watch Fit SE
Huawei Watch Fit SE
Mit der Huawei Watch Fit SE bringt der chinesische Hersteller eine Neuauflage der beliebten Budget-Smartwatch auf den Markt. Aber bedeutet neu auch besser? Diese Frage klären wir im Test.
VORTEILE
- guter Preis
- solide Akkulaufzeit
- viele Trainingsoptionen
- integriertes GPS
NACHTEILE
- keine Telefonfunktion
- kein Bezahl-Feature
- beschränktes Betriebssystem
Huawei Watch Fit SE im Test
Mit der Huawei Watch Fit SE bringt der chinesische Hersteller eine Neuauflage der beliebten Budget-Smartwatch auf den Markt. Aber bedeutet neu auch besser? Diese Frage klären wir im Test.
Huawei hat mit der Watch Fit Special Edition (kurz: SE) einen neuen Smartwatch-Fitness-Tracker-Hybriden vorgestellt, der dem Portfolio von Fitbit und Co. Konkurrenz machen soll. Aber Moment mal, hatte Huawei nicht schon vor einiger Zeit die Watch Fit 2 vorgestellt? Ist die neue Watch Fit jetzt also die Watch Fit 3? Jein. Stattdessen handelt es sich bei der Watch Fit SE um eine Art Sonderedition (Special Edition), die die Brücke zwischen dem Huawei Band und der Watch Fit schlagen soll.
Um die Verwirrung mit dieser Special Edition aufzudröseln und zu klären, was die Watch Fit SE auf dem Kasten hat, haben wir das Gerät einer ausgiebigen Prüfung unterzogen.
Design und Einrichtung
Zuerst das Offensichtliche: Rein vom Design her gibt es zwischen der Huawei Watch Fit SE und dem ersten Modell des Trackers aus dem Jahr 2021 keinerlei Unterschied. Das Design der Uhr erinnert ein wenig an die Apple Watch und kombiniert einen 1,64 Zoll großen AMOLED-Bildschirm im gebürsteten Kunststoffgehäuse mit einem klassischen Silikonarmband. Huawei verkauft die Uhr in den Farben Schwarz, Pink und Grün. Dabei liegt die Watch Fit angenehm am Handgelenk an und stört auch beim Schlafen nicht. Das Gehäuse ist mit 10,7 mm zwar relativ dick, aber das macht die Uhr mit dem geringen Gewicht von 21 g wieder wett.
Auch die Taste an der Gehäuseseite ist gleich geblieben, während die Bedienung ansonsten über das integrierte Touch-Display funktioniert. Letzteres machte im Test einen guten Eindruck: Unsere Eingaben wurden stets gut erkannt und die Ablesbarkeit war auch bei hoher Sonneneinstrahlung gegeben.
Die Einrichtung der Watch Fit funktioniert nach dem gewohnten Huawei-Prinzip: Beim ersten Hochfahren zeigt das Display einen QR-Code an, den wir mit dem Smartphone scannen können. Dadurch laden wir dann die zugehörige Huawei-App auf unser Smartphone, legen ein Nutzerkonto an und verknüpfen beide Geräte anschließend via Bluetooth-Kopplung. Wer schon einmal ein Huawei-Produkt besessen hat, findet sich hier schnell zurecht. Aber auch für alle anderen Nutzer funktioniert die Einrichtung innerhalb weniger Minuten absolut intuitiv und problemlos.
App
Wegen der anhaltenden Auseinandersetzung zwischen Huawei und Google ist die Huawei-App für die Watch Fit SE nicht im Play Store zu finden. Ein Download funktioniert also nur manuell oder über den erwähnten QR-Code direkt bei Huawei. Hierzu muss man den Browser beim Download der App über den Link als vertrauenswürdige Quelle für Apps festlegen. Eine Ausnahme sind Smartphone von Samsung, wo sich die Health App von Huawei alternativ im Galaxy Store befindet sowie das iPhone, wo die Anwendung weiterhin im Apple App Store verfügbar ist.
An der App selbst hat sich gegenüber unseren vergangenen Tests von Huawei-Trackern wie dem Huawei Band 8 (Testbericht) nichts getan. Deshalb beschränken wir uns an dieser Stelle auf eine kurze Zusammenfassung unserer Testergebnisse in Bezug auf die App: Die Software sammelt alle Informationen, die der Tracker aufzeichnet, und bereitet sie in übersichtlichen Diagrammen auf. Die Startseite zeigt alle nützlichen Informationen auf einen Blick, während ein Tippen auf einzelne Kacheln uns zu Detailseiten navigiert. Huawei bietet hier gewohnt gute Standardkost mit einem hohen Maß an Übersichtlichkeit.
Aktivität und Gesundheitsfunktionen
Das Aufzeichnen von Aktivitäten gehört bei Fitness-Trackern von Huawei zu den Paradedisziplinen und auch die Watch Fit SE macht da keine Ausnahme: Auf Basis des Betriebssystems Harmony OS 2.1 stehen uns verschiedene Funktionen zur Verfügung, um unsere täglichen Schritte, den Kalorienverbrauch, die Herzfrequenz und die Blutsauerstoffsättigung zu messen. Wer möchte, kann auch vom integrierten Zyklus-Tracking für Frauen Gebrauch machen, das sich aber auf die Symptom- und Perioden-Aufzeichnung beschränkt. Zusätzliche Informationen (wie Körpertemperatur), die man etwa bei der NFP-Methode benötigt, können wir nicht eintragen.
Der persönliche Gesundheitsassistent Huawei Truseen 5.0 überwacht durchgängig unsere Herzfrequenz und informiert uns über eventuell auftretende Ungenauigkeiten. Sinkt oder steigt unser Puls in bedenkliche Bereiche, alarmiert uns die Watch Fit SE entsprechend. Dasselbe funktioniert auch für die Blutsauerstoffsättigung, auch wenn diese Werte in Hinblick auf die Genauigkeit der Messung nicht mit professionellen Geräten mithalten können.
Die Aufzeichnung der Schritte und der sonstigen Aktivität funktioniert wie von Huawei mittlerweile gewohnt absolut einwandfrei. Was wir aber vermisst haben, ist eine integrierte Bewegungserinnerung.
Huawei Watch Fit SE - Health App
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Training
Wer beim Huawei Band 8 ein integriertes GPS vermisst, sollte sich die Watch Fit SE anschauen. Denn anders als die günstigeren Fitness-Tracker des chinesischen Herstellers verfügt die Watch Fit SE über ein integriertes GPS-Modul. Wir benötigen also kein Smartphone, um unsere Laufgeschwindigkeit und zurückgelegte Distanzen genau aufzeichnen zu können. Im Praxistest funktionierte das GPS abgesehen von minimalen Abweichungen zufriedenstellend.
Das GPS fungiert aber nicht nur für die reine Aufzeichnung unserer Laufstrecken, sondern auch als Basis für Huawei Trusport, eine Art Trainingsalgorithmus. Letzterer berechnet basierend auf unserer Herzfrequenz, unserem Lauftempo, der Distanz und unserer Trainingsfrequenz den sogenannten Running Ability Index. Dieser wiederum gibt uns einen Überblick über unsere aktuelle Laufleistung und ist in etwa mit ähnlichen Features von Garmin und Polar vergleichbar. Die Watch Fit SE zeichnet zudem Daten wie unsere Trainingsbelastung auf, um unser VO2Max und unsere Erholungsdauer zu berechnen. Wie bei anderen Geräten, die ihre Berechnungen vor allem auf Basis von GPS-Daten und Herzfrequenz (gemessen per optischem Sensor) anstellen, sollte man die Ergebnisse aber nur als grobe Richtlinie ansehen. Eine professionelle Leistungsdiagnostik kann und will Huawei Trusport nämlich nicht ersetzen.
Ein weiteres Feature, mit dem die Watch Fit SE derweil aufwarten kann, ist die automatische Trainingserkennung. Dabei registriert die Uhr automatisch, wenn wir im Freien laufen oder gehen, ein Indoor-Laufband oder einen Elipsentrainer nutzen sowie auf dem Rudergerät trainieren. Die Trainingserkennung funktionierte in unserem Test recht zuverlässig, ist in Anbetracht der beschränkten Auswahl an Sportarten aber kaum mehr als ein nettes Gimmick. Dafür können wir beim manuellen Tracking aber aus über 100 Trainingsprofilen wählen, was die Aufzeichnung unterschiedlichster Sportarten ermöglicht.
Huawei Watch Fit SE - Bilderstrecke
Huawei Watch Fit Special Edition (SE)
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Schlaf und Gesundheitsfunktionen
Wie schon beim Huawei Band 8 hat der Hersteller auch bei der Watch Fit SE wieder das neue Trusleep 3.0 System integriert. Huawei verspricht dabei eine gegenüber Trusleep 2.0 um zehn Prozent genauere Aufzeichnung der Schlafdaten. Zwar können wir nicht im Detail bestätigen, dass Trusleep 3.0 wirklich genau um diesen Wert besser funktioniert als der Vorgänger, im Großen und Ganzen machte das Schlaf-Tracking der Watch Fit SE aber einen zufriedenstellenden Eindruck.
Einschlaf- und Aufwach-Zeitpunkt konnte die Watch Fit SE sowohl bei nachmittäglichen Powernaps als auch beim Nachtschlaf realistisch abbilden. Die Anzeige der Schlafphasen bietet derweil lediglich eine grobe Orientierung und ist – wie bei den meisten anderen Fitness-Trackern auch – nicht mit der Genauigkeit eines echten Schlaflabors zu vergleichen. Langfristige Tendenzen und Unregelmäßigkeiten beim eigenen Schlaf kann man aber mit der Watch Fit SE aufdecken. Besonders praktisch: Der integrierte „Nicht stören“-Modus schaltet die Uhr während der Nacht auf stumm, sodass wir nicht von eingehenden Benachrichtigungen geweckt werden.
Benachrichtigungen und Zusatzfeatures
Weil die Huawei Watch Fit SE wie andere Fitness-Tracker von Huawei auf das hauseigene, aber recht beschränkte Betriebssystem Harmony OS 2.1 setzen, ist der Funktionsumfang des Fitness-Trackers jenseits von Aktivitäts- und Trainingsaufzeichnung recht begrenzt. Es gibt keine Möglichkeit, zusätzliche Apps auf der Uhr zu installieren, wie es teilweise bei der Konkurrenz von Amazfit oder auch Garmin möglich ist.
Immerhin gibt es Standard-Features wie eine Wetteranzeige, eine Musiksteuerung, eine Stoppuhr und einen Timer, eine Taschenlampe, eine Handy-Suche, einen Wecker sowie einen Fernauslöser für die Smartphone-Kamera. Auch die klassische Benachrichtigungsfunktion ist wieder mit an Bord, beschränkt sich aber auf die Anzeige von Nachrichten oder entgangenen Telefonanrufen. Die Möglichkeit, Telefonate direkt über die Watch Fit SE anzunehmen und mit dem Gerät am Handgelenk zu telefonieren, gibt es in Ermangelung eines integrierten Mikrofons nicht.
Akku
Die Akkulaufzeit der Watch Fit liegt laut Huawei bei typischer Nutzungsdauer im Bereich von rund neun Tagen. Der Hersteller definiert die typische Nutzung mit aktiviertem Schlaf-Tracking, Herzfrequenzmessung und 30 Minuten Workout pro Woche bei 200-maligem Einschalten des Displays und 50 Benachrichtigungen, sechs Anrufen sowie drei Alarmen innerhalb von 24 Stunden. Diese Angaben konnten wir im Test größtenteils bestätigen: Bei wöchentlich drei Sporteinheiten mit einer Dauer von einer Stunde hielt der Akku acht Tage lang durch. Die Ladedauer fällt mit einer Stunde angenehm kurz aus.
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Huawei Watch Fit in der Special Edition bei 100 Euro. Bei einschlägigen Händlern ist der Tracker bereits ab 59 Euro zu haben. Damit liegt die Watch Fit in der Special Edition preislich zwischen dem Huawei Band 8 und der Watch Fit 2.
Fazit
Die Watch Fit SE hätte es zwar nicht unbedingt gebraucht, aber das macht sie nicht gleich zu einem schlechten Gerät. Zwar lässt sie ein paar Funktionen wie eine Sprachsteuerung oder die Telefonie vermissen, dafür punktet sie aber mit einem guten GPS und einer brauchbaren Trainingsaufzeichnung mit hilfreichen Zusatzfunktionen.
Wer über den Kauf der Watch Fit SE nachdenkt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieser Fitness-Tracker die Brücke zwischen dem Huawei Band 8 und der Watch Fit 2 schlägt. Möchte man also ein Huawei Band mit integriertem GPS, will aber nicht den Preis der Watch Fit 2 investieren, ist man mit der Watch Fit SE gut beraten.
Newgen Medicals Fitness-Tracker ZX-5900-675
Newgen Medicals Fitness-Tracker ZX-5900-675
Pearls neuer Fitness-Tracker mit EKG ähnelt dem Whoop-Armband zum Verwechseln – unterscheidet sich von der Konkurrenz aber in wichtigen Punkten, wie der Test zeigt.
VORTEILE
- ordentliche Pulsmessung
- ohne Abo
- EKG-Funktion
- Datenspeicherung ohne Konto lokal möglich
NACHTEILE
- nur IP68
- kein automatisches Trainings-Tracking
- Schlaf-Tracking teilweise ungenau
- Trainings-Features enttäuschend
- Akkulaufzeit könnte besser sein
Newgen Medicals Fitness-Tracker im Test: Whoop-Klon mit EKG und ohne Abo
Pearls neuer Fitness-Tracker mit EKG ähnelt dem Whoop-Armband zum Verwechseln – unterscheidet sich von der Konkurrenz aber in wichtigen Punkten, wie der Test zeigt.
Mit dem Whoop Band hat das US-Unternehmen Whoop einen Trend für Smart-Armbänder ohne Display losgetreten. Mittlerweile springen immer mehr Hersteller smarter Wearables auf diesen Zug auf. Auch Newgen Medicals – eine Eigenmarke von Pearl und Anbieter günstiger Gesundheitselektronik – hat ein eigenes Modell im Programm: den Fitness-Tracker ZX-5900-675. Er bietet ähnliche Funktionen wie die Whoop-Konkurrenz – kommt aber ohne Abo-Modell aus.
Der Newgen-Tracker erfasst Körperdaten wie Herzfrequenz, Kalorien und Schritte. Zusätzlich bringt er ein integriertes EKG-Modul mit. Ob sich der Kauf zum Preis von knapp 60 Euro lohnt, klären wir im Test.
Design und Verarbeitung
Schon beim ersten Hands-On wird deutlich: Newgen Medicals hat sich beim Design klar am Whoop-Band orientiert. Der Tracker steckt in einem leicht gebogenen, rechteckigen Kunststoff-Gehäuse. An der rechten Seite sitzen eine Taste und ein EKG-Kontakt. Das Newgen-Medicals-Logo prangt auf der Oberseite, verschwindet aber unter dem Armband. Im Lieferumfang finden sich zwei Bänder: ein Stoffarmband mit Klettverschluss sowie ein klassisches Silikonarmband. Mit Letzterem lässt sich der Tracker wie eine normale Armbanduhr tragen.
Tracker und Armbänder wirken solide verarbeitet. Allerdings fällt sofort auf: An der Unterseite sitzen nur vier optische Sensoren. Namhafte Hersteller verbauen aktuell mindestens das Doppelte. Ein weiterer Nachteil betrifft das Stoffarmband: Es ist kaum elastisch und eignet sich daher nicht, um den Tracker wie beim Whoop-Band am Oberarm zu tragen. Passendes Zubehör wie längere Armbänder oder Akkupacks zum Nachladen sucht man ebenfalls vergeblich.
Beim Tragekomfort und der Wasserdichtigkeit gibt es dagegen nichts zu meckern. Der Tracker ist angenehm leicht und am Handgelenk kaum zu spüren – auch zierliche Personen werden ihn im Alltag kaum bemerken. Zudem ist das Newgen-Modell nach IP68 zertifiziert. Damit hält es bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von 1,5 Metern stand. Duschen ist problemlos möglich, Schwimmen zumindest kurzzeitig in seichtem Wasser – auch wenn wir davon eher abraten würden.
Newgen Medicals Fitness-Tracker in Bildern
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Einrichtung und App
Wie die Whoop-Konkurrenten Polar und Amazfit verzichtet auch Newgen Medicals beim Fitness-Tracker ZX-5900-675 auf ein Abo-Modell. Anders als bei Whoop zahlen wir also nur einmal für den Tracker und nutzen ihn anschließend unbegrenzt. Da das Gerät kein Display hat, verknüpfen wir es über eine App mit dem Smartphone, um die Messdaten auszulesen.
Eine eigene App bietet Newgen Medicals nicht an. Stattdessen empfiehlt der Hersteller die chinesische Software G-Band. Diese steht kostenlos im App-Store bereit und funktioniert auch ohne Nutzerkonto. Das hat den Vorteil, dass Daten in diesem Fall nur lokal gespeichert werden. Aktiviert man hingegen die Cloud-Synchronisierung mit einem vorab erstellten Konto, gehen die Daten zwar nicht verloren – landen aber ziemlich sicher auf chinesischen Servern jenseits des Schutzes durch die DSGVO.
Etwas verwirrend: Für die Verbindung muss der Tracker am Ladekabel hängen – sonst findet die App das Gerät nicht. Der gesamte Vorgang dauert dann nur wenige Sekunden. Im Anschluss lässt sich direkt nach Updates suchen und die neueste Firmware installieren. In unserem Test ist der Tracker bereits ab Werk auf dem aktuellen Stand.
Über die App konfigurieren wir auch spezifische Funktionen des Trackers. Wir legen fest, welche Daten das Gerät dauerhaft aufzeichnen soll – etwa Herzfrequenz, Blutsauerstoff und Blutdruck. Auch Benachrichtigungen bei ungewöhnlichen Werten kann man aktivieren. Zusätzlich richten wir bei Bedarf einen Sturzalarm ein und verknüpfen diesen mit einem Notfallkontakt.
Konkrete Trainingseinheiten zeichnet die App ebenfalls auf. Auf der Startseite sehen wir alle Messwerte im Überblick. Ein Diagramm zeigt Schritte, Kalorien, Schlaf und die zurückgelegte Strecke eines Tages. Einzelne Kacheln darunter führen zu Menüs mit detaillierteren Auswertungen. Insgesamt macht die App einen guten Eindruck und ist übersichtlich aufgebaut. Nur ein paar merkwürdige Übersetzungen trüben das positive Gesamtbild – etwa „Erkunden Sie die Herzfrequenzvariabilität“.
