Marius Borg Høiby ist für Donald Trump ein Sicherheitsrisiko

König Harald V. wird am 9. September in Oslo beigesetzt. Marius Borg Høiby darf unter elektronischer Überwachung teilnehmen. Trumps erwartete Anwesenheit stellt Sicherheitskräfte vor eine historische Herausforderung.

  • 3 min read
Marius Borg Høiby ist für Donald Trump ein Sicherheitsrisiko

Sicherheitsdrama droht

Marius Borg Høiby ist für Donald Trump ein Risiko

König Harald V. wird am 9. September in Oslo beigesetzt. Marius Borg Høiby darf unter elektronischer Überwachung teilnehmen. Trumps erwartete Anwesenheit stellt Sicherheitskräfte vor eine historische Herausforderung.

Publiziert: 18:41 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • König Harald V. wird am 9. September in Oslo beigesetzt
  • Marius Borg Høiby trotz Verurteilung und Überwachung bei der Zeremonie dabei
  • 200–300 Personen begleiten Trump laut Einschätzungen bei möglichem Oslo-Besuch
Bildschirmfoto 2017-08-17 um 09.30.04.jpg

Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Es ist eine explosive Kombination: Am 9. September wird König Harald V. (†89) in der Osloer Domkirche beigesetzt. Zahlreiche Royals und internationale Staats- und Regierungschefs werden erwartet, unter anderem auch US-Präsident Donald Trump (80).

Da wird er auf Marius Borg Høiby (29) treffen. Der Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit (53) darf dank einer Ausnahmeerlaubnis und mit elektronischer Fussfessel an der Beerdigung seines Zieh-Grossvaters teilnehmen.

Høibys U-Haft wird verlängert

Das mögliche Aufeinandertreffen birgt Zündstoff: In den USA gilt das Prinzip, dass verurteilte Straftäter nicht in die Nähe des Präsidenten kommen dürfen.

Høiby wurde im Juni zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen. Er bestreitet die schwersten Vorwürfe und hat Berufung eingelegt – das Urteil ist deshalb noch nicht rechtskräftig.

Am 3. September wurde publik, dass er einer Untersuchungshaftverlängerung von vier Wochen zugestimmt hat, damit der Fokus nicht wieder auf ihm liegt, diese läuft am 7. Oktober ab.

Schon beim Tragen des Sarges durch den Palast am 31. August war Høiby dabei. Eine hochemotionale und zugleich höchst ungewöhnliche Szene. Sollte Trump tatsächlich nach Oslo reisen, könnte Marius Borg Høiby für ihn und seine Sicherheitsleute zum Problem werden.

Denn Trump kommt nicht einfach mit zwei Bodyguards. Nach Einschätzung eines früheren norwegischen Botschafters könnten 200 bis 300 Menschen mit dem US-Präsidenten anreisen. Darunter Sicherheitskräfte, Mitarbeiter der US-Regierung und weitere Begleiter.

Darf Trump nicht zu nahe kommen

Der Secret Service dürfte dabei ganz genau wissen wollen: Wo sitzt Marius? Wie nahe kommt er Trump? Welche Wege nimmt er? Wer befindet sich während der Zeremonie in seiner unmittelbaren Umgebung?

Ein ehemaliger Secret-Service-Agent reagierte gegenüber dem norwegischen «Dagbladet» auf die Vorstellung, Høiby und Trump könnten gemeinsam in der Kirche sein, mit einem verblüfften: «Ach du meine Güte!»

Dabei gilt: Marius darf grundsätzlich im selben Raum wie Trump sein. Eine Verurteilung führt nicht automatisch zu einem Zutrittsverbot zum US-Präsidenten. Die amerikanischen Sicherheitsleute könnten aber verlangen, dass Høiby nicht in Trumps unmittelbarer Nähe sitzt oder sich dort aufhält.

Sobald Trump seine Teilnahme bestätigt, müssen diplomatische und sicherheitspolitische Gespräche zwischen Oslo und Washington geführt werden. Norwegen ist ein souveräner Staat, der sich von den USA nicht bestimmen lässt, wer in der Kirche sitzt.

Oslo hat alle Hände voll zu tun – unabhängig von Trumps Teilnahme. Die norwegische Polizei spricht von einer historisch aussergewöhnlichen Sicherheitslage. Die Vorbereitungen laufen bereits, gemeinsam mit Militär, Aussenministerium und weiteren Behörden. Das Sicherheitskonzept soll das grösste in der Geschichte Norwegens werden.

1:35

Zeremonie in Oslo:Hier legt König Haakon VIII. Eid ab