PC-Gaming: Steam scheffelt mehr Geld als je zuvor - aus zwei Gründen

Steam verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrekord. Während Konsolenhersteller wie Microsoft und Sony in der Krise stecken, wachsen die Einnahmen von Valve deutlich. Vor allem frische Spieler und ältere Games treiben die Zahlen in die Höhe.

  • 3 min read
PC-Gaming: Steam scheffelt mehr Geld als je zuvor - aus zwei Gründen

Steam verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrekord. Während Konsolenhersteller wie Microsoft und Sony in der Krise stecken, wachsen die Einnahmen von Valve deutlich. Vor allem frische Spieler und ältere Games treiben die Zahlen in die Höhe.

Steam, Valve, Valve Steam, Valve Corporation

Steam verzeichnet neuen Umsatzrekord

Steam hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen geschätzten Bruttoumsatz von 11,1 Milliarden Dollar (etwa 9,7 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Das übertrifft selbst das aufgrund von Weihnachten starke zweite Halbjahr 2025 um acht Prozent. Der Markt für das Spielen am Heimcomputer floriert damit sichtlich.

Noch vor kurzer Zeit belegten Zahlen, dass sich PC-Gaming im Vergleich zu Konsolen auf einem absteigenden Ast befand. Zumindest für Valve scheint das jedoch kein großes Problem zu sein. Im Gegensatz dazu stecken die Konsolenhersteller mittlerweile tief in der Krise. Microsoft verzeichnet bei der Xbox sinkende Umsätze und führt Entlassungen durch. Passend dazu verzeichnet Sony bei der PlayStation die niedrigsten Verkaufszahlen seit über 25 Jahren, während durch die aktuelle Speicherknappheit die Hardwarekosten steigen. Außerdem drückt Sonys Verzicht auf physische Datenträger ab 2028 zusätzlich die Stimmung.


Wachstum durch neue Märkte und alte Spiele

Die Gründe für den Erfolg von Steam sind vielfältig. Die Zahlen aus der Analyse von Alinea Analytics zeigen, dass ein Zuwachs an chinesischen Nutzern den größten Umsatztreiber darstellt. Zudem kehren große Publisher mit ihren Titeln zu Steam zurück. Ein weiterer Faktor sind gestiegene Verkaufspreise bei Neuerscheinungen sowie die Vermarktung älterer Titel. Im ersten Halbjahr 2026 stammten 79 Prozent der Einnahmen von Spielen, die vor 2026 erschienen waren. Steam-Umsatz 1. Halbjahr 2026Steams Umsätze steigen immer weiter Im Jahr 2024 lag der Anteil älterer Spiele noch bei 71 Prozent. Spieler greifen also zunehmend auf bewährte Titel aus den Vorjahren zurück. Trotz des Trends zu Klassikern generieren dennoch auch aktuelle Veröffentlichungen hohe Einnahmen. Die umsatzstärksten Titel der ersten sechs Monate zeigen dabei eine Mischung aus großen Produktionen und Indie-Entwicklungen:

  • Forza Horizon 6: 197,7 Millionen Dollar (etwa 173 Millionen Euro)
  • Resident Evil Requiem: 194,5 Millionen Dollar (etwa 170 Millionen Euro)
  • Crimson Desert: 190 Millionen Dollar (etwa 167 Millionen Euro)
  • Slay the Spire 2: 141,7 Millionen Dollar (etwa 124 Millionen Euro)
  • Subnautica 2: 133,6 Millionen Dollar (etwa 117 Millionen Euro)
  • Meccha Chameleon: 71,3 Millionen Dollar (etwa 63 Millionen Euro)

Langfristiger Trend und hohe Hardwarepreise

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, zeigt sich ein großes Wachstum. So hat Steam in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mehr Geld umgesetzt als im gesamten Jahr 2020. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 hat sich der Umsatz sogar fast verfünffacht.

Aufgrund dieser hohen Umsätze gibt es aber auch Kritik an Valve. So sind Diskussionen über die Preisgestaltung der hauseigenen Hardware entstanden. Die Preise für das Steam Deck oder die Steam Machine bleiben hoch, obwohl das Unternehmen enorme Gewinne durch Softwareverkäufe einfährt. Valve lehnt eine Quersubventionierung der Geräte allerdings strikt ab.

Spielt ihr lieber am PC oder auf der Konsole und wie bewertet ihr die Preispolitik von Valve? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

Download Steam - Beliebter Spiele-Client für Windows

Zusammenfassung

  • Steam erzielt im ersten Halbjahr 2026 Rekordumsätze von 11,1 Milliarden Dollar
  • Währenddessen stecken Konsolenhersteller Microsoft und Sony in der Krise
  • Ein starker Zuwachs an chinesischen Spielern treibt Valves Umsätze an
  • Ganze 79 Prozent der Einnahmen stammen von älteren, bereits bekannten Titeln
  • Valve erntet Kritik für hohe Preise beim Steam Deck und Steam Machine

Siehe auch:

  • Steam Deck: Valve rollt neues Update mit praktischen Fixes aus
  • Valve liefert offizielles Treiberpaket für Windows auf der Steam Machine
  • Red Line of Death: Totalausfall der Steam Machine nach nur 20 Minuten
  • Tim Sweeney nennt KI-Tags bei Steam-Spielen "unverantwortlich"
  • Die Steam Machine ist da: Valve enthüllt Preis und Spezifikationen