Aktivität und Training
Der Newgen Medicals Fitness-Tracker erfasst rund um die Uhr unsere Aktivitätsdaten und die Herzfrequenz. Trainingseinheiten misst er ebenfalls – erkennt sie aber nicht automatisch. Eine automatische Trainingserkennung wie bei Whoop gibt es also nicht. Stattdessen müssen wir das Tracking explizit über die Smartphone-App starten.
Immerhin stellt die Software über 188 verschiedene Profile zur Auswahl. Damit bleiben keine Wünsche offen. Anhand der Herzfrequenz berechnet der Tracker auch die verbrauchten Kalorien. Bei aktiviertem Trainings-Tracking sind diese Werte ziemlich genau. Ohne Aufzeichnung bleiben sie etwas hinter dem Vergleichswert einer Garmin Fenix 8 zurück.
Je nach Profil erfasst der Tracker unterschiedliche Daten. Puls, Aktivitätsdauer und Kalorien sind immer dabei. Beim Laufen kommen Tempo pro Kilometer und Geschwindigkeit in km/h hinzu. Weitere Datensätze gibt es leider nicht. Einzelne Sätze beim Krafttraining oder geschwommene Bahnen lassen sich also nicht notieren.
Wer regelmäßig Sport treibt und auf solche Auswertungen angewiesen ist, kommt um ein separates Gerät wie eine Sportuhr nicht herum. Auch Trackingoptionen für tägliche Aktivitäten wie Saunieren oder Gartenarbeit fehlen – hier hat Whoop die Nase vorn. Ebenso lässt sich die empfundene Anstrengung einer Aktivität nicht notieren.
Eine zentrale Funktion des Trackers ist die Herzfrequenzmessung beim Training. Der Sensor macht dabei einen ordentlichen Job: Die Messwerte weichen nur um zwei bis drei Schläge pro Minute von unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) ab. Diese Schwankung ist vernachlässigbar. Etwas mehr Schwierigkeiten hat der Tracker bei variablem Puls – etwa während einer HIIT-Einheit oder eines Intervalltrainings.
Schlaf und Gesundheit
Beim Trainings- und Fitnesstracking bietet Newgen Medicals nur das Minimum. Deutlich stärker fokussiert sich der Hersteller auf die Gesundheitsfunktionen.
Das Schlaf-Tracking entspricht dem aktuellen Standard: In der App sehen wir die Schlafdauer – aufgeteilt in einzelne Phasen inklusive Wachzeiten – sowie eine Bewertung der Schlafqualität. Nickerchen registriert die App als „Fragmentierter Schlaf“. Diese Funktion arbeitet im Test allerdings unzuverlässig: Mehrfach erkennt der Tracker bewegungslose Ruhephasen fälschlich als Schlaf.
Ein Pluspunkt ist die KI-Analyse in der App. Sie bewertet unsere Schlafdaten und gibt konkrete Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene. Pro Tag stehen allerdings nur fünf KI-Anwendungen zur Verfügung – auch für andere Bereiche wie die Analyse von Trainings- oder Herzfrequenzdaten.
Neben dem Schlaf-Tracking bringt der Fitness-Tracker ZX-5900-675 diverse Gesundheitsfunktionen mit. Er misst Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Körpertemperatur, Körperzusammensetzung (etwa den Körperfettanteil) und Blutkomponenten. Auch eine EKG-Funktion ist an Bord. Sogar den Blutzucker will der Tracker messen. Im Test liefert er zwar reproduzierbare Werte (6,08 und 6,32) – nach einer Mahlzeit aus Kuchen, Erdbeeren und Brötchen wirken diese aber nicht glaubwürdig. Dieses Feature sollte man getrost ignorieren, zumal die technische Grundlage dafür gar nicht vorhanden ist.
Für die Blutdruckfunktion benötigt der Tracker zunächst eine Kalibrierung über die App – eine medizinische Zertifizierung fehlt jedoch. Die Werte taugen daher nur als grober Richtwert für den Alltag. Wie genau und glaubwürdig die übrigen Messwerte sind, können wir mangels medizinischer Vergleichsgeräte nicht abschließend beurteilen. Die Ergebnisse der Blutdruckmessung und des EKGs wirken aber halbwegs plausibel auf uns.
Positiv fällt beim EKG zudem die Analyse auf: Der Tracker attestiert uns einen hohen Wert bei psychischem Stress und Müdigkeit – das deckt sich mit unserem subjektiven Empfinden. Die Messung der Körperzusammensetzung wirkt zumindest nicht abwegig und bietet eine grobe Orientierung.
Newgen Medicals Fitness-Tracker - G-Band-App
Newgen Medicals Fitness-Tracker: Gesundheitsübersicht in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Gesundheitsübersicht in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: EKG in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: EKG in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Stressanalyse in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Blutanalyse in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Blutdruck in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Bluzucker in G-Band-App
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Newgen Medicals Fitness-Tracker: Bluzucker in G-Band-App
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Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für den Newgen Medicals Fitness-Tracker ZX-5900-675 liegt bei 100 Euro. Beim deutschen Online-Händler Pearl ist das Gerät bereits für 60 Euro via eBay erhältlich. Damit ist der Tracker das günstigste Modell auf dem Markt – und das ganz ohne Zusatzkosten. Im Zweier-Pack ist es etwas günstiger mit 110 Euro.
Akku
Der Fitness-Tracker von Newgen Medicals hat mit 180 mAh sogar eine etwas größere Akkukapazität als der Polar Loop mit 170 mAh. Bei der tatsächlichen Laufzeit liegt er aber hinter der Konkurrenz zurück.
Newgen Medicals selbst gibt bei Dauernutzung bis zu fünf Tage an – einen Wert, den wir im Test bestätigen können. Im Vergleich zum Polar Loop, der acht Tage durchhält, und den ähnlich starken Modellen von Amazfit und Whoop ist das eher enttäuschend.
Fazit
Der Fitness-Tracker von Newgen Medicals ist ein zweischneidiges Schwert. Die Gesundheitsfeatures wie Blutdruckmessung und EKG überraschen positiv. Bei der Aktivitätsaufzeichnung und beim Schlaf-Tracking hat der ZX-5900-675 dagegen noch Nachholbedarf. Auch beim Akku ist Luft nach oben – sieben Tage Laufzeit wären wünschenswert gewesen.
Trotzdem ist der Tracker solide Hardware. Er positioniert sich als Konkurrent zum Whoop Band und Polar Loop, legt den Fokus aber klar auf Gesundheitsfeatures. Für wenig Geld bekommt man ein unauffälliges Messgerät für viele Daten. Mit der Konkurrenz kann er nicht ganz mithalten – für den kleinen Geldbeutel ist er aber trotzdem eine Empfehlung wert.
Newgen Medicals SW-490
Newgen Medicals SW-490
Die Newgen Medicals SW-490 für unter 70 Euro legt als Smartwatch den Fokus auf Gesundheitsfunktionen wie EKG. Ob das zuverlässig funktioniert, zeigt der Test.
VORTEILE
- solides EKG
- günstig
- gutes Display
NACHTEILE
- kein GPS
- Übersetzungsfehler
- Schlaf-Tracking lässt zu wünschen übrig
- geringe Akkulaufzeit
Newgen Medicals SW-490 im Test: Fitness-Smartwatch mit EKG für unter 70 Euro
Die Newgen Medicals SW-490 für unter 70 Euro legt als Smartwatch den Fokus auf Gesundheitsfunktionen wie EKG. Ob das zuverlässig funktioniert, zeigt der Test.
Das Unternehmen Newgen Medicals hat sich der Herstellung und dem Verkauf günstiger Fitness- und Medizinprodukte verschrieben, die ihren Nutzern ein aktives und gesundes Leben ermöglichen sollen.
Genau in diese Kerbe schlägt auch die Fitness-Smartwatch SW-490, die neben diversen Trainingsfunktionen auch ein integriertes EKG und einen Sensor für Puls, Blutdruck und Blutsauerstoffsättigung bietet. Eine integrierte Freisprech-Funktion und ein 1,95-Zoll großes AMOLED-Display ergänzen das Gesamtpaket, das mit einem Preis von knapp 71 Euro zu den günstigsten Modellen am Markt gehört.
Ob die Newgen Medicals SW-490 ihr Geld wirklich wert ist und ob sie eine günstige Alternative zu anderen EKG-Smartwatches wie der Apple Watch darstellt, zeigt der Test.
Design und Verarbeitung
Wer die SW-490 zum ersten Mal aus der Verpackung nimmt, wird angenehm überrascht: Denn die Uhr macht trotz des niedrigen Preises einen soliden Eindruck. Das Design erinnert ein wenig an die Apple Watch Ultra, wobei das Gehäuse etwas wuchtiger daherkommt als bei der Konkurrenz. Die dreh- und drückbare Krone sowie der dedizierte EKG-Button an der rechten Seite des Gehäuses finden sich auch bei der SW-490 wieder. Während die Uhr und das Gehäuse robust wirken, fällt uns die Kunststoff-Krone negativ auf. Hier hätte der Hersteller für eine kohärente Optik lieber einen metallischen Button verbauen sollen.
Ein Pluspunkt ist allerdings das zusätzliche Armband, das im Lieferumfang enthalten ist. Nutzer können aus zwei Silikonarmbändern in den Farben Grau und Schwarz wählen, die sich mit einem einfachen Klickmechanismus wechseln lassen. Die robusten Armbänder mit ihrer Metallschließe komplettieren sinnvoll das Design der Uhr.
Auch wenn die SW-490 ziemlich klobig aussieht und sich daher für schmale Handgelenke weniger eignet, gibt es beim Tragekomfort nichts zu meckern. Das Armband ist relativ breit, was dem großen Display entgegenkommt. Trotzdem drückt die Uhr nirgendwo unangenehm und auch nachts beim Schlafen bemerkt man die Uhr praktisch gar nicht.
Newgen Medicals hat die SW-490 nach IP68-Standard zertifiziert, weshalb die Uhr nicht nur staub-, sondern auch wasserdicht ist. Sie lässt sich also problemlos auch beim Schwimmen oder unter der Dusche verwenden.
Zu guter Letzt verfügt die Smartwatch über ein farbiges AMOLED-Display mit Always-On-Funktion. Die Helligkeit der Anzeige regelt sich stufenlos, sodass die Uhr auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar bleibt. Wer Always-on und die maximale Helligkeitsstufe aktiviert, muss aber Abstriche bei der Akkulaufzeit in Kauf nehmen.
Newgen Medicals SW-490 im Test - Bilder
Newgen Medicals SW-490 im Test - Bilder
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Bedienbarkeit und App
Bei der Bedienung der SW-490 gibt es keine nennenswerten Überraschungen: Das Steuern der Uhr erfolgt über die Kronen-Taste sowie über das Touch-Display, wobei die Eingaben mit minimaler, aber in der Praxis vernachlässigbarer Verzögerung zuverlässig registriert werden. Auch nasse oder schmutzige Finger beeinträchtigen die Steuerung der Uhr nicht, sodass die Bedienung, beispielsweise im Wasser, problemlos vonstattengeht.
Eine leichte Verzögerung gibt es auch beim Anheben der Uhr, um die Anzeige zu aktivieren: Dann dauert es etwa eine Sekunde, bis dieses reagiert. Immerhin funktioniert das aber zuverlässig bei jeder Bewegung. Kurios ist jedoch die Funktionsweise der Krone: Im Test ist der Knopf drehbar, allerdings hat das keinen Effekt auf die Steuerung der Uhr. Zum Scrollen durch die Menüs der Smartwatch akzeptiert diese nur Wischgesten. Ob das gewollt ist oder ob es sich dabei um einen technischen Fehler handelt, ist unklar.
Wie von anderen Smartwatches gewohnt, hat auch die Newgen Medicals SW-490 eine Smartphone-App, um den vollen Funktionsumfang der Uhr auszuschöpfen. Diese ist kostenlos und sowohl auf Android als auch iOS-Geräten unter dem Namen H Band zu finden. Wer möchte, kann in der App ein Nutzerkonto erstellen (dazu benötigt man eine E-Mail-Adresse und ein Passwort). Die App funktioniert jedoch auch ohne Account. Das Konto ist nur erforderlich, wenn Daten auf ein anderes Gerät transferiert werden sollen.
Bei der ersten Einrichtung der App pflegt man ein paar persönliche Daten wie Geburtstag, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht ein, bevor sich die SW-490 mit dem Smartphone koppelt. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Anschließend überträgt die Uhr die Daten in die App, welche schlussendlich in einer kachelförmigen Übersicht angezeigt werden. Die Startseite bildet dann beispielsweise zurückgelegte Schritte, Aktivitätsdauer, Schlafdaten, Herzfrequenz und mehr direkt auf einen Blick ab. Wählt man eine Kachel an, öffnet sich eine separate Ansicht, die die Messungen noch einmal detailliert aufschlüsselt. Eine Möglichkeit, die App mit anderen Anwendungen wie Strava oder Google Fit zu verknüpfen, gibt es leider nicht.
Negativ aufgefallen sind Übersetzungsfehler, die vereinzelt in der App vorkommen. Die technischen Einstellungen der Software (wie die Hintergrundnutzung oder der Zugriff auf Benachrichtigungen) heißen „Behördenverwaltung“, und im Menstruationsmenü wurde der Begriff „bracelet notice“ gar nicht ins Deutsche übertragen. Die Fehler halten sich aber in Grenzen, sodass sie die Nutzung der App in der Praxis nicht beeinträchtigen.
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Aktivität und Training
Weil es sich bei der SW-490 von Newgen Medicals um eine Smartwatch mit Gesundheitsfunktionen handelt, bietet die Uhr auch eine Auswahl an Features, um tägliche Aktivitäten und Trainingseinheiten aufzuzeichnen. Die Uhr verfügt neben einem klassischen Schrittzähler über viele verschiedene Trainingsprofile, die im Menü wiederum nach verschiedenen Kategorien unterteilt sind. Das sorgt für Übersicht und erlaubt es, zügig das Tracking für die Sportart der Wahl zu starten.
Wer hier neben Daten wie Entfernung, Kalorien und Aktivitätsdauer aber umfangreiche Messwerte erwartet, kauft sich statt der SW-490 lieber eine andere Smartwatch. Denn trotz der großen Auswahl an Profilen unterscheiden sich die einzelnen Sportarten gemessen an den getrackten Daten kaum voneinander. Beim Ausdauersport misst die Uhr neben Puls, Kalorien und Dauer noch das Tempo und die zurückgelegte Strecke. Andere Profile wie für Kampfsportarten, Kraftsport oder Wassersport zeichnen lediglich Herzfrequenz, Kalorien und vergangene Zeit auf.
Bei den Ausdauersportarten kommt hinzu, dass die SW-490 über kein eigenes GPS-Modul verfügt und die Uhr die Strecke deshalb nur dann wirklich genau aufzeichnet, wenn sie mit dem Smartphone verbunden ist. Eine Aufzeichnung ohne GPS liefert demgegenüber ähnlich wie bei der Rogbid Tank S3 Pro ein ziemlich ungenaues Ergebnis mit Abweichungen im Bereich von 10 bis 15 Prozent.
Etwas kurios: Die SW-490 verfügt trotz der Zertifizierung nach IP68-Standard nicht über ein Trainingsprofil für die Sportart Schwimmen. Man muss also auf ein allgemeines Profil ausweichen, wenn man das entsprechende Training tracken möchte. Das Zählen von geschwommenen Bahnen per App fällt dementsprechend auch weg und muss im Kopf mitgezählt werden.
Ansonsten macht die Smartwatch von Newgen Medicals beim Training aber einen ordentlichen Job. Das Messen der Herzfrequenz funktioniert zuverlässig, allerdings hat die Uhr bei schwankendem Puls (HIIT- oder Krafttraining) erwartungsgemäß mit Ungenauigkeiten zu kämpfen. Ein Brustgurt lässt sich mit der SW-490 leider nicht koppeln, sodass Sportler, die viel Wert auf genaue Pulsdaten legen, auf eine andere Sportuhr ausweichen sollten.
Schlaf und Gesundheitsfunktionen
Neben Aktivitäten und Trainingseinheiten können wir mit der SW-490 auch unseren Schlaf aufzeichnen. Das funktioniert im Test teilweise gut, teilweise aber auch ungenügend. Das Positive zuerst: Die Uhr erkennt zuverlässig den Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt. Allerdings hat sie Schwierigkeiten damit, konkrete Wachphasen sowie REM-Schlaf zu registrieren. Trotz mehrerer Unterbrechungen vermeldete die Uhr am darauffolgenden Morgen die Dauer der Wachphasen mit null Minuten, ebenso wie den REM-Schlaf.
Ebenfalls enttäuschend: Das Display der Uhr zeigt lediglich die Schlafdauer an. Konkrete Daten zu den einzelnen Schlafphasen gibt es nur in der App. Diese liefert aber immerhin Referenzwerte, anhand derer ablesbar ist, ob sich die eigenen Werte im Normalbereich befinden. Weil es den Messungen der Uhr aber an Genauigkeit mangelt, bleibt die Aufbereitung der Daten in der App letztlich nur bedingt aussagekräftig.
Zusätzlich zum Schlaf-Tracking verfügt die Smartwatch von Newgen Medicals noch über weitere Gesundheitsfunktionen. Ein wesentliches Feature der SW-490 ist das integrierte EKG. Hat man im Hauptmenü die EKG-Funktion ausgewählt, legt man einen Finger auf den zugehörigen Sensor neben der Krone am Gehäuse der Smartwatch. Anschließend erfolgt die EKG-Messung, die selbstverständlich keine echte medizinische Fachanalyse ersetzen kann, aber zumindest glaubwürdige Ergebnisse liefert. Langfristige Trends lassen sich daran also gut ablesen. Dadurch ist es möglich, die Herzgesundheit längerfristig aufzuzeichnen und zu beobachten. Die Uhr sollte aber niemals die fachgerechte Untersuchung, Betreuung und den Rat eines Arztes ersetzen, der im Idealfall die von der Smartwatch generierten Daten regelmäßig gegencheckt.
