Rowling wehrt sich gegen Todeswunsch nach Dolly-Parton-Nachruf
Empfehlungen der Redaktion Nach dem Tod von Dolly Parton hat J.K. Rowling der Country-Legende bei X gedacht. Die „Harry Potter“-Autorin erinnerte dabei nicht...
- 2 min read

Empfehlungen der Redaktion
Nach dem Tod von Dolly Parton hat J.K. Rowling der Country-Legende bei X gedacht. Die „Harry Potter“-Autorin erinnerte dabei nicht nur an Partons Musik, sondern insbesondere an deren Einsatz für die Leseförderung von Kindern. Auf ihren Nachruf folgten jedoch auch heftige Reaktionen – bis hin zu einem gegen Rowling selbst gerichteten Todeswunsch.
Rowling bezeichnete Partons „Imagination Library“, die seit ihrer Gründung Bücher an Kinder verschickt, als den besten Beitrag zur Leseförderung, den ein Prominenter je geleistet habe. Sie erinnerte sich außerdem an eine persönliche Begegnung mit Parton in den 1990er-Jahren hinter den Kulissen einer Talkshow. Damals sei sie angesichts des Stars sprachlos und überwältigt gewesen.
Zum Abschied bezeichnete Rowling die mit 80 Jahren verstorbene Sängerin als vollkommen einzigartig und unersetzlich. Doch nicht alle Nutzer wollten ihr diese Würdigung zugestehen. Hintergrund sind Rowlings seit Jahren kontrovers diskutierte Äußerungen zu Transgender-Themen, während Parton sich wiederholt für die LGBTQ+-Community ausgesprochen hatte.
Nutzer schreibt an Rowling: „Du hättest es sein sollen“
Besonders drastisch fiel die Antwort einer Nutzerin aus. Unter Rowlings Nachruf schrieb sie sinngemäß: „Du hättest es sein sollen.“ Rowling veröffentlichte einen Screenshot der Nachricht und machte damit auf den gegen sie gerichteten Todeswunsch aufmerksam.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus X Corp.
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Ihre Antwort fiel spöttisch aus. Wer öffentlich anderen Menschen den Tod wünsche, so Rowling sinngemäß, sollte zumindest bedenken, dass es wenig bringe, die betreffende Person zu blockieren, wenn im eigenen Profil gleichzeitig der wirkliche Name und die Universität genannt würden.
Es blieb nicht bei diesem Wortwechsel. Ein anderer Nutzer beschimpfte Rowling und behauptete, sie und Parton hätten keinerlei Gemeinsamkeiten. Die Autorin reagierte mit einer Anspielung auf einen der bekanntesten Songs der Country-Sängerin: Immerhin seien sich beide darin einig gewesen, dass „Jolene“ ihnen nicht den Mann wegnehmen solle.
Rowling verteidigt Dolly Parton gegen weiteren Kommentar
Auch eine weitere Äußerung brachte Rowling gegen sich auf. Als ein Nutzer Parton mit Donald Trump in Verbindung bringen wollte, verteidigte sie die verstorbene Musikerin mit drastischen Worten. Selbst bei vorsichtiger Schätzung sei Dolly Parton ein hunderttausendmal besserer Mensch gewesen als der Kommentator, schrieb Rowling.
Partons Tod löste weit über die Country-Szene hinaus zahlreiche Reaktionen aus. Musiker, Schauspieler, Politiker und Unternehmer erinnerten öffentlich an die Sängerin. Zu den Prominenten, die Parton würdigten, gehörten unter anderem Taylor Swift, Beyoncé, Jane Fonda, Lily Tomlin, Carol Burnett, Eminem, Bill Clinton, Jeff Bezos und Tim Cook.