SwitchBot Wetterstation ausprobiert: Gute Ansätze nicht zu Ende gedacht

Bereits vor Jahren konnte die Netatmo Wetterstation die Apple-Community begeistern. Die Entwicklungen im letzten Jahr und das schon fast unverschämte „Hardware-Update“ im vergangenen Jahr waren allerdings eine ...

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SwitchBot Wetterstation ausprobiert: Gute Ansätze nicht zu Ende gedacht

SwitchBot Wetterstation zeigt Wetterdaten an

Bereits vor Jahren konnte die Netatmo Wetterstation die Apple-Community begeistern. Die Entwicklungen im letzten Jahr und das schon fast unverschämte „Hardware-Update“ im vergangenen Jahr waren allerdings eine verpasste Chance. Kommt nun mit der SwitchBot Wetterstation (Amazon-Link) eine neue Alternative? Wir haben uns das Gadget genauer angesehen.

Die Voraussetzungen sind schon mal richtig spannend. Die SwitchBot Wetterstation ist ein kleiner E-Ink-Bilderrahmen. Auf dem integrierten Display werden Messdaten, Wettervorhersage und mehr direkt angezeigt. So spart man sich, zumindest wenn man zuhause ist, den einen oder anderen Blick auf das Smartphone.

Das Highlight ist sicherlich der sparsame E-Ink-Bildschirm. Die Akkulaufzeit hängt natürlich immer davon ab, wie oft der Bildschirm aktualisiert wird und ob man die integrierte Beleuchtung häufig nutzt. Nach einer Woche habe ich aber gerade einmal 4 Prozent verloren – damit dürfte die SwitchBot Wetterstation über 180 Tage auskommen. Und sie jedes halbe Jahr mal über Nacht an den Strom zu hängen, dürfte nicht das große Thema sein.

Das zeigt die SwitchBot Wetterstation an

Auf der Startseite der Wetterstation werden nicht nur die Uhrzeit und das Datum angezeigt, sondern auch die aktuellen Daten des Innensensors und des optional gekoppelten Außensensors. Beide können Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen. Auch Zeiten für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang werden gemessen.

In der mittleren Spalte zeigt die SwitchBot Wetterstation in der Standardkonfiguration nicht selbst gemessene Daten wie Windgeschwindigkeit und Windrichtung, UV-Index, Sichtweite oder Luftdruck an. In der rechten Spalte gibt es eine Wettervorhersage für die kommenden Tage inklusive Regenwahrscheinlichkeit sowie Tiefst- und Höchsttemperatur.

24-Stunden-Vorhersage auf der SwitchBot Wetterstation
Die SwitchBot Wetterstation kann verschiedene Daten anzeigen

Über die vier Buttons am unteren Rand des E-Ink-Displays können weitere Ansichten erreicht werden. Mit dem ersten Knopf schaltet man verschiedene Ansichten durch, die in der App gewählt werden können. Hier erreicht man eine 24-Stunden-Vorhersage, umfangreiche Informationen zur Luftqualität oder auch eine Monatsübersicht für den Kalender.

Über den zweiten Knopf erreicht man eine Tagesübersicht, die beiden rechten Knöpfe können in der SwitchBot-App manuell belegt werden. Und genau hier fangen dann die Probleme an.

Hier ist die Software einfach nicht zu Ende gedacht

Auf den dritten und vierten Knopf kann man lediglich Smart Home Szenen aus der SwitchBot-App legen. Ich persönlich habe aber gar kein Interesse daran, mit diesen beiden Knöpfen irgendwelche Szenen zu schalten. Ich würde mir viel mehr wünschen, auf diese beiden Buttons ausgewählte Ansichten für die Wetterstation zu legen. Das ist bisher nicht möglich.

Gleichzeitig ist das, was auf der Wetterstation angezeigt wird, noch ziemlich eingeschränkt. Daten von mehreren Sensoren anzuzeigen, scheint aktuell noch nicht möglich zu sein. Zudem muss man sich in jeder Kalenderansicht für einen Kalender entscheiden. In meiner regulären Kalender-App sind ein privater und ein beruflicher Kalender, ein Spielplan-Kalender für den VfL Bochum, ein Geburtstagskalender und ein Mülltonnenkalender hinterlegt. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, Daten aus allen Kalendern gleichzeitig auf der SwitchBot Wetterstation anzuzeigen. Auch das dürfte ja eine reine Software-Geschichte sein.

SwitchBot Wetterstation Editor
Im Web-Editor können Ansichten frei konfiguriert werden

Und dann wird es vollkommen wild. Über eine eigene Webseite bietet SwitchBot die Möglichkeit, eigene Templates für die Wetterstation zu erstellen und diese sogar mit der Community zu teilen. Hier kann man die 800 x 480 Pixel vollkommen frei mit Daten und Informationen füllen, Größen und Positionen selbst bestimmen. Ein nicht ganz einfach zu nutzendes, aber wirklich geniales Werkzeug. Allerdings muss man sich dann entscheiden, ob man nur die mitgelieferten Ansichten oder nur die selbst erstellten Ansichten verwenden möchte. Dieser externe Editor wirkt nicht sonderlich gut in die App und das ganze System integriert.

Rund um die Hardware fehlt mir nur ein Detail

In Sachen Software kann der Hersteller die SwitchBot Wetterstation auf jeden Fall noch deutlich verbessern. Ich hoffe einfach mal, dass das nicht in Vergessenheit gerät.

Die Rückseite der SwitchBot Wetterstation
Die SwitchBot Wetterstation ist leider nicht magnetisch

Die Hardware ist ziemlich passend, hier fehlt mir nur ein kleines Detail: Weder der „Bilderrahmen“ selbst noch die mitgelieferte Wandhalterung sind magnetisch. Die Halterung kann nur geklebt werden. Eine einfache magnetische „Montage“ am Kühlschrank entfällt damit. Alternativ sind im Lieferumfang noch zwei Standfüße enthalten.

Kaufen könnt ihr die nackte Wetterstation bereits für 87,99 Euro. In Kombination mit dem SwitchBot Hub Mini liegt ihr bei 111,99 Euro. Wenn ihr zusätzlich dazu noch einen Außensensor wünscht, könnt ihr die 3-in-1-Combo für derzeit 119,99 Euro kaufen. Das ist das Setup, das ich derzeit nutze. Über den Hub können die gemessenen Wetterdaten übrigens auch an Apple Home oder andere Matter-Systeme weitergeleitet werden.

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