Ergänzend zum EKG kann die Uhr auf Wunsch neben der Herzfrequenz auch die Blutsauerstoffsättigung und den Blutdruck messen. Das funktioniert über den integrierten optischen Sensor, der direkt auf der Haut aufliegt. Auch hier gilt: Die Messungen ersetzen keinen Besuch beim Arzt, liefern aber nachvollziehbare Werte. Die Ergebnisse wichen jeweils im niedrigen einstelligen Bereich von den verwendeten Kontrollgeräten (Blutdruckmessgerät und Brustgurt für die Pulsmessung) ab.
Für Frauen gibt es die Option, die eigenen Zyklusdaten über die App aufzuzeichnen. Allerdings ist das Feature relativ eingeschränkt: Das Eintragen von Beginn und Dauer der Periode ist möglich, jedoch nicht zusätzliche Werte oder Symptome hinzuzufügen. Damit taugt die Funktion höchstens dazu, die eigene Menstruation kalendarisch zu notieren.
Weitere Features
Der Fokus der Newgen Medicals SW-490 liegt klar auf den Gesundheitsfunktionen wie dem EKG, weshalb die Smartwatch auch kaum nennenswerte Zusatzfeatures zu bieten hat. Eine Bezahlfunktion oder einen Musikspeicher gibt es ebenso wenig wie eine Navigations-App.
Dafür hat der Hersteller in der Uhr aber einen Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut, um die SW-490 mit integrierter Freisprech-Einrichtung für das Telefonieren zu verwenden. Das funktioniert in halbwegs ruhiger Umgebung auch sehr ordentlich, sobald es aber im Hintergrund lauter wird, etwa an einem belebten Bahnhof, stößt die Technik an ihre Grenzen. Außerdem verfügt die Uhr über keinen eigenen SIM-Slot, sodass für Telefonate trotzdem noch das eigene Smartphone herhalten muss.
Akku
Bei der Laufzeit schneidet die SW-490 leider enttäuschend ab. Newgen Medicals hat einen Akku mit einer Kapazität von 300 mAh verbaut, der bis zu fünf Tage durchhalten soll. Mit aktiviertem Always-on sinkt dieser Wert auf bis zu zwei Tage, und das ist nicht mehr zeitgemäß. Im Praxistest ist der Akku der Uhr nach 24 Stunden bei voller Display-Helligkeit und insgesamt zwei Stunden an Trainingsaufzeichnung bereits um mehr als 50 Prozent entleert.
Andere Smartwatches derselben Preiskategorie wie die vergleichbare Rogbid Tank S3 Pro schaffen ganze 20 Tage, wenngleich sie ohne EKG und Always-on-Feature auskommen muss. Trotzdem wäre für die SW-490 ein leistungsstärkerer Akku wünschenswert.
Preis
Laut unverbindlicher Preisempfehlung seitens Newgen Medicals soll die SW-490 für 170 Euro angeboten werden. Die primäre Bezugsquelle in Deutschland ist der Online-Händler Pearl, dieser verkauft die Smartwatch bereits für 71 Euro. In Anbetracht dessen, was die Uhr zu bieten hat, empfinden wir diesen Preis als angemessen.
Fazit
Wie Newgen Medicals auf die Idee kommt, dass die SW-490 einen Preis von 170 Euro wert sein könnte, ist schleierhaft. Gut 60 Euro kann man aber für die Uhr ausgeben, wenn man viel Wert auf das EKG-Feature legt, aber vor dem Preis teurerer Modelle wie einer Apple Watch zurückschreckt. Ansonsten gibt es andere Smartwatches und Fitness-Tracker am Markt, die in dieser Preiskategorie deutlich mehr zu bieten haben.
Denn sowohl die Akkulaufzeit als auch die Bedienung (Übersetzungsfehler, Funktion der Krone), das Schlaf-Tracking und die Aufzeichnung von Sporteinheiten fallen bei der SW-490 eher enttäuschend aus. Die Konkurrenz von Huawei, Xiaomi und Co. hat hier deutlich bessere Uhren zu bieten, die teilweise sogar ein eigenes GPS-Modul mitbringen.
Redmi Watch 4
Redmi Watch 4
Xiaomi hat mit der Redmi Watch 4 eine Neuauflage der Smartwatch auf den Markt gebracht, die eine günstige Android-Alternative zur Apple Watch sein will. Was die neueste Version der Uhr taugt, klären wir in unserem Test.
VORTEILE
- hervorragendes Display
- Telefonfunktion
- genaues GPS
NACHTEILE
- keine Bezahlfunktion
- kein Musikspeicher
- Pulssensor unbrauchbar
Redmi Watch 4 im Test
Xiaomi hat mit der Redmi Watch 4 eine Neuauflage der Smartwatch auf den Markt gebracht, die eine günstige Android-Alternative zur Apple Watch sein will. Was die neueste Version der Uhr taugt, klären wir in unserem Test.
Wer über den Kauf einer Smartwatch nachdenkt, hat mittlerweile eine große Auswahl unterschiedlichster Modelle in diversen Preiskategorien. Während die Apple Watch zu den teuersten Modellen der klassischen Smartwatch gehört, bietet Xiaomi mit der Redmi Watch eine günstige Alternative. Mittlerweile hat der chinesische Hersteller bereits die vierte Generation der Uhr auf den Markt gebracht, die wir uns im Test genauer angeschaut haben.
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Wer zur preisgünstigen Alternative zur Apple Watch greift, muss aber mit ein paar Einschränkungen leben. So fehlen ein interner Musikspeicher und eine Bezahlfunktion, außerdem sind noch USB 2.0 und Wi-Fi 5 integriert.
Wir haben die Redmi Watch 4 t für schlanke 83 Euro ausführlich auf Herz und Nieren geprüft und klären, ob sich der Kauf der neu aufgelegten Smartwatch lohnt.
Wie sind Verarbeitungsqualität und Bedienkomfort der Redmi Watch 4?
Xiaomi macht keinen Hehl daraus, dass es sich bei der Redmi Watch 4 um einen waschechten Klon der Apple Watch handelt. Dabei gehen die Ähnlichkeiten über den reinen Namen der Smartwatch hinaus: Das Design der Redmi Watch 4 ähnelt deutlich der Apple Watch. Das rechteckige Gehäuse mit den abgerundeten Kanten und der drehbaren Krone an der Seite erinnert frappierend an das Vorbild des kalifornischen Unternehmens.
Die Verarbeitung der Redmi Watch 4 wirkt zwar nicht ganz so elegant und hochwertig wie bei der Apple Watch, kann angesichts des günstigen Preises der Uhr aber dennoch überzeugen. Die Zeiten, in denen man Smartwatches aus China ihre Herkunft direkt ansehen konnte, sind jedenfalls vorbei. Xiaomi kombiniert bei der Redmi Watch 4 ein Silikonarmband inklusive Druckknopfschließe mit einem 1,97 Zoll großen AMOLED-Display in einem Gehäuse aus Aluminium-Legierung. Das Design der Uhr ist zwar nicht eigenständig, wirkt aber wie aus einem Guss. Der Verschluss mit dem Druckknopf ist allerdings Geschmackssache – wir empfanden ihn im Test als zu fummelig.
Bei der Bedienung kann die Redmi Watch 4 punkten: Der Touchscreen reagiert zuverlässig auf unsere Eingaben, merkliche Verzögerungen konnten wir nicht feststellen. Die drehbare Krone funktioniert ebenfalls einwandfrei und ermöglicht eine schnelle und bequeme Navigation durch die Menüs. Auch die über die Einstellungen der Uhr anpassbare Helligkeit des Displays überzeugt – selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige stets gut ablesbar. Zusätzlich ist die Redmi Watch 4 bis 50 Meter Tiefe wasserdicht. Eine konkrete Zertifizierung nach IP(X) gibt Xiaomi für die Smartwatch aber nicht an.
Die Einrichtung der Uhr erfolgt über die Mi-Fitness-App (Xiaomi Wear). Nachdem wir ein Konto bei Xiaomi angelegt haben, können wir die Uhr via Bluetooth mit unserem Smartphone verbinden. Der Kopplungsvorgang dauert nur wenige Minuten. Anschließend führt uns die App durch die Bedienung der Smartwatch und zeigt die wichtigsten Funktionen. Außerdem führt die App bei Bedarf direkt eine Aktualisierung der Systemsoftware durch.
Die Software ist übersichtlich aufgebaut und wurde von uns bereits ausführlich im Test des Xiaomi Mi Band 7 (Testbericht) besprochen. Für alle aufgezeichneten Informationen wie Herzfrequenz, Schlaf, Kalorien, Schritte und so weiter gibt es jeweils eine Kachel, die eine Übersicht der gesammelten Daten ausgibt. Wählen wir eine der Kacheln an, gelangen wir zu einer Detailansicht der jeweiligen Werte. In separaten Menüs können wir in der App eine Trainingseinheit (Laufen, Gehen, Radfahren) starten und die Einstellungen zu Benachrichtigungen und Anzeigen auf der Uhr anpassen. Wer möchte, kann schließlich auch noch das Watch Face der Redmi Watch 4 verändern. Insgesamt hinterlässt die App einen positiven Eindruck und punktet mit guter Bedienbarkeit. Übersetzungsfehler oder andere Probleme sind uns im Test nicht aufgefallen.
Bilderstrecke - Redmi Watch 4
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Welche Aktivitäts- und Trainings-Features unterstützt die Redmi Watch 4?
Obwohl es sich bei der Redmi Watch 4 primär um eine Smartwatch handelt, bietet die Uhr trotzdem eine Reihe von Aktivitäts- und Fitness-Optionen. Die Auswahl an Features ist in Anbetracht des günstigen Preises sogar erstaunlich hoch: Neben dem obligatorischen Schrittzähler gibt es einen Puls- und Sauerstoffmesser. Außerdem registriert die Redmi Watch 4 auf Basis von Puls, Bewegung und Blutsauerstoff unseren Stresslevel. Wer möchte, kann zur Entspannung über das Display der Uhr einfache Atemübungen absolvieren. Zusätzlich gibt es eine Anzeige, die Nutzer darüber informiert, wie viel Zeit sie an einem Tag in Bewegung verbracht haben.
Die einzelnen Aktivitätsfeatures haben in unserem Test fast durchweg zuverlässig funktioniert. Leichte Abstriche muss man bei der Genauigkeit des Schrittzählers machen, der zwar durch Schütteln des Handgelenks keine Fehlmessungen produziert. Auf 100 gemessen Schritte zeichnet die Uhr aber rund 20 Schritte zu wenig auf. Demgegenüber hat uns die Flexibilität der Anzeige und der Aktivitäts-Widgets bei der Redmi Watch 4 positiv überrascht. Wir können die einzelnen Funktionen entweder über das Hauptmenü der Uhr anwählen oder uns die jeweiligen Werte als Widget auf dem Display anzeigen lassen. Der Vorteil an den Widgets besteht darin, dass wir ihre Anordnung frei bestimmen und eine Messung direkt über die jeweilige Kachel auf dem Display starten können. Dadurch können wir auf häufig genutzte Funktionen besonders einfach und schnell zugreifen.
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Was die Trainingsaufzeichnung der Redmi Watch 4 angeht, liegen Licht und Schatten sehr nahe beieinander. Die Smartwatch unterstützt Trainingsprofile für mehr als 150 Sportarten, wobei viele der Profile sogar spezifische Funktionen für die jeweilige Sportart bieten. Neben Standards wie Laufen und Radfahren, bei denen die zurückgelegte Strecke per GPS gemessen wird, zählt das Profil für Seilspringen beispielsweise neben unserem Puls und der Trainingsdauer auch die absolvierten Sprünge.
Das GPS-Tracking der Redmi Watch 4 kann neben der großen Auswahl an Trainingsprofilen ebenfalls überzeugen. Die Smartwatch unterstützt neben GPS auch Galileo, Glonass, Beidou und QZSS, was eine hohe Genauigkeit bei der Streckenmessung verspricht. Letztere bestätigte sich auch in unserem Test. Bei unserer Standard-Laufrunde kam es zu keinen Abweichungen, was angesichts der teils schlechten Satellitenabdeckung in der gewählten ländlichen Region nicht selbstverständlich ist (vor allem nicht für ein derart günstiges Gerät).
Demgegenüber hat uns der optische Pulssensor der Smartwatch ziemlich enttäuscht. Zwar glich die Messung der Herzfrequenz im Ruhezustand den Ergebnissen unseres Kontrollgeräts Garmin Fenix 7 (Testbericht), aber sowohl beim Schlafen als auch bei Trainingseinheiten wichen die Werte teils bis zu 15 Schläge voneinander ab (Trainingseinheiten haben wir mit einem Brustgurt aufgezeichnet). Wer also maßgeblich nach Herzfrequenz trainieren möchte, kann sich auf die Angaben der Redmi Watch 4 nicht verlassen und muss zu Alternativen greifen.
Wie gut funktioniert die Schlafüberwachung?
Weil das Schlaf-Tracking der Smartwatch unter anderem auf der gemessenen Herzfrequenz und Atmung des Nutzers basiert, bleibt diese Funktion ebenfalls nur mäßig aussagekräftig. Die Redmi Watch 4 zeichnet korrekt Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie Unterbrechungen des Schlafs während einer Nacht auf, allerdings wichen die Angaben zu den Schlafphasen („Leicht“ und „Tief“) teils mehrere Stunden von den Werten unseres Kontrollgeräts ab. Die Schlafüberwachung der Uhr ist dementsprechend kaum zu gebrauchen.
Welche Zusatzfeatures bietet die Uhr?
Bei den zusätzlichen Funktionen bietet die Redmi Watch 4 zuletzt noch ein paar Überraschungen. Zuerst das Negative: Leider verzichtet Xiaomi darauf, die Uhr mit einer Bezahlfunktion auszustatten. Eine Möglichkeit, Musikapps wie Spotify zu nutzen und einzelne Titel auf einen internen Speicher zu laden, gibt es ebenfalls nicht, stattdessen können wir lediglich Musik steuern, die wir auf unserem Smartphone wiedergeben. Auch vorgefertigte Antwortmöglichkeiten für Nachrichten suchen wir vergebens.
Dafür können wir entscheiden, ob die Smartwatch die Benachrichtigungen aller oder nur bestimmter Apps auf dem Display anzeigen soll. Praktisch: Es gibt eine Funktion, mit der wir alle Benachrichtigungen auf einen Klick aktivieren können. Ansonsten dürfen wir zudem jede App unseres Smartphones einzeln anwählen.
Ein echtes Highlight der Redmi Watch 4 ist die integrierte Telefonfunktion. Denn die Uhr bietet sowohl ein eingebautes Mikrofon als auch einen Lautsprecher. Geht ein Anruf ein, erhalten wir eine Benachrichtigung auf dem Display der Uhr und können das Gespräch direkt annehmen. Bei Bedarf zeigt die Uhr auch Kontaktinfos des Anrufers an. Schließlich gibt es die Möglichkeit, auf Anrufe mit Schnellantworten zu reagieren. Diese können wir in der App selbst erstellen und dann über das Display der Uhr auswählen. Umso bedauerlicher finden wir es, dass es diese Funktion nicht für herkömmliche Nachrichten wie WhatsApp oder SMS gibt.
Wie lange hält der Akku der Redmi Watch 4?
Xiaomi gibt die Kapazität des Akkus für die Redmi Watch 4 mit 470 mAh an. Die Akkulaufzeit bei normaler Nutzung sollte 20 Tage betragen, allerdings definiert der Hersteller nicht näher, was darunter zu verstehen ist. In unserem Test hielt die Uhr bei aktivierten Benachrichtigungen und voller Display-Helligkeit sowie drei etwa einstündigen Trainingseinheiten pro Woche rund 14 Tage durch. Das ist ein sehr ordentlicher Wert, der weit über die Laufzeit einer Apple Watch hinausgeht und in Anbetracht des günstigen Preises der Redmi Watch 4 absolut herausragt.
Preis
Xiaomi verkauft die Redmi Watch 4 im hauseigenen Shop für eine UVP von 100 Euro. Straßenpreise liegen mittlerweile bei 83 Euro. Die Smartwatch ist in den Farbvarianten Obsidian Black und Silver Grey verfügbar.
Fazit
Xiaomi legt den Fokus bei der Redmi Watch 4 eindeutig auf ihre Eigenschaften als Smartwatch. Das merkt man besonders an der integrierten Telefonfunktion und der durchdachten Bedienbarkeit. Insgesamt bietet die Watch 4 ein ordentliches Gesamtpaket für schlanke 83 Euro.
Am meisten enttäuscht uns im Test die Genauigkeit des Pulssensors und verhagelt so der Uhr eine Top-Bewertung. Auch das Fehlen einer Bezahlfunktion und eines Musikspeichers fallen negativ ins Gewicht, lassen sich in Anbetracht des günstigen Preises der Redmi Watch 4 aber noch verschmerzen. Alles in allem ist die Uhr als Smartwatch zu empfehlen. (Hobby-)Sportler, die viel Wert auf die Aufzeichnung ihrer Trainingseinheiten legen, sollten sich aber nach einem anderen Gerät umsehen.
Redmi Watch 3 Active
Redmi Watch 3 Active
Die Redmi Watch 3 Active ergänzt das vielfältige Portfolio an Smartwatches von Hersteller Xiaomi. Wir haben uns das günstige Einsteiger-Modell genauer angeschaut und klären, was die Uhr von der Redmi Watch 3 und anderen smarten Redmi-Uhren unterscheidet.
VORTEILE
- Telefonfunktion
- gute Akkulaufzeit
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
NACHTEILE
- kein GPS
- keine Bezahlfunktion
- kein Musikspeicher
- keine automatische Helligkeitsanpassung
Redmi Watch 3 Active im Test
Die Redmi Watch 3 Active ergänzt das vielfältige Portfolio an Smartwatches von Hersteller Xiaomi. Wir haben uns das günstige Einsteiger-Modell genauer angeschaut und klären, was die Uhr von der Redmi Watch 3 und anderen smarten Redmi-Uhren unterscheidet.
Fließtext: Mit der Redmi Watch 3 Active bringt Xiaomi eine weitere Variante der beliebten Redmi Watch auf den Markt. Während die Redmi Watch 3 und die Redmi Watch 4 im mittleren Preissegment anzusiedeln sind und über ein GPS-Modul sowie weitere Extras verfügen, konzentriert sich die Redmi Watch 3 Active auf das Wesentliche. Ein günstiger Preis und ein Featurepaket, das sich vorrangig an Smartwatch-Einsteiger richtet, sind hier Programm.
