Sandkuhl weiter in Topform
Der SC Dünsen hat in der 1. Fußball-Kreisklasse Chancenwucher betrieben. Unterdessen zeigten die Beckeln Fountains die geforderte Reaktion. Der VfL Wildeshausen III läuft seiner Form weiter hinterher, während es der FC Huntlosen versäumt hat, seinem Trainer Sebastian Merz das passende Hochzeitsgeschenk zu machen.
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Stand: 24.08.2026, 18:50 Uhr
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Der SC Dünsen hat in der 1. Fußball-Kreisklasse Chancenwucher betrieben. Unterdessen zeigten die Beckeln Fountains die geforderte Reaktion. Der VfL Wildeshausen III läuft seiner Form weiter hinterher, während es der FC Huntlosen versäumt hat, seinem Trainer Sebastian Merz das passende Hochzeitsgeschenk zu machen.
Landkreis – Ihre Trikots hatten die Fußballer des FC Huntlosen am Samstag gegen festliche Abendgarderobe getauscht. Aus triftigem Grund: Sebastian Merz feierte nicht nur seinen 38. Geburtstag, sondern heiratete auch noch seine Carolin. Zur Hochzeitssause hatte der FCH-Coach die komplette Mannschaft eingeladen. Allerdings versäumten es die Gäste, das passende sportliche Geschenk in Form von drei Punkten mitzubringen. Denn am Vorabend unterlagen die Huntloser dem Delmenhorster BV in der 1. Kreisklasse klar mit 0:4.
TV Jahn II – VfL Wildeshausen III 3:2 (1:1): Es läuft in dieser Saison bislang nicht rund beim Vorjahresdritten. Nach vier Spieltagen sind die Krandel-Kicker Tabellenschlusslicht und als einziges Team noch sieglos. Dabei waren sie am Blücherweg sogar zweimal in Führung gegangen. Zunächst spitzelte Shemsi Stublla eine Flanke von Ole Lehmkuhl zum 1:0 ins Netz (5.), dann setzte Lehmkuhl den Ball aus 25 Metern zum 2:1 in die Maschen (53.). Vor dem 1:1 parierte Pavel Todorov stark, beim Abstauber von Marcel Maus war der VfL-Keeper machtlos (38.). Das 2:2 besorgte Timon Nico Marz mit einer energischen Einzelleistung (71.). Nach einem Foul an Alexander Dreher setzte Hannes Neuhaus den fälligen Strafstoß weit über das Jahn-Tor. Im Gegenzug köpfte Kenny-Marcel Himmelreich den 3:2-Siegtreffer (90.+1). „Man hat gemerkt, dass Jahn unbedingt gewinnen wollte. Bei uns fehlte in den letzten 30 Minuten der kämpferische Einsatz. Die Jungs denken, sie könnten alles spielerisch lösen“, ärgerte sich VfL-Coach Bastian Flege. Seine Crew habe aktuell kein Spielglück. „Aber wir haben in dieser Saison auch schon sieben Punkte verschenkt!“
FC Huntlosen – Delmenhorster BV 1:4 (0:3): „Großes Lob an den Gegner: Der DBV war technisch sehr gut und hat uns richtig alt aussehen lassen“, sagte Huntlosens Torjäger Stefan Merz, der gelb-rot-gesperrt zusehen musste. Den Gastgebern unterliefen viele Stockfehler. Außerdem waren sie nicht griffig genug und wurden infolgedessen immer wieder ausgekontert. Einige Gegenstöße konnte der aufmerksame Sören Groothoff durch gutes Torwartspiel unterbinden. Viermal war aber auch der Keeper machtlos. Sämtliche Delmenhorster Treffer gingen auf das Konto von Ali Hazimeh (5./13./41./54.). Immerhin gelang Nils Heimann noch der Ehrentreffer für Huntlosen. Sein aus 28 Metern abgefeuerter Ball – halb Flanke, halb Torschuss – flog zum 1:4 ins Netz (77.). „Ein Traumtor!“, fand Stefan Merz. Er lobte Kapitän Ben Meyer, der sich 90 Minuten lang unerschrocken in jeden Zweikampf warf.
Beckeln Fountains – TV Munderloh II 4:0 (3:0): „Nach dem 0:5-Desaster beim Delmenhorster BV haben die Jungs die geforderte Reaktion gezeigt. Sie haben endlich mal das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Beckelns Coach Matthias „Jupp“ Büsing. Der Sieg seiner Elf war gänzlich ungefährdet. Einen Schuss von Oliver Meyer fälschte Munderlohs Jan-Marvin Schelenz zum 1:0 ins eigene Tor ab (12.). Mit einem schönen 16-Meter-Schlenzer erhöhte Oliver Meyer auf 2:0 (18.), ehe Timo Gralheer einen Alleingang zum 3:0 vollendete (26.). Beckelns überragender Sechser Kian Töllner krönte seine Leistung, indem er TVM-Keeper Simon Menke zum 4:0 überlupfte (58.). Eine starke Partie machte auch Tim Sander auf der rechten Außenbahn.
TuS Hasbergen – SC Dünsen 2:2 (1:2): An der spielerischen Darbietung seiner Mannschaft fand Nico Seipel großen Gefallen. „Aber mit dem Ergebnis bin ich absolut unzufrieden. Wir hätten zweistellig gewinnen können, wenn wir nicht so viele Chancen ausgelassen hätten. Schon zur Halbzeit hätte es bequem 7:1 stehen können“, meinte Dünsens Trainer. Auf Vorlage von Jan Stubbmann markierte Hendrik Sandkuhl das 1:0 für den Sportclub (6.). Postwendend egalisierte Moussa Hazimeh zum 1:1 (8.). Anschließend reihten die Gäste eine vergebene Möglichkeit an die nächste. Unter anderem scheiterte Philipp Karthäuser mit einem von Jannik Wessel herausgeholten Foulelfmeter an Hasbergens Schlussmann Bela Zirwes (35.). Das 2:1 durch Sandkuhl war mehr als überfällig (38.). Dünsens Achter steigerte sich noch einmal im Vergleich zur Vorwoche. Schon beim 4:1 gegen den TV Jahn II hatte Sandkuhl als Torschütze geglänzt. Auch nach der Pause betrieb Dünsen weiter krassen Chancenwucher – und bekam die Quittung. Im Anschluss an einen Eckstoß traf Hazimeh zum 2:2 (69.). „Die Jungs wurden immer unzufriedener und waren am Hardern. Spätestens ab der 80. Minute war mir klar: Das wird nichts mehr“, erklärte Seipel.