Partielle Mondfinsternis über Hessen am Freitag – das müssen Sie wissen

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Partielle Mondfinsternis über Hessen am Freitag – das müssen Sie wissen

Stand: 25.08.2026, 14:00 Uhr

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Mit etwas Glück lässt sich am Freitag die partielle Mondfinsternis über Hessen beobachten.

Mit etwas Glück lässt sich am Freitag die partielle Mondfinsternis über Hessen beobachten. (Archivfoto) © Imago/André März

Am Freitagmorgen tritt der Mond fast vollständig in den Erdschatten ein. Die partielle Mondfinsternis ist auch in Hessen zu sehen – zumindest in der Theorie.

Bensheim – Die unendlichen Weiten des Weltalls am wolkenlosen Nachthimmel zu beobachten, ist für viele Menschen eine faszinierende Mischung aus Vergnügen und den großen Gedanken nach dem Sinn des Lebens.

Der August bietet für Himmelsgucker besonders viele außergewöhnliche Gelegenheiten, mehr als Sternbilder und vorbeifliegende Raumstationen zu sichten. Denn: Nach Sonnenfinsternis und Sternschnuppennächten steht nun eine partielle Mondfinsternis auf dem Programm – und die ist zumindest in Teilen von Deutschland aus gut zu sehen.

Mondfinsternis 2026: Wann genau tritt der Mond in den Erdschatten ein?

Am frühen Freitagmorgen (28. August) taucht der Erdtrabant um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. „Der Beginn der partiellen Phase kurz nach halb fünf lässt sich gut sehen: Der Mond steht hoch am Himmel, es ist noch dunkle Nacht“, sagte Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim. Voraussetzung ist allerdings ein wolkenfreier Himmel.

Laut dem Deutschen Wetterdienst wird der Freitag wechselnd bis stark bewölkt, zeitweise rechnen die Meteorologen mit Schauern, einzelnen Gewittern, Starkregen und Hagel. Ob und wie das die Sicht auf den Mond beeinträchtigt, ist noch nicht abzusehen.

Bis zu 94 Prozent des Mondes werden verfinstert

Laut Pilz ist der Beginn der partiellen Mondfinsternis bei klarer Sicht gut zu beobachten. Je weiter die Verfinsterung fortschreite, desto schwieriger werde die Beobachtung: Mit zunehmender Bedeckung setze auch die Morgendämmerung ein. Der Vollmond wird dabei mit bis zu rund 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers in den Kernschatten der Erde eintreten. „Das Maximum tritt kurz nach sechs Uhr ein“, so Pilz. Wegen des nahenden Monduntergangs und des gleichzeitigen Sonnenaufgangs sei dieser Höhepunkt jedoch kaum zu beobachten.

Um 7.52 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde wieder – doch zu diesem Zeitpunkt ist er in ganz Deutschland bereits untergegangen. Trotz dieser Einschränkungen lohne sich das frühe Aufstehen, betonte Pilz mit Blick auf den kommenden Freitagmorgen. „Trotz der Einschränkungen ist diese Mondfinsternis ein lohnendes Schauspiel“, sagte er. Fotos seien mit einem Teleobjektiv problemlos möglich – und sogar mit dem Smartphone lasse sich die Finsternis festhalten.

Nächste Mondfinsternis: Termine für die kommenden Jahre

Wer dieses Mal Pech mit dem Wetter hat, kann sich auf kommende Ereignisse freuen. In der Nacht zum 21. Februar 2027 steht eine sogenannte Halbschattenfinsternis bevor, bei der der Mond nicht in den Kernschatten der Erde eintaucht – die Verdunkelung fällt dabei oft kaum wahrnehmbar aus. Wer auf ein wirklich spektakuläres Ereignis wartet: Am 31. Dezember 2028 gibt es eine totale Mondfinsternis zu erleben. (esa/dpa)