Wir haben die Redmi Watch 3 ab 30 Euro im Test ausführlich unter die Lupe genommen und klären jetzt im Detail, für wen sich der Kauf der Smartwatch lohnt.
Design & Bedienbarkeit: ist die Redmi Watch 3 Active wasserdicht?
Die Redmi Watch 3 Active orientiert sich beim Design an der Redmi Watch 3, allerdings mit ein paar kleinen Unterschieden. Die grundlegende Optik im Stile einer Apple Watch bleibt erhalten, ebenso wie der seitliche Bumper-Button. Allerdings hat Xiaomi der Redmi Watch 3 Active im Vergleich zur Redmi Watch 3 ein größeres Display spendiert. Statt OLED mit 1,75 Zoll und 390 × 450 Pixeln sowie 600 Nits bekommen wir ein 1,83 Zoll großes LCD mit einer Auflösung von 240 × 240 Pixeln bei 450 Nits.
Die Helligkeit des Displays ist wie gewohnt stufenlos anpassbar und überzeugt auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Eine automatische Helligkeitserkennung der Umgebung fehlt aber ebenso wie eine Always-on-Funktion.
Beim Gehäuse unterscheidet sich die Redmi Watch 3 Active ein wenig von der Redmi Watch 3, indem die Redmi Watch 3 Active über abgerundete anstelle eckiger Kanten verfügt. Das Silikonarmband mit der Druckknopfschließe bleibt bei beiden Modellen gleich, ebenso wie die Wasserdichtigkeit bis 5 ATM. Ihr könnt die Smartwatch also ebenfalls problemlos beim Schwimmen oder unter der Dusche tragen, längere Tauchgänge solltet ihr aber vermeiden.
Die Bedienbarkeit der Redmi Watch 3 Active unterscheidet sich ansonsten nicht von der Redmi Watch 3. Wir steuern die Uhr hauptsächlich über das Touch-Display mit Wischgesten sowie über den seitlichen Bedienknopf. Die Anti-Fingerabdruck-Beschichtung der Redmi Watch 3 fehlt bei der Active-Variante übrigens. Unsere Eingaben registrierte die Uhr aber absolut problemlos und ohne größere Verzögerungen. Insgesamt empfanden wir die Bedienung der Redmi Watch 3 Active als intuitiv und übersichtlich.
Einrichtung: Welche App nutzt die Redmi Watch 3 Active?
Wer die Redmi Watch 3 Active zum ersten Mal startet, wird direkt zum Download der zugehörigen App Mi Fitness aufgefordert. Die Einrichtung der Smartwatch erfolgt dann wie gewohnt über die App via Bluetooth 5.3. Haben wir ein Nutzerkonto angelegt, dauert es nur wenige Minuten, bis die Uhr an unser Smartphone gekoppelt und nutzungsbereit ist. Die Synchronisation der Daten erfolgt automatisch. Außerdem können wir nach der ersten Installation die Gerätesoftware des Trackers aktualisieren.
In Bezug auf die App hat sich bei der Redmi Watch 3 Active im Vergleich zur Redmi Watch 3 und Watch 4 nichts geändert. Verschiedene Reiter erlauben uns die Navigation durch die unterschiedlichen Menüs und Einstellungen. Das Herzstück ist der Reiter „Gesundheit“, der weitestgehend die Startseite der App ausmacht und uns alle wichtigen Daten übersichtlich in Kacheln aufbereitet. Wer mehr Informationen zu einem bestimmten Datensatz erfahren möchte, gelangt per Klick auf die entsprechende Kachel zu einer Detailansicht. Möchte man die Mi Fitness App nicht primär als Fitness-App nutzen, kann man die Daten aber auch problemlos an Google Fit, Strava oder Apple Health übertragen.
Redmi Watch 3 Active - App
Redmi Watch 3 Active - App
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Redmi Watch 3 Active - App
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Aktivität & Training: Was kann die Redmi Watch 3 Active?
Die Redmi Watch 3 Active ist im Hinblick auf das Tracking von Aktivität und sportlichen Trainingseinheiten eine abgespeckte Version der Redmi Watch 3. Standardfeatures wie eine 24-h-Pulsmessung, ein Schrittzähler, Messung der Blutsauerstoffsättigung sind bei beiden Modellen an Bord. Käufer der Redmi Watch 3 Active müssen dafür aber auf ein integriertes GPS-Tracking verzichten. Eine genaue Aufzeichnung von Laufstrecken oder Radtouren ist dementsprechend nur über das Smartphone-GPS möglich.
Weitere Abstriche gibt es bei den Trainingsmodi zu bemerken: Anders als die Redmi Watch 3 verfügt die Redmi Watch 3 Active nur über 100 anstatt 120 verschiedene Trainingsmodi. Dieser Schwund ist unserer Meinung nach aber verschmerzbar, weil die Uhr alle wichtigen Standardsportarten umfassend abdeckt. Leider kommt bei genauerer Betrachtung aber ein weiterer Unterschied der beiden Smartwatches zum Tragen. Wo die Redmi Watch 3 bei vielen Sportarten zusätzliche spezifische Werte lieferte (wie beim Seilspringen die Anzahl der absolvierten Sprünge), beschränkt sich die Redmi Watch 3 bei den meisten Modi abseits klassischer Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren auf die bloße Messung der Herzfrequenz. Das ist schade, in Anbetracht des deutlich günstigeren Preises der Redmi Watch Active aber noch akzeptabel.
Dafür kann die Smartwatch wie ihre große Schwester beim Aufzeichnen von Schritten und bei der allgemeinen Messung der Herzfrequenz punkten. Merkliche Abweichungen im Vergleich zu unserem Kontrollgerät oder gegenüber der manuellen Zählung traten in unserem Test nicht auf. Bei der Messung der Herzfrequenz hatte die Smartwatch allerdings Probleme, wenn unser Puls starken Schwankungen unterworfen war. Beim Krafttraining, wo unser Puls durch kurze Anstrengung nach längeren Pausen um bis zu 60 Schläge pro Minute variierte, dauerte es teils bis zu zehn Sekunden, bis die Redmi Watch 3 Active den korrekten Pulswert anzeigte. Die Messung erfolgte also immer mit ein wenig Verzögerung. Wer auf die Genauigkeit der entsprechenden Daten angewiesen ist, sollte also zu einem anderen Gerät greifen oder einen Brustgurt benutzen. Allerdings ist die Redmi Watch 3 Active nicht mit einem Brustgurt kompatibel.
Redmi Watch 3 Active - Bilderstrecke
Redmi Watch 3 Active
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Schlaf: Wie genau ist die Analyse der Redmi Watch 3 Active?
Beim Schlaftracking liefert die Redmi Watch 3 Active die von anderen Redmi-Watches gewohnte Standardausstattung. Die Uhr misst Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie die Dauer der einzelnen Schlafphasen. Dazu überwacht sie die Herzfrequenz und die Blutsauerstoffsättigung. Ein Sensor für die Messung der Atemfrequenz ist ebenfalls vorhanden. Nutzer müssen allerdings beachten: Die Überwachung von Atmung und REM-Schlaf ist im Auslieferungszustand der Redmi Watch 3 Active deaktiviert. Man muss sie also zunächst manuell aktivieren, wenn man die entsprechenden Daten aufzeichnen möchte. Die Aufzeichnung geht dann aber zulasten der Akkulaufzeit.
Basierend auf den aufgezeichneten Schlafdaten, die übersichtlich in der App aufbereitet werden, erhalten wir eine Bewertung unserer Schlafqualität und Vorschläge, wie wir unseren Schlaf optimieren können. Wir empfanden die Ergebnisse der Messung in unserem Test als schlüssig, auch wenn die Aufwachzeitpunkte manchmal etwas ungenau registriert wurden. Kurze Schlafeinheiten von weniger als 20 Minuten erfasst die Uhr nicht; ferner müssen wir mindestens drei Stunden Schlaf aufzeichnen, damit die Uhr die verschiedenen Schlafphasen unterscheiden kann.
Positiv bewerten wir derweil die Weckfunktion, die mit Vibration und/oder Ton funktioniert, ebenso wie das angenehme Tragegefühl während der Nacht. Wer nachts nicht von Benachrichtigungen gestört werden möchte, kann in der Mi Fitness App den Schlafmodus festlegen und einen Zeitraum bestimmen, in der automatisch die Bitte-nicht-stören-Funktion aktiviert wird.
Weitere Features: Kann man mit der Redmi Watch 3 bezahlen?
In Hinblick auf die Ausstattung mit zusätzlichen Features ist die Redmi Watch 3 Active ziemlich eingeschränkt. Es fehlt neben dem bei der Redmi Watch 3 und Watch 4 (Testbericht) vorhandenem GPS-Modul auch ein Musikspeicher und eine Bezahlfunktion. Ein großer Pluspunkt ist allerdings die Option, via Bluetooth 5.3 auf dem Smartphone eingehende Anrufe zu beantworten. Ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon ermöglichen die Telefonie direkt über die Uhr, ohne dass wir das Smartphone aus der Tasche holen müssen. Die Verständigungsqualität konnte uns dabei im Test absolut überzeugen.
Zusätzlich verfügt die Redmi Watch 3 Active wie die Redmi Watch 3 über eine Notruffunktion. Legen wir in der Mi Fitness App einen Notfallkontakt fest, können wir diesen direkt anrufen, indem wir dreimal kurz hintereinander die Seitentaste der Smartwatch drücken. Befindet sich das Smartphone in Bluetooth-Reichweite, wird der Anruf automatisch aufgebaut, was in unserem Test ebenfalls einwandfrei funktioniert hat. Standardfunktionen wie die Anzeige von Benachrichtigungen, einen Wecker und eine Taschenlampe besitzt die Redmi Watch 3 Active ebenfalls. Damit bleiben in dieser Preiskategorie eigentlich keine Smartwatch-Wünsche offen.
Akku: Wie lange hält die Redmi Watch 3 Active durch?
Die Akkulaufzeit der Redmi Watch 3 Active beträgt laut Herstellerangaben bei normaler Nutzung 12 Tage und bei intensiver Nutzung 8 Tage. Die Kapazität des Akkus beträgt 289mAh. Xiaomi hat also denselben Akku verbaut wie bei der Redmi Watch 3. In unserem Test machte die Smartwatch bei der Akkulaufzeit eine ausgezeichnete Figur: Bei voller Displayhelligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und Pulsmessung sowie drei anderthalbstündigen Sporteinheiten in einer Woche lag die Akkukapazität nach neun Tagen immer noch bei 30 Prozent. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert rund zwei Stunden.
Preis: Wie viel kostet die Redmi Watch 3 Active?
Wie es sich für eine Einsteiger-Smartwatch gehört, bietet Xiaomi die Redmi Watch 3 Active zu einer nedrigen UVP von 30 euro an. Die Uhr gibt es in den Farbvarianten Schwarz und Grau. Der Straßenpreis startet bei 30 Euro. Insgesamt bietet Xiaomi also mit der Redmi Watch 3 Active eine Smartwatch mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit
Wer unseren Test bis hierher aufmerksam gelesen hat, wird es sich denken können: Die Redmi Watch 3 Active ist im Prinzip eine günstige, abgespeckte Version der Redmi Watch 3. Ihr fehlen einige Funktionen, allen voran das integrierte GPS, und die Display-Qualität kann mit der teureren Smartwatch nicht mithalten, aber dafür ist der Preis der Active-Variante nahezu unschlagbar.
Die Smartwatch bietet alle Standardfunktionen, die ein aktueller Aktivitäts-Tracker besitzen sollte, und macht dazu ihren Job noch wirklich gut. Ein Bonus ist definitiv die integrierte Telefonfunktion, die man in diesem Preissegment sonst lange suchen kann. Wer eine günstige Smartwatch für Einsteiger sucht und möglichst wenig Geld ausgeben möchte, macht mit dem Kauf der Redmi Watch 3 Active absolut nichts falsch.
Whoop 4.0
Whoop 4.0
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
VORTEILE
- guter KI-Coach
- integrierte Trainingsdatenbank für Kraftsport
- guter Pulssensor
NACHTEILE
- teuer
- kein integriertes GPS
- Stressmessung teilweise ungenau
Whoop 4.0 im Test
Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.
Im Segment der Fitness-Tracker ist das Whoop 4.0 in gleich mehrerlei Hinsicht ein besonderes Produkt. Denn anders als die Geräte von Fitbit, Garmin, Huawei und Co. verzichtet der Hersteller des Whoop-Bands auf ein Display. Gemessene Daten lassen sich dementsprechend nur in der App ablesen. Ferner bekommen Anwender das Whoop 4.0 weitestgehend kostenlos, müssen für die Nutzung aber ein kostenpflichtiges Abo abschließen.
Wir haben uns das Whoop 4.0 mit seiner einzigartigen Funktionsweise genauer angeschaut und klären in unserem Test, für wen sich die Anschaffung des Wearables und das zugehörige Abonnement lohnt.
Design: Wie trägt man Whoop?
Wie bereits erwähnt, verzichtet der Hersteller beim Whoop 4.0 vollständig auf ein Display. Damit möchte das Unternehmen eine seiner Meinung nach unnötige Ablenkung eliminieren und den Fokus auf die reine Datenanalyse legen. Das Gerät besteht dementsprechend aus einem kleinen schwarzen Gehäuse, in dem der Akku und die Sensoren des Trackers eingebaut sind, bestehend aus fünf LEDs mit grünem und infrarotem Licht sowie vier Fotodioden, die Herzfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff messen.
Whoop 4.0 heise bestenlisten
Neben dem eigentlichen Gerät ist im Lieferumfang ein gewebtes Stoffarmband und ein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Das Armband lässt sich flexibel in der Größe anpassen und wird am Gehäuse des Whoop 4.0 eingeklemmt. Mit einem Bügelmechanismus kann man anschließend das Armband am Handgelenk fixieren. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich in der Praxis als durchdachte und bequeme Lösung, die dazu führt, dass man das Whoop 4.0 im Alltag kaum spürt.
Whoop bietet zudem eine Vielzahl an Zubehör an, darunter neben verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien und Bizepsbändern für das Tragen am Oberarm auch Arm-Sleeves oder Unterwäsche, in der man das Wearable platzieren kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Whoop 4.0 an verschiedenen Stellen am Körper zu tragen und es weitestgehend unter der eigenen Kleidung verschwinden zu lassen. Für bestimmte Sportarten, bei denen ein Armband am Handgelenk hinderlich oder sogar gefährlich sein kann, ist das definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Fitness-Trackern.
Das Whoop 4.0 ist übrigens nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht damit ein Eintauchen in zehn Metern Wassertiefe für maximal zwei Stunden. Der Tracker eignet sich dementsprechend auch für den Einsatz bei diversen Wassersportarten.
Einrichtung: Kann man Whoop auch ohne Mitgliedschaft nutzen?
Das Whoop 4.0 funktioniert nur im Rahmen eines Abo-Modells. Die Einrichtung erfolgt ein wenig anders als bei einem herkömmlichen Fitness-Tracker. Möchte man das Whoop 4.0 ausprobieren, erstellt man einen Account bei Whoop und lässt sich das Whoop 4.0 zuschicken. Für Neukunden ist eine 30-tägige kostenlose Testphase inklusive. Sobald der Test abgelaufen ist, wird man in der App aufgefordert, ein Abo abzuschließen, damit man weiter alle Funktionen von Whoop nutzen kann.
Die Einrichtung des Trackers an sich funktioniert aber denkbar einfach. Wir laden die Whoop-App auf unser Smartphone herunter, loggen uns mit unserem Account ein und koppeln das Wearable via Bluetooth über die Geräteeinstellungen mit dem Handy. Nach erfolgreicher Kopplung können wir uns durch ein Tutorial klicken, das uns die wichtigsten Funktionen des Whoop-Bands und der App erklärt.
Aktivität & Training: Was zeichnet Whoop auf?
Obwohl es sich beim Whoop 4.0 um ein Fitnessarmband handelt, gibt es im Vergleich zu klassischen Smartwatches (Bestenliste) und Fitness-Trackern (Bestenliste) einige wesentliche Unterschiede. Das wichtigste Detail vorweg: Das Whoop verzichtet auf ein Display, sodass die Bedienung nur in Verbindung mit dem Smartphone möglich ist. GPS-Features oder ein Schrittzähler fehlen komplett.
Stattdessen misst Whoop die tägliche Belastung, der unser Körper ausgesetzt ist, und bewertet sie auf einer Skala von null bis 21. Um die jeweilige Anstrengung eines Tages zu berechnen, berücksichtigt der Tracker verschiedene biometrische Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur. Der gesamte Belastungswert basiert dann sowohl auf körperlicher Aktivität wie Sport oder Arbeit als auch auf Stress und Erholungsmaßnahmen.
Zusätzlich gibt es eine Anzeige für den täglichen Stresslevel, den sogenannten Stress-Monitor. Dieser zeigt an, wie viel Zeit wir mit wie viel Stress verbracht haben. Dabei unterscheidet Whoop zwischen Phasen mit niedrigem, mittlerem und hohem Stress sowie Stress innerhalb und außerhalb von Belastungsaktivitäten sowie beim Schlafen. Diese Werte vergleicht der Tracker mit anderen Tagen und zeigt langfristige Trends auf, von denen wir ableiten können, ob bestimmte Aktivitäten uns besonders viel Stress verursachen. In der Praxis funktionierte das größtenteils zuverlässig und nachvollziehbar. Allerdings kam es in einem Fall zu seltsamen Werten, als die Testerin entspannt auf dem Sofa lag, das Whoop-Band aber einen hohen Stresslevel attestierte.
In Kombination mit dem Stress-Monitor können wir anhand der Logbuch-Funktion prüfen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf unsere physische und psychische Gesundheit sowie Erholung auswirken. Dazu legen wir in der App eine Auswahl verschiedener Verhaltensweisen fest, etwa „Dehnübungen gemacht“, „genug Wasser getrunken“ oder „Spät arbeiten“. Die Optionen zur Personalisierung des Logbuchs umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Gewohnheiten aus den Bereichen Erholung, Ernährung, Gesundheitszustand, Lifestyle, Medikamente, mentale Gesundheit, Schlaf und mehr. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt und eine Gewohnheit variabel ausführt, erhält in der App konkrete Informationen über deren Auswirkungen. Dabei unterscheidet Whoop, in welchem Maß eine Gewohnheit der eigenen Erholung hilft oder schadet. Im Fall unserer Testerin berechnete der Fitness-Tracker, dass die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen die Erholung um sieben Prozent verschlechtert.
