Siemens Energy Aktie und Infineon mit Kursrallye, Dax im Plus
Trotz der erneuten Kriegshandlungen zwischen den USA und Iran zeigt sich der Dax am Dienstag weiter stabil. Zuletzt legte der deutsche Leitindex noch rund 0,2 Prozent zu auf 24.888 Punkte. Das Tageshoch hatte b...
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Trotz der erneuten Kriegshandlungen zwischen den USA und Iran zeigt sich der Dax am Dienstag weiter stabil. Zuletzt legte der deutsche Leitindex noch rund 0,2 Prozent zu auf 24.888 Punkte. Das Tageshoch hatte bis dahin bei 24.989 Zählern gestanden. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien von Infineon, Daimler Truck und Siemens Energy – der Konzern prüft nach Informationen von manager magazin weiterhin die Abspaltung zweier Sparten .
Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um mehr 0,2 Prozent auf 31.592 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte hingegen um rund 0,5 Prozent vor auf 6256 Zähler vor.
Nach zwei Verlustwochen in Folge hatte sich der Dax zum Wochenstart stabilisiert, auch wenn die Lage in Nahost unübersichtlich bleibt. Weiterhin bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, allerdings dauern die Militärschläge der USA in Iran seit nunmehr zehn Nächten an.
Sartorius knickt zweistellig ein
Quartalszahlen des US-Medizintechnikkonzerns Danaher haben am Dienstag die Papiere des deutschen Konkurrenten Sartorius nach unten gezogen. Die im MDax notierten Anteile des Göttinger Labor- und Pharmazulieferers sackten zweistellig bis auf 208 Euro ab und damit auf den tiefsten Stand seit gut einem Monat. Umsatzseitig gab es bei Danaher nichts zu bemängeln, die Schätzungen der Analysten für das zweite Quartal wurden übertroffen. Mit dem operativen Ergebnis enttäuschte Danaher jedoch. Auch Danaher verlor vorbörslich erheblich.
Aktien von Jungheinrich reduzieren Verluste
Im Fokus steht am Dienstag die Finanzaufsichtsbehörde Bafin, die zum einen eine Prüfung des Halbjahresabschlusses von Jungheinrich eingeleitet hat. Es liegen laut der Behörde konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Gabelstaplerhersteller gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Die im MDax notierten Papiere von Jungheinrich notierten im frühen Handel 3 Prozent schwächer, konnten zuletzt ihre Verluste deutlich reduzieren.
Zum anderen fand die Bafin bei Zalando Fehler im Geschäftsbericht 2025. Die Modeplattform habe Anteile der übernommenen About You Holding von einem nahestehenden Unternehmen erworben, das durch ein Aufsichtsratsmitglied von Zalando beherrscht werde, teilte die Behörde mit. Die dazu erforderlichen Angaben hätten jedoch im Anhang des Konzernabschlusses gefehlt. Zalando bestätigte, dass die Angaben fehlten. Hierbei handele es sich um einen rein formalen Aspekt des Konzernanhangs. Paperiere von Zalando notierten zuletzt ein halbes Prozent schwächer.
Unter den schwächsten Werten im Dax fielen die zuletzt stark gelaufenen Aktien der Munich Re um mehr 2,5 Prozent. Finanzchef Andrew Buchanan sagte der „Börsen-Zeitung“ mit Blick auf die Rückversicherung: „Im Rahmen der Arbeiten für den Halbjahresabschluss werden wir sehr genau auf das Geschäft in der Pipeline für das dritte und vierte Quartal schauen. Daraus wird sich ergeben, welche Prognose wir dem Markt geben.“ Munich Re scheine also seine Prognosen für die Schaden- und Unfallrückversicherung zu hinterfragen, sagte ein Händler.
US-Börsen: Dow Jones im Minus
Nach dem schwachen Freitag waren die US-Börsen am Montag schwerfällig in die neue Woche gestartet. Von einem anfangs noch klaren Erholungsversuch blieben im Technologiebereich kaum Gewinne übrig. Anleger warten hier gespannt auf die Quartalsberichte einiger KI-getriebenen Branchengrößen, die im Wochenverlauf anstehen. Mit 28.604,23 Punkten kam der Nasdaq 100 letztlich auf ein Plus von 0,1 Prozent.
Andere Indizes konnten ihre frühen Gewinne ebenfalls nicht verteidigen. Im Fokus blieb die unsichere Lage im Nahen Osten mit ihren Auswirkungen auf die Ölpreise. Der Standardwerte-Leitindex Dow Jones schloss 0,6 Prozent tiefer bei 51.839 Zählern und der marktbreite S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 7442 Punkte.
Ölpreise sinken leicht
Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen und haben damit den Anstieg der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September sank um mehr als ein Prozent auf 88,19 US-Dollar. Zu Beginn der Woche war der Preis nach der jüngsten Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten noch bis auf 91,42 Dollar gestiegen.
Während der Angriffe bemühten sich Vermittler Medienberichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal „Axios“ aus nicht näher genannten Quellen. Auch das «„Wall Street Journal“» berichtete über den Vorschlag.