Schlummernde Schwergewichte: Wie Pferde schlafen

wa.deLebenTiereStand: 27.07.2026, 08:00 UhrKommentareUns auf Google folgenOb im Stehen oder lang ausgestreckt in Seitenlage: Schlafende Pferde haben einen ganz besonderen Charme. Unsere Bildergalerie ist der be...

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Schlummernde Schwergewichte: Wie Pferde schlafen

Stand: 27.07.2026, 08:00 Uhr

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Ob im Stehen oder lang ausgestreckt in Seitenlage: Schlafende Pferde haben einen ganz besonderen Charme. Unsere Bildergalerie ist der beste Beweis.

Ein Kaltblut-Pferd steht auf der Weide und hat die Augen geschlossen.

1 / 10Pferde können im Stehen schlafen, ohne umzufallen. Sie haben einen Feststellmechanismus, mit dem sie ihre Gelenke passiv fixieren können. Für das Pferd als Fluchttier ist das enorm wichtig. So kann es sich erholen und bei einer drohenden Gefahr dennoch schnell weglaufen. © Dreamstime / Imago

Ein Fohlen mit einer großen Blesse liegt im Stroh und schläft.

2 / 10Insgesamt schlafen Pferde bis zu neun Stunden am Tag, jedoch nicht am Stück. Pferde schlafen in Etappen, meist zwischen zehn und 20 Minuten. Viele Pferde haben feste Uhrzeiten, zu denen sie gern schlafen, zum Beispiel in der Mittagszeit. Deshalb gibt es in manchen Ställen auch eine Mittagsruhe. Siesta sozusagen. © Dreamstime / Imago

Nahaufnahme eines Pferdes mit geschlossenen Augen.

3 / 10Auch Pferde können Narkolepsie haben. Was als Schlafkrankheit bekannt ist, bezeichnet beim Pferd den Zustand völliger Erschöpfung. Richtiger Erholungsschlaf ist Pferden nur in Seitenlage möglich. Können sie sich aufgrund von Schmerzen oder anderen Ursachen nicht hinlegen, sind sie irgendwann so erschöpft, dass sie zusammenbrechen. Dabei können die Pferde sich schwer verletzen. Narkolepsie muss daher unbedingt tierärztlich abgeklärt werden. © Dreamstime / Imago

Ein braunes Pferd liegt auf der Seite auf einer grünen Weide und schläft tief.

4 / 10Pferde können in unterschiedlichen Positionen schlafen: im Stehen, in Brust- und in Seitenlage. Im Stehen ist lediglich Dösen möglich. In Brustlage stützt das Pferd seinen Kopf auf dem Boden ab, so ist echter Schlaf möglich. In den wertvollen REM-Schlaf findet das Pferd hingegen nur in Seitenlage. Dabei liegt es ausgestreckt auf dem Boden, die Muskulatur ist komplett entspannt, der Körper regeneriert. Akkus aufladen für neue Abenteuer. © YAY Images / Imago

Eine Herde Islandpferde schläft gemeinsam auf der Weide.

5 / 10In der Herde schlafen nie alle Pferde gleichzeitig. Mindestens ein Tier bleibt wach und scannt die Umgebung nach möglichen Gefahren. Gemeinsames Dösen ist bei Pferden übrigens eine soziale Interaktion. Es stärkt die Bindung zwischen den Pferden. Dösen Pferde in Gruppenhaltungen gemeinsam ist das ein Zeichen für ein harmonisches Gruppengefüge. Teambuilding mal ganz entspannt. © imagebroker / Imago

Ein fuchsfarbenes Fohlen liegt auf dem Paddock und schläft.

6 / 10Wie viel Schlaf ein Pferd braucht, hängt auch vom Alter ab. Sehr junge Fohlen schlafen mit bis zu zwölf Stunden doppelt so viel wie ein erwachsenes Pferd. Kein Wunder: Schließlich gibt es jeden Tag so viel zu entdecken. © Depositphotos / Imago

Ein weißes Pferd liegt in Bauchlage im Stroh.

7 / 10Viele Reiter ärgern sich über Stroh im Pferdeschweif, schließlich ist es lästig, die feinen Halme aus dem Schweif zu fummeln. Doch eigentlich sollten sie sich freuen: Denn Stroh im Schweif kann ein Hinweis darauf sein, dass das Pferd sich tatsächlich hinlegt und somit auch gut schlafen kann. Ein Beweis ist das zwar nicht, doch hat ein Pferd nie Stroh im Schweif, sollten Pferdebesitzer prüfen, ob ihr Pferd vielleicht Probleme beim Hinlegen hat. © Frank Sorge / Imago

Ein braunes Pferd steht an einem Gatter und gähnt.

8 / 10Gähnen bedeutet bei Pferden nicht immer Müdigkeit. Es kann auch auf Stress, Schmerzen oder Magenprobleme hindeuten. Pferde gähnen auch, um Spannungen oder Stress abzubauen und um Blockaden zu lösen. Übrigens können auch Pferde sich mit dem Gähnen anstecken. Na, wer möchte mitmachen? © Imago / imagebroker

Ein braunes Pferd liegt auf einem kleinen Hügel auf dem Paddock und schläft.

9 / 10Auch wenn es nicht immer so aussieht: Pferde haben hohe Ansprüche an ihr Bett. Sie liegen am liebsten auf weichen und verformbaren Böden, zum Beispiel auf Sand, Spänen oder Stroh. Liegeflächen sollten immer ausreichend eingestreut, trocken und sauber sein. Außerdem brauchen Pferde genug Platz zum Schlafen. In Offenställen ist das besonders wichtig, da mehrere Pferde sich die Liegeplätze teilen. Für ein durchschnittlich großes Pferd sollte eine überdachte Liegefläche von etwa zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen. King-Size also. © Design Pics / Imago

Ein weißes Pferd mit langer Mähne liegt im Sand und schläft.

10 / 10Stress ist für Pferde ein Erholungskiller. Ständige Wechsel in der Gruppe oder Kämpfe um Ressourcen sorgen für Unruhe. Unter diesen Bedingungen ist es schwer für ein Pferd, guten Schlaf zu finden. Sie sind ständig in Alarmbereitschaft. Pferdebesitzer sollten daher aufmerksam sein, ihr Pferd gut beobachten und sich im Zweifel eingestehen: Einige Pferde sind in Boxenhaltungen mit vielen Bewegungsmöglichkeiten besser aufgehoben als in einer Gruppenhaltung, in der sie nicht zur Ruhe kommen. © Depositphotos / Imago

Für das Pferd als Fluchttier ist Schlaf eine heikle Angelegenheit. Überlebenswichtig, aber auch gefährlich. Deshalb haben sich Pferde einige schlaue Strategien einfallen lassen. Warum sie im Stehen schlafen können, ohne umzufallen, und welche Ansprüche sie an ihr Bett stellen, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.