Ob diese Analysen tatsächlich realistische Werte ergeben, lässt sich subjektiv schwer einschätzen. Wer sich die Mühe macht und über mehrere Tage die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt, kann aber zumindest gewisse Trends ausmachen und erhält Anregungen, welche Gewohnheiten die physische und psychische Erholung beeinflussen könnten.
Neben den Gesundheitsdaten im Alltag zeichnet Whoop auch konkrete Trainingseinheiten auf. Körperliche Belastung registriert das Armband automatisch, wer aber eine bestimmte Sportart tracken möchte, muss die Aufzeichnung zunächst manuell in der App aktivieren. Hat man ein paar Einheiten derselben Sportart abgeschlossen, erkennt das Armband mit der Zeit aber automatisch, wenn man eine entsprechende Trainingseinheit ausführt. Wir haben die automatische Trainingserkennung mit dem Laufen ausprobiert, was in unserem Fall auch reibungslos funktioniert hat.
Starten wir ein Ausdauertraining, etwa Laufen oder Radfahren, können wir die Strecke aufzeichnen. Allerdings muss dafür die App auf dem Smartphone aktiv sein und Zugriff auf unseren Standort erhalten, weil das Whoop 4.0 nicht über ein eigenes GPS-Modul verfügt. Anhand unserer aktuellen Belastungsdaten empfiehlt uns die App ein spezifisches Belastungsziel, das wir aktivieren oder deaktivieren können. Erreichen wir das Ziel, erhalten wir eine Benachrichtigung in der App. Das Ziel berücksichtigt unsere Trainings- und Erholungsziele, die wir wiederum in der App festlegen können.
Nutzer, die das Whoop 4.0 vorwiegend für Krafttraining verwenden möchten, können sich den Strength-Trainer zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Art Trainingsdatenbank in der App, die vorprogrammierte Workouts unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Außerdem können wir mithilfe des Strength-Trainers eigene Trainingseinheiten erstellen und dabei sowohl Übungen als auch Sätze und Wiederholungen definieren. Die App gibt dann an, welche Muskelgruppen wir mit dem jeweiligen Training konkret belastet haben.
Ferner haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Ziele für Training und Fitness festzulegen. Dazu stellt uns Whoop in der App einige Fragen, auf deren Basis wir dann Empfehlungen für unseren Trainingsalltag erhalten. Empfiehlt Whoop uns in der App dann etwa basierend auf unserer aktuellen Erholung eine bestimmte Trainingsbelastung, können wir direkt über die App eine entsprechende Aktivität starten, um das Belastungsziel zu erreichen. Das funktionierte im Test absolut intuitiv und problemlos.
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Neben der Belastungsaufzeichnung bietet die Whoop-App noch einen separaten Reiter für die Erholung. Dabei berücksichtigt Whoop verschiedene Werte wie unseren Schlaf, unsere Ruheherzfrequenz und unsere Herzfrequenzvariabilität. Um unseren Erholungswert zu berechnen, vergleicht die App die aktuellen Daten mit früheren Messungen und gibt einen Prozentsatz aus. Je niedriger unser Ruhepuls und je höher unsere Herzfrequenzvariabilität bei guter Schlafleistung ausfallen, desto besser bewertet Whoop unsere Erholung. Die gemessenen Werte für Ruhepuls und HFV wichen in unserem Fall nur minimal von den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Entsprechend lassen sich also glaubwürdige Rückschlüsse über den Grad unserer Erholung aus den Analysen der Whoop-App ziehen.
Insgesamt bietet das Whoop 4.0 eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen, allerdings liegt der Fokus des Wearables primär auf der erlittenen Belastung. Daten wie Schritt- und Trittfrequenz, Durchschnittstempo oder VO2 Max sucht man vergebens. Dass man zudem für praktisch jede Aktivität das Smartphone benötigt, weil das Armband über kein eigenes Display verfügt, schränkt den Nutzen des Wearables beim Training ein. Wer auf Daten wie Herzfrequenz oder das Lauftempo angewiesen ist, kommt also um den Einsatz einer zusätzlichen Smartwatch einschlägiger Hersteller nicht herum. Das führt wiederum die Intention von Whoop teilweise ad absurdum, ein ablenkungsfreies Armband anbieten zu wollen.
Schlaf: Was kann Whoop alles messen?
Das Schlaf-Tracking gehört zu den zentralen Funktionen des Whoop 4.0, weil unser Schlaf signifikante Auswirkungen auf unsere Erholung hat. Der Tracker berechnet unsere Schlafaktivität anhand von Daten wie Herzfrequenz, Hauttemperatur, Dauer und den einzelnen Schlafphasen. Die von Whoop in der App aufbereitete Statistik berücksichtigt unsere Zeit im Bett, die Beständigkeit unseres Schlafs (also die Variabilität unserer Schlaf- und Weckzeiten), das Maß an erholsamem Schlaf sowie unser Schlafdefizit. Unsere Schlafleistung gibt an, wie viel wir geschlafen haben im Vergleich mit der benötigten Menge an Schlaf.
Die App erklärt sämtliche Schlafparameter in ausführlichen Informationsboxen. Alle Daten werden zudem in einzelnen Tabellen aufbereitet und vorangegangenen Tagen, Wochen und Monaten gegenübergestellt, sodass wir langfristige Trends ablesen können. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt hat das Whoop 4.0 in unserem Test zuverlässig aufgezeichnet. Die Messungen der Schlafphasen entsprachen unserem subjektiven Empfinden und wichen nur geringfügig von den Daten unseres Kontrollgeräts ab.
Bei Bedarf kann man in der Whoop-App auch eine Weckfunktion aktivieren. Das Whoop 4.0 weckt seinen Nutzer dann entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf Wunsch im Rahmen eines Zeitfensters mit der intelligenten Weckfunktion. Das Band vibriert dann, wenn wir uns entsprechend der Messung unserer Schlafphasen gerade besonders nahe am Wachzustand befinden. Um die Vibration zu deaktivieren, müssen wir mit dem Finger auf die Oberseite des Whoop-Bands tippen. Das funktionierte im Test nicht immer zuverlässig.
Features: Welche Funktionen gibt es noch?
Neben den zahlreichen Analyse-Funktionen für Belastung, Erholung und Schlaf verfügt das Whoop 4.0 über einen integrierten K.I.-Bot. Dieser sogenannte Whoop-Coach befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, funktioniert aber in deutscher Sprache und beantwortet uns Fragen zu unseren Daten. Wir können beispielsweise nach konkreten Trainingsempfehlungen fragen oder um eine Einschätzung unserer Schlafdaten bitten. Dabei gilt: Je mehr Daten das Whoop-Band bereits über uns gesammelt hat, desto genauer und umfangreicher fallen die Antworten des Bots aus. In unserem Fall hat die K.I. durchaus nachvollziehbare Antworten auf unsere Fragen gegeben. Die Antwortzeit blieb mit wenigen Sekunden dabei jederzeit im annehmbaren Rahmen.
Für Frauen bietet das Whoop 4.0 übrigens noch die Möglichkeit, den eigenen Zyklus aufzuzeichnen. Dabei kann man Symptome wie einen aufgeblähten Bauch oder konkrete Schmerzen über das Logbuch notieren. Tragen wir den Beginn der Periode ein, informiert uns die App über die aktuelle Zyklusphase und berät uns zur Trainingsintensität. Außerdem macht Whoop konkrete Angaben zur Schlafeffizienz, abhängig von unseren Zyklusdaten. Die Empfehlungen in der App sind hilfreich für Frauen, die zyklusbasiert trainieren möchten. Leider verzichtet Whoop auf eine Option, mit deren Hilfe wir unsere Körpertemperatur und weitere Zyklusdaten notieren können. Für Methoden wie NFP ist das Zyklustracking von Whoop daher nicht geeignet.
Whoop 4.0 - Bilderstrecke
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Akku: Wie lange läuft das Whoop 4.0?
Whoop gibt die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 mit rund fünf Tagen an. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Nach drei Trainingseinheiten in fünf Tagen zu je etwa anderthalb Stunden war die Ladung des Akkus nach knapp fünf Tagen erschöpft. Der Hersteller liefert den Tracker aber mit einem kabellosen Akku-Pack aus, das ebenfalls wasserdicht ist. Dadurch kann man die Laufzeit des Wearables deutlich verlängern, ohne es ablegen zu müssen. Das Akku-Pack wird einfach über das Whoop-Band geschoben und lädt den Akku dann unterwegs wieder auf. Um das Akku-Pack selbst aufzuladen, ist im Lieferumfang ein USB-C-Ladekabel enthalten. Wer möchte, kann außerdem zusätzliche Akku-Packs im Online-Shop von Whoop zum Preis von 49 Euro (genauer gesagt 59 Euro für variable Farben) erwerben.
Preis: Wie viel kostet Whoop 4.0?
Anders als die meisten anderen Anbieter am Markt für Wearables verfolgt Whoop ein Preismodell, das nicht auf dem Modell „Buy to Use“ basiert. Anstatt also einmalig mehrere hundert Euro für das Whoop 4.0 zu investieren, müssen Nutzer ein Abonnement abschließen. Darin enthalten sind das Whoop 4.0 als Neugerät oder generalüberholtes Gebrauchtmodell inklusive Superknit-Armband und Akkupack. Neukunden können den Tracker für 30 Tage kostenlos testen. Am Ende der Testphase muss man dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen, andernfalls wird das Whoop 4.0 nutzlos.
Für das Abonnement bietet Whoop verschiedene Bezahlpläne an. Ein Monatsabo kostet 30 Euro, allerdings liegt die Mindestlaufzeit bei 12 Monaten. Nach Ablauf der 12 Monate ist das Abo jeweils monatlich kündbar. Alternativ können wir auch direkt ein Jahresabo abschließen und auf einen Schlag 264 Euro zahlen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 22 Euro. Die teuerste Version ist Whoop Pro. Hier zahlen wir einmalig 408 Euro (34 Euro pro Monat), erhalten dafür aber 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel im Shop sowie einen Gratisartikel alle drei Monate.
Fazit: Für wen lohnt sich das Whoop?
Der Hersteller hat mit dem Whoop 4.0 eine klare Zielgruppe vor Augen, nämlich die der Daten-Nerds. Wer am liebsten jedes noch so kleine Detail tracken und den Körper minutiös überwachen möchte, kommt mit dem Whoop 4.0 definitiv auf seine Kosten. Der Umfang der Datenanalysen ist immens und erlaubt tiefgreifende Einblicke in die eigenen Gewohnheiten.
Am Ende muss sich Whoop aber die Frage gefallen lassen, wer dieses Wearable wirklich benötigt. Zwar bewirbt der Hersteller explizit damit, dass der Tracker ein ablenkungsfreies Training ermöglicht, aber diese Prämisse läuft ins Leere, wenn wir für viele Features eben zum Smartphone greifen oder auf andere, zusätzliche Tracker und Smartwatches ausweichen müssen.
Ja, das, was das Whoop 4.0 machen soll und will, macht es gut. Aber ob man dafür wirklich 22 Euro oder mehr im Monat zahlen muss, lässt sich nur sehr individuell beantworten. Denn alle Funktionen und Analysen, die Whoop bietet, liefern auch die Mitbewerber am Markt für smarte Wearables und Fitness-Tracker. Eine Garmin Fenix 7 zeichnet genauso den Schlaf, die Herzfrequenz und die Belastung auf wie das Whoop 4.0 und hat zudem noch viele weitere nützliche Features zu bieten, dank derer man wirklich auf ein Smartphone verzichten kann.
Möchte man zusätzlich noch Gewohnheiten tracken, die sich möglicherweise auf die eigene Erholung auswirken, kann man das auch ohne Whoop tun – nämlich ganz altmodisch mit Stift und Papier oder mit einer kostenlosen Smartphone-App wie Habitnow oder Daylio. Das Whoop 4.0 ist also letztlich nur für diejenigen Nutzer interessant, die typische Trackingfeatures für Schlaf, Belastung und Erholung nicht mit anderen Maßnahmen aufzeichnen können oder wollen.
Withings Scanwatch 2
Withings Scanwatch 2
Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält über einen Monat durch.
VORTEILE
- edles Design
- hervorragende Verarbeitung
- fast 30 Tage Akkulaufzeit
- EKG-Messung
- Menstruationszyklus-Tracking
NACHTEILE
- kein integriertes GPS
- keine Bezahlfunktion
- entleert Smartphone-Akku schneller
- keine Reparaturen, nur Umtausch
Withings Scanwatch 2 im Test: Hybrid-Smartwatch mit EKG & 35 Tagen Akkulaufzeit
Die hybride Smartwatch Withings Scanwatch 2 bietet ein klassisches Ziffernblatt und smarte Sensoren mit EKG-Messung. Der Akku hält über einen Monat durch.
Eine klassische, analoge Uhr mit smarten Funktionen und Sensoren? Withings spendiert seiner Scanwatch eine Neuauflage. Die Hybrid-Smartwatch läuft fast einen Monat lang mit nur einer Akkuladung. Möglich macht dies ein analoges Zifferblatt, in das nur ein kleines OLED-Display für Benachrichtigungen eingebettet ist.
Wie die meisten Produkte des französischen Herstellers ist die Withings Scanwatch ganz dem Thema Gesundheit verschrieben. Mit an Bord sind wieder Pulsmessung, Schrittzählung und die Überwachung des Blutsauerstoffgehalts – auch im Schlaf. Die größte Besonderheit ist die frühzeitige Erkennung von Vorhofflimmern sowie auch die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG). Neu hinzugekommen bei der Withings Scanwatch 2 ist eine Überwachung des Menstruationszyklus inklusive einer Prognose sowie einer Messung der Schwankungen der Körpertemperatur.
Der Vorgänger begeisterte unsere Redaktion, doch trifft dies auch auf das neue Modell zu? Das schildern wir in diesem Testbericht.
Update: Erstmals getestet haben wir die Hybrid-Smartwatch im Jahr 2024. Anfang 2025 folgten unsere Eindrücke zum Zyklus-Tracking. Ende vergangenen Jahres schaltete Withings bei der Scanwatch 2 zudem weitere Funktionen per Software-Update frei. Das haben wir zum Anlass genommen, die Uhr erneut auf den Prüfstand zu stellen.
Design: Was ist das Besondere an der Scanwatch 2?
Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei der Scanwatch 2 um eine sogenannte Hybrid-Smartwatch. Das Ziffernblatt ist analog – was zu niedrigem Energieverbrauch führt. Neben dem schicken und klassischen Design in einem Gehäuse aus Edelstahl wirkt die Uhr so sehr klassisch. Sie macht sich gut am Handgelenk im Alltag, beim Ausgehen oder Geschäftsessen.
Das Gehäuse selbst ist eher klein, mit einem Durchmesser von 42 mm. Es gibt zudem eine noch kleine Ausführung mit 38 mm – insbesondere für Frauenhandgelenke. Der Tragekomfort ist aufgrund des eher niedrigen Gewichts hoch. Standardmäßig kommt die Uhr mit einem schwarzen Ziffernblatt und Armband oder einem weißen Ziffernblatt sowie grauem Armband jeweils aus Kunststoff. Die kleine Variante gibt es neben Edelstahl auch mit einem goldfarbenen Gehäuse mit Ziffernblatt in Dunkelblau oder Sandfarben. Der Hersteller bietet jedoch eine Vielzahl weiterer Armbänder in verschiedenen Farben sowie aus Leder, Edelstahl oder Milanaise an.
Eingebettet in das Ziffernblatt ist ein kleines rundes Display, das Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigt. Diese stromsparende Lösung sorgt für eine lange Akkulaufzeit. Auf Sensoren verzichtet die hybride Uhr jedoch nicht und bietet so umfassende Tracking-Möglichkeiten für Schlaf, Puls und Herzgesundheit. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht.
Eine Besonderheit gibt es: Withings repariert die Uhren nicht. Sollte während der zweijährigen Gewährleistung ein Schaden auftreten, dann tauscht der Hersteller das Produkt aus. Nach Ablauf der Garantie bietet Withings einen Preisnachlass für den Kauf einer neuen Uhr an.
Withings Scanwatch 2 - Bilderstrecke
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Features: Hat die Scanwatch 2 ein GPS?
In der Uhr steckt eine Menge Technik. Die Sensoren erlauben eine Zählung von Schritten, sowie hochgestiegener Etagen, Schlafüberwachung, Zyklusüberwachung und die Messung der Herzfrequenz, des Blutsauerstoffs, Kalorienverbrauchs oder der Hauttemperatur. Ein Höhenmesser ist ebenfalls an Bord sowie eine Stoppuhr und Timer. Eine EKG-Funktion ist wie beim Vorgänger vorhanden.
Ein Atem-Coach bietet geführte Übungen wie Relax, Sleep, Energize und Nerve Scan, die je nach Bedarf beim Entspannen, Einschlafen, Aktivieren oder der bewussten Körperwahrnehmung unterstützen.
Mit Healthsense 4 führt Withings eine überarbeitete Software-Architektur ein, die auf der Scanwatch 2 künftig 35 Gesundheitsparameter auswertet. Die KI-Insights sollen Nutzer frühzeitig warnen – etwa bei zunehmender Müdigkeit oder einer beginnenden Erkältung –, damit sie rechtzeitig kürzertreten können.
Ein integriertes GPS gibt es nicht, wer also die Uhr zum Laufen nutzen will, muss das Smartphone mitnehmen. Eine Anbindung an ein Mobilgerät erfolgt per Bluetooth, eine Variante mit Mobilfunk gibt es nicht. Ebenso wenig ist eine Bezahlfunktion vorhanden.
Im Test erkannte die Scanwatch 2 zuverlässig nächtliche Wachphasen. Am nächsten Morgen erhalten Nutzer eine Übersicht zur Schlafqualität samt der einzelnen Schlafphasen. Dank überarbeiteter Algorithmen erfasst die Uhr die Schlafarchitektur inzwischen präziser – inklusive der REM-Phasen und des nächtlichen Atemrhythmus. Daraus leitet sie detailliertere Auswertungen ab, die dabei helfen sollen, Erholungsphasen und mögliche Störungen besser einzuordnen.
