Taucher eingeflogen, Strandbad geräumt: Lebensretter-Einsatz an Badesee endet mit Fragezeichen
Am Kastenseeoner See bei Glonn suchen rund 100 Einsatzkräfte nach einem Zeugenhinweis einen Menschen in Not. Auch im Badegelände finden sie keine Hinweise auf eine vermisste Person.
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Stand: 31.08.2026, 14:04 Uhr
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Am Kastenseeoner See bei Glonn suchen rund 100 Einsatzkräfte nach einem Zeugenhinweis einen Menschen in Not. Auch im Badegelände finden sie keine Hinweise auf eine vermisste Person.
Glonn – Ein großangelegter Wasserrettungseinsatz am Kastenseeoner See in der Gemeinde Glonn ist am Sonntag trotz intensiver Suche ergebnislos geblieben.
Am Sonntagnachmittag, 30. August 2026, wurden nach Angaben der Feuerwehr Glonn gegen 15.48 Uhr zahlreiche Einsatzkräfte zu einer Wasserrettung an den sogenannten Kastensee alarmiert. Ein Zeuge hatte einen Hilferuf aus dem Bereich des beliebten Badesees wahrgenommen und anschließend beobachtet, wie eine Person im Wasser untergegangen sein soll. Die Lage sei zu diesem Zeitpunkt völlig unklar gewesen, die Alarmierung erfolgte laut Feuerwehr unter dem Stichwort „1 Person in Wassernot“.
Nach Zeugen-Sichtung: Großaufgebot sucht Kastensee ab
Aufgrund der geschilderten Situation rückte ein großes Aufgebot an Rettungskräften an. Im Einsatz waren nach Angaben der Feuerwehr Glonn unter anderem die Feuerwehren Glonn und Schlacht-Kastenseeon, zahlreiche Einheiten der Wasserwacht und Wasserrettung sowie die Berufsfeuerwehr München mit Tauchern. Insgesamt beteiligten sich rund 100 Einsatzkräfte an der Suchaktion.

Unmittelbar nach Eintreffen der ersten Kräfte wurde der vom Zeugen beschriebene Bereich des Kastensees, laut BRK an der mittleren Boje unweit des westlichen Seebadufers, systematisch abgesucht. Mehrere Boote der Wasserwacht und weiterer Wasserrettungseinheiten waren gleichzeitig auf dem See im Einsatz. Die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung des Bayerischen Roten Kreuzes aus Ebersberg begann nach eigener Mitteilung die Suche mit dem Aqua Eye, einem Handsonar. Zur weiteren Absuche des Sees waren mehrere Wasserwacht-Einheiten aus den Kreisverbänden Ebersberg, Rosenheim und München mit zahlreichen Booten sowie Einsatztauchern im Einsatz.
Unterstützt wurden sie von Feuerwehren aus dem Landkreis Ebersberg und dem Stadtgebiet München, einem Rettungshubschrauber sowie Polizeikräften. Die Feuerwehr Glonn unterstützte die nach eigener Mitteilung die Suche mit einem Flachwasser-Schubboot und arbeitete eng mit den Wasserrettungskräften zusammen.
Taucher per Hubschrauber auf den See geflogen
Zusätzlich wurden Taucher per Hubschrauber zur Einsatzstelle gebracht und direkt aus der Luft in den See eingesetzt, wie die Feuerwehr weiter mitteilt. Der gemeldete Bereich wurde von den verschiedenen Einheiten intensiv und koordiniert abgesucht. Im weiteren Verlauf wurden die Suchmaßnahmen ausgeweitet, der betroffene Abschnitt des Sees laut BRK aufgrund der fortgeschrittenen Zeit zusätzlich mit Schleppstangen untersucht.
Parallel zu den Maßnahmen auf dem Wasser übernahm die Feuerwehr Glonn die großräumige Verkehrsabsicherung rund um die Einsatzstelle. Das BRK war mit mehreren Rettungsfahrzeugen und zwei Notärzten vor Ort, zudem seien die Schnelleinsatzgruppen „Information und Kommunikation“ sowie „Personenauskunf“ alarmiert. Wegen der Vielzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen wurde der betroffene Bereich für den regulären Durchgangsverkehr vollständig gesperrt, mehrere Straßensperren eingerichtet und eine Umleitung aufgebaut, um den Bereich für Rettungskräfte freizuhalten.
Strandbad geräumt
Gemeinsam mit der Feuerwehr Schlacht-Kastenseeon wurde zudem das gesamte Strandbad geräumt. Die anwesenden Badegäste mussten das Gelände verlassen, anschließend kontrollierten Einsatzkräfte das Areal und insbesondere die zuvor belegten Liegeplätze auf zurückgelassene persönliche Gegenstände wie Handtücher, Taschen oder andere Sachen, die auf eine vermisste Person hätten hinweisen können. Entsprechende Hinweise ergaben sich laut Feuerwehrangaben jedoch nicht.
Trotz der umfangreichen und intensiven Suchmaßnahmen mit mehreren Booten, Tauchern, Schleppstangen und zahlreichen Einsatzkräften konnte weder im See noch im unmittelbaren Umfeld eine Person aufgefunden werden, meldet schließlich auch das BRK Ebersberg. Nach Abschluss und gemeinsamer Abstimmung der Suchmaßnahmen wurde der Einsatz demnach gegen 18 Uhr beendet. Die eingerichteten Straßensperren und Umleitungen wurden wieder aufgehoben. Insgesamt waren laut der Feuerwehrmeldung bei dem Einsatz rund 100 Kräfte verschiedener Feuerwehren, der Wasserwacht und Wasserrettung, der Polizei sowie weiterer Rettungs- und Spezialkräfte beteiligt.