Pluimers: “Habe gehofft, gut in der Waschmaschine zu sitzen“ | radsport-news.com

Die Stimmen zur 8. Etappe der Tour de France Rick Pluimers (Tudor) vor der 8. Etappe | Foto: Cor Vos11.07.2026  |  (rsn) – Drei Ausreißer bestimmten die 8. Etappe der Tour de France ...

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Die Stimmen zur 8. Etappe der Tour de France

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Rick Pluimers (Tudor) vor der 8. Etappe | Foto: Cor Vos

11.07.2026  |  (rsn) – Drei Ausreißer bestimmten die 8. Etappe der Tour de France 2026 und am Ende war es Liam Slock (Lotto – Intermarché), der dem Peloton die größte Aufgabe stellte. Die löste es erst auf den letzten zwei Kilometern, woraufhin es in Bergerac zum erwarteten Sprint Royal kam.

Den entschied Tim Merlier, der rund 300 Meter vor dem Ziel aus einer unmöglichen Position nach vorn schoss für sich. Zweiter wurde Biniam Girmay (NSN) vor Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) und Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech). Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) verteidigte das Gelbe Trikot.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 8. Etappe der Tour de France:

Tim Merlier (Soudal – Quick-Step / Sieger / Flash-Interview): “Ich habe mich nicht wie der Boss gefühlt. Ich musste die ganze Zeit um meine Position kämpfen. Kurz vor der letzten Kurve war ich ein bisschen eingeklemmt. Dann bin ich fast gestürzt. Ich dachte schon, dass es vorbei ist. Aber ich habe es versucht, wieder zurückzukommen zu den Leuten, die den Sprint angefahren haben. Ich bin mit so viel Speed gekommen. Bei 250 Metern habe ich mir gesagt, ich probiere es jetzt. Dann sehen wir. Auf den letzten 50 Metern konnte ich nicht mehr treten.“

Biniam Girmay (NSN / Zweiter / Eurosport): “Die letzte Kurve haben wir unglaublich schnell genommen. Niemand hat da gebremst. Ein Fahrer von Uno-X hat meinen Lenker berührt, zum Glück konnte ich die Situation retten. Die Aktion hat mich aber Geschwindigkeit gekostet. Aber Merlier war…stark! Wenn ich sehe, wie er gesprintet ist…verrückt. Er ist im Moment schnell! Ich will eine Etappe gewinnen. Das ist meine oberste Priorität. Danach kommt das Grüne Trikot.“

Max Kanter (XDS – Astana / Neunter / RSN): “Wir hatten eigentlich einen ganz guten Leadout bis 500 Meter vor dem Ziel. Dann werden wir von hinten komplett überlaufen. Ich musste dreimal anfangen zu sprinten und hatte keinen Speed mehr. Bis dahin ist alles gut gelaufen. Es ist schwierig. Ich wollte an Philipsens Hinterrad, aber dann kamen halt drei, vier Leute von hinten. Ein Anfahrer ist auch noch rausgegangen. Da musste ich voll bremsen. Damit war mein Sprint vorbei.“

Mike Teunissen (XDS – Astana / 27. / Eurosport):“Vielleicht war unsere Position am Ende sogar etwas zu gut, aber es ist auch ein schwieriges Finale hier. Wir wollten früh dran sein, denn wir viele starke Jungs. Aaron (Gate) hat das heute gezeigt und Baller(ini) ebenfalls. Es ist nicht ideal, so früh an der Spitze zu fahren. Andererseits kann auch ein Sturz passieren oder eine Lücke entstehen. Es ist schwer aus der Kurve heraus den Sprint lancieren. Ich wollte etwas warten, aber da hat Mathieu (van der Poel) anders drüber entschieden. Er kam mit Speed von hinten und dann wird man überrollt.“

Nils Politt (UAE – Emirates – XRG / 44. / ARD): “Einfach im Feld sitzen bleiben, Kräfte sparen, Runterkühlen, viel Eis und Wasser. Das haben wir gut geschafft. Am Ende waren die Ausreißer doch stärker, als man gedacht hat. Da wurde es auch noch ein bisschen schneller. Die Sprinterteams haben gearbeitet. Am Ende hatten wir Rückenwind. Das hat Slock in die Karten gespielt. Schade, dass er es nicht geschafft hat.“

Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step/ 76. / Eurosport): “Es war wieder ein hektisches Finale. Astana hatte es wieder sehr gut getimt – zumindest für uns. Denn eigentlich waren sie etwas zu früh. Wir wurden 2,4 Kilometer in der Kurve etwas überrumpelt. Ich musste wieder den Weg nach vorn finden und wusste eigentlich nicht genau, ob Tim mir folgt. Er fühlt aber den richtigen Moment immer sehr gut an – so auch dieses Mal. Ich habe den Sorint zwar nicht gesehen, aber er hat es wieder geschafft!“

Liam Slock (Lotto - Intermarché / 114. / Eurosport): “Enttäuschung. Das ist das Gefühl, dass ich jetzt spüre. Wenn man so nah dran ist, will man natürlich gewinnen. Es war noch weit bis zum Ziel, aber trotzdem war ich nah dran. Auf der breiten Straße zwischen 10 und 6 Kilometern vor dem Ziel. Da habe ich gemerkt, dass sie schnell näher kamen. Es ging leicht bergan und ich wusste, dass das Tempo im Peloton sehr hoch sein würde. Ich habe gespürt, dass ich Zeit verliere. Die Kraft in den Beinen schwand immer mehr.“