Neu hinzugekommen ist die Überwachung des Menstruationszyklus, die sogar eine Prognose erlaubt. Welche Erfahrungen unsere Autorin Sara Petzold damit gemacht hat, erklären wir im separaten Kapitel weiter unten. Die Scanwatch 2 ist zudem in der Lage, Schwankungen der Körpertemperatur während des Tages und in der Nacht zu erkennen. Das kann etwa auf den Beginn einer Krankheit oder eine Veränderung des Gesundheitszustandes hindeuten.
Die Bedienung der Uhr erfolgt allein über die Krone am Gehäuse. Das ist etwas umständlicher, als man es von einem Touchscreen gewohnt ist. Sämtliche Messungen finden sich optisch aufbereitet in der Withings-App für das Smartphone, die es sowohl für Android als auch iOS gibt.
Die Scanwatch 2 eignet sich für das Fitness-Tracking beim Sport. Die Uhr verfügt über eine automatische Trainings-Erkennung für Laufen, Gehen, Schwimmen oder Radfahren. In der App können Nutzer aus insgesamt 40 verschiedenen Profilen wählen, bis zu acht davon kann man zu seinen Favoriten machen und zum Training direkt über die Uhr auswählen. Außerdem bietet Scanwatch 2 die Möglichkeit, die Leistung und Erholung beim Training mithilfe der Körpertemperaturzonen zu optimieren.
Bei schnellem Wechsel der Belastung kommt die sonst genaue Pulsmessung nicht immer mit. Etwas störend war folgendes Phänomen: Beim Krafttraining stoppte die Uhr automatisch die Messung bei Übungen auf dem Boden – hier hatten wir anfangs aber den Modus „sonstiges“ ausgewählt. Sobald eine Aktivität mehrmals manuell ausgewählt wurde, kann die Scanwatch 2 die Bewegungen besser einer Sportart zuordnen. Nutzt man dafür dann etwa den Modus „Bodybuilding“ stellt sich die Uhr besser auf Sit-ups am Boden ein, ohne automatisch das Training stoppen zu wollen.
EKG: Wie erkennt die Scanwatch 2 Vorhofflimmern?
Die Scanwatch 2 erkennt Anzeichen für Vorhofflimmern – sowohl im Schlaf als auch tagsüber. Ansonsten ist die hybride Smartwatch ebenso wie ihr Vorgänger für die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs zertifiziert. Die Funktion soll Herzrhythmusstörungen und damit verbundenes Vorhofflimmern aufspüren.
Mit dem jüngsten Software-Update hat Withings den EKG-Algorithmus seiner Scanwatch-Modelle erweitert. Die EKG-App erkennt Vorhofflimmern (Afib) nun differenzierter und ordnet die Aufzeichnungen in acht statt bislang vier Kategorien ein. Laut Hersteller erhalten Nutzer dadurch detailliertere Informationen zu ihrem Herzrhythmus.
Zu beachten ist allerdings, dass die Zertifizierung dieser Funktion keinen Arztbesuch ersetzt. Sowohl die Uhr als auch die zugehörige App weisen vor der ersten Nutzung darauf hin, wie wichtig eine ärztliche Konsultation bei auftretenden Beschwerden ist.
Für die Messung trägt man die Uhr am linken Handgelenk und berührt mit den Fingern der rechten Hand das Metallgehäuse, um den Stromkreis zu schließen. Während der rund 30 Sekunden dauernden Messung werden die Herzrhythmusdaten auf dem Display angezeigt. Im Anschluss steht in der App ein Diagramm als Animation sowie als PDF-Datei zum Export bereit.
Menstruation: Wie überwacht die Scanwatch 2 den Zyklus?
Die kontinuierliche Temperaturmessung fließt jetzt in ein verbessertes, vorausschauendes Zyklus-Tracking für Frauen ein. Aus den erfassten Temperaturverläufen leitet die Scanwatch 2 Prognosen zu Zyklusphasen ab und soll eine genauere Planung ermöglichen.
Unsere Autorin Sara Petzold hat die Zyklusüberwachung über mehrere Monate getestet. Während wir auf dem Display der Uhr lediglich den aktuellen Zyklustag ablesen können, ist der Großteil der zugehörigen Features in die App ausgelagert. Im Reiter „Zyklusverfolgung“ können Nutzerinnen die Dauer ihrer Periode eintragen. Je häufiger man die Daten in der App vermerkt, desto genauer fällt die Vorhersage der einzelnen Zyklusphasen aus. Basierend auf den bisher protokollierten Angaben können wir in der App nachlesen, wann voraussichtlich der nächste Eisprung und wann die nächste Menstruationsblutung stattfindet.
Basierend auf den vergangenen drei Zyklen berechnet die App eine durchschnittliche Dauer des Zyklus und gibt eine Abweichung von dieser Dauer an. Anhand dessen können wir ablesen, wie regelmäßig oder unregelmäßig unser Zyklus ist. Je größer die Abweichung in Tagen ausfällt, desto unregelmäßiger ist der Zyklus. Dasselbe gilt für die Dauer der Periode.
Ergänzend dazu haben wir in der App die Möglichkeit, den Zyklus beeinflussende Faktoren, wie Schwangerschaft, Stillzeit oder hormonelle Verhütungsmittel, zu notieren und detaillierte Einträge in einem Gesundheitsjournal zu ergänzen. Damit erfassen wir neben der Periode auch unsere sexuelle Aktivität, unsere Stimmung sowie körperliche Symptome (zum Beispiel Kopf-, Bauch- oder Brustschmerzen). Ergänzend haben wir die Möglichkeit, die Beschaffenheit des vaginalen Ausflusses einzutragen – eine Funktion, die für Nutzerinnen der NFP-Verhütungsmethode relevant ist. Leider geht mit diesem Feature zugleich eine ungenutzte Chance einher, denn die eigene Körpertemperatur können wir im Gesundheitsjournal nicht eintragen, obwohl diese für NFP ebenfalls relevant ist.
Trotzdem bietet die Scanwatch 2 eines der umfangreichsten Featuresets zum Thema Zyklusüberwachung, das der Smartwatch-Markt zu bieten hat. Die ergänzenden Informationen, die Withings seinen Anwenderinnen in der App erklärend zum Zyklus zur Verfügung stellt, runden das positive Gesamtbild ab. Die Genauigkeit der Zyklusvorhersage hängt zwar davon ab, wie regelmäßig oder unregelmäßig der eigene Zyklus tatsächlich verläuft, hat uns im Test aber überzeugen können. Einziges Manko ist die fehlende Möglichkeit, eine manuell gemessene Körpertemperatur einzutragen und die Fruchtbarkeitsphase nach der NFP-Methode zu berechnen.
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Akku: Wie lange hält die Scanwatch 2?
Laut Hersteller war die Scanwatch 2 anfangs auf eine Laufzeit von bis zu 30 Tagen ausgelegt. Durch die jüngste Software-Optimierung verlängert sich diese um weitere fünf Tage – theoretisch sind also bis zu 35 Tage drin. Im Test erreichten wir diesen Wert nicht ganz, zumal der Akku nach zwei Jahren nicht mehr die volle Kapazität hat.
Wir kamen aber anfangs auf bis zu vier Wochen Laufzeit, mittlerweile sind es eher drei Wochen und einige Tage. Aktiviert man dauerhaft die Blutsauerstoffanalyse im Schlaf oder die Afib-Erkennung, verkürzt sich die Laufzeit allerdings auf knapp über eine Woche. Geladen wird die Uhr in rund eineinhalb Stunden über die mitgelieferte Ladeschale per USB-C-Kabel.
Auch wenn die Uhr damit fast einen Monat durchhält, hat die Withings-App einen Haken: Sie entleert den Smartphone-Akku spürbar, da sie permanent im Hintergrund nach Bluetooth-Geräten sucht.
Preis: Was kostet die Withings Scanwatch 2?
Die UVP der Withings Scanwatch 2 beträgt 350 Euro. Aktuell bekommt man die Variante für Damen mit einer Größe von 38 mm in Weiß für 270 Euro und in Schwarz ebenfalls 270 Euro. Mit Gehäuse in Roségold und Armband in Sand sind es auch 270 Euro. Das blaue Modell liegt bei 270 Euro. Mit einem Durchmesser von 42 mm kostet die Uhr in Weiß 273 Euro und in Schwarz 270 Euro.
Fazit
Die Withings Scanwatch 2 ist eine hybride Smartwatch, bei der der Akku einen Monat lang durchhält. Sehr überzeugend ist das edle Design der Uhr, die gar nicht nach einer Smartwatch aussieht. Die EKG-Messung ist mit Android-Smartphones sowie dem iPhone ohne weitere Nebenkosten möglich. Dazu kommt eine SpO2-Messung (Sauerstoffsättigung). Es gibt sogar einen Export als PDF-Datei. Neu hinzugekommen ist die Vorhersage und das Tracking des weiblichen Menstruationszyklus. Neben iOS unterstützt die Uhr auch Android.
Einige Einschränkungen gibt es: So fehlt eine Bezahlfunktion, zudem ist das Display zur Anzeige von Nachrichten oder Meldungen vom Smartphone wirklich klein. Einen GPS-Empfänger gibt es nicht in der Uhr. Zum Sport eignet sich die Hybrid-Uhr ebenfalls, aber es stehen nur wenige Profile und Fitness-Funktionen zur Verfügung. Zudem kommt die Messung der Herzfrequenz bei starkem Belastungswechsel nicht gut hinterher.
Xiaomi Smart Band 9
Xiaomi Smart Band 9
Xiaomi schickt das Smart Band in die mittlerweile neunte Runde. Das Smart Band 9 hat einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger im Gepäck. Was diese bringen, klärt unser Test.
VORTEILE
- großes, helles Display
- sehr lange Akkulaufzeit von bis zu 18 Tagen
- einfache Einrichtung
- leicht und schmal
- sehr günstig
NACHTEILE
- keine wesentlichen Neuerungen gegenüber dem Vorgänger
- kein GPS
- keine Bezahlfunktion
- App mit Schwächen bei Datenschutz
Xiaomi Smart Band 9 im Test
Xiaomi schickt das Smart Band in die mittlerweile neunte Runde. Das Smart Band 9 hat einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger im Gepäck. Was diese bringen, klärt unser Test.
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Das neue Xiaomi Smart Band 9 ist da und wir stellen uns die Frage: Was gibt es Neues? Lohnt sich das Upgrade auf die mittlerweile neunte Version des Fitness-Trackers? Der Hersteller verspricht jedenfalls einige Verbesserungen, die wir uns näher anschauen wollen.
Wir haben das Smart Band 9 im Test ausführlich unter die Lupe genommen und zeigen, ob und für wen die Neuauflage eines der beliebtesten günstigen Fitnesstracker am Markt interessant ist. Mit einem Preis ab 32 Euro ist das Smart Band 9 von Xiaomi sehr preiswert.
Design & Display: Was ist neu?
Ein Blick auf die Verpackung und das Äußere des Xiaomi Smart Band 9 zeigt: Beim Design hat sich im Vergleich zum Vorgänger fast gar nichts getan. Wir bekommen dasselbe ovale Gehäuse mit OLED-Display geboten, eingelassen in einem Silikonarmband mit der charakteristischen Knopf-Schließe. Lediglich die Größe des Gehäuses mit 1,5 Millimetern an der Längsseite fällt minimal kleiner aus als beim Smart Band 8. Das Gewicht bleibt allerdings dasselbe.
Eine Änderung gibt es dann aber doch, denn das Display strahlt jetzt mit 1200 Nits doppelt so hell wie das des Vorgängermodells. Das bedeutet, dass die Anzeige auch bei starker Sonneneinstrahlung stets ablesbar bleibt. Weil Xiaomi die Akkukapazität um 43 mAh vergrößert hat, geht die höhere Helligkeit des Displays auch nicht zulasten der Laufzeit.
Außerdem hat Xiaomi sich beim Smart Band 9 dazu entschieden, statt eines reinen Kunststoffgehäuses auf mattes Aluminium für die Einfassung des Displays zu setzen. Dadurch wirkt der Tracker insgesamt etwas wertiger als der Vorgänger. Auch ansonsten macht die Verarbeitung des Smart Band 9 einen hervorragenden Eindruck: Das Silikonarmband wirkt robust und liegt lückenlos am eigentlichen Tracker an. Zudem ist es wieder wasserdicht nach 5 ATM (50 Meter Wassersäule), wodurch man das Smart Band 9 auch beim Schwimmen oder in der Dusche tragen kann.
Einrichtung & App: Wie gut ist das Handling?
Bei der Einrichtung und der App-Anbindung hat Xiaomi im Fall des Smart Band 9 im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Die Nutzung der Mi Fit App bleibt weiterhin Pflicht, wenn wir den Fitness-Tracker vollumfänglich nutzen wollen. Die Einrichtung an sich funktioniert per Bluetooth-Anbindung über das Smartphone absolut problemlos und dauert wie gewohnt nur wenige Minuten. Eine kurze Anleitung erklärt uns die wichtigsten Funktionen des Trackers, bevor wir mit der Aufzeichnung von Trainings-, Aktivitäts- und Gesundheitsdaten loslegen können.
Die App haben wir bereits in anderen Tests von Xiaomi-Trackern ausführlicher besprochen. Im Vergleich zum Smart Band 8 hat sich hier auch nicht viel geändert. Übersetzungsfehler sind uns keine aufgefallen, die App ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass man immer ein Nutzerkonto anlegen muss, um die Mi-Fitness-App verwenden zu können. Suboptimal ist der Datenschutz der App, bei der viele Informationen in einer ungesicherten Log-Datei gesammelt werden, sowie die relativ schwache Authentifizierung des Geräts, wie die Kollegen von heise online schon berichtet haben.
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Aktivität & Training: Wie genau ist das Xiaomi Smart Band 9?
Eigentlich könnten wir an dieser Stelle die entsprechende Passage aus unserem Test des Xiaomi Smart Band 8 übernehmen. In Hinblick auf das Aktivitäts- und Trainings-Tracking gibt es zwischen dem Smart Band 8 und dem Smart Band 9 nämlich keine Unterschiede. Wie schon beim Vorgänger verzichtet der Hersteller auf NFC und GPS. Das Tracking von Lauf- oder Radstrecken ist also nur in Kombination mit dem Smartphone möglich, wenn man auf eine genaue Aufzeichnung von Tempo und Entfernung Wert legt. Eine grobe Orientierung bieten aber auch der Beschleunigungssensor und das Gyroskop, mit dem das Smart Band 9 immerhin aufwarten kann.
Zusätzlich verfügt der Tracker noch über Sensoren zur Messung von Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung. Beides war auch schon beim Smart Band 8 vorhanden und gehörte längst zum Standard am Markt für Fitnesstracker. Einzige Neuerung gegenüber dem Vorgänger: Die Leuchtdioden des Pulssensors sind beim Smart Band 9 in etwas größerem Abstand zueinander platziert. Daraus resultierende Auswirkungen der Messgenauigkeit konnten wir in unserem Test aber nicht feststellen, obwohl Xiaomi angibt, die Genauigkeit um 16 Prozent gesteigert zu haben.
Insgesamt gibt das Smart Band 9 beim Tracking von Aktivitäten und Sporteinheiten aber ein gewohnt positives Bild ab. Insgesamt stehen wieder mehr als 150 verschiedene Trainingsprofile zur Verfügung, wobei die meisten sich auf die Pulsmessung konzentrieren. Einige Profile wie Laufen, Radfahren, Rudern am Gerät und Crosstrainer zeichnen zusätzlich noch weitere Daten wie Schrittfrequenz, Schrittlänge, Tempo, VO2-Max und Schlagzahl (Rudern) auf. Die Genauigkeit der gemessenen Daten kann durchweg überzeugen und wich im Test nur geringfügig von den Ergebnissen unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7 mit Brustgurt) oder der manuellen Zählung von Schritten oder Ruderschlägen ab.
Lediglich die Kalorienberechnung und die Pulsmessung leiden unter kleinen Problemen. Das Smart Band 9 berechnet wie schon die Vorgängermodelle den Kalorienverbrauch sehr konservativ. Hier sollte man gegebenenfalls ein Vergleichsgerät hinzuziehen. Wie bei vielen anderen Fitnesstrackern am Markt auch, kommt das Smart Band 9 mit stark schwankenden Pulsfrequenzen nicht gut zurecht. Wer häufig HIIT- oder Krafttraining betreibt, sollte für zusätzliche Genauigkeit einen Brustgurt benutzen.
Einen positiven Eindruck machte für uns die Aufbereitung der Daten in der Mi-Fitness-App. Nutzer können hier in einzelnen Diagrammen die verschiedenen Messergebnisse übersichtlich aufbereitet nachvollziehen. Außerdem bewertet die App die absolvierten Trainingseinheiten und liefert Auskunft über die aktuelle Trainingsbelastung. Anhand der Daten erhalten wir dann eine Empfehlung zum möglichen Sportpensum und der erforderlichen Regenerationszeit.
Xiaomi Smart Band 9 - Bilderstrecke
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Schlaf: Wie genau ist die Analyse?
Ähnlich wie beim Sport- und Aktivitätstracking ändert sich auch in Hinblick auf das Schlaftracking nichts: Genau wie das Smart Band 8 zeichnet auch das Smart Band 9 während des Schlafens den Puls, die Blutsauerstoffsättigung, die Atemfrequenz und die einzelnen Schlafphasen auf. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt werden ebenfalls notiert. Die Genauigkeit der gemessenen Daten geht in Ordnung und stimmt mit unserem subjektiven Empfinden überein. Auch Wachphasen während der Nacht werden zuverlässig erkannt.
Eine kleine Neuerung gibt es dann aber doch: Die App weist uns ein „Schlaftier“ zu, wenn wir mindestens sieben Tage am Stück unseren Schlaf aufgezeichnet haben. Darüber erhalten wir dann weitere Informationen zu unserem grundsätzlichen Schlaftyp, auf dessen Basis wir dann unsere Schlafhygiene anpassen können.
Der Tragekomfort und die Weckfunktion haben uns übrigens überzeugen können. Das Smart Band 9 ist beim Schlafen kaum spürbar und drückt nirgends unangenehm am Handgelenk. Der Wecker funktioniert mit Ton und/oder Vibration, wobei beides einzeln ausreicht, um auch tiefe Schläfer zuverlässig zu wecken.
Features: Was bietet das Xiaomi Smart Band 9 noch?
Bei den Zusatzfunktionen erwarten Käufer des Smart Bands 9 keine großen Überraschungen, sondern vielmehr die üblichen Standard-Features. Es gibt eine Benachrichtigungsfunktion, mit deren Hilfe wir uns ausgewählte Informationen auf dem Bildschirm des Trackers anzeigen lassen können. Eine Schnellantwort-Funktion gibt es allerdings nicht. Auch Anrufe können wir nicht direkt über den Tracker entgegennehmen.
Auf einen Musikspeicher und ein Bezahl-Feature müssen Nutzer ebenfalls verzichten. Lediglich einige Möglichkeiten zur Steuerung des Smartphones gibt es: Die Musikwiedergabe kann reguliert werden, wir können auf einen Fernauslöser für die Smartphone-Kamera zugreifen und unser Smartphone per Fernzugriff auf stumm schalten. Frauen können zudem ihren Zyklus aufzeichnen, müssen dabei aber auf zusätzliche Funktionen wie das Speichern der täglichen Körpertemperatur oder weiterer Gesundheitsdaten verzichten. Die Zyklus-Funktion besteht dementsprechend nur in der Möglichkeit, das Startdatum der Periode in der App zu vermerken, um den weiteren Zyklusverlauf zu berechnen.
Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, rudimentäre Atemübungen über den Fitness-Tracker zu starten, um den eigenen Stresslevel zu reduzieren. Hierbei handelt es sich aber allenfalls um eine nette Spielerei ohne großen Mehrwert.
Akku: Wie lange hält das Xiaomi Smart Band 9?
Während das Smart Band 8 noch eine Akkukapazität von 190 mAh aufzuweisen hatte, hat der Hersteller den Akku beim Smart Band 9 auf 233 mAh vergrößert. Anders als beim Smart Band 8 Pro (Testbericht), das trotz größerem Akku eine kürzere Laufzeit aufzuweisen hatte, profitiert das Smart Band 9 maßgeblich von dem Upgrade. Denn anders als das Smart Band 8 hält der Nachfolger auf dem Papier jetzt bei normalem Gebrauch ganze 21 Tage statt vorher 16 Tage durch. Das ist eine deutliche Steigerung, die wir auch im Test bestätigen konnten.
Bei aktivierten Benachrichtigungen und drei rund anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche, aber ohne Always-On-Display, schaffte der Tracker 18 Tage, bevor wir ihn aufladen mussten. Die tatsächliche Laufzeit hängt aber stark von den persönlichen Nutzungsvorlieben ab und kann entsprechend variieren. Eine Verbesserung gegenüber dem Smart Band 8 war in unserem Test jedenfalls deutlich spürbar.
Preis: Wie viel kostet das Xiaomi Smart Band 9?
Xiaomi ruft für das Smart Band 9 eine unverbindliche Preisempfehlung von 39,99 Euro auf. Der Straßenpreis bewegt sich derzeit in einem vergleichbaren Bereich von rund 32 Euro. Der Tracker ist in den Farben Schwarz, Silber, Pink und Hellblau verfügbar.
Fazit
Wer in diesem Jahr darauf gehofft hat, dass Xiaomi dem Smart Band in der mittlerweile neunten Auflage endlich ein paar wesentliche Neuerungen spendiert, wird enttäuscht. Abgesehen vom Akku bleibt fast alles beim Alten. Deshalb ist auch die längere Laufzeit das einzige Kaufargument für das Smart Band 9 gegenüber dem Vorgänger.
Letztlich bekommen sportlich aktive Nutzer erneut einen guten Fitness-Tracker mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer das Smart Band 8 bereits besitzt, braucht das Smart Band 9 nicht unbedingt. Muss man eine Entscheidung zwischen Smart Band 8 und Smart Band 9 fällen, sollte man sich fragen, ob der spürbar bessere Akku einen Aufpreis von rund 10 Euro wert ist. Wir meinen schon.
Xiaomi Smart Band 9 Active
Xiaomi Smart Band 9 Active
Mit dem Smart Band 9 Active bietet Xiaomi die günstigste Variante seiner Fitnessarmband-Serie an – der niedrige Preis bringt jedoch spürbare Einschränkungen mit sich.
VORTEILE
- sehr günstig
- gute App
NACHTEILE
- nur TFT-Display
- komplett aus Kunststoff
- keine Zusatzfunktionen
- Pulssensor teils ungenau
Xiaomi Smart Band 9 Active im Test: Fitness-Tracker als Schnäppchen für 20 Euro
Mit dem Smart Band 9 Active bietet Xiaomi die günstigste Variante seiner Fitnessarmband-Serie an – der niedrige Preis bringt jedoch spürbare Einschränkungen mit sich.
Obwohl Xiaomi inzwischen bereits das Smart Band 10 im Portfolio führt, hält der Hersteller am Smart Band 9 weiterhin in drei Ausführungen fest. Das preiswerteste Modell ist das Smart Band 9 Active, das für 24,99 Euro angeboten wird und damit auf den ersten Blick als echtes Schnäppchen erscheint. Ob der günstige Einstiegspreis im Alltag überzeugen kann oder an entscheidenden Stellen gespart wurde, klärt unser Test.
Design und Bedienung
Schon der erste Eindruck macht deutlich, wo Xiaomi beim Smart Band 9 Active gespart hat: Design und Materialanmutung wirken deutlich einfacher als bei den teureren Varianten. Die Optik ist bunt und wenig wertig. Obwohl das Active-Modell insgesamt größer ausfällt als das reguläre Smart Band 9, misst das Display lediglich 1,47 Zoll und entspricht damit dem Bildschirm des Smart Band 8.
Zudem nutzt das Display nicht die gesamte Gehäusefläche, schwarze Ränder sind klar sichtbar. Statt eines AMOLED-Panels kommt ein TFT-Bildschirm zum Einsatz – eine angesichts des niedrigen Preises nachvollziehbare, aber spürbare Einschränkung.
Die Helligkeit reicht für den Außeneinsatz aus, auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt der Bildschirminhalt ablesbar. Die Darstellung wirkt jedoch vergleichsweise grob und technisch überholt. Positiv fällt die zuverlässige Touch-Bedienung auf, Eingaben und Gesten erkennt der Tracker ohne Probleme.
Gehäuse und Armband orientieren sich stärker an älteren Modellen als an der Standardvariante des Smart Band 9. Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff und wird in das Silikonarmband hineingeklemmt. Auch der einfache Steckverschluss mit Kunststoffstift, der bereits bei früheren Modellen Kritik auf sich gezogen hat, kommt erneut zum Einsatz.
Xiaomi Band 9 Active - Bilder
Xiaomi Band 9 Active
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Einrichtung und App
Einrichtung und App sind bei aktuellen Fitnesstrackern von Xiaomi weitgehend identisch. Auf die Details sind wir bereits im Test des Xiaomi Smart Band 10 eingegangen. Entsprechend verläuft auch die Inbetriebnahme des Smart Band 9 Active: Die Einrichtung über die App Mi Fitness ist intuitiv, dauert nur wenige Minuten und der Tracker wird zuverlässig erkannt.
An der App selbst ändert sich nichts. Der Startbildschirm zeigt die erfassten Messwerte in Kachelform, Auswahl und Anordnung können angepasst werden. Für detaillierte Auswertungen zu Puls, Schlaf, Aktivität und weiteren Daten genügt ein Fingertipp auf die jeweilige Kachel.
Aktivität und Training
Dass das Smart Band 9 Active eine deutlich abgespeckte Variante des Smart Band 9 ist, zeigt sich auch beim Aktivitäts- und Trainings-Tracking. Statt der rund 150 Sportmodi der Standardversion stehen lediglich 50 Trainingsprofile zur Verfügung. Das fällt allerdings weniger ins Gewicht, da sich viele Profile ohnehin nur im Namen unterscheiden.
Abseits klassischer Ausdauersportarten wie Laufen und Radfahren sowie Seilspringen beschränkt sich das Tracking auf grundlegende Werte wie Trainingsdauer, Puls und den daraus berechneten Kalorienverbrauch. Beim Laufen ergänzt das Band Distanz, Tempo und Schrittfrequenz, Radfahrer erhalten zumindest eine Geschwindigkeitsanzeige. Auffällig ist, dass trotz einer angegebenen Wasserdichtigkeit bis 50 Meter kein Schwimmprofil vorhanden ist.
In der Praxis arbeitet das Aktivitäts-Tracking überwiegend zuverlässig. Ein integriertes GPS fehlt, stattdessen greift das Smart Band 9 Active auf die GPS-Daten des gekoppelten Smartphones zurück, was im Test problemlos funktionierte.
Weniger überzeugend sind hingegen Puls- und Schrittmessung. Der Schrittzähler lag im Schnitt rund zehn Prozent unter den Vergleichswerten. Die Pulsmessung liefert in Ruhe und bei gleichmäßiger Belastung noch brauchbare Ergebnisse: Bei einem einstündigen Lauf wich der Durchschnittswert um etwa zehn Schläge pro Minute von unserem Referenzgerät (Garmin Fenix 7) ab – ordentlich für diese Preisklasse. Bei stark schwankender Belastung, etwa bei HIIT, bricht die Messgenauigkeit jedoch deutlich ein und die Daten werden unzuverlässig.
Xiaomi Band 9 Active - App
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Schlaf-Tracking
Beim Schlaf-Tracking unterscheidet sich das Smart Band 9 Active kaum vom Standardmodell. Der Tracker erfasst Puls, Blutsauerstoffsättigung, Atmung und Schlafphasen. Die gemessenen Werte wirken im Test insgesamt plausibel: Einschlaf- und Aufwachzeiten sowie Wachphasen wurden zuverlässig erkannt.
Die Auswertung in der Mi-Fitness-App liefert konkrete Hinweise zur Verbesserung der Schlafhygiene. War der Schlaf beispielsweise nur „okay“, empfiehlt die App unter anderem, auf geistig anstrengende Tätigkeiten oder intensiven Medienkonsum zu verzichten. Optional lässt sich zudem ein Schlafverbesserungsplan aktivieren, der Aufgaben wie feste Schlafenszeiten, begrenzten Koffeinkonsum, regelmäßiges Training oder das Reduzieren von Nickerchen umfasst. Diese Gewohnheiten können täglich in der App abgehakt werden.
Unterstützt wird außerdem die sogenannte Schlaftier-Funktion. Nach mindestens sieben aufeinanderfolgenden Nächten berechnet die App ein Schlaftier, das Rückschlüsse auf das Schlafverhalten ziehen soll. Die Aussagekraft ist allerdings begrenzt: Zum einen leidet die Analyse unter der Messgenauigkeit, zum anderen fließen feste Ein- und Aufstehzeiten stark in die Bewertung ein. Wer aus beruflichen Gründen ungewöhnliche Schlafzeiten hat, erhält dadurch möglicherweise ein Schlaftier, das nicht dem eigenen Chronotyp entspricht – was bei zu starker Orientierung daran sogar kontraproduktiv sein kann.
Weitere Funktionen
Angesichts des Preises fällt die Ausstattung erwartungsgemäß überschaubar aus. Das Smart Band 9 Active verzichtet auf ein integriertes GPS, eine Bezahlfunktion sowie auf Lautsprecher, Mikrofon oder internen Musikspeicher. Immerhin lassen sich die Musikwiedergabe auf dem Smartphone steuern und Wetterinformationen vom gekoppelten Handy anzeigen.
Akku
Xiaomi beziffert die Akkulaufzeit des Smart Band 9 Active auf bis zu 18 Tage im Standard- und bis zu neun Tage im Intensivmodus. Damit liegt die Laufzeit unter der des Standardmodells, ist in dieser Preisklasse aber weiterhin ordentlich. Im Test mit fünf einstündigen Trainingseinheiten pro Woche, bei maximaler Display-Helligkeit und aktivierten Benachrichtigungen, sank der Akkustand an Trainingstagen um rund 20 Prozent. Entsprechend musste das Smart Band 9 Active nach etwa fünf Tagen wieder aufgeladen werden.
Preis
Das Xiaomi Smart Band 9 Active liegt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 25 Euro im Einstiegssegment, ist im Handel aber bereits für rund 20 Euro erhältlich. Das reguläre Smart Band 9 kostet je nach Farbe etwa 30 Euro, während das Xiaomi Smart Band 10 in Schwarz für knapp 40 Euro zu haben ist.
Fazit
Ja, das Xiaomi Smart Band 9 Active ist bereits für unter 20 Euro erhältlich. Dafür müssen Nutzer jedoch deutliche Abstriche in Kauf nehmen: kürzere Akkulaufzeiten, ein kleineres Display, einfache Menüs und ein reines Kunststoffgehäuse relativieren die Ersparnis von rund 15 Euro gegenüber dem Smart Band 9 oder sogar dem Smart Band 10.
Eine klare Kaufempfehlung lässt sich für das Smart Band 9 Active daher nicht aussprechen. Zwar erfüllt der Tracker seine grundlegenden Aufgaben zuverlässig, der geringe Aufpreis für die nächsthöheren Modelle bringt jedoch spürbare Vorteile. Das bessere Gesamtpaket und das stimmigere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten das reguläre Smart Band 9 – oder gleich das Smart Band 10.
Xiaomi Smart Band 9 Pro
Xiaomi Smart Band 9 Pro
Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.
VORTEILE
- hervorragendes AMOLED-Display
- GPS-Funktion
- guter Pulssensor
NACHTEILE
- keine Bezahlfunktion
- Google-Dienste nicht unterstützt
Xiaomi Smart Band 9 Pro im Test: Fitness-Tracker als Preis-Leistungs-Tipp
Der Fitness-Tracker Xiaomi Smart Band 9 Pro ist nicht nur preiswert, sondern bringt im Vergleich zum Smart Band 9 auch eine GPS-Funktion mit.
In unserem Test zum Xiaomi Smart Band 9 (Testbericht) störte uns neben dem fehlenden GPS und dem nicht immer zuverlässigen Pulssensor auch, dass das Smart Band 9 generell kaum Neuerungen mit sich brachte. Mit dem Smart Band 9 Pro hat Xiaomi nachgelegt: Die Pro-Variante des Fitness-Trackers unterscheidet sich nicht nur optisch vom regulären Smart Band 9, sondern eliminiert zumindest auf dem Papier einige Probleme, die wir mit dem Smart Band 9 hatten. Ob sich das auch im Alltag widerspiegelt, zeigen wir im Test.
Design und Bedienung
Hätten das Xiaomi Smart Band 9 und das Xiaomi Smart Band 9 Pro nicht fast denselben Namen, wäre man kaum geneigt zu glauben, dass es sich beim Xiaomi Smart Band 9 Pro um eine hochwertige Variante des Smart Band 9 handeln soll. Denn rein optisch haben die beiden Geräte fast nichts miteinander gemeinsam. Während Xiaomi beim Smart Band 9 das Design vorrangig auf Effizienz und Praktikabilität zum günstigen Preis getrimmt hat, merkt man dem Smart Band 9 Pro den Fokus auf dezente Eleganz deutlich an.
Das Smart Band 9 Pro erinnert an eine schicke, rechteckige Armbanduhr, die sich im Business-Kontext gut einfügt. Der Fitness-Tracker verfügt über ein 1,74-Zoll-großes AMOLED-Touch-Display inklusive automatischer Helligkeitsregelung, die sich an das Umgebungslicht anpasst. Das funktioniert im Test einwandfrei. Wer möchte, kann die Helligkeit auch manuell regulieren. Bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige jedenfalls gut lesbar.
Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder
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Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro in vier verschiedenen Farbvarianten an, von denen drei mit Silikon- und eine mit einem Lederarmband ausgestattet sind. Das Lederarmband wirkt hochwertiger als die Silikonversionen und verfügt zudem über eine Metallschließe. Die funktioniert deutlich besser als der Druckknopf, den Xiaomi bei den Silikonarmbändern verbaut hat und der uns schon beim Smart Band 9 negativ aufgefallen ist. Xiaomi verkauft die Armbänder aber auch einzeln, sodass man je nach Anwendungszweck zwischen Leder und Silikon wechseln kann.
Die Bedienbarkeit des Xiaomi Smart Band 9 Pro lässt keine Wünsche offen. Unsere Eingaben werden zügig und präzise erkannt, und das Touch-Display kommt auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern gut zurecht. Zudem ist der Tracker bis 5 ATM wasserdicht, sodass man ihn unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht abnehmen muss. Ausgiebige Tauchgänge und Saunabesuche empfiehlt der Hersteller allerdings ausdrücklich nicht.
Einrichtung und App
Wie von anderen Xiaomi-Smartwatches und Fitness-Trackern gewohnt, nutzt auch das Xiaomi Smart Band 9 Pro die App Mi Fitness. Anders als wir im Test des Smart Band 9 noch bemängelt haben, benötigt man mittlerweile kein Nutzerkonto mehr, um die App zu installieren und eine Verknüpfung zwischen dem Smart Band 9 Pro und dem Smartphone via Bluetooth herzustellen. Ein Teil der Datenschutzprobleme, mit denen das Smart Band 9 zum Testzeitpunkt noch zu kämpfen hatte, wurde damit behoben. Allerdings lässt sich die Bluetooth-Funktion des Smart Band 9 Pro nicht deaktivieren.
Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Xiaomi Smart Band 9 Pro - Bilder Mi Fitness App
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Ansonsten hat sich bei Mi Fitness nicht viel geändert. Der Startbildschirm zeigt eine frei konfigurierbare Auswahl an Kacheln mit Daten wie Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität, Schritten, Blutsauerstoff und mehr an. Ein Klick auf eine der Kacheln öffnet eine Detailansicht, in der sich die jeweiligen Datensätze in Tagen, Wochen und Monaten aufgeschlüsselt anzeigen lassen. Das sorgt für Übersicht und eine intuitive Bedienbarkeit, die übrigens auch in den anderen Menüs der App (Training und Einstellungen) überzeugt.
Aktivität und Training
Die Möglichkeiten zum Aufzeichnen von täglichen Aktivitäten und sportlichen Trainingseinheiten gleichen sich beim Smart Band 9 und dem Smart Band 9 Pro in vielerlei Hinsicht, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Anders als das Band 9 verfügt das Smart Band 9 Pro über ein integriertes GPS-Modul. Nutzer können also ähnlich wie bei der Redmi Watch 4 auch ohne Smartphone zurückgelegte Strecken beim Laufen, Wandern und Radfahren zuverlässig aufzeichnen.
In unserem Test macht das GPS-Tracking, das neben GPS selbst auch Beidou, Glonass, Galileo und QZSS unterstützt, einen einwandfreien Job. Nennenswerte Abweichungen gegenüber unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) gab es keine. Auch die Messung unseres Lauftempos funktionierte hervorragend.
Als erfreulich empfanden wir zudem den großen Umfang an zusätzlichen Messwerten je nach Trainingsprofil, von denen das Smart Band 9 Pro insgesamt mehr als 150 verschiedene Varianten zu bieten hat. Anders als viele vergleichbare Tracker liefert Xiaomis Modell nicht nur Dauer und Puls sowie Kalorienverbrauch, sondern auch weitere nützliche Daten. Läufer bekommen etwa zusätzlich Tempo, Schritte, Schrittfrequenz, vertikales Verhältnis und Bodenkontaktzeit angezeigt. Für Radfahrer gibt es immerhin Messungen zum aktuellen und durchschnittlichen Tempo, während der Tracker beim Seilspringen zuverlässig die absolvierten Sprünge zählt.
Besonders praktisch sind zudem die Funktionen des Smart Band 9 Pro für das Schwimmtraining. Denn wir können direkt über das Display insbesondere die Länge der Bahn im Schwimmbecken eingeben oder (wie bei anderen Sportarten auch) konkrete Trainingsziele festlegen, wie geschwommene Bahnen, verbrannte Kalorien oder die generelle Aktivitätsdauer. Die Bahnenerkennung funktioniert in unserem Test auch zuverlässig, lediglich einmal wurde eine Bahn nicht korrekt gezählt (auf insgesamt 20 geschwommenen Bahnen).
Aber wie steht es eigentlich um die Genauigkeit der Pulsmessung? Während wir beim Smart Band 9 noch ebendiese bemängelt haben, können wir bei der Pro-Variante eine nennenswerte Verbesserung feststellen. Denn sowohl beim Ausdauer- als auch beim Krafttraining liefert das Smart Band 9 Pro durchgehend genaue Werte, die nur bei stark schwankendem Puls um maximal fünf Schläge pro Minute von den Messungen unseres Brustgurtes abweichen. Damit eignet sich das Smart Band 9 Pro definitiv für Hobbysportler, die nach Herzfrequenz trainieren möchten, aber nicht auf umfangreiche, sportartspezifische Daten angewiesen sind.
Schlaf
Obwohl Xiaomi beim Smart Band 9 Pro einige Anpassungen und Neuerungen gegenüber dem normalen Smart Band 9 vorgenommen hat, unterscheiden sich die beiden Tracker bei der Aufzeichnung unseres Schlafverhaltens nicht. Das Smart Band 9 Pro zeichnet genauso wie der kleine Bruder unseren Puls, die Blutsauerstoffsättigung, Atmung und unsere Schlafphasen auf.
Das funktioniert bei beiden Trackern ausgezeichnet, die ausgegebenen Werte wirken unserem subjektiven Empfinden nach plausibel. Auch die Schlaftier-Funktion aus der App ist beim Smart Band 9 Pro wieder verfügbar und liefert Nutzern hilfreiche Tipps zur Verbesserung der eigenen Schlafhygiene.
Zusatzfeatures
Anders als beim Design und bei den Trainingsfunktionen hat das Smart Band 9 Pro gegenüber seinem kleinen Bruder in Hinblick auf etwaige Zusatzfeatures keine nennenswerten Vorteile zu bieten. Die vom Smart Band 9 bekannte Benachrichtigungsfunktion ist ebenso vorhanden wie das rudimentäre Zyklus-Tracking und die angeleiteten Atemübungen zur Stressreduktion.
Einen integrierten Musikspeicher gibt es aber ebenso wenig wie eine Bezahlfunktion. Wie beim Smart Band 9 können wir auch bei der Pro-Variante lediglich auf dem Smartphone wiedergegebene Musik steuern. Wer sich mehr smarte Funktionen wünscht, als sie das Xiaomi Smart Band 9 Pro zu bieten hat, sollte sich die etwas teurere Redmi Watch 5 anschauen, die zusätzlich über einen integrierten Musikspeicher und eine Freisprechfunktion zum Telefonieren verfügt.
Akku
Xiaomi hat beim Smart Band 9 Pro einen Akku mit einer Leistung von 350 mAh verbaut. Das entspricht einer Steigerung von 117 mAh gegenüber dem normalen Smart Band 9, die das Pro-Modell wegen des größeren Displays und des integrierten GPS-Moduls aber auch benötigt. Laut Herstellerangaben soll der Akku bei Standardnutzung bis zu 21 Tage durchhalten, was demselben Wert wie dem Smart Band 9 entspricht.
Im Praxistest schaffte das Smart Band 9 Pro bei drei anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche (zwei davon mit GPS-Tracking), aktivierter Pulsmessung und Benachrichtigungen sowie voller Helligkeit immerhin etwas mehr als 17 Tage, bevor wir den Akku wieder aufladen mussten. Das ist ein ausgezeichneter Wert, der in etwa unseren Daten zum Smart Band 9 entspricht.
Preis
Xiaomi bietet das Smart Band 9 Pro zu einer UVP von 80 Euro respektive 90 Euro an, je nachdem, ob man sich für die Variante mit Silikon- oder die mit Lederarmband entscheidet. Das Modell in Rose-Gold mit Silikonarmband gibt es derzeit für 53 Euro.
Fazit
Das Smart Band 9 Pro von Xiaomi ist dem Smart Band 9 in vielerlei Hinsicht überlegen, kostet dafür aber auch gut 20 Euro mehr. Die Kaufentscheidung für eines der beiden Modelle dürfte deshalb mit dem GPS-Support fallen: Wer auf GPS-Tracking nicht verzichten kann, aber keine dedizierte Sportuhr für über 100 Euro kaufen möchte, trifft mit dem Smart Band 9 Pro die richtige Wahl.
Alle anderen können sich guten Gewissens auch für das preiswerte Smart Band 9 entscheiden. Wer zusätzlich noch einen integrierten Musikspeicher haben möchte, aber auf Support für Apps wie Spotify verzichten kann, dem legen wir Xiaomis Redmi Watch 5 ans Herz (Testbericht folgt in Kürze).
Xiaomi Smart Band 8 Pro
Xiaomi Smart Band 8 Pro
Mit dem Smart Band 8 Pro bietet Xiaomi einen neuen Fitness-Tracker, der sich an modebewusste Nutzer mit sportlichen Ambitionen richtet. Ob die Kombination aus großem Display und Sport-Features überzeugen kann, klären wir in unserem Test.
VORTEILE
- integriertes GPS-Tracking
- großes, helles Display
- gute Akkulaufzeit
NACHTEILE
- kaum Zusatz-Features
- Gehäuse wirkt etwas billig
Xiaomi Smart Band 8 Pro im Test
Mit dem Smart Band 8 Pro bietet Xiaomi einen neuen Fitness-Tracker, der sich an modebewusste Nutzer mit sportlichen Ambitionen richtet. Ob die Kombination aus großem Display und Sport-Features überzeugen kann, klären wir in unserem Test.
Neben dem normalen Xiaomi Smart Band 8 verkauft der chinesische Hersteller mittlerweile auch eine Pro-Version des beliebten Fitness-Trackers, die nicht nur über einen größeren Bildschirm, sondern auch einen leistungsstärkeren Akku und integriertes GPS verfügt. Ansonsten gleichen sich die Spezifikationen der beiden Modelle.
Wir haben uns den Nachfolger des Xiaomi Smart Band 7 Pro (Testbericht) genauer angeschaut und klären, ob sich der Aufpreis für das Pro-Modell lohnt und für welche Zielgruppe der Tracker konkret geeignet ist. Der Hersteller hat uns das Smart Band 8 Pro zur Verfügung gestellt.
Design
Anders als beim Smart Band 8 setzt Xiaomi bei der Pro-Version nicht auf ein ovales, sondern auf ein rechteckiges Gehäuse mit abgerundeten Kanten. Damit ist es an die Optik einer Apple Watch angelehnt, wobei das Always-On-OLED-Display mit 1,74 Zoll ein ganzes Stück größer ist als das des normalen Smart Band 8 mit 1,62 Zoll. Auch die Auflösung des Displays ist mit 336 × 480 Pixeln höher als die der herkömmlichen Non-Pro-Version mit 192 × 490 Pixeln.
Standardmäßig liefert Xiaomi das Smart Band 8 Pro mit einem Silikonarmband aus, aber weil der Hersteller den Fitness-Tracker als modisches Accessoire bewirbt, stehen auch Metall- und Lederarmbänder als Zubehör zur Auswahl. Anders als bei den zusätzlich verfügbaren Armbändern setzt Xiaomi beim Silikonarmband wieder auf die Druckknopf-Schließe, die im Praxisgebrauch etwas gewöhnungsbedürftig ausfällt.
Das Design des Smart Band 8 Pro ist ansonsten ziemlich schlicht gehalten, auch wenn das Kunststoffgehäuse recht dick und bei näherem Hinsehen auch weniger wertig als ein echtes Metallgehäuse wirkt. Gemessen am Preis, den Xiaomi für das Smart Band 8 Pro aufruft, gehen Optik und Verarbeitungsqualität unserer Meinung nach aber absolut in Ordnung.
Ebenfalls überzeugen kann die Helligkeit des Displays beim Smart Band 8 Pro. Die Beleuchtung lässt sich stufenlos verstellen oder automatisch regulieren. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige stets gut ablesbar. Zudem ist das Smart Band 8 Pro bis zu einer Wassertiefe von 5 bar (50 Meter) wasserdicht, sodass sich der Tracker auch zum Schwimmen eignet. Tauchgänge und Surf-Sessions solltet ihr aufgrund der mangelnden Zertifizierung aber vermeiden.
Einrichtung und App
Das Xiaomi Smart Band 8 Pro funktioniert wie andere Xiaomi-Tracker und -Smartwatches in Kombination mit der Mi-Fit-App. Wir haben diese App bereits in anderen Tests ausführlich besprochen, weshalb wir uns an dieser Stelle kurz halten. Die Software fasst sehr übersichtlich unsere Gesundheits- und Trainingsdaten zusammen, wobei alle Funktionen intuitiv bedienbar sind. Merkliche Übersetzungsfehler gibt es fast keine.
Die Einrichtung des Smart Band 8 Pro über die App dauert nur wenige Minuten und funktioniert problemlos. Wir wählen den Tracker über das Geräte-Menü der Mi Fit App aus und koppeln es via Bluetooth an unser Smartphone. Anschließend führt uns die App durch die Bedienung und die wichtigsten Funktionen des Smart Bands, bevor wir je nach Verfügbarkeit die Systemsoftware aktualisieren.
Aktivität und Training
Wie bereits erwähnt unterscheidet sich das Smart Band 8 Pro in Hinblick auf das Aktivitäts- und Trainings-Tracking nicht maßgeblich vom normalen Smart Band 8. Xiaomi gibt allerdings an, dass die Sensoren der Pro-Version gegenüber dem herkömmlichen Tracker genauer und sensibler arbeiten. Im Test konnten wir diese höhere Genauigkeit zwar nicht im Detail messen, aber das Smart Band 8 Pro konnte uns insgesamt überzeugen.
Eine wesentliche Neuerung des Smart Band 8 Pro ist das integrierte GPS. Darüber können wir Trainingseinheiten wie Laufen, Radfahren oder Wandern bequem und ohne Smartphone-Anbindung aufzeichnen. Dabei unterstützt das Smart Band 8 Pro neben GPS auch Beidou, Glonass, Galileo und QZSS, was eine sehr exakte Satellitenabdeckung garantiert. Die Genauigkeit konnte uns dabei im Test absolut überzeugen. Anders, als es etwa noch beim Mi Band 7 ohne GPS der Fall war, müssen Nutzer keine merklichen Abweichungen bei der Strecke mehr hinnehmen. Wir haben das GPS bei drei Lauf-Trainingseinheiten auf derselben Strecke von etwa 8 Kilometern ausprobiert. Dabei stimmten die gemessene Entfernung und auch der aufgezeichnete Track bis auf wenige Meter mit der Messung unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7 Solar) und Google Maps überein.
Xiaomi Smart Band 8 Pro - Gehäuse & Design
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Wie schon beim normalen Smart Band 8 kann auch beim Smart Band 8 Pro das Aktivitäts-Tracking absolut überzeugen. Sowohl die Aufzeichnung der Schritte als auch die Messung von Blutsauerstoff, Puls und Stresslevel funktionieren durchweg hervorragend. In der App können wir ein Bewegungsziel festlegen und uns vom Tracker informieren lassen, sobald wir dieses Ziel erreicht haben. Ein Bewegungsalarm erinnert uns daran, dass wir regelmäßig ein paar Schritte zurücklegen und uns bewegen.
Für das Training verfügt das Smart Band 8 Pro über eine Auswahl an mehr als 150 verschiedenen Trainingsprofilen, darunter Standardsportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, aber auch exotische Vertreter wie Seilspringen, Tanzen oder Darts. Auf konkrete Trainingspläne und -Empfehlungen sowie weitere zugehörige Features müssen wir zwar verzichten, aber das ist in Anbetracht des günstigen Preises, den Xiaomi für das Smart Band 8 Pro verlangt, auch zu verschmerzen. Immerhin gibt es aber für einzelne Sportarten eine „Personal Trainer“-Funktion, die uns per Animation auf dem Display des Trackers ein simples Warm-up für unser Training vorschlägt. Das ist praktisch, wenn wir Probleme haben, uns selbst eine Warm-up-Routine zu überlegen oder uns einfach und schnell auf eine längere Einheit vorbereiten möchten.
Während das GPS im Praxistest eine gute Figur macht, kann die Herzfrequenzmessung nicht vollumfänglich überzeugen. Während unserer Laufeinheiten mit gleichbleibendem Tempo lieferte der optische Sensor ein recht gutes Ergebnis, das nur marginal von den Werten unseres Brustgurts (Polar) abwich. Bei stark wechselndem Puls, etwa während eines Hochintensitäts-Trainings oder Laufintervallen, kommt der Tracker aber an seine Grenzen und reagiert teils verzögert auf die schwankende Herzfrequenz. Alles in allem reicht die Messung für Hobbysportler aber aus, die gelegentlich eine lockere Trainingseinheit aufzeichnen möchten. Eine Verbesserung gegenüber dem Xiaomi Band 7 (Testbericht) ist auf jeden Fall spürbar.
Schlaf
Beim Schlaf-Tracking konzentriert sich Xiaomi mit dem Smart Band 8 Pro auf die grundlegenden Features, die bei Fitness-Trackern zum Standard gehören. Die Uhr misst Atmung, Puls und Blutsauerstoffsättigung sowie unseren Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt. Auf Basis unserer Gesundheitsdaten berechnet der Tracker außerdem unsere Schlafphasen. In der App erhalten wir dann eine Übersicht zu unserem Schlafverhalten inklusive konkreter Bewertung der vergangenen Nacht. Anhand dieser Daten lassen sich langfristige Trends bei der eigenen Schlafhygiene erkennen. Im Gegensatz zu den Daten, die noch das Xiaomi Smart Band 7 (Testbericht) zutage förderten, wirken die Messungen unserem subjektiven Empfinden nach auch glaubwürdiger.
Beim Schlafen selbst schmiegt sich der Tracker übrigens angenehm an unser Handgelenk an, ohne dass wir das relativ dicke Gehäuse als störend empfinden. Positiv aufgefallen ist uns zudem die Weckfunktion des Trackers, die sich marktüblich mit Vibration und Ton individuell konfigurieren lässt und selbst tiefe Schläfer zuverlässig aufweckt.
Zusatz-Features
Während Xiaomi beim Smart Band 8 Pro in einigen Bereichen einige Verbesserungen gegenüber dem Smart Band 8 vorgenommen hat, gibt es bei den Zusatzfeatures keine Unterschiede zwischen den beiden Tracker-Varianten. Es gibt weder einen integrierten Musikspeicher noch eine Telefoniefunktion – derartige Smartwatch-Funktionen kann man für den Preis des Smart Band 8 Pro auch nicht erwarten.
Xiaomi Smart Band 8 Pro – App Mi Fit
Xiaomi Smart Band 8 Pro - App Mi Fit
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Immerhin gibt es aber eine Schnellantwort-Funktion für eingehende Nachrichten und Anrufe. Wer dieses Feature nutzen möchte, kann auf vorgefertigte Antworten zurückgreifen oder über die App eigene Schnellantworten erstellen.
Akku
Für die Pro-Version des Smart Band 8 hat Hersteller Xiaomi abermals eine Schippe draufgelegt und die Kapazität von 190 mAh auf 289 mAh erhöht. Allerdings verbraucht das Smart Band 8 Pro wegen des größeren Displays auch mehr Strom als das normale Smart Band 8. Während letzteres laut Xiaomi rund 16 Tage bei normaler Nutzung durchhält, liegt die Nutzungsdauer der Pro-Version nur bei bis zu 14 Tagen. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Wir mussten den Tracker nach 12 Tagen wieder aufladen, wobei wir drei Trainingseinheiten mit aktiviertem GPS pro Woche, voller Helligkeit und aktivierten Benachrichtigungen absolviert haben.
Preis
Aktuell gibt es das schwarze Smart Band 8 Pro bei Amazon für 55 Euro. In Weiß ist es mit 50 Euro momentan am günstigsten. Gemessen an dem verbesserten Display und dem integrierten GPS finden wir den Preis absolut gerechtfertigt.
Fazit
Mit dem Smart Band 8 Pro bietet Xiaomi der Mi-Band-Community ein starkes Upgrade des herkömmlichen Smart Band 8 und damit einen würdigen Nachfolger für das Xiaomi Smart Band 7 Pro (Testbericht). Der chinesische Hersteller stattet den günstigen Tracker mit einem integrierten GPS aus. Wer auf ein solches Produkt gewartet hat und auf umfangreiche Smart-Features verzichten kann, wird mit dem Smart Band 8 Pro definitiv glücklich.
Der Preis, den Xiaomi für das Smart Band 8 Pro verlangt, geht für das gebotene Feature-Set absolut in Ordnung. Ein Tracker mit großem Display, langer Akkulaufzeit und GPS für knapp 70 Euro ist definitiv ein faires Angebot – primär im Fall des Smart Band 8 Pro, bei dem die Technik auch noch rundum überzeugen kann.