Rick Pluimers (Tudor / Sechster / NOS): “Ich bin sehr zufrieden. Ich habe gehofft gut in der Waschmaschine zu sitzen und das hat heute geklappt. Ein Finale mit so vielen Kurven liegt mir besser als vier Kilometer geradeaus. In der Waschmaschine war es natürlich wieder hektisch und gefährlich, aber ich konnte mich gut behaupten und hatte in der letzten Kurve mit Olav und Philipsen ein gutes Hinterrad. Bei so einer Kurve weiß man, dass danach nicht mehr so viel von hinten kommen kann. Ich musste einfach mit Olav mithalten – und das war dann ein schöner sechster Platz. Mein Ziel heut waren die Top Ten. Es ist schön, das in der Tour geschafft zu haben. In so einem Sprint Royal ist das für mich das Maximum.“

Pascal Ackermann (Jayco – AlUla / Siebter / ARD): “Die Zielkurve hat über alles entschieden. Da habe ich es ein bisschen vermasselt. Ich war in der Mitte und links und rechts sind sie vorbeigerollt. Dann ist ein Fahrer von Ineos mit einem von Cofidis ein bisschen von innen nach außen geschossen. Die haben dann ein bisschen zugemacht. Dann sind wir nach der Kurve einfach losgesprintet. Dann war es ein rechts-links-rechts-links. Am Ende war ich echt schnell. Aber es war halt wieder die Zielkurve.“

Mads Pedersen (Lidl - Trek / Zwölfter / Eurosport): “Insgesamt kann ich zufrieden sein. Natürlich wäre es schön gewesen, in diesem Sprint ein bisschen besser platziert zu sein. Aber es ist, was ist und der Weg nach Paris ist noch weit. Es ist schön, Grün zu haben und ich kann glücklich sein, auch wenn der zwölfte Platz nicht ideal ist.“

Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech / 16. / NOS): “Vielleicht war der Leadout noch besser als gestern. Ansonsten habe ich vom Sprint nicht viel gesehen. Ich denke, dass ich erst 150 Meter vor dem Ziel aus dem Wind gegangen bin. Keine Ahnung, wie der Sprint danach gelaufen ist. Ich habe alles gegeben und danach konnte ich nicht mehr gucken. Wir wollten natürlich mehr. Wir haben es gut gemacht. Mehr können wir nicht tun. Ich habe auf dem Rad wieder ein besseres Gefühl.“

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / 49. / Flash-Interview): “Wie jeden Tag trinke ich viel Wasser und kühle meine Körper so gut es geht. Einfach die Zeit auf dem Rad irgendwie rumkriegen. Ich glaube schon, dass die Hitze einen Einfluss auf meinen Körper hat. Jeder, der sich draußen aufhält, weiß, dass der Körper in der Hitze müde wird. Auch wenn es ein einfacherer Tag ist, müssen wir aufpassen und uns kühlen. Und auch auf die Verpflegung achten.“

Felix Engelhardt (Jayco – AlUla / 119. / ARD): “Es liegt hauptsächlich an Alpecin und Quick-Step, die Nachführarbeit zu gestalten. Die haben die zwei stärksten Sprinter hier und ihre Teams sind auch voll darauf ausgelegt. Dass Slock kein unbeschriebenes Blatt ist, sollte jedem klar sein. Das haben sie vielleicht ein bisschen unterschätzt und ihm zwischendurch ein bisschen zu viel Zeit gegeben. Das Terrain ist dann nicht so einfach, um richtig zu kontrollieren. An den Hügeln gab es dann auch Attacken. Im modernen Radsport darfst du eigentlich keine drei Minuten mehr hergeben. Die vorne sind so gut und hinten wird es dann schwierig, die zwei, drei km/h zu finden.“

Dylan van Baarle (Soudal – Quick-Step / 163. / NOS): “Wir probieren, die Arbeit zu verteilen, da Bert Van Lerberghe nicht mehr dabei ist. Pascal (Eenkhoorn) und ich probieren uns abzuwechseln. Ich am Anfang, Pascal etwas später und dann ich wieder zum Ende hin. Wenn man viel arbeitet und der Sprinter gewinnt dann – das ist superschön“

Tom Steels (Sportlicher Leiter Soudal – Quick-Step / Eurosport): “Wir bekamen die Lücke nicht zu bei 1:15 oder 1:20 Minuten. Die Kilometer wurden immer weniger und wir wussten, dass wir nah dran sein würden. Aber wir mussten fünf Kilometer vor dem Ziel wegen der ganzen Kreisel und Kurven schon sehr nah dran sein. Da kann man als Feld einfach weniger zufahren. Zum Glück sind die anderen Teams auch etwas in Panik geraten. Uno-X und XDS haben auch starke Teams und sie mussten nur 15 Kilometer fahren. Wir sind 160 von vorn gefahren.“

Christoph Roodhooft (Teamchef Alpecin – Premier Tech / Sporza): “Ich glaube, wir haben wieder alles richtig gemacht “Mathieu (van der Poel) war lange genug da – sehr lange sogar. Vielleicht heute sogar zu lang. Das gab den Fahrern von hinten den nötigen Raum, um die Lücke zu schließen. Jasper (Philipsen) hat seinen Sprint zu spät angesetzt. Gestern war es zu früh, heute zu spät. Aller guten Dinge sind drei, oder? Wir müssen einfach weitermachen, oder? Es macht keinen Spaß, aber das gehört eben